Wetter-Rückblick auf das Jahr 2020 (Das 2. wärmste Jahr seit 1881)!

Es ist schon sehr brisant, das nach 2014, 2018 und 2019 nun 2020 wieder über +2k (1961-1990) erreicht hat!

Das Jahr 2020 war +2,2k zum mild und liegt nun hinter 2018 (+2,25k) auf Platz 2 der wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahre 1881. Das Jahr 2019 (+2,1k) ist nun zusammen mit 2014 (+2,1k) auf Platz 3 der wärmsten Jahre.

Es gab vor 2014 noch nie ein Jahr seit beginn der Wetteraufzeichnung, das eine Temperatur-Abweichung von über +2k erreicht hat. Seit 2014 haben wir nun insgesamt 4 Jahre die eine Temp.-Abw. von über +2k erreicht haben.

Nehmen wir die Jahre seit 2000 gab es inklusive des Jahres 2000 nun 7 Jahre die wärmer waren als +1,5k (1961-1990).

Von 1881 bis 2000 gab es nur ein Jahr 1994 das +1,5k erreicht hat, sechs Jahre mit über +1k. Seit 2000 insgesamt 14 Jahre mit mehr als +1k, die Klima-Erwärmung sieht man sehr deutlich an der starken Zunahme der Jahres- und Monats Temperaturen!

Zudem war der Winter 2019/2020 mit +3,9k der zweit-wärmste seit 1881.

  • Dezember (2019) +2,91k
  • Januar (2020) +4k
  • Februar (2020) +4,9k

Das Jahr 2020 begann sehr mild mit den Wetterlagen antizyklonale Südwestlage bis Hoch-Mitteleuropa, Ende Januar entwickelte sich eine Westlage mit Sturmtiefs, die nach kurzer Pause, ab dem 8. Februar 2020 sich zu einer extremen Westlage entwickelte. Die Orkantiefs Sabine und Victoria waren sehr starke Orkane die in Europa große Schäden anrichteten. der Orkan Victoria war mit 920 hpa der 3. stärkste Orkan auf dem atlantisch-europäischen Raum seit 1881.

Weitere Sturm- und Orkantiefs zogen bis Anfang März 2020 über Europa. Insgesamt gab es von Ende Januar bis Anfang März knapp 10. Mio. fm Sturmholz und ca. 2 . bis 3 Mrd. Euro Sturmschaden. Auch leichtes Hochwasser gab es durch die Westlage.

Mehr dazu:

https://sturmwetterblog.wordpress.com/2020/05/08/rueckblick-auf-die-sturmsaison-2019-2020/

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Das Frühjahr gestaltete sich meist mild mit kurzen kalten Nordlagen, Gewitterlagen gab es selten. der Mai 2020 lag mit +0,5k im Durchschnitt, die anderen Monate waren zu mild:

  • März +191k
  • April +3,21k
  • Mai +0,5k

Somit war das Frühjahr 2020, +1,72k zu mild und es war auch zu trocken.

Wie schon das Frühjahr gab es in den ersten 2 Sommermonaten Juni und Juli kaum Gewitterlagen, lediglich um Mitte Juni gab es eine längere Gewitterlage, die aber meist nur im Süden/Osten Gewitter-/Unwetter brachte.

Der Juli war sogar sehr Blitzarm in Deutschland, Gewitterlagen gab fast nur am Alpenrand, sonst strömte oft kühle Luft aus Nordwesten nach Mitteleuropa/Deutschland, erst Ende Juli baute sich eine schwül-heiße Wetterlage auf.

Im August setzte sich die gegen Ende Juli entstandenen Hitzelage fort, es gab eine schwül-heiße Gewitter-/Unwetterlage von Anfang August bis ca. zum 20. August.

Besonders im Westen/Süden gab es eine starke Gewitter-/Unwetterserie wie zuletzt im Frühjahr 2016/2018!

In NRW gab es wiederholt schwere Gewitter, besonders vom 9. bis zum 17. August 2020.

Am 26. August zog das erste Sturmtief über West- und Mitteleuropa, es gab Böen von 70 bis 100 Km/h und mäßige Schäden, der August 2020 war mit +3,51k einer der wärmsten August-Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnung.

Zum August 2020 gibt es einen extra Rückblick:

https://sturmwetterblog.wordpress.com/2020/09/20/ruckblick-august-2020-hitzewelle-und-gewitter-unwetter-serie-erstes-sturmtief/

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Somit wurde der Sommer 2020 +2,03k (1961-1990) zu warm in Deutschland.

  • Juni +1,65k
  • Juli +0,89k
  • August +3,51k

Der Herbst 2020 war in Deutschland ebenfalls mit +1,67k deutlich zu warm, große Wetter-Ereignisse wie Stürme oder frühe Winterlagen blieben aus.

  • September +1,64k
  • Oktober +1,15k
  • November +2,21k

Der erste Wintermonat Dezember 2020 brachte Anfangs durch die Wetterlage (Trog Westeuropa) nasskalte Temperaturen, große Kälte konnte sich aber nicht durchsetzen, da es über Osteuropa zu mild war. Ab Mitte Dezember bis Weihnachten gab es eine sehr milde und windige Südwestlage, örtlich gab es über +16°C, erst an Weihnachten auf der Rückseite der Tiefs konnte aus Norden kühle Luft nach Mitteleuropa/Deutschland fließen. Nachts gab es leichten bis mäßigen Frost und tagsüber Temperaturen um 0 Grad, für Schnee reichte es nur im Bergland.

Am 27. Dezember 2020 zog das Orkantief Hermine von Island nach Westeuropa und brachte dort eine schwere Sturmlage mit orkanartigen Böen und Schäden. Das Sturmfeld von Hermine erreichte auch den Nordwesten von Deutschland, mit Böen von 70 bis 100 Km/h, es gab leichte Sturmschäden.

das Tief Hermine löste sich auf und entwickelte sich zum Trog-Westeuropa, die bis Jahresende eine nasskalte Wetterlage mit Frost und Schnee im Bergland brachte. Diese Wetterlage setzte sich bis in den Januar 2021 fort.

Der Dezember 2020 war mit +2,27k deutlich zu mild.

Somit ist das Jahr 2020 neben 2018, 2019 und 2014 ein weiteres Jahr das über +2k erreicht hat. Die Klima-Erwärmung ist insbesondere seit 2013 deutlich bemerkbar, seit dem gab es kaum noch kalte Monate. Selbst meridionale Wetterlagen (TrM, Nordlage, NE, Ostlage oder SE-Lage) im Winter bringen kaum noch große Kälte, so dass meist nur das Bergland noch ergiebigen Schnee bekommt, im Flachland ist es meistens nur noch nasskalt. Dafür sind die milden Südwestlagen nun noch wärmer und bringen in Sommer-Monaten extreme Hitze wie 2014, 2018 und 2019. Insbesondere Hitze- und Starkregen/Gewitter-/Unwetterlagen haben zugenommen, auch 2020 brachte im August sehr viele Starkregenlagen bei Gewittern/Unwettern.

Es können natürlich auch mal kühlere Monate dabei sein, doch durch die Klima-Erwärmung werden Monate, Jahreszeiten und Jahre weiter zu warm.

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Sturmwetterblog, den 20.01.2021

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