Schwere Sturmlage mit Orkanböen bis ins Flachland !

Nun sind sich alle Wetter-Modelle einig, das es in der Nacht von Samstag auf Sonntag ( 28/29. Oktober. 2017 ) bis Sonntag-Mittag zu einer schweren Sturmlage mit Orkanböen bis ins Flachland kommt.

Die Berge oberhalb von 800 Meter und die Küsten bekommen Orkanböen von 120 bis 160 km/h !

Das Sturmtief über Skandinavien bildet an seiner Westflanke ein Randtief welches sich zum Orkantief entwickelt und später über dem Osteuropa mit dem Sturmtief verschmilzt.

Bereits am Samstag-Nachmittag kommt es über Norddeutschland zu stürmischen Böen oder Sturmböen im Bergland und an der Küste zu schweren Sturmböen, diese werden durch das Zentrale Sturmtief über Skandinavien produziert.

Am zieht dann das besagte Orkantief von der Nordsee nach Polen und der Wind nimmt weiter zu. Ab den Abendstunden sind an der Küste und auf dem Brocken erste Orkanböen zu erwarten.

Im Binnenland wird der Wind gegen Mitternacht deutlich zunehmen und von Niedersachsen bis zum Münsterland/Ostwestfalen sowie in Schleswig-Holstein sind nun verbreitet stürmische Böen und Sturmböen zu erwarten !

Einige Stunden später werden in ganz Norddeutschland sowie das nördliche Ruhrgebiet/Münsterland sowie Ostwestfalen bis nach Sachsen-Anhalt Sturm- und schwere Sturmböen erwartet, besonders von Ostwestfalen über das südliche Niedersachsen bis nach Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie die westlichen Regionen von Branden-Burg  sind orkanartige Böen möglich, örtlich auch Orkanböen !

Aber etwas südlicher von Rhein und Ruhr bis nach Hessen wird es oft Sturmböen um 85 Km/h geben !

Ganz im Westen/Südwesten wie in Rheinland-Pfalz, Saarland und Baden-Würtemberg wird es nur sehr windig mit einzelnen stürmischen Böen.

Karte mit Windböen von GFS 00z:

Farbmarkierung der Böen:

Starke Windböen/Stürmische Böen 60 bis 70 Km/h

Sturmböen 70 bis 90 Km/h

Schwere Sturmböen von 90 bis 100 Km/h

Orkanartige Böen von 100 bis 117 Km/h

Orkanböen von 117 bis 130 Km /h

http://www1.wetter3.de/

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Sonntag-Früh verlagert sich das Sturmfeld weiter nach Südosten und betrifft vor allem Thüringen, Sachsen und Bayern sowie Tschechien und Österreich. Es kann dort großflächig zu orkanartigen Böen kommen und örtlich zu Orkanböen von über 120 km/h ! Auf den Bergen, vor allem in den östlichen Alpen-Regionen bis zu 170 Km/h !

Karte mit Windböen GFS 00z:

 

Starke Windböen/Stürmische Böen 60 bis 70 Km/h

Sturmböen 70 bis 90 Km/h

Schwere Sturmböen von 90 bis 100 Km/h

Orkanartige Böen von 100 bis 117 Km/h

Orkanböen von 117 bis 130 Km /h

http://www1.wetter3.de/

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Die Windgeschwindigkeiten in 1,5 km Höhe betragen oft 120 bis 140 km/h über Österreich und Tschechien sogar 170 Km/h !

In Schauern und Graupelgewittern können diese Böen bis in tiefe Lagen nach unter gemischt werden !

Karte GFS Höhenwind:

http://www1.wetter3.de/

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Auf der 500 hpa Bodendruck-Karte können wir das Sturmtief ( Finnland/Baltikum ) und Orkantief über der Ostsee gut erkennen:

http://www.wetterzentrale.de/

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Neben dem Sturm kann es an den Alpen zu Dauerregen kommen und über Nord- und Ostdeutschland können Graupelgewitter entstehen. Dort besteht auch die Gefahr einzelner Tornados !

Zudem wird es an der Nordsee-Küste wahrscheinlich eine Sturmflut geben !

So ist, außer in RLP, Saarland und Baden-Würtemberg, mit Sturmschäden zu rechnen,  zu großen Sturmschäden kann es vor allem von Niedersachsen/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern bis ins Münsterland/Ostwestfalen und Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Bayern kommen !

Zu Orientierung der Windstärken einmal eine Reihenfolge von den Sturmstärken und ihren Gefahren:

  • Windstärke 8 ( Bft ): Stürmischer Wind 62 – 74 Km/h – Zweige und kleine Äste können von Bäumen brechen, Reklametafeln und Utensilien fliegen herum, vereinzelt kann Dachpappe gelöst werden.
  • Windstärke 9 ( Bft ): Sturm 75 – 88 Km/h – Äste brechen von Bäumen und kleinere Dachschäden können auftreten, wie das lösen von Dachziegeln oder Rauchhauben ! Starkes Rauschen der Bäume.
  • Windstärke 10 ( Bft ): Schwerer Sturm 89 – 102 Km/h – Es können Bäume entwurzelt werden, und bedeutende Schäden Häusern und Dächern auftreten, LKW Fahrzeuge können umgeweht werden !
  • Windstärke 11 ( Bft ): Orkanartiger Sturm 103 – 117 Km/h – Verbreitet Sturmschäden durch entwurzelte Bäume, abgebrochenen Ästen, und beschädigten Häusern ! Der Bahnverkehr wird aufgrund von Sturmschäden eingestellt. Sehr starker Lärm durch den Wind !
  • Windstärke 12 ( Bft ): Orkan  ab 118 Km/h – Schwere Sturmschäden und Verwüstungen, bei länger anhaltenden Orkanstärken oder ab 130 Km/h wird die Infrastruktur zerstört. Heftiger Lärm durch den Wind !

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Der schwere Sturm wird erst ab den Mittags-Stunden aus Deutschland ziehen und dann in Tschechien und Österreich für Orkanböen sorgen.

Es bleibt aber noch windig mit Sturmböen an den Küsten und schweren Sturmböen in den Bergen oberhalb von 800 Metern.

Der Sturm kommt zudem aus Nordwestlicher Richtung !

So weit zur aktuellen Sturmlage.

Hans

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Sturm/Orkanlage am Wochenende wahrscheinlich !

Am Sonntag kommt es wahrscheinlich zu einer verbreiteten Sturmlage in Deutschland, möglicherweise sogar zu einer Orkanlage !

In Europa gestaltet sich die Wetterlage zwischen Tiefs über dem Nordmeer und Skandinavien, dabei entwickelt sich zunächst ein großes umfangreiches Sturmtief über Skandinavien welches am Wochenende nach Russland zieht.

An seiner West/Südwestflanke entwickelt sich durch die starke Höhenströmung ein weiteres Tief und entwickelt sich über der Nordsee rasch zum Sturm/Orkantief und zieht in folge wie das große Sturmtief weiter nach Osteuropa.

