Rückblick auf die Sturmsaison 2018/2019

Die Sturmsaison 2018/2019 begann ähnlich wie im Jahr 2017 sehr früh, es gab seit Mitte September 2018 einige Sturmtiefs im Norden und Westen vom europäischen Atlantik die zum Nordmeer oder zur Nordsee gezogen sind und auch in Irland und Schottland Sturm/Orkan gebracht mit einigen Schäden.

Inhalt:

  • Die Sturmsaison beginnt sehr früh im September 2018
  • Sturmlage Ende Oktober in den Alpen und Norditalien
  • Windige West/Nordwestlage im Dezember 2018/Januar 2019 und warmer sonniger Februar 2019
  • Ungewöhnliche Sturmserie im März 2019
  • Stärkste Sturmserie im März 2019 seit 1994!
  • Sturmsaison 2018/2019 gehört zu den markantesten Saisons seit 20 Jahren
  • Viele Sturm- und Orkantiefs in den Sturmsaisons 2017/2018 und 2018/2019 und große Sturmschäden!
  • Links zu: DWD, Naturgewalten.de

Die Sturmsaison beginnt sehr früh im September 2018

Vom 20. bis zum 24. September 2018 zogen die ersten Herbststürme auch teile von Mitteleuropa.

Das Sturmtief ELENA zog am 20/21. September 2017 von den Britischen Inseln weiter nach Nordosten über die Nordsee bis nach Skandinavien. Auf der Südwestflanke erreichte der Wind besonders entlang der Kaltfront oft Windstärke 8 bis 9 Bft ( = stürmischer Wind/Sturm ), vereinzelt wurden auch schwere Sturmböen um 90 Km/h  ( 10 Bft ) gemessen. An der Nord- und Ostseeküste gab es verbreitet schwere Sturm und orkanartige Böen von 90 bis 115 Km/h, auf dem Brocken auch Orkanböen bis 142 Km/h.

Windböen 21.09.2018 Kachelmannwetter:

https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/deutschland/windboeen-max/20180922-0000z.html

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Durch das Sturmtief ELENA gab es einige Sturmschäden durch abgebrochene Äste, umgestürzte Bäume und Schäden an Dächern, besonders im Norden.

Zweit Tage später, hat sich in der Westströmung im Jet eine kleine Randwelle über dem Atlantik gebildet, diese Randwelle entwickelte sich dabei zu einem Schnellläufer-Tief mit dem Namen FABIENNE das vom Ärmelkanal über Nordfrankreich Benelux, Deutschland bis  nach Polen/Tschechien zog. Im Warmsektor-Bereich wurden wie Natur-bedingt auf der Nordhalbkugel die größten Windböen gemessen, insbesondere wieder mit Durchzug der Kaltfront, wo sich von Nordfrankreich/Luxemburg erste Gewitter an der Kaltfront bildeten.

Diese Gewitter zogen verstärkend weiter nach Mittel/Süddeutschland und haben dort oft für Sturm-, schwere Sturm- und teils orkanartige Böen gesorgt, örtlich gab es auch Orkanböen. Auf dem Weinbiet wurden 158 Km/h erreicht und in Konstanz schaffte eine Böe 148 Km/h und in Würzburg 137 Km/h!

Auch Tornados wurden anhand von einigen Schäden vermutet.

Es gab teils große Schäden durch das Sturmtief FABIENNE. Auch in Österreich und der Schweiz sowie in Tschechien hat das Randtief FABIENNE Sturm und Schäden gebracht.

Windböen 23.09.2018 Kachelmannwetter:

https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/deutschland/windboeen-max/20180924-0000z.html

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Die beiden Sturmtiefs ELENA und FABIENNE waren damit sehr frühe Stürme der Sturmsaison 2018/2019. Ähnlich früh begann, wie ich schon bereits oben weiter schrieb, auch die Sturmsaison 2017/2018 mit dem Sturmtief SEBASTIAN am 13.09.2017, es folgten dem frühen Sturmtief SEBASTIAN dann die Tiefs, XAVIER, HERWART, BURGLIND und Orkan FRIEDERIKE, so dass die Sturmsaison 2017/2018 zu den heftigsten Sturmsaisons der letzten 30 Jahre in Europa zählt.

Nachlese; Rückblick auf die Sturmsaison 2017/2018:

https://sturmwetterblog.wordpress.com/2018/03/21/rueckblick-auf-die-sturm-orkansaison-2017-2018/

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Nun konnte man spekulieren, ob es wieder zu einer so heftigen Sturmsaison kommt wie 2017/2018.

