Sommer mit über +1k Temp.-Abw. (1961-1990) von 1881 bis 2020

Durch die globale Klima-Erwärmung werden die Sommer auch in Deutschland immer wärmer. In den Vergangen Jahren gab es fast nur zu warme Sommer und seit dem Jahr 2000 sogar drei Sommer mit über +3k (2003, 2018 und 2019), so etwas hatte es von 1881 bis 2000 nicht gegeben.

  • 1905 +1,08k
  • 1911 +1,55k
  • 1917 +1,3k
  • 1947 +2,3k
  • 1950 +1,4k
  • 1959 +1,31k
  • 1976 +1,36k
  • 1982 +1,22k
  • 1983 +2k
  • 1992 +2,1k
  • 1994 +2,1k
  • 1995 +1,30k
  • 1997 +1,33k
  • 2002 +1,7k
  • 2003 +3,3k
  • 2006 +1,8k
  • 2008 +1,2k
  • 2010 +1,5k
  • 2013 +1,41k
  • 2015 +2,2k
  • 2016 +1,5k
  • 2017 +1,72k
  • 2018 +3,1k
  • 2019 +3k
  • 2020 +2,03k

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In den den nächsten Jahren wird sich der Erwärmungstrend fortsetzen, das bedeutet das nicht nur die Winter zu mild sind, sondern die Sommer große Hitzewellen und Dürre bringen können, sowie es extrem in den Sommern 2018/2019 in Europa zu beobachten war. Außerdem sind durch die wärmeren Jahreszeiten in den Sommer-Monaten von April bis September auch schwere Gewitter mit extremen Starkregenfällen zu erwarten, auch haben Unwetter-Phänomene in den letzte Jahren zugenommen. Die Pflanzen- und Umwelt wird sich mit der Klima-Erwärmung umstellen.

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Sturmwetterblog, den 16.11.2020

Wetter-Trend: Zum Wochenende kurz etwas kühler, danach erneut milde Westlage.

Nach den ungewöhnlich milden Temperaturen, die noch bis ca. Donnerstag anhalten, wird es am Freitag/Samstag von Norden auf der Rückseite der Tiefs und dem über Westeuropa aufbauenden Höhenrücken, kurz etwas kühler. In 1,5 km Höhe werden ca. -0 bis -5°C erreicht, am Erdboden dann mit Sonne tagsüber 2 bis 9 Grad, Nachts vor allem nach Süden/Osten und in den Mittelgebirgen leichter bis mäßiger Frost. Die Schneefallgrenze sinkt vorübergehend auf 800 bis 300 Meter.

Am Sonntag zieht das Zwischen Hoch nach Südost-Europa, von Westen ziehen mit einer atlantischen Strömung neue Tiefs Richtung West-/Mitteleuropa. Damit dann wieder etwas Regen, Wind und mildere Temperaturen.

Dieser Wechsel zwischen Hochs über Süd-/Osteuropa und Tiefs die vom Atlantik Richtung West-/Nordeuropa ziehen bleibt wohl bis Anfang Dezember erhalten.

Der Polarwirbel liegt in den nächsten Tagen hauptsächlich zwischen dem Nordpol und Sibirien, er wandert aber Richtung Anfang Dezember nach Grönland/Kanada, das bedeutet, das dann Richtung Mitte Dezember eventuell zu einer starken Westlage kommen kann. Wie schon beschrieben wechseln sich bis Anfang Dezember West- und Hochdrucklagen ab mit milden und etwas kühleren Temperaturen. Bevor dann ab Mitte Dezember durch die mögliche Westlage eine längere milde und stürmische Wetterphase sich vom Atlantik bis nach Europa aufbaut.

Kaltes Winterwetter mit Frost und Schnee ist nicht in Sicht, da auch die Kälte über Osteuropa und Russland fehlt und die Wetterkonstellation auf der Nordhemisphäre nicht so strukturiert ist, das die Kälte vom Nordpol Richtung Skandinavien/Russland strömt. Daher bleibt es wohl in den nächsten Wochen generell überwiegend zu mild, nur kurz mal etwas kühler.

Große schwere Stürme und Orkantiefs sind in Europa demnach dann ab Mitte Dezember möglich.

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Beitragsbild von: https://www.wetterzentrale.de/

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Sturmwetterblog, 16.11.2020

Heute Abend im Westen/Nordwesten Schauerlinie mit Gewitter-, Graupel und Sturm-/schweren Sturmböen!

Ein Sturmtief zieht von den Britischen Inseln zur Nordsee, das eigentliche Windfeld erreicht nur den Südwesten von England/Ärmelkanal, den Nordwesten von Holland bis zur Nordsee.

Im Nordwesten wird es in den nächsten Stunden sehr windig mit einzelnen stürmischen Böen, die Kaltfront des Sturmtiefs zieht am Abend von Benelux Richtung NRW/Niedersachsen. Dabei bildetet sich direkt an der Kaltfront eine starke Schauerlinie, es können sich auch kräftige Gewitter mit Graupel bilden, dazu sind dann verbreitet stürmische Böen und Sturmböen von 65 bis 85 Km/h möglich, örtlich sogar schwere Sturmböen um 90 Km/h!

