Rückblick auf die Sturm/Orkansaison 2017/2018

Die Sturm/Orkansaison 2017/2018 begann sehr früh und zwar Mitte September 2017 !

Irgendwie konnte man aber schon eine früh einsetzende Sturmsaison erahnen, weil der Sommer 2017 ohnehin meist von West und Vorderseiten Wetterlagen geprägt war, sodass es wahrscheinlich wurde, das diese Wetterkonstellation sich im Herbst 2017 fortsetzen würde.

Bereits am 11. September. 2017 wurde es durch ein Tiefdruckgebiet in der Nordhälfte Deutschlands schon sehr windig mit Sturmböen an der Küste ! Die Wettermodelle sahen aber für den 13.09.2017 dann sogar einen ausgewachsenen Herbststurm für Benelux, Norddeutschland und Dänemark ! Dieser bestätigte sich dann auch zunehmend. Doch bevor das erste Herbst-Sturmtief mit dem Namen „Sebastian“ nach Westeuropa zog, war es auf der Rückseite des Tiefdruckgebietes vom 11/12. September. 2017 windig mit teils kräftigen Graupelgewittern ! Die vor allem am 12.09.2017 über Nordwest-Deutschland zogen.

Am 13.09.2017 zog dann das Sturmtief „Sebastian“ von Benelux nach Dänemark und erreichte auch West und Norddeutschland mit verbreiteten Sturm- und schweren Sturmböen, vereinzelt sogar orkanartig ! Richtung Küste traten schwere Sturmböen und orkanartige Böen öfter auf, und an der Küste teils Orkanböen über 130 km/h !

Es gab vor allem von NRW bis Schleswig-Holstein teils hohe Sachschäden durch abgebrochenen Äste und Umgestürzte Bäume und Baugerüste, sogar Verletzte und 3 Todesopfer waren zu beklagen. Die Bäume waren fast alle noch voller Laub und boten dem Sturm eine große Fläche !

Auch in Benelux und Dänemark gab es Schäden durch den Sturm, die Tage danach waren weiterhin sehr windig.

Doch drei Wochen später zog ein neues Sturmtief bzw. Orkantief auf. Es handelte sich dabei um das Orkantief „Xavier“ welches am 5. Oktober. 2017 in einer windigen Westlage als kleiner Schnellläufer über Norddeutschland zog.

Von Holland über Nord- und Ostdeutschland bis Polen/Tschechien gab verbreitet schwere Sturm- und orkanartige Böen im Raum Berlin/Brandenburg sogar zeitweise volle Orkanstärke mit über 120 km/h ! Die Bäume trugen immer noch viel Laub ! Aber auch weiter westlich und südwestlich in NRW und Hessen bis Bayern gab es Sturmböen oder schwere Sturmböen.

Von Holland über Nord- und Ostdeutschland bis Polen/Tschechien gab es verbreitet schwere Schäden durch Millionen umgestürzter Bäume und abgedeckten Dächern ! Die Straßen waren übersät mit Ästen und Zweigen. Alleine in Deutschland starben 7 Menschen  und zahlreiche Menschen wurden verletzt. In Europa forderte der Sturm 9 Tote !

Wieder nur drei Wochen später zog am