Das Sturmfeld baut sich ab Samstagabend über Nordsee auf und verstärkt sich auf dem Weg nach Süden.

Die Wetter-Modelle GFS, EZ und ICON rechnen verbreitet Sturmböen von 70 bis 80 km/h in ganz Deutschland. In einem breiten Streifen von der Nordsee bis nach Bayern sind schwere Sturm- und orkanartige Böen zu erwarten, örtlich auch Orkanböen von über 120 Km/h.

Hier eine Karte mit Spitzenböen nach dem amerikanischen Wetter-Modell GFS 00z:

Farbmarkierung der Böen:

Starke Windböen/Stürmische Böen 60 bis 70 Km/h

Sturmböen 70 bis 90 Km/h

Schwere Sturmböen von 90 bis 100 Km/h

Orkanartige Böen von 100 bis 117 Km/h

Orkanböen von 117 bis 130 Km /h

http://www1.wetter3.de/

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Die Böen erreichen nach dem GFS besonders im Norden 11 Bft = Orkanartiger Sturm, örtlich sogar 12 Bft !

Der Höhenwind in 1,5 km Höhe ist noch stärker liegt bei 11 bis 12 Bft, in starken Schauern und Graupelgewittern wird dieser Höhenwind nach unten gemischt, und es können auch in den Gebieten wo nur Sturmböen von 9 Bft gerechnet werden, teils orkanartige Sturmböen um 110 Km/h auftreten !

Karte vom Höhenwind nach GFS 00z:

http://www1.wetter3.de/

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Das deutsch Wetter-Modell ICON sieht sogar verbreitet im Norden und der Mitte des Landes 10 bis 11 BFt in Böen !Karte ICON 00z:

http://www1.wetter3.de/

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Das deutsch Modell rechnet zudem noch stärkere Höhenwinde, welche in 1,5 km höhe bis zu 140 Km/h erreichen können, damit besteht im Hauptsturmfeld bei Schauern und Graupelgewittern die Gefahr von Orkanböen von 120 Km/h !

Karte Höhenwind ICON 00z:

http://www1.wetter3.de/

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Das europäische Wetter-Modell ECMWF (  EZ  ) sowie das britische Modell UKMO und das Kanadische Modell GEM rechnen ebenfalls schwere Sturm- und orkanartige Böen besonders von der Nordsee bis nach Bayern, aber auch sonst verbreitet Sturmböen von 80 Km/h.

Beim GEM und UKMO, sowie einzelnen Nebenläufen vom amerikanischen GFS Modell sehen sogar eine Orkanlage ! Nach deren Rechnung mit verbreiteten Orkanböen von über 120 Km/h zu rechnen wäre, örtlich bis 130 Km/h.

Ob es nun ein schwere Sturm wird mit Böen über 100 Km/h oder sogar ein Orkan von 120 Km/h und mehr werden die Wetterentwicklungen zeigen.

Auf den Bergen über 800 Meter und an den Küsten besteht Generell die Gefahr von Orkanböen mit 130 km/h und mehr, auf dem Brocken sind Böen von über 160 km/h zu erwarten.

Zudem geht der Sturm mit kräftigen Schauern einher, die teils begleitet sind von Gewittern und Graupel !

An der Nordsee-Küste droht eine schwere Sturmflut ! Hier sollten die Menschen die Wetterwarnungen verfolgen, da der Sturm/Orkan aus Nordwesten kommen wird.

Zu Orientierung der Windstärken einmal eine Reihenfolge von den Sturmstärken und ihren Gefahren:

  • Windstärke 8 ( Bft ): Stürmischer Wind 62 – 74 Km/h – Zweige und kleine Äste können von Bäumen brechen, Reklametafeln und Utensilien fliegen herum, vereinzelt kann Dachpappe gelöst werden.
  • Windstärke 9 ( Bft ): Sturm 75 – 88 Km/h – Äste brechen von Bäumen und kleinere Dachschäden können auftreten, wie das lösen von Dachziegeln oder Rauchhauben ! Starkes Rauschen der Bäume.
  • Windstärke 10 ( Bft ): Schwerer Sturm 89 – 102 Km/h – Es können Bäume entwurzelt werden, und bedeutende Schäden Häusern und Dächern auftreten, LKW Fahrzeuge können umgeweht werden !
  • Windstärke 11 ( Bft ): Orkanartiger Sturm 103 – 117 Km/h – Verbreitet Sturmschäden durch entwurzelte Bäume, abgebrochenen Ästen, und beschädigten Häusern ! Der Bahnverkehr wird aufgrund von Sturmschäden eingestellt. Sehr starker Lärm durch den Wind !
  • Windstärke 12 ( Bft ): Orkan  ab 118 Km/h – Schwere Sturmschäden und Verwüstungen, bei länger anhaltenden Orkanstärken oder ab 130 Km/h wird die Infrastruktur zerstört. Heftiger Lärm durch den Wind !

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Mit dem Sturmtief fließt deutlich kältere Luft ein.

Wir werden sie weiter auf dem laufenden halten und am Freitag/Samstag ein Update geben bezüglich der Sturmlage.

Hans

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herbst zu Kalt oder Warm ! Einfluss auf den nachfolgenden Winter ?

In vielen Diskussionen der meteorologischen Langfrist-Vorhersage, werden immer wieder die Herbst-Monate als Indiz für mögliches Winterwetter ( Dezember, Januar und Februar ) herangezogen.

So ist oft davon zu lesen das einem warmen Oktober ein kalter Winter folgen würde. Dann gibt es die September-Regel, die besagt, das nach einem zu warmen September ( +2,0 Grad nach 1961-1990 ) ein zu warmer Winter folgt, umgekehrt soll ein zu kalter Winter auf einen kühlen/kalten September folgen.

Das ist nun aber nicht immer so und wird zunehmend durch die Klima-Veränderung als Indikator für einen nachfolgenden Winter immer fragwürdiger.

Der September war 2017 überwiegend ein von Westwetterlagen geprägter Monat und lag genau im Durchschnitt seiner Temperatur. Letztes Jahr 2016 war der September Rekord-Warm, der nachfolgenden Winter war aber kein deutlich zu warmer Winter, sondern lag in Deutschland im Durchschnitt, selbst wenn der Süden des Landes mehr Winter-Wetter in Form von Schnee und Frost erleben durfte als der Norden wo es kaum Frost oder Schnee gab, zumeist bestimmten großräumige Hochdruckgebiete das Winterwetter 2016/2017.

Westwetterlagen gab es nur kurz, und diese beschränkten sich auf die letzte Februar-Woche 2017 bis in den März 2017 hinein.

Nach den ebenfalls Rekord-Warmen September 1999 und 2006 folgten in beiden fällen heftige Westlagen-Winter, die besonders 1999/2000 durch heftige Orkane wie Anatol, Lothar, Martin und Kerstin großen Schaden in Mrd. Höhe verursachten und in Europa die Infrastruktur und große Waldbestände zerstörten ! Ein Sturmtief Ginger zog sogar noch Ende Mai 2000 über Westeuropa mit zahlreichen Sachschäden.