Auch Tornados können sich bilden!

Es wird für den Westen/Nordwesten Gewitterstufe 1 wegen kräftigen Schauern mit Gewittern und Sturm/schweren Sturmböen von 75 bis 90 Km/h, herausgegeben!

  • Es kann zu leichten Schäden durch abgerissene Äste, entwurzelten Bäumen umherfliegenden Gegenständen und örtlichen Dachschäden kommen, auch Schäden durch Blitze möglich!

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In der Nacht zu Montag schwächt sich die Kaltfront auf dem Weg nach Osten ab, Schauer und stürmische Böen sind aber auch bis zu einer Linie Hamburg/Harz noch möglich.

Im Nordwesten bleibt es sehr windig mit Schauern. Sonst zeitweise etwas Regen und mild.

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Beitragsbild von: http://www.meteociel.fr/

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Sturmwetterblog, den 15.11.2020

Ab Mitte November Zonalisierung/Westlage auf dem Nordatlantik, in West-/Mitteleuropa weiter zu mild

Nach der längeren für den November typischen Hochdruck-Wetterlage, baut sich nach Mitte November, so aktuell die Modelle, eine Zonalisierung auf dem Atlantik auf. kalte Luft sammelt sich um Grönland mit teils unter -30 Grad in 1,5km Höhe. Dadurch bildete sich ein umfangreiches Island-Tief, so das auf der Tief-Rückseite die kalte Luft von Grönland auf den Atlantik strömt und so die westliche Strömung anfacht. Zusammen mit dem Azoren-Hoch entsteht dabei eine Westlage auf dem Nordatlantik die bis West-/Nordeuropa reicht.

GFS ENS Mittel 18z Geop. 500 hpa:

https://www.wetterzentrale.de/

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Im Süden/Osten von Europa hält sich noch das Hoch, das zusammen mit dem Azoren-Hoch eine Hochrduckbrücke baut. So haben wir in Mitteleuropa ab Mitte November meist eine antizyklonale Südwestlage mit milden Temperaturen, eventuell könnte sich dann Richtung Ende November/Anfang Dezember die Westlage weiter verstärken und Tiefs/Sturmtiefs nach West-/Mittel- und Nordeuropa bringen, im Süden weiter Hochdruckgebiete:

https://sturmwetterblog.wordpress.com/2020/11/01/polarwirbel-entwicklung-und-wettertrend-bis-mitte-dezember-erst-hochs-ab-ende-november-milde-westlage-moglich/

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Somit ist bis Anfang Dezember kein Winter-Wetter in Sicht, eventuell auf der Rückseite der Tiefs dann kurz kühler, bevor neue Tiefs wieder milde Luft bringen. Nur Richtung Baltikum bis zum schwarzen Meer sehr kalte Luft aus Norden möglich.

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Beitragsbild: https://www.wetterzentrale.de/

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Sturmwetterblog, den 8.11.2020

Rückblick auf den Sommer 2020

Der Sommer 2020 mit +2,02k (1961-1990) zu warm und mit einer Niederschlagssumme von 94 % und mit einer Sonnenscheinsumme von 107,7 % sonnig und trocken, damit es ist nun der dritte Sommer (2018 +3,01k, 2019 +3,0k) der deutlich zu warm wurde, ein Sommer der leicht zu kühl war, gab es zuletzt 1996!

Klimatische Wasserbilanz (1.06 – 31.08) Sommer2020:

https://www.dwd.de/DE/Home/home_node.html

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Das Sommer-Halbjahr und der Sommer 2020 hatten zwar insgesamt recht wenige Gewitterlagen von April/Mai bis Ende Juli, doch der August brachte besonders in den ersten 2 Wochen mit einer schwülen-Hitzewelle ungewöhnlich viele und heftige Gewitter-/Unwetterlagen, dass sogar ein neuer Starkregen-Rekord!

Vom 1. Juni bis zum 21. August 2020 wurden 630 Starkregen-Ereignisse vom DWD gezählt. Zuletzt gab es im Unwetter-Sommer 2016 mit 487 die meisten Starkregen-Ereignisse.

Ein Rückblick auf die Gewittersaison und den ungewöhnlichen schwül-heißen Gewitter-/Unwetter August 2020:

https://sturmwetterblog.wordpress.com/2020/09/20/ruckblick-august-2020-hitzewelle-und-gewitter-unwetter-serie-erstes-sturmtief/

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Insgesamt ist das Jahr 2020 wieder deutlich zu warm und wird eventuell nach 2014, 2018 und 2019 die +2k erreichen oder übertreffen, ein deutlich Zeichen der Klima-Erwärmung!