Sturmlage Ende Oktober in den Alpen und Norditalien

Der Oktober brachte überwiegend, wie schon die Monate zuvor sehr warmes und meist trockenes Wetter, große Herbststürme gab es aufgrund einer meist meridionalen Wetterlage erstmal nicht. An Ende Oktober kam es dann doch zu einer ungewöhnlichen Sturmlage in teilen Süd- und Mitteleuropas.

Das ungewöhnliche Sturmtief VAIA zog dann Ende Oktober vom Mittelmeerraum über die Alpen zur Nordsee und brachte besonders in den Alpengebieten und Norditalien teils schwere Föhnstürme. Das Sturmtief brachte neben Unwettern teils Orkanböen bis in die Täler, es wurden besonders in Norditalien und Österreich große Mengen Sturmholz von ca. 3. Mio. fm durch das Sturmtief VAIA am 29/30. Oktober 2018 geworfen.

Forstpraxis.de schreibt dazu:

Schnelle Aufarbeitung von Sturmholz in Südtirol

Das Sturmtief Vaia brachte in der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober 2018 in Südtirol rund 1,5 Mio. Fm zu Fall. Bereits Mitte Januar 2019 waren 14 % der gefallenen Holzmenge aufgearbeitet.

Rund 140 Forstunternehmer arbeiteten Mitte Januar in den Wäldern Südtirols. Unterstützt wurden diese von zahlreichen Waldbesitzern aus dem Privatwald, welche sich ebenfalls an den Aufräumarbeiten beteiligten. Besonders betroffen waren die drei Forstinspektorate Bozen 1, Bozen 2 und Bruneck.

Vor allem die schnelle Aufarbeitung ist erstaunlich. In ganz Südtirol wurde in zwei Monaten ein Drittel des Jahreshiebsatzes geerntet. In Bozen 1 waren es sogar 88 %. Vor allem die Angst vor einem Massenausbruch verschiedener Borkenkäferarten beschäftigt nun das Forstpersonal in Südtirol, wie es auf „Südtirol News“ heißt.

Sturmholz in Norditalien

Das Sturmtief Vaia zog am 29. Oktober über Norditalien. Alleine in der Region Trentino fielen mindestens 1,5 Mio. Fm Sturmholz an. Laut einer Mitteilung des Nachrichtenportals „Il Dolomiti“ werden gegenwärtig 400 km Forststraßen freigeschnitten. Auf den Bildern sind vor allem flächige Nadelholzwürfe zu erkennen.

Schnelle Aufarbeitung von Sturmholz in Südtirol

Sturmholz in Norditalien

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Windige West/Nordwestlage im Dezember 2018/Januar 2019 und warmer sonniger Februar 2019

Der November 2018 brachte keine großen Stürme, das Wetter war meist wieder zu warm und zu trocken. Ende November stellte sich die Wetterlage dann um, eine Westlage baute sich über West- und Mitteleuropa auf.

Diese Westlage brachte meist windiges und regnerisches Wetter, die Temperaturen waren aber weiter mild bis sehr mild.  Auch einige Sturmtiefs zogen mit der Westlage nach Europa.

Das Sturmtief MARIELOU zog am 8/9. Dezember über West- und Mitteleuropa . Es brachte aber meist nur stürmische Böen und Sturmböen, vereinzelt gab es auch schwere Sturmböen. An der Nordsee und besonders in den südlichen Mittelgebirgen auch schwere Sturmböen und teils orkanartige Böen, auf einigen Berggipfel auch Orkanböen Beispiel der Feldberg mit 157 Km/h.

Das Sturmtief MARIELOU verursachte aber nur leichte Schäden, es gab örtlich abgerissene Äste, umgestürzte Bäume und vereinzelt Schäden an Häusern.

Windböen 9.12.2018 Kachelmannwetter: https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/deutschland/windboeen-max/20181210-0000z.html

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Die Westlage hielt mit einigen Schwankungen zwischen zyklonal West bis teils antizyklonal Nord bis Mitte Januar an, nur selten gab es mal eine meridionale Struktur durch Zwischen-Hochs.

Am 21/22. Dezember. 2018 zog das Randtief STINA über teile von West- und Mitteleuropa. Und brachte teils stürmische Böen und Sturmböen, örtlich auch schwere Sturmböen, auf den Bergen gab es öfter schwere Sturm- oder auch orkanartige Böen. Auf einigen Bergen auch Orkanböen wie z.B. auf der Zugspitze mit 158 Km/h und auf dem Brocken mit 156 Km/h.