Auch im Winter 2006/2007 gab es wieder heftige Stürme und Orkane. Die heftigsten tobten damals im Januar 2007 ( Franz, Per und Kyrill ) es wieder viele Schäden und auch große Verwüstungen in den Wäldern vor allem durch die Stürme Per und Kyrill.

Auch Hochwasser war in beiden Wintern ein Thema. Der Winter 2006/2007 war zu dem der wärmste Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen mit +4,2 Grad nach 1961-1990 !

 

Aber auch nach kühlen September gab stürmische Mild-Winter wie etwa 2013/2014 wo es vor allem in Westeuropa zu großen Sturm- und Hochwasserschäden kam, der Winter fiel zudem in ganz Europa erheblich zu mild aus.

Somit können zu warme oder kalte Monate nicht direkt auf nachfolgenden Winter gedeutet werden. Vielmehr sollten Langfrist-Meteorologen auf die Boden-Druckverteilung in Europa, Kanada, Grönland und Russland schauen, welche Großwetterlagen dort vorherrschen und ob die Herbst-Monate meridional oder atlantisch geprägt waren, oder beides zusammen.

Der Herbst 1989 war auch meist von Westlagen geprägt, wenn auch keine sehr warmen Herbst-Monate zu verzeichnen waren. Folgte ab Dezember 1989 bis März 1990 eine schwere Sturm- und Orkan-Serie ( Daria, Vivian und Wiebke ) die so nur 1999/2000 wieder auftrat.

 

Diesen Herbst ist es meist so, das wir sehr viele Westlagen mit Sturm/Orkan im Norden des Landes hatten, während der Süden meist meridional geprägt war. So ähnlich war es auch im Herbst 1983, auch der Winter 1983/1984 war sehr stürmisch !