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Sturmwetterblog, den 1.11.2020

Polarwirbel-Entwicklung und Wettertrend bis Mitte Dezember: Erst Hochs, ab Ende November milde Westlage möglich!

Aktuell haben wir es in Europa mit einer sehr milden und windigen Südwestlage zu tun, die Wettermodelle rechnen aber für die nächsten Tage mehrere kräftige Hochdruckgebiete für teils ganz Europa, je nach Lage der Hochs ist es mal etwas milder mal etwas kühler, insgesamt bekommen wir und besonders die Alpen und Mittelgebirge eine Inversions-Wetterlage, das bedeutet unten öfter Nebel und auf den Bergen mild und sonnig. Im weiteren Novemberverlauf könnten sich schwache Tiefs von Nord- oder Osteuropa her bilden und eventuell kühles Wetter mit etwas Regen/Nieselregen, oberhalb von 800m vielleicht Schnee bringen, noch ist es aber unklar ob sich diese Tiefs über Nord- bzw. Osteuropa bilden und Mitteleuropa beeinflussen, eventuell ziehen diese Tiefs dann auch Richtung Mittelmeer und bringen dort die typischen Herbst Gewitter-/Unwetter, weil dort das Mittelmeer noch sehr warm ist. Insgesamt bleibt es aber bei einer meist meridionalen Wetterlage, eine antizykolane Südwestlage wäre zumindest von Westeuropa bis Skandinavien möglich.

So gesehen bleibt das Wetter im November meist unspektakulär.

Kommt danach der Winter oder baut sich eine windige/stürmische Westlage auf ?

Diese Frage kann man aus den Prognosekarten anhand von 500 hpa für Europa nicht direkt beantworten, da ein Großteil des Wetters, besonders im Winterhalbjahr von der Entwicklung des Polarwirbels abhängt. Ist der Polarwirbel in 25/36 km Höhe recht kräftig mit einem Tief im Zentrum und ohne Stratosphären-Erwärmung, dann entwickelt sich meist 2/3 Wochen später die gleiche Luftströmung in 1,5 bis 3 km Höhe (850/500 hpa). Also eine positive NAO/Westlage.

Das GFS rechnet für Mitte November einen kräftigen Poalrwirbel mit -60 bis -80°C in 25/36 km Höhe, es wird auch ein Tief im Zentrum über dem Nordpol berechnet, dazu sehr starke Winde um das Polartief in 25/36 km Höhe.

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Auch die Wassertemperaturen, kühlen sich wie in den letzten Jahren am stärksten zwischen dem Nordpol/Nordpolarmeer, Beaufort und Grönland ab. Dazu sind die Temperaturen an der östlichen amerikanischen Küste und Richtung mittleren Atlantik noch deutlich zu warm, da spricht für eine Genese von Tiefdruckgebieten, die im Strom vom Labrador Richtung Grönland zur südwärts abkühlenden Kaltwasser und Kaltluft aus Norden von Kanada, dann Richtung Island ziehen und so wohl eine starke poitive NAO und Jet mit Westlage produzieren.

Aktuelle Wasser-Temperaturen:

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Sowohl die Eis- und Schneebedeckung, als auch die berechneten 2m Temperaturen bis Mitte November sehen wieder, ähnlich wie in den letzten Jahren zwei Kälte-Achsen, die erste Kälte Achse reicht von West-Kanada/Alaska bis Ost-Sibirien, die zweite Kälte-Achse reicht von Grönland über den Nordpol bis ins mittlere Sibirien. Von Europa bis ins nördliche West-Asien wird keine große Kälte berechnet, Eis- und Schneebedeckung ist somit von Europa bist West-Asien nicht vorhanden, weshalb selbst eine theoretische Ostlage Ende November keine Große Kälte bringe würde.

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Das bedeutet, einerseits das der starke Polarwirbel ab Ende November in der nördlichen Hemisphäre zum Erdboden durchsetzt mit einer möglichen Südwest-/Westlage, die sich auch bis weit in den Dezember fortsetzt, dann sind , ähnlich wie in den letzten Jahren, milde Temperaturen und viel Wind & Regen dabei. Dafür spricht auch die geringe Eis-/Schneebedeckung zwischen Europa und West-Asien, die Differenz der Wasser-Temperaturen zwischen der amerikanischen Ostküste und Grönland/Nordpol, sowie die 2m Temperaturen die sich auch wie die Eis-/Schneebedeckung hauptsächlich von Nordamerika/Grönland über den Nordpol bis Ost-Sibirien fokussieren. Somit ist eine windige bis stürmische Westlage ab Ende November/Anfang Dezember möglich, diese überwiegend westliche Luftströmung könnte, im Wechsel mit TrM/milde Hochs, wie in den letzten Jahren dann weit bis in den Hochwinter also Januar/Februar anhalten.

Ende November gibt es ein Update zu der Entwicklung des Polarwirbels.

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Wetterkarten von: https://www.wetterzentrale.de/

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Sturmwetterblog, den 1.11.2020