Windböen 21.12.2018 Kachelmannwetter: https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/deutschland/windboeen-max/20181222-0000z.html

Das Randtief  STINA verursachte aber ebenso wie das Tief MARIELOU Anfang Dezember 2018, meist nur wenige Sturmschäden.

Das nächste Sturmtief erreichte Deutschland am 8. Januar 2019. Das Sturmtief BENJAMIN zog von der Nordsee Richtung Ostsee/Polen und brachte besonders an der Nordsee und in Norddeutschland stürmisches Wetter.

Die Böen erreichten an der Nordsee oft 10 bis 11 Bft ( schwerer Sturm/orkanartiger Sturm ) mit ca. 90 bis 115 Km/h, im Binnenland gab es meist stürmische Böen und Sturmböen, vereinzelt schwere Sturmböen von 65 bis 95 Km/h. Auf Spiekeroog, dem Brocken und auf dem Fichtelberg gab es auch Orkanböen ( = 12 Bft ).

An der Nordseeküste gab es zudem eine leichte Sturmflut. Zudem gab es örtlich kräftige Schauer und einzelne Gewitter teils mit Graupel.

Die Schäden die das Sturmtief BENJAMIN anrichtete hielten sich jedoch in Grenzen, örtlich gab es abgerissene Äste, umgestürzte Bäume oder Schäden an Dächern. Auch die Sturmflut an der Nordsee verlief glimpflich mit nur leichten Schäden.

Windböen. 8.01.2019 Kachelmannwetter:

https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/deutschland/windboeen-max/20190109-0000z.html

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Die Wetterlage stellte sich von zyklonal West bis Nordwest auf antizyklonal Nord- bis Ost um. So das von Mitte Januar bis Anfang Februar keine Sturm- oder Orkantiefs nach Europa ziehen konnten.

Erst Anfang Februar 2019 stellte sich die Wetterlage wieder auf West zyklonal um und es zogen die Sturmtiefs THOMAS und UWE über West- und Mitteleuropa hinweg. Die Windböen sind mit denen von Sturmtief BENJAMIN Anfang Januar 2019 zu vergleichen und es gab auch durch THOMAS und UWE nur leichte Sturmschäden. Das Randtief UWE vom 10. Februar 2019 brachte über Süddeutschland teilweise Gewitter und schwere Sturmböen.

Windböen 9.02.2019 Kachelmannwetter: https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/deutschland/windboeen-max/20190210-0000z.html

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Windböen 10.02.2019 Kachelmannwetter:

https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/deutschland/windboeen-max/20190211-0000z.html

Die Westlage schwächte sich ab Mitte Februar 2019 ab und ein großes Hochdruckgebiet mit viel Sonne und neuen Temperatur-Rekorden ( teils +20 Grad ) beherrschte das Wetter bis Ende Februar 2019 in Europa.

Dann stellte sich die Wetterlage wieder auf um und es baute sich über West- und Nordeuropa die stärkste Westlage der gesamten Sturmsaison 2018/2019 auf.

Ungewöhnliche Sturmserie im März 2019

In den ersten März-Tagen zog Sturmtief ALEXANDER über Westeuropa hinweg und richtete dort Sturmschäden an. In Deutschland wurde es auch deutlich winiger mit ersten Sturm- und schweren Sturmböen auf einigen Bergen, auf dem Brocken gab es auch orkanartigen Böen.

Das zweite Sturmtief BENNET zog dann direkt am Karneval/Rosenmontag vom Atlantik zur Nordsee und brachte in ganz West- und Mitteleuropa eine Sturmlage. Es gab auch im Binnenland oft Sturm- und schwere Sturmböen von 75 bis 100 Km/h, örtlich auch orkanartige Böen bis 115 Km/h auf den Bergen oft orkanartige Böen und Orkanböen!

Diese Rosenmontags-Umzüge wurden teilweise abgesagt. Am frühen Vormittag zog von Benelux her eine kräftige Schauer- und Gewitter-Linie nach Westdeutschland und brachte verbreitet Sturm- und schwere Sturmböen, vereinzelt auch orkanartige Böen. Schauer und örtlich auch Gewitter mit Graupel breiteten sich über ganz Deutschland aus, es gab in ganz Deutschland Böen von 8 bis 11 Bft. Auch zwischen den Schauern war es stürmisch mit 7 bis 9 Bft.

Es gab teils große Schäden in ganz Mitteleuropa und Deutschland durch abgerissene Äste, entwurzelte Bäume und Schäden an Häusern! Auch der Bahnverkehr wurde teilweise unterbrochen, weil Äste oder umgestürzte Bäume auf Bahngleisen fielen, die Feuerwehr hatte viele Sturmeinsätze.