Warmer Oktober nun Mild oder Kalt-Winter ?
Nun ist es so das ein zu milder Oktober, in der Mehrheit ein nachfolgenden warmen atlantischen Westwinter hervorbrachte.
Weil warme Oktober mit gestörter Zirkulation, meist kalte Winter nach sich zogen.
Der Oktober 2005 war z.B. ein Kandidat mit gestörter Zirkulation!
Warum ?
Weil der Oktober 2005 durch überwiegend warme meridionale Südströmungen so warm wurde. Es gab fast durchgehend auf Grönland und dem Nordatlantik Hochdruckgebiete oder hohes Gepotential, und über Russland zeichnete sich schon nördlich tiefes Geopetntial ab.
Der Oktober 2005 war Nord-Hemisphärisch gesehen durch eine gestörte Zirkulation zustanden gekommen:
Hier eine Beispiel Karte wie die Druckverteilung im Oktober 2005 oft ausgesehen hat:
 http://www.meteociel.fr/
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Der nachfolgende Winter 2005/2006 war ja dann auch ein kalter Winter mit ganz wenigen Westlagen.
Der warme Oktober 1995 ebenfalls ähnlich vom Muster aufgebaut wie 2005. Hohes Geopotential über Grönland, Hochdruck von Mitteleuropa bis ins südliche Russland und vor Großbritannien ein paar Tiefs mit kurzen Vorderseiten.
Die Oktober 1961, 1966, 1989, 2001, 2006, 2013, 2014 waren dagegen von überwiegend tiefen Geopotential über Grönland und dem Nordatlantik geprägt, so das die nicht wie ein Sandwich zwischen Grönland-Hoch und Mittelmeer-Hoch eingebettet sind ( 1995/2005 ) sonder durch den Jet durchziehen können bis nach Russland, wo dieses Jahr ebenfalls kein Hoch ist. Das Sturmtief Xavier ist bis nach Russland gezogen.
Hier ein Beispiel vom Bodendruck 1989:
 http://www.meteociel.fr/
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Zwar gab es auch in den Jahren 1961, 1966, 1989, 2001, 2016, 2013 und 2014 zu einem Grönland-Hoch, aber das war immer nur kurz, da sich mal mehr mal weniger das Geopotential vom Nordpol nach Kanada wanderte.
Diese genannten warmen Oktober, sind hauptsächlich durch einen aktiven Atlantik geprägt worden, und waren die Vorläufer eines Westwinters.
In die ebenfalls gleiche Schiene mit den üblichen Abweichungen fällt der Oktober 2017 und nach den Modellen wird er sich den Jahren 1961, 1966, 1983, 1989, 2001, 2006, 2013 und 2014 einreihen.
Das hohe Sturm-Potential des Früh-Herbstes ist wie einige schon feststellten sehr auffällig. Ja es kann noch bis Dezember so weiter gehen und im Dezember mit Binnenland Orkanen ein Höhepunkt erfahren, der danach einen kalten Winter einleitet.
Auch das ist möglich.
Vom Wetter-Verhalten hat der diesjährige Früh-Herbst viel mit 1961, 1983 und 1989 gemeinsam.
Nur das wir diesen Herbst gleich zwei heftige Stürme hatten mit Orkanböen bis ins Flachland 90 – 135 Km/h, sowie über 150 Km/h an der Küste. Das bisher kein Früh-Herbst seit den 60er Jahren des 20.Jahrhunderts geschafft.
Ich gehe davon aus, das wir einen Winter bekommen der irgendwo zwischen 1961/1962, 1983/1984 oder 1992/1993 liegen wird, mit dem Potential eines kurzen heftigen Wintereinbruchs aus Nord !
Und einem noch größeren Potential zu heftigen Binnenland Orkanen mit fürchterlichen Schäden und Verwüstung, auch gehe ich von einem großen Hochwasser-Potential aus, welches nach langer Zeit an Rhein und anderen Flüßen in Westdeutschland zu starken Überschwemmungen führen kann.
Der Winter 2014/2015 hatte viel Sturm besonders im Norden, genauso der Winter 2013/2014 im Süden meistens eher ruhiger, die beiden letzten Winter 2015/2016 und 2016/2017 waren dagegen sehr ruhige Kandidaten, es gab meist Inversionslagen oder antizyklonale Südwestlagen, und meist nur moderate Stürme.
Dieser Herbst beginnt schon ganz anders als 2015 und 2016. Viel dynamischer und energetischer.
Dieser Winter wird irgendetwas großes oder mehrere große Sachen auf Lager haben. Schlimme Orkane und Hochwasser und anschließend ein starker Wintereinbruch aus Nord ? Welcher hohen Schnee bringt, und nach einer Woche durch neue Westlage Stürme zu schmelzen beginnt und extremes Hochwasser an den Flüssen Europas auslöst ?
Ein Waccy Phänomen ist nicht in Sicht und ein dickes Betonhoch über Russland inklusive kälte ist auch nicht auszumachen.
Der Winter wird alles andere als langweilig werden vom Wetter, das spürt man irgendwie, so wie ich letztes Jahr schon Anfang Oktober spürte, als ich die langweiligen Wetterkarten des Oktobers 2016 sah, das es ein sehr zäher Inversionslagen Winter würde.
Ich musste jetzt erstmal die Liste der September ( 20. August bis 10. Oktober ) vor Sturmwinter aktualisieren. Denn der Orkan Xavier gehört noch in den Zeitraum.
Hier noch mal die Liste ( aktualisiert ) der September vor Sturmwintern mit überwiegenden Westlagen mit Temperatur-Abweichung ( 1961-1990 ):
Der Zeitraum bezieht sich vom 20. August bis zum 10. Oktober, sollte ein Wind und Sturm-Ereignis außerhalb des Septembers stattgefunden haben wird es mit August oder Oktober angegeben !
SEPTEMBER
– 1961 —> Sehr windig mit Sturmböen im Westen um den 7. des Monats.
( + 3,0  K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 1966 —> Windig mit schweren Sturmböen in der 1. Hälfte des Monats.
( – 0,1 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 1975 —> Stürmschich um den 15. des Monats, Sturm mit orkanartigen Böen vom 25. bis zum 28. des Monats, Anfang Oktober sehr windig.
( + 2,2k )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 1983 —> Sehr windig Anfang des Monats, mit schweren Sturmböen im Südwesten und im Norden, sehr windig Ende des  Monats, um den 7. Oktober sogar einzelne schwere Sturm- und Orkanböen !
( 0,4 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 1989 —> Ende August schwerer Sturm im Norden, mit Orkanböen ! Teils windig Mitte des Monats, und Anfang Oktober Sturm im Norden.
( + 1,1 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 1993 —> Windig um Mitte des Monats.
(- 1,1 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 1994 —> Stürmisch um Mitte des Monats.
( – 0,1 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 1996 —> Sturmböen in der Westhälfte Ende August, windig Ende des Monats/Anfang Oktober.
( – 2,4 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 1999 —> Sehr windig mit einzelnen Sturm- und schweren Sturmböen Anfang Oktober.
( + 3,5 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 2001 —> Vom 7. bis zum 12. des Monats im Norden sehr windig mit einzelnen schweren Sturm- und orkanartigen Böen an der Küste, nochmals sehr windig im Norden Anfang Oktober.
( – 1,5 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 2006 —> Windig Anfang des Monats, um den 3. Oktober orkanartige Böen und einzelne Orkanböen im Süden um den 7. Oktober windig mit Sturmböen im Norden.
( + 3,6 K )
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 2013 —> Windige Phase vom 10. bis zum 20. des Monats, sowie Anfang Oktober.
( 0,0 K )
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 2014 —> Um den 22. des Monats windig mit Sturmböen im Norden, um den 7. Oktober sogar schwere Sturmböen an der Küste und auf der Nordsee dazu im Norden windig.
( + 1,6 K )
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 2017 —> Sehr windig Anfang des Monats mit Sturmböen im Norden am 11. des Monats, am 13. des Monats Sturmtief mit Sturm- und schweren Sturmböen in der gesamten West- und Nordhälfte, an der Küste Orkanböen über 120 Km/h vereinzelt um 150 km/h, im Süden auch windig mit einzelnen Sturmböen ! Am 14. des Monats immer noch stürmische Böen und Sturmböen im ganzen Land. Anfang Oktober windige Westlage mit heftigen Schnellläufer Orkan von der Holland/Nordsee bis nach Polen. Dieser brachte schwere Sturm und Orkanböen von 90 bis 135 Km/h im Flachland und 130 bis 178 km/h im Bergland.
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Hier möchte ich einmal untersuchen, ob überhaupt was dran ist, das einem zu warmen November-Monat ein kühler/kalter Winter folgt.
Zu warme November vor Mild/Westwintern:
  • November 1992 = Stürmischer West-Winter folgte !
  • November 1994 = Warmer Sturm/Hochwasser Winter folgte !
  • November 2000 = Warmer Winter folgte !
  • November 2003 = Gemischter Winter mit Schnee/Hochwasser/Sturm folgte !
  • November 2006 = Rekord-Mild/Sturm/Orkan Winter folgte !
  • November 2014 = Mild-Winter/Sturm folgte !
  • November 2015 = Sehr milder Winter folgte !
Zu warme November vor Kalt/Schneewintern:
  •  November 2002 = kühler Winter folgte !
  •  November 2008 = kühler Schnee Winter folgte !
  •  November 2009 = Sehr kalter Schneewinter folgte !
  •  November 2012 = Kühler Winter mit Schnee folgte !
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Wenn wir uns mal die November Monate vor den übrigen Kalt/Schneewinter bis zu den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts ansehen, so liegen diese meist im Durchschnitts-Bereich, mal etwas zu warm mal etwas zu kalt. Ebenso liegen einige November-Monate vor Westwinter im Durchschnitts-Bereich, so das ein warmer November nicht für einen kühlen meridionalen Winter als Beweis steht. Da milde November öfter einen milden Winter brachten.
Wie sieht es mit kalten November vor West/Sturmwintern aus ?
Zu kalte November vor Mild/West-Wintern:
  • November 1966 = Milder Sturm-Winter folgte !
  • November 1989 = Sehr milder Orkan-Winter folgte !
  • November 1993 = Milder Sturm-Winter folgte !
  • November 1997 = West-Winter folgte !
Zu kalte November vor Kalt/Schneewintern:
  • November 1962 = Rekordkalter Jahrhundertwinter folgte !
  • November 1980 = Schneewinter folgte !
  • November 1985 = kühler Winter mit Schnee folgte !
  • November 1995 = Kalter Schneewinter folgte !
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Auch ein kalter November kann vor Sturm- und Westwintern, sowie vor Schnee- und Kaltwintern auftreten. Ein leichtes erhöhtes Potential könnte ein wärmerer November sein für einen Mildwinter sein, da hier gleich sieben milde Westwinter folgten.
Aber auch das ist nur Spekulation, da wir anhand der warmen und kalten November- Listen sehen können, das der November kein eindeutigen Trend für einen Winter ob kalt oder warm sein kann.
Die übrigen November Monate die nicht in den Listen auftauchen lagen meist alle im Mittel oder waren zu warm/kalt vor durchschnittlichen Wintern.
Was aber deutlich auffällt das seit der Jahrtausend-Wende warme November zugenommen haben ! Und warme November sogar mehrheitlich vor warmen Winter aufgetreten sind, wie wir es ob in der ersten Liste sehen können, so traten warme November vor der Jahrtausendwende vor warmen Winter nur Zeitweise auf.
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Nun wird kein Langfrist-Meteorologe sagen können ob der nachfolgende Winter 2017/2018 zu nass und stürmisch wird oder zu trocken und kalt.
Eine Tendenz die auch die Untersuchung den Wind/Sturm- Faktors ( 20. August bis 10. Oktober ) mit berechnet hat, könnte der nachfolgende Winter 2017/2018 ein sehr stürmischer Winter werden in etwa so wie:
  • 1961/1962
  • 1966/1967
  • 1975/1976
  • 1983/1984
  • 1989/1990
  • 1992/1993 
  • 1996/1997 oder 2013/2014 !
Aber auch einige starke Nordlagen mit Schnee ( besonders im Alpenraum ) und leichtem Frost wird es geben.
Es kann natürlich auch zu einen anderen Wetterverlauf im nachfolgenden Winter kommen.
Johannes.von.Nepomuk

Rückblick auf Sturmief Xavier

Am 5. Oktober. 2017 zog das Sturmtief Xavier von den britischen Inseln über die Nordsee nach Polen und sorgte vor allem in Nord- und Ostdeutschland für schwere Sturm und Orkanböen.