In NRW im Münsterland gab es zudem ein Todesopfer durch einen umgestürzten Baum, der auf ein Auto fiel.

Das Sturmtief BENNET richtete etwa 200 Mio. Euro Schäden an.

Die stürmische Westlage hielt weiter an und am 7/8. März 2019 zog dann das Sturmtief CORNELIUS über West- und Mitteleuropa hinweg.

Es gab vor allem in Westeuropa und in den westlichen Alpen, sowie im Norden und Westen von Deutschland oft Sturm- und schwere Sturmböen, an der Nordsee und vor allem auf den Bergen auch orkanartige Böen. Auf dem Brocken mit 151 Km/h und auf der Zugspitze mit 144 Km/h auch Orkanböen!

Sturmschäden gab es wieder durch abgerissene Äste und umgestürzte Bäume, sowie örtlich auch Schäden an Dächern.

Die Westlage über Europa verstärkte sich noch weiter und bereits am 9. März 2019 zog das Sturmtief DRAGI über West- und Mitteleuropa hinweg, es gab zudem ungewöhnlich für März heftige Schauer und Gewitter mit Graupel sowie stürmischen Böen und Sturmböen. Am späten Nachmittag zog dann eine markante Gewitter-Linie von Holland nach in den Westen von Deutschland, es gab neben teils kräftigen Gewitter wie im Sommer, Starkregen, Graupel und verbreitet schwere Sturmböen, vereinzelt auch orkanartige Böen oder Orkanböen.

Besonders in NRW gab es viele Sturmschäden durch abgerissene Äste und umgestürzte Bäume, die teils auf Oberleitungen der Bahn fielen, so das auch der Bahnverkehr teilweise gestört wurde. Die Feuerwehren rückten in ganz Deutschland zu vielen Sturmeinsätzen aus.

Der Höhepunkt der ungewöhnlichen stürmischen Westlage im März 2019 war das Sturmtief EBERHARD direkt einen Tag nach Sturmtief DRAGI.

Den am Sonntag den 10. März 2019 zog das kräftige Sturmtief EBERHARD direkt über Deutschland.

Die Zugbahn verlief ca. von Holland über Norddeutschland bis in das südliche Brandenburg/Polen. Südlich davon gab es von Frankreich, Benelux und Deutschland, sowie teilweise in der Schweiz und Österreich verbreitet Sturm- und schwere Sturmböen, örtlich auch orkanartige Böen/Orkanböen.

Von Belgien/Süd-Holland, NRW, Nord-RLP, Hessen, Süd-Niedersachsen, Thüringen/Sachsen auch verbreitet schwere Sturm- und orkanartige Böen von 95 bis 115 Km/h! Örtlich waren auch Orkanböen dabei!

Windböen  Benelux, Deutschland, Tschechien Sturmtief EBERHARD:

Snezka 194 Km/h

Milesvoka 176 Km/h

Feldberg 163 Km/h

Brocken 152 Km/h

Weinbiet 143 Km/h

Fichtelberg 143 Km/h

Kahler Asten 130 Km/h

Alsfeld 126 Km/h

Leipzig 124 Km/h

Unna 122 Km/h

Berverungen-Drenke 122 Km/h

Tholen 122 Km/h

Staboek 122 Km/h

Chemnitz 120 Km/h

Netphen 120 Km/h

Nörvenich 119 Km/h

Zeebrugge 119 Km/h

Woensdrecht 115 Km/h

Lüdenscheid 113 Km/h

Würzburg 111 Km/h

Düsseldorf 110 Km/h

Wuppertal 109 Km/h

Warburg 109 Km/h

Bad-Lippspringe 106 Km/h

Werl 104 Km/h

Gütersloh 100 Km/h

Münster 90 Km/h

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Quelle: DWD/Meteogroup

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Das Sturmstief EBERHARD richtete große Schäden an, es wurden viele Äste abgerissen und Bäume entwurzelt, Dächer abgedeckt und Utensilien geweht.

In NRW rückte die Feuerwehr zu ca. 10.000 Einsätzen aus, es waren 20.000 Feuerwehrkräfte im Sturmeinsatz.

In NRW gab es zudem ein Todesopfer durch einen umgestürzten Baum, auch sonst wurden Menschen verletzt durch herumfliegende Gegenstände.

Das Sturmtief EBERHARD war der stärkste Sturm seit dem ORKAN FRIEDERIKE im Januar 2018!

Es sind in NRW wieder mehrere Tausend fm. Sturmholz geworfen worden durch EBERHARD.

Ca. 1 Mrd. Euro Sturmschäden!

AON Benfield schätzt die Schäden durch Sturmtief EBERHARD auf ca. 700 bis 800 Mio. €. Damit würden die Sturmtiefs BENNET ca. 200 Mio. € und EBERHARD ca. 800 Mio. € auf einen Gesamtwert von 1. Mrd. € kommen und würden ein Schadens-Ausmaß von ORKAN FRIEDERIKE erreichen, der ebenfalls 1. Mrd. Schaden anrichtete!

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Am 11. März 2019 auf der Rückseite von Sturmtief EBERHARD gab es eine sehr windige Nordwestlage mit vielen Regen-, Schnee-, und Graupelschauern, örtlich waren auch kurze Wintergewitter dabei, zudem gab es besonders in Schauern weiter stürmische Böen und Sturmböen, auf den Bergen teilweise wieder 10 bis 12 Bft ( schwerer Sturm/Orkan ).

Am 12/13. März 2019 zog dann das Orkantief FRANZ vom Atlantik nach Westeuropa und richtete dort Sturmschäden an, das Orkantief schwächte sich auf dem Weg nach Mitteleuropa zu einem Sturmtief ab. Es gab aber besonders in der West- und Südhälfte , sowie an der Nordsee und auf den Bergen oft stürmische Böen und Sturmböen, örtlich auch schwere Sturmböen.

Am 13. März 2019 im Trogsektor entwickelten sich wieder einige Schauer und Wintergewitter, diese brachten in NRW in dem Ort Roetgen bei Aachen einen F2 Tornado, dieser richtete teil schwere Schäden an und es gab ca. 5 verletzte Menschen durch den Tornado.

Mehr Information zu dem Tornado auf:

https://tornadoliste.de/

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Einen Tag nach Sturmtief FRANZ, am 14. März 2019 zog ein weiteres Sturmtief über West- und Mitteleuropa. Das Sturmtief GEBHARD brachte wieder verbreitet stürmische Böen und Sturmböen, auf den Bergen örtlich schwere Sturm oder orkanartige Böen. Auf dem Feldberg und auf dem Brocken gab es Orkanböen.

Das Sturmtief GEBHARD richtete allerdings nur leichte Schäden an.

Am 15. März zog dann ein neues Sturmtief HEINZ über West- und Nordeuropa hinweg. Besonders in Norddeutschland gab es Sturmböen oder schwere Sturmböen, an der Nord- und Ostsee auch oft schwere Sturm- oder orkanartige Böen, am Leuchtturm Kiel wurde eine Orkanböe von 118 Km/h gemessen, ebenso wurde auf einigen Bergen in Deutschland Orkanböen gemessen.

Das Sturmtief HEINZ verursachte besonders in Norddeutschland einige Sturmschäden durch abgerissene Äste, umgestürzte Bäume und Schäden an Häusern. Auch Utensilien flogen umher und verursachten dabei Schäden, zudem gab es an der Nordsee eine leichte Sturmflut. Die Feuerwehr rückte in Norddeutschland zu vielen Sturmeinsätzen aus.

Die Sturmtiefs seit Anfang März inklusive Sturmtief HEINZ brachten viel Regen, so das kleinere Bäche und Flüsse in Deutschland Hochwasser führten.

Das letzte Sturmtief der ungewöhnlichen Sturmserie im März 2019 war das Tief IGOR und brachte vom 16. bis zum 18 März 2019 meist nur an der Nordsee und auf den Bergen Sturm mit Böen von 9 bis 10 Bft, örtlich 11 Bft. Auf dem Brocken und auf dem Großen Aber nochmals Orkanböen ( 12 Bft ).

Es gab durch das Sturmtief IGOR, wenn überhaupt nur noch leichte Schäden.

Und ab dem 19/20. März 2019 stellte sich die Wetterlage in Europa um.

Stärkste Sturmserie im März 2019 seit 1994!

Der März 2019 war der stürmischste März seit 25 Jahren. Es gab 1 Orkantief, 7 Sturmtiefs mit teils schweren Sturmböen und Orkanböen bis ins Flachland und zusätzlich noch einen bestätigten Tornado. Dazu viel Regen, örtlich Wintergewitter und leichtes Hochwasser.

Die Sturmtiefs haben ca. 2 Mio. fm Sturmholz in Deutschland geworfen:

Forstpraxis.de schreibt folgendes dazu:

Deutschland: Frühjahrsstürme fordern etwa 2 Mio. Fm Sturmholz

Aktuellen Schätzungen (15.3.2019) zufolge liegen die Sturmschäden durch die jüngsten Frühjahrsstürme Eberhard, Franz und Co. im Bereich von 1,5 bis 2 Mio. Fm.