In Westdeutschland gab es zumeist stürmische Böen oder Sturmböen nur vereinzelt gab es schwer Sturmböen.

Aber über einem Großteil von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin/Brandenburg und Sachsen gab es orkanartige Böen ( 11 Bft ) und auch Orkanböen ( 12 Bft ). Der Brocken schaffte es auf 178 km/h, die höchste Böe im Flachland gab es in Berlin-Wannsee mit 137 Km/h.

Es kam zu verbreiteten Sturmschäden, die sich nur in NRW gering auswirkten , da es dort nur meist zu Sturmböen kam. Im Norden und Osten der Republik, gab es teils erhebliche Sturmschäden durch umgestürzte Bäume, abgerissenen Ästen, beschädigte Baugerüste sowie Dachschäden und Bauzäune die herum flogen. Es gab durch das Sturmtief Xavier in Europa insgesamt 9 Tote, darunter 2 in Polen und 7 in Deutschland, dazu etliche Verletzte durch herum fliegende Sachen, in Nord- und Ostdeutschland fiel aufgrund der Sturmschäden der Bahnverkehr Tagelang aus.

Das Sturmtief Xavier ist nun das zweite Sturmtief nach dem Sturmtief am 13. September. 2017 was auch in West- und Norddeutschland zu zahlreichen Sturmschäden und bis zu 3 Tote und Behinderungen im Bahnverkehr führte.

Es ist sehr ungewöhnlich im Früh-Herbst gleich zwei heftige Herbststürme zu verzeichnen, die Sturmsaison Herbst/Winter 2017/2018 dürfte sehr turbulent werden !

Hans

Sturmtief Xavier mit Sturm und Orkanböen !

Wie wir schon in den Updates beschrieben haben, wird sich ein kleines Randtief, welches von den Britischen Inseln nach Norddeutschland zieht, zu einem Sturmtief entwickeln.

Die Abend-Läufe der Wettermodell sind nun alle da.

Das französische Modell ARPEGE 12z:

http://www1.wetter3.de/

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Dabei werden von Niedersachsen bis ins nördliche NRW teils orkanartige Böen um 115 Km/h, örtlich in Schauern und Graupelgewittern bis 120 km/h !

Weiter südlich von der Eifel bis nach Hessen gibt es aber immer noch Sturmböen, in Schauern örtlich schwere Sturmböen.

Am Nachmittag zieht das Sturmfeld dann nach Osten weiter. Betroffen sind dann vor allem das östliche Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin/branden-Burg, später auch Sachsen. Hier können einzelne Böen bis örtlich 130 km/h auftreten, vor allem in den Bergen ! Aber auch ansonsten 100 bis 120 km/h möglich. Sturmböen über 80 Km/h sind weit verbreitet.

Karte ARPEGE 12z:

http://www1.wetter3.de/

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Das europäische Wettermodell EZ 12z ( ECMWF ) sieht ähnlich hohe Windspitzen. Und da das EZ eines der besten Wettermodelle ist, ist die Eintreff wahrscheinlichkeit des europäischen EZ-Modells sehr hoch.

Das GEM Wettermodell sieht es sogar noch etwas heftiger, danach wären Böen verbreitet von NRW/Niedersachsen bis Berlin/BB und Sachsen vom 110 bis 120 Km/h und Berge 140 km/h zu erwarten.

Das amerikanische GFS Modell, sieht weiterhin nur Sturm- und schwere Sturmböen bis 100 Km/h in den genannten Regionen.

Das EUROPA HD und ICON Wettermodell sehen weiterhin in den genannten Regionen schwer bis orkanartige Sturmböen von 90 bis 115 Km/h !

Aber auch weiter südlich in Hessen/Thüringen, nördliches Baden-Württemberg, Bayern kann es Sturmböen von 80 Km/h geben.

Der Wind in 1,5 km Höhe liegt verbreitet in Deutschland bei 110 bis 140 km/h, da heißt es können im Trogbereich der Nordwest-Flanke des Sturmtiefs Schauer und Graupelgewittern auftreten, in denen sind auch die angesprochenen orkanartigen Böen und Orkanböen 110 bis 130 km/h möglich.

In diesen Schauern sind selbst im Süden 100 Km/h ( 10 Bft ) denkbar !

Zu Orientierung der Windstärken einmal eine Reihenfolge von den Sturmstärken und ihren Gefahren:

  • Windstärke 8 ( Bft ): Stürmischer Wind 62 – 74 Km/h – Zweige und kleine Äste können von Bäumen brechen, Reklametafeln und Utensilien fliegen herum, vereinzelt kann Dachpappe gelöst werden.
  • Windstärke 9 ( Bft ): Sturm 75 – 88 Km/h – Äste brechen von Bäumen und kleinere Dachschäden können auftreten, wie das lösen von Dachziegeln oder Rauchhauben ! Starkes Rauschen der Bäume.
  • Windstärke 10 ( Bft ): Schwerer Sturm 89 – 102 Km/h – Es können Bäume entwurzelt werden, und bedeutende Schäden Häusern und Dächern auftreten, LKW Fahrzeuge können umgeweht werden !
  • Windstärke 11 ( Bft ): Orkanartiger Sturm 103 – 117 Km/h – Verbreitet Sturmschäden durch entwurzelte Bäume, abgebrochenen Ästen, und beschädigten Häusern ! Der Bahnverkehr wird aufgrund von Sturmschäden eingestellt. Sehr starker Lärm durch den Wind !
  • Windstärke 12 ( Bft ): Orkan  ab 118 Km/h – Schwere Sturmschäden und Verwüstungen, bei länger anhaltenden Orkanstärken oder ab 130 Km/h wird die Infrastruktur zerstört. Heftiger Lärm durch den Wind !

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Neben den Schauern und Graupelgewittern die auch sehr stark ausfallen können mit 15 l/m², wird es in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern stark Regnen mit 30 bis örtlich 50 l/m² auch sonst teils 10 bis 20 l/m² Regen.

Es besteht besonders in Nordwest/Norddeutschland die Gefahr von größerer Sturmschäden ! Die Bäume sind noch voller Laub und da reichen schon 70 Km/h um große Äste abzureißen.So wird es wohl in den Regionen wo es 90 bis 120 km/h zu erwarten sind zu Behinderungen im Bahnverkehr kommen ! Auch Dächer und Baugerüste können beschädigt werden.

Auch im Süden können durch die Sturmböen einzelne Schäden auftreten.

Hans

Orkan oder nur windig ?

Wie ich bereits gestern gepostet habe, kommt es am Donnerstag wahrscheinlich zu einer brisanten Sturmlage.

Die Modelle dahingehend ihre Zugbahn des prognostizierten Sturmtiefs soweit angeglichen, die Variante dass das Sturmtief mit Kern über Dänemark zieht und an der Nordsee und im Norden einen schweren Sturm verursacht, wurde nun weiter südlicher gerechnet, in der Rechnung sind sich alle Modelle einig.

Demnach soll das Randtief von Holland über Norddeutschland nach Polen ziehen, im südlichen Warmsektor-Bereich und angrenzenden Höhenkaltluft-Bereich wird das Sturmfeld am stärksten per Gradient gerechnet.

Nun gibt es aber noch Unsicherheiten bezüglich der Windstärken.

Es sehen z.B. Acht Modelle einen schweren Sturm von NRW/Niedersachsen bis Berlin/Brandenburg wo es sogar zu Orkanböen von über 130 Km/h kommen könnte.

Das amerikanische GFS sieht das Randtief immer noch schwächer mit zwar der gleichen Zugbahn, aber nur einzelnen stürmischen Böen und Sturmböen.

Das WRF sieht hingegen nur windiges Wetter und das Tief würde sich nicht entwickeln, sonder als schwache Welle über Deutschland ziehen.

Hier die Karte vom ICON 06z Wetter-Modell:

http://www1.wetter3.de/

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Im ICON 06z werden von Holland über NRW bis Niedersachsen/Sachsen und Berlin/Brandenburg sowie teile von Mecklenburg-Vorpommern verbreietet Sturm und schwere Sturmböen gerechnet, vom nördlichen NRW und südliches Niedersachsen sogar orkanartige Böen und Orkanböen von über 120 km/h.

Das französische Modell ARPEGE 06z sieht es ähnlich:

http://www1.wetter3.de/

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Danach wären noch höhere Böen von Holland bis NRW/Niedersachsen möglich vereinzelt über 130 km/h, da auch die Höhenwinde über 130 Km/h, örtlich sogar über 140 km/h in 1,5 Km Höhe entsprechen.

Das europäische EZ ( ECMWF ) 00z sieht auch schwere und orkanartige Böen in den gleichen Regionen wie das ICON und ARPEGE.

Das EUROPA HD Modell zeigt ebenfalls von NRW/Niedersachsen teils orkanartige Böen die in Niedersachsen speziell südöstliches Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bis nach Sachsen rein über sogar Orkanstärke erreichen können von über 130 Km/h !

Das SUPER HD Modell sieht in den genanten Regionen circa 90 bis 110 Km/h.

Auch das GEM sieht in 1,5 Km Höhe über 130 km/h, was am Boden circa 90 bis 120 km/h entsprechen würde.

Nur das amerikanische GFS Modell sieht den Sturm schwächer mit 60 bis 80 km/h.

Karte von GFS 06z:

http://www1.wetter3.de/

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Das WRF Modell sieht z.B überhaupt keinen Sturm ! Wenn es nach dem WRF- Modell geht, würde es nur windig werden mit 50 bis 60 km/h in Böen.

Somit zeigen Acht Modelle einen Schweren Sturm mit Orkanböen von Holland über NRW/Niedersachsen , Sachsen-Anhalt/Sachsen und Berlin/Brandenburg, auch die Regionen vom nördlichen Baden-Württemberg und Bayern sowie in teilen Thüringens würden Sturmböen bekommen.

Es ist noch 48 Stunden bis zu dem Sturmtief, somit kann es sein, das der Sturm sogar aus den Rechnungen raus genommen wird, und es tatsächlich nur windig wird, oder die Modelle gleichen sich dem amerikanischen Modell GFS an, und es gibt lediglich einen windigen Tag mit Sturmböen.

Wahrscheinlicher ist aber das wir es am Donnerstag mit einem kurzen aber schweren Sturm zu tun bekommen, der selbst im Flachland volle Orkanstärke erreichen wird.

Brisant bleibt auch die Frage nach Starkregen und Graupelgewittern, die innerhalb des Sturmfeldes auftreten können und die Gefahr von Orkanböen noch verstärken, sowie zu lokalen Überschwemmungen führen können.

Wir halten sie auf dem laufenden. Dazu wird es morgen Abend ein Update zur Sturmlage geben.

Hans

 

 

 

 

 

 

 

Am Donnerstag Sturmgefahr im Norden !

Am Donnerstag den 05. Oktober. 2017 deutet sich eine Sturmlage im Norden an.

Die Modelle sind noch recht unterschiedlich in der Lösung des Sturmtiefs. So hatte der gestrige Lauf des europäischen ECMWF 12z soagr einen Orkan in der Rechnung für NRW und Niedersachsen. Der heutige Lauf des europäischen ECMWF hat den Sturm nun komplett raus genommen.

Dafür hat das amerikanischen Wettermodell GFS einen kleinen Sturm von NRW bis Hamburg im Programm mit knapp 90 Km/h.

Das ICON und EUROPA HD Modell sehen im Norden sogar eine schwere Sturmlage mit Orkanböen, die würden in Norddeutschland verbreitet Böen von 90 bis 110 km/h bringen an der Nordseeküste örtlich über 150 Km/h, in Dänemark wären 180 Km/h möglich und Von NRW bis Hamburg Sturmböen von  80 Km/h.

Hier eine Karte für Donnerstag vom Wettermodell ICON:

http://www1.wetter3.de/

Und eine Karte vom Wettermodell GFS:

http://www1.wetter3.de/

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Wie sie sehen können gibt es noch wie vor jedem Sturmereignis noch größere Unterschiede in der Zugbahn und stärke des Sturmtiefs, da das Ereignis noch 72 Stunden im Voraus von den Wettermodellen berechnet wird.

Wir werden aber die Wetterlage weiter beobachten und spätestens Morgen ein Update geben.

Geschrieben den 02. Oktober. 2017

Hans

Stürmischer September als Indiz für einen Westlagen und Sturmwinter ?

Ich habe mir die Mühe gemacht, und alle September seit 1960 untersucht in einem Zeitraum vom 20. August bis zum 10. Oktober, ob und wieviele Stürme bzw. Wind-Ereignisse es dort gab, und mir angesehen ob die nachfolgenden Winter eher mild und mit Sturm-Wetterlagen waren, oder ob sie eher ruhigere Kalt- und Schneewintern waren die meist aus meridionalen Wetterlagen und Ostwetterlagen bestanden haben.