Besonders betroffen sind die Bundesländer Hessen (Schwerpunkt Nordhessen) und Sachsen mit einem Anfall von jeweils 0,5 Mio. Fm. Etwas glimpflicher kamen die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen mit jeweils unter 200.000 Fm davon. Aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen spricht man von Mengen in niedrigen sechsstelligen Bereich (wohl um die 200.000 Fm). Aus anderen Bundesländern kommen noch kleinere Mengen hinzu, die sich aber auf die Gesamtzahl nur wenig auswirken dürften. Auch haben diese Zahlen einen sehr vorläufigen Charakter, weshalb noch einige Mengen hinzukommen können. Neben Fichte ist auch ein gewisser Anfall an Buche zu verzeichnen.

Da es sich meist um Einzelwürfe (relativ wenig Bruchholz) handelt, ist die Aufarbeitung recht aufwändig. Oft wurden auch Flächen angegriffen, die bereits im vergangenen Jahr durch Friederike stark beschädigt wurden oder die im Zuge der Borkenkäferaufarbeitung aufgelichtet wurden. Da diese Bäume wiederum ein hohes Brutraumangebot für die Borkenkäfer bieten, wird dringend empfohlen, diese Schäden zügig aufzuarbeiten. Da aber von frischem Käferholz eine noch höhere Gefahr für eine Massenvermehrung ausgeht, sollte dieses nach wie vor vordringlich aufgearbeitet werden.

Deutschland: Frühjahrsstürme fordern etwa 2 Mio. Fm Sturmholz

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Eine komplette Nachlese der ungewöhnlichen Sturmserie im März 2019:

https://sturmwetterblog.wordpress.com/2019/03/23/maerz-2019-hatte-die-meisten-stuerme-seit-25-jahren/

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Sturmsaison 2018/2019 gehört zu den markantesten Saisons seit 20 Jahren

Die Sturmsaison 2018/2019 gehört, aufgrund der markanten Sturmserie im März 2019 zu den stärksten der letzten 20 Jahren. Die Sturmsaison 2018/2019 war von der Kalamität zwar nicht so heftig wie die Sturmsaison 2017/2018 ( SEBASTIAN, XAVIER, HERWART, BURGLIND und FRIEDERIKE ), aber insgesamt deutlich stärker als markante stürmische Winter wie etwa 2001/2002, 2013/2014 oder 2015/2015.

Die Tiefs ELENA, FABIENNE, VAIA, BENNET, CORNELIUS, DRAGI, EBERHARD und FRANZ haben in der Sturmsaison 2018/2019 am meisten Schäden angerichtet. Wie hoch nun der genaue Schaden der Stürme liegt, kann erst im Sommer/Herbst 2019 gesagt werden.

Viele Sturm- und Orkantiefs in den Sturmsaisons 2017/2018 und 2018/2019 und große Sturmschäden!

Die Sturmsaison 2017/2018 und 2018/2019 haben zusammen große Schäden verursacht mit knapp 5 Mrd. Euro! Dazu wurden über ca. 30 bis 40 Mio. fm Sturmholz in ganz Europa geworfen! So große Schäden durch Stürme gab es zuletzt von Oktober 2006 bis April 2008, in der Sturmsaison 1999/2000 und generell die Stürme von 1990 bis 1995 haben noch größere Schäden verursacht.

Es lässt sich aber jetzt schon sagen, das seit Oktober 2013 und besonders in Deutschland seit Januar 2017 wieder vermehrt Sturmtiefs und Orkantiefs in Europa und Deutschland Schäden anrichten. In dem Zeitraum von 2001 bis 2012, mit der Ausnahme Herbst/Winter 2006/2007, gab es etwas weniger Stürme als in den letzten 7 Jahren. Ob es die nächsten Jahre stürmisch bleibt oder eventuell noch mehr Sturmtiefs/Orkantiefs nach Europa ziehen, wie z.B. in den 90er Jahren ( 1990 und 1999 ), kann noch nicht gesagt werden.

So bleibt zu sagen, die Sturmsaison 2018/2019 gehört insbesondere wegen der markanten Sturmserie im März 2019 zu den stärksten der letzten 20 Jahre in Deutschland.

Links zu: DWD, Naturgewalten.de

Links:

https://www.dwd.de/DE/leistungen/besondereereignisse/stuerme/20190320_sturmtiefs_europa.html

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http://www.naturgewalten.de/wintersturm.htm

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Dieser Bericht wurde am 29/30. April. 2019 geschrieben.