Das Ergebnis werde ich nun hier veröffentlichen und jeder Monat wird zugleich mit seinem Temperaturmittel ( 1961-1990 ) angegeben:

Hier mal die Liste der September vor Sturmwintern mit überwiegenden Westlagen mit Temperatur-Abweichung ( 1961-1990 ):
Der Zeitraum bezieht sich vom 20. August bis zum 10. Oktober, sollte ein Wind und Sturm-Ereignis außerhalb des Septembers stattgefunden haben wird es mit August oder Oktober angegeben !
SEPTEMBER
– 1961 —> Sehr windig mit Sturmböen im Westen um den 7. des Monats.
( + 3,0  K )
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– 1966 —> Windig mit schweren Sturmböen in der 1. Hälfte des Monats.
( – 0,1 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 1975 —> Stürmschich um den 15. des Monats, Sturm mit orkanartigen Böen vom 25. bis zum 28. des Monats, Anfang Oktober sehr windig.
( + 2,2k )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 1983 —> Sehr windig Anfang des Monats, mit schweren Sturmböen im Südwesten und im Norden, sehr windig Ende des  Monats, um den 7. Oktober sogar einzelne schwere Sturm- und Orkanböen !
( 0,4 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 1989 —> Ende August schwerer Sturm im Norden, mit Orkanböen ! Teils windig Mitte des Monats, und Anfang Oktober Sturm im Norden.
( + 1,1 K )
………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
– 1993 —> Windig um Mitte des Monats.
(- 1,1 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 1994 —> Stürmisch um Mitte des Monats.
( – 0,1 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 1996 —> Sturmböen in der Westhälfte Ende August, windig Ende des Monats/Anfang Oktober.
( – 2,4 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 1999 —> Sehr windig mit einzelnen Sturm- und schweren Sturmböen Anfang Oktober.
( + 3,5 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 2001 —> Vom 7. bis zum 12. des Monats im Norden sehr windig mit einzelnen schweren Sturm- und orkanartigen Böen an der Küste, nochmals sehr windig im Norden Anfang Oktober.
( – 1,5 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 2006 —> Windig Anfang des Monats, um den 3. Oktober orkanartige Böen und einzelne Orkanböen im Süden um den 7. Oktober windig mit Sturmböen im Norden.
( + 3,6 K )
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– 2013 —> Windige Phase vom 10. bis zum 20. des Monats, sowie Anfang Oktober.
( 0,0 K )
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 2014 —> Um den 22. des Monats windig mit Sturmböen im Norden, um den 7. Oktober sogar schwere Sturmböen an der Küste und auf der Nordsee dazu im Norden windig.
( + 1,6 K )
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– 2017 —> Sehr windig Anfang des Monats mit Sturmböen im Norden am 11. des Monats, am 13. des Monats Sturmtief mit Sturm- und schweren Sturmböen in der gesamten West- und Nordhälfte, an der Küste Orkanböen über 120 Km/h vereinzelt um 150 km/h, im Süden auch windig mit einzelnen Sturmböen ! Am 14. des Monats immer noch stürmische Böen und Sturmböen im ganzen Land. Anfang Oktober windige Westlage mit heftigen Schnellläufer Orkan von Holland/Nordsee bis nach Polen. Dieser brachte schwere Sturm und Orkanböen von 90 bis 135 Km/h im Flachland und 130 bis 178 km/h im Bergland.
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In dieser Liste werde ich nun alle September vor Schnee- und Kaltwintern untersuchen, dazu jeweils die Temperatur-Abweichung ( 1961-1990 ):
Der Zeitraum bezieht sich vom 20. August bis zum 10. Oktober, sollte ein Wind oder Sturm-Ereignis dabei sein, was außerhalb des Septembers stattfand, so wird es mit August oder Oktober angegeben.
SEPTEMBER
– 1962 —> Windig Ende August und Anfang des Monats, Mitte des Monats sogar ein Sturm mit 9-10 Bft.
( – 1,0 K )
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– 1964 —> Windig Anfang des Monats, um die Mitte des Monats ein Sturm mit 9-10 Bft, Anfang Oktober auch nochmals stürmisch.
( 0,3 K )
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
– 1969 —> Stürmisch Ende des Monats und Anfang Oktober Sturm im Norden.
( 0,5 K )
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– 1970 —> Der gesamte Monat teilweise windig mit einzelnen Sturmböen, Anfang Oktober sogar ein Sturm mit einzelnen orkanartigen Böen.
( – 0,1 K )
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– 1978 —> Ende August im Norden stürmisch, um den 12. des Monats Sturm mit 9-11 Bft, windig Anfang Oktober.
( – 1,1 K )
………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 1980 —> Ende August Sturm im Norden 9-11 Bft, windig mit Sturmböen im Norden um Mitte des Monats, um den 7. Oktober Sturm bis 10 bft in Westdeutschland.
( 0,1 K )
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
– 1984 —> Von Anfang des Monats bis Mitte des Monats zeitweise windig mit einzelnen Sturmböen im Norden.
( – 1,0 K )
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
– 1985 —> Nur mal kurzzeitig windig um Mitte des Monats und Anfang Oktober, sonst kein Wind oder Sturm-Ereignis !
( 0,2 K )
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
– 1986 —> Ende August vom Saarland bis zur Nordsee ( Westdeutschland ) teils Sturm- und schwere Sturmböen, sonst kein Wind-Ereignis.
( – 2,0 K )
………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 1995 —> Anfang des Monats windig, und Ende des Monats Sturm im Norden 9-11 Bft !
( – 0,7 K )
………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 2005 —> Nur mal kurz windig an der Küste ende des Monats, sonst kein Wind oder Sturm-Ereignis !
( + 1,7 K )
………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 2008 —> Nur Anfang Oktober stürmisch mit einzelnen schweren Sturmböen an der Küste und auf den Bergen.
( – 0,9 K )
………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 2009 —> Nur mal kurz an der Küste windig, Sturm 9-11 Bft an der Küste/Nordsee Anfang Oktober.
( + 1,4 K )
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– 2010 —> An der Küste/Nordsee Ende August und um Mitte des Monats kurz Sturm 9-11 Bft.
( – 0,9 K )
………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 2012 —> Am 24. des Monats windig mit Gewitterböen einer Kaltfront, Anfang Oktober windig mit einzelnen Sturmböen und schweren Sturmböen auf den Bergen.
( 0,3 K )
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Hier möchte ich jetzt mein Fazit der September Analyse vor Sturm- oder kalten Wintern offenlegen:
Nachdem ich 14 Sturmwinter seit 1960 untersuchte, in denen es vom 20. August bis zum 10. Oktober zu einem oder mehreren Wind- und Sturm-Eignissen kam, und nicht ein September dabei ist, wo kein Wind oder Sturm-Ereignis auftrat, so ist damit zu rechen, da es im September 2017 bisher 2 Windereignisse und 1 Sturm-Ereignis gab, das es im nachfolgenden Winter 2017/2018 zu mehreren Stürmen der Stärke 9-11 Bft im Binnenland kommen wird, die Küsten dürften 12 Bft erreichen. Darüber hinaus ist es möglich, das es zu mindestens 2 Flachland-Orkanen kommen kann, die verbreitet Windstärke 12 Bft erreichen !
Auch wird durch diese Statistik ein sehr nasser Winter erfolgen.
Da ich Parallel auch alle September vor kalten und schneereichen Wintern untersuchte, um es in Zahlen zu sagen 15 Stück seit 1960, so gab es von den 15 Kaltwintern ca. 12 Winter in denen ein Wind- oder Sturm-Ereignis stattfand im Zeitraum vom 20. August bis zum 10. Oktober ! Von daher ist im nachfolgenden Winter mit einem kalten Witterungs-Abschnitt von 2 bis 3 Wochen zu rechnen, in denen es zu Schnee und Dauerfrösten kommen wird.
Das heißt es steht eventuell ein turbulenter Winter 2017/2018 bevor, der wohl sehr stürmisch werden kann, mit mehreren Flachland-Orkanen, daneben ist ein kalter Witterungs-Abschnitt zu sehen mit Schnee und Frost. Der Winter könnte kühl und von den Wetterlagen her Meridional geprägt sein zu 40% oder wohl zu mild ausfallen 60% und deutlich zu nass werden.
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anno 18.09.2017
Hans

Rückblick auf das Sturmtief vom 13. September. 2017

Der turbulente September 2017 mit viel Wind und Dauerregen, sowie einzelnen Graupelgewittern erreichte gestern am 13. September. 2017 seinen Höhepunkt mit einem kräftigen Sturmtief ! Es führte über ganz Deutschland zu stürmische Böen und Sturmböen, im Norden und Nordwesten des Landes gab es sogar schwere Sturmböen und einzelne orkanartige Böen zwischen 90 und 110 Km/h ! Aber auch in der Mitte und im Süden gab es sogar einzelne Sturmböen und ganz vereinzelt schwere Sturmböen mit Schäden.

An der Nordsee tobten für die Jahreszeit ungewöhnlich heftige Orkanböen von 130 bis 150 Km/h, in Helgoland teils über 150 km/h.

Auch auf dem Brocken gab es Orkanböen über 140 Km/h.

So gesehen ist das gestrige Sturmtief für die Jahreszeit recht ungewöhnlich heftig ! Es gab zwar auch andere Jahre wo es sehr früh Stürme gab, wie etwa 1989 ende August, oder im September 1997, aber diese waren nicht so stark wie das Sturmtief von gestern.

Es gab enorme Schäden wegen umgestürzter Bäume und abgerissenen Ästen und Zweigen. Baustellenzäune und Schilder flogen durch die Gegend. Baugerüste mussten gesichert werden, das sie nicht umfallen. In Hamburg stürzte sogar ein Baugerüst zu Boden und verletzte Passanten, darunter gab es ein Todesopfer. Auch Dächer wurden beschädigt.

Bei der Bahn gab es besonders in NRW , Niedersachsen, Schleswig Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin/Brandenburg blockierte Gleise, weil Bäume und Äste auf Schienen und Oberleitungen gestürzt sind.

Insgesamt gab es in Deutschland drei Todesopfer zu beklagen, und mehrerer Verletze.

An der Nordsee gab es eine leichte Sturmflut und der Hamburger Fischmarkt stand unter Wasser.

Auch über Großbritannien und in den Niederlanden wütete das Sturmtief mit 10 bis 12 Bft und es gab große Schäden.

Von der Mitte Frankreichs bis  nach Süddeutschland gab es heftigen Dauerregen mit über 60 I/m²  !

Ein weiteres Randtief bringt Westdeutschland heute Abend wieder Sturmböen 70 bis 85 Km/h schauerartigen Regen und vereinzelt Gewitter !

anno 14.09.2017

Hans

 

 

Update zum Sturmtief am Mittwoch !

Nach den neuesten Abend-Modellen, wird das Sturmtief wieder etwas stärker gerechnet als noch gestern Abend.

Das europäische ECMWF ( EZ ) hat im Abendlauf 12z für den Nordwesten von NRW bis nach Schleswig Holstein verbreitet Sturm- schwere Sturmböen von 80 bis 100 Km/h in der Prognose, örtlich vom Münsterland bis nach Hamburg und später auch in Mecklenburg-Vorpommern sogar über 100 Km/h möglich. Da wäre Windstärke 11 Bft möglich ( 11 Bft = 103 bis 117 Km/h ). An der Küste von Nordfriesland und Schleswig-Holstein und im angrenzenden Binnenland besteht die Gefahr von Orkanböen von 120 bis 140 Km/h !!!

Auch über den Niederlanden werden 100 bis 140 Km/h berechnet !

Hier eine Karte vom GFS 12z 09UTC:

Und eine Karte von GFS 12z 12UTC:

http://www1.wetter3.de/

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Zu Orientierung der Windstärken einmal eine Reihenfolge von den Sturmstärken und ihren Gefahren:

  • Windstärke 8 ( Bft ): Stürmischer Wind 62 – 74 Km/h – Zweige und kleine Äste können von Bäumen brechen, Reklametafeln und Utensilien fliegen herum, vereinzelt kann Dachpappe gelöst werden.
  • Windstärke 9 ( Bft ): Sturm 75 – 88 Km/h – Äste brechen von Bäumen und kleinere Dachschäden können auftreten, wie das lösen von Dachziegeln oder Rauchhauben ! Starkes Rauschen der Bäume.
  • Windstärke 10 ( Bft ): Schwerer Sturm 89 – 102 Km/h – Es können Bäume entwurzelt werden, und bedeutende Schäden Häusern und Dächern auftreten, LKW Fahrzeuge können umgeweht werden !
  • Windstärke 11 ( Bft ): Orkanartiger Sturm 103 – 117 Km/h – Verbreitet Sturmschäden durch entwurzelte Bäume, abgebrochenen Ästen, und beschädigten Häusern ! Der Bahnverkehr wird aufgrund von Sturmschäden eingestellt. Sehr starker Lärm durch den Wind !
  • Windstärke 12 ( Bft ): Orkan  ab 118 Km/h – Schwere Sturmschäden und Verwüstungen, bei länger anhaltenden Orkanstärken oder ab 130 Km/h wird die Infrastruktur zerstört. Heftiger Lärm durch den Wind !

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An der Nordsee kann es zudem eine leichte Sturmflut geben, da hier der Wind im Tagesverlauf auf West/Nordwest drehen.

Außerdem besteht die Wahrscheinlichkeit für Schauer und Graupelgewitter in der gesamten Nordwesthälfte, dort kann der Höhenwind runtergemischt werden, und die Böen können noch heftiger werden.

Karte GFS 850 hpa Wind 12z 12UTC:

http://www1.wetter3.de/

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Das bedeutet, das am morgigen Mittwoch ein kräftiger Herbststurm zu uns kommt.

Es wird wahrscheinlich von NRW bis Schleswig-Holstein zu Sturmschäden kommen, da die Bäume noch voller Laub sind und schon 70 bis 80 Km/h ausreichen Äste abzubrechen oder kleinere Bäume zu entwurzeln.

Weiter südlich vom Saarland über Rheinland-Pfalz, Hessen bis nach Berlin/Brandenburg meist nur windig mit einzelnen stürmischen Böen oder Sturmböen, nur auf den Bergen Böen von 10 oder 11 Bft möglich. Aber auch in den genannten südlicheren Bundesländern können einzelne Äste abrechen oder kleine Gegenstände umherfliegen.

In Bayern und Baden-Württemberg wird es nur windig bleiben mit 50 oder 70 km/h. Die Berge erreichen aber auch dort 10 oder 11 bft.

Wir werden die Wetter-Situation weiter beobachten !

Hans