Sturmwetterblog

ACHTUNG! Von Südwesten Gewitter mit schweren Sturm- und orkanartigen Böen!

Die Gewitter die aktuell von Südwesten, bzw. Baden-Würtemberg, Saarland und Rheinland-Pfalz Richtung Norden ziehen teils schwere Sturm- und orkanartige Böen durch!

In Rheinland-Pfalz wurden schon Sturmböen und orkanartige Böen gemessen:

https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/windboeen.html

Daher jetzt Gewitterstufe 2 wegen schwerer Sturm- oder orkanartiger Böen!

Zur Orientierung bei Gewitter/Unwettergefahr:

  • Gewitterstufe 1  = Starkregen ( 20/30 l/m² in 6h ), örtlich kleiner Hagel und einzelne Sturmböen !
  • Gewitterstufe 2 = Starkregen ( 30 bis 50 l/m² in 6h ), großer Hagel möglich und Gefahr schwerer Sturmböen um 100 Km/h !
  • Gewitterstufe 3 = Starkregen ( 50 – 200 l/m² in 6h ), Gefahr von Riesen-Hagel ( ca. 4 bis 10 cm D. ), dazu Gefahr orkanartiger Böen oder Orkanböen von 105 bis über 150 km/h !
  • Sonderstufe Tornados = Achtung große Zerstörungen möglich !

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Hans

Heute Nachmittag/Abend im Westen kräftige Schauer und Gewitter

Nach dem trockenen Wetter und sehr milden bis warmen Temperaturen der letzten Tage, ziehen heute Nachmittag/Abend von Frankreich und der Schweiz kräftige Schauer und Gewitter in Richtung Baden-Würtemberg/Saarland und RLP, diese ziehen weiter in nördliche Richtung und erreichen am Abend und in der Nacht zu Donnerstag auch NRW und das westliche Niedersachsen.

Dabei kann es zu stürmischen Böen/Sturmböen 65 bis 85 Km/h kommen, vereinzelt auch schwere Sturmböen um 90 Km/h möglich, sowie Starkregen mit 15 bis 25 l/m² in einer Stunde und örtlich Hagel!

 Es besteht Gewitterstufe 1 wegen Starkregen, Hagel und Sturmböen!

Zur Orientierung bei Gewitter/Unwettergefahr:

  • Gewitterstufe 1  = Starkregen ( 20/30 l/m² in 6h ), örtlich kleiner Hagel und einzelne Sturmböen !
  • Gewitterstufe 2 = Starkregen ( 30 bis 50 l/m² in 6h ), großer Hagel möglich und Gefahr schwerer Sturmböen um 100 Km/h !
  • Gewitterstufe 3 = Starkregen ( 50 – 200 l/m² in 6h ), Gefahr von Riesen-Hagel ( ca. 4 bis 10 cm D. ), dazu Gefahr orkanartiger Böen oder Orkanböen von 105 bis über 150 km/h !
  • Sonderstufe Tornados = Achtung große Zerstörungen möglich !

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Die Temperaturen steigen überall in den sommerlichen Berich von 20 bis 27 Grad.

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Hans

Das Wetter an Karfreitag, Samstag und an Ostern

Die Wetterlage hat sich die letzten Tage von einer kühlen Nordlage auf eine frühsommerliche Großwetterlage umgestellt.

Wetterkarte ICON 12z 500 hpa:

http://www.wetterzentrale.de/

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Dabei fließt von Süden und Osten recht warme Luft nach Europa. Auch in Deutschland ist es bereits wärmer geworden und es bleibt auch warm.

Am Karfreitag wird es verbreitet sonnig und trocken. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 18 und 25 Grad, nur an Nord-/Ostsee und im Bergland bleibt es kühler.

Nur ganz vereinzelt können sich am späten Nachmittag über den Mittelgebirgen und Richtung Alpen Schauer oder einzelne Gewitter bilden.

So bleibt das Wetter auch am Samstag. 

Auch Ostersonntag und Ostermontag bleiben sehr sonnig und warm bei 17 bis 26 Grad, örtlich auch bis 27 Grad möglich. In den Nächten meist Abkühlung auf 10 bis 3 Grad, in einigen Bergtälern und Muldenlagen auch nur 2 oder 1 Grad möglich.

Nachfolgend die Wetterkarten mit den Temperaturen für: Karfreitag, Samstag, Ostersonntag und Ostermontag.

Wetterkarten ICON 12z 2m Temp.

http://www.wetterzentrale.de/

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http://www.wetterzentrale.de/

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http://www.wetterzentrale.de/

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http://www.wetterzentrale.de/

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Das es meist trocken bleibt, mit Ausnahme der örtlichen Schauer/Gewitter Richtung Alpen, sehen wir auch an de akkumulierten Regenmenge bis Dienstag-Vormittag:

Wetterkarte ICON 12z Regenmenge:

http://www.wetterzentrale.de/

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Die Großwetterlage ist meist eine meridionale Wetterlage wie sie oft im Frühling vorkommt. In den Tagen nach Ostern könnte es aus Süden und Osten noch wärmer werden und auch heftige Gewitter sind möglich. Darauf schauen wir aber Anfang nächster Woche in einem ausführlichen Bericht.

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Hans

Vorübergehend spätwinterlich kalt mit Schnee, Richtung Ostern wärmer

Seit einigen Tagen ist aus Norden kühle Luft nach Mitteleuropa geflossen und nun zieht von Skandinavien ein Höhen-Tief nach West/Mitteleuropa.

Das Tief bringt verbreitet Schauer mit, die in der Nacht von Freitag auf Samstag und am Samstag selbst teils als Schnee oder Schneeregen bis in tiefe Lagen fallen können, in den Bergen wird es vorübergehend winterlich und es kann zu glatten Straßen kommen.

Wetterkarte ICON 06z 500 hpa:

http://www.wetterzentrale.de/

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Wetterkarte ICON 06z signifikantes Wetter:

http://www.wetterzentrale.de/

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Die Temperaturen sinken vor allem Nachts und in den Früh-Stunden in den Frost-Bereich, so dass es zu überfrierender Nässe mit glatten Straßen kommt!

Wetterkarte ICON 06z Temperatur 2m:

http://www.wetterzentrale.de/

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In der neuen Woche und Richtung Ostern wird es deutlich wärmer, dazu gibt es dann ab Montag/Dienstag einen ausführliches Update.

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Hans

Am Dienstag im Westen und Nordwesten kräftige Schauer/Gewitter mit Sturmgefahr!

Die Hochdruck-Wetterlage der vergangenen Tage stellt sich um. Die Kommende Wetterlage nennt sich Trog Mitteleuropa bzw. Trog Westeuropa, das bedeutet mehrere Tiefs mit tiefem Geopotential sammeln sich wie in einem Trog über West- oder Mitteleuropa, so eine Wetterlage hat meistens viele Regen und auch Gewitter dabei.

Bereist am Dienstag kommen von Benelux Schauer und Gewitter auf die in den Westen und Nordwesten ziehen und auch teils die Mitte erreichen.

Dabei ist kurzzeitig Starkregen und eventuell Graupel möglich.

Abends zieht von Belgien/Holland eine zweite Schauer/Gewitterlinie in den Nordwesten von Deutschland und diese könnte neben Starkregen/Graupel auch Sturm- und schwere Sturmböen von 75 bis 90 Km/h bringen.

Wetterkarte max. Regenechos AROME 00z:

http://www.meteociel.fr/

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Wetterkarte max. Regenechos AROME 00z:

http://www.meteociel.fr/

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Wetterkarte AROME 00z Windböen:

http://www.wetterzentrale.de/

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Am Dienstag besteht Gewitterstufe 1 wegen kräftiger Schauer und Gewitter im Westen/Nordwesten. Dabei kann es zu Starkregen von 10 bis 15 l/m² kommen und Sturm-/schwere Sturmböen von 75 bis 90 Km/h, auch Graupel oder kleiner Hagel ist möglich.

Diese Wetter-Erscheinungen können zu leichten Schäden führen!

 

Zur Orientierung bei Gewitter/Unwettergefahr:

  • Gewitterstufe 1  = Starkregen ( 20/30 l/m² in 6h ), örtlich kleiner Hagel und einzelne Sturmböen !
  • Gewitterstufe 2 = Starkregen ( 30 bis 50 l/m² in 6h ), großer Hagel möglich und Gefahr schwerer Sturmböen um 100 Km/h !
  • Gewitterstufe 3 = Starkregen ( 50 – 200 l/m² in 6h ), Gefahr von Riesen-Hagel ( ca. 4 bis 10 cm D. ), dazu Gefahr orkanartiger Böen oder Orkanböen von 105 bis über 150 km/h !
  • Sonderstufe Tornados = Achtung große Zerstörungen möglich !

 

Auch am Mittwoch und Donnerstag bleibt es besonders im Westen/Südwesten oft regnerisch und kühl, örtlich Gewitter, in den Bergen sinkt die Schneefallgrenze zeitweise unter 1000 Meter. Im Osten dagegen eventuell sogar früh-sommerlich warm mit 20 Grad und dazu trocken.

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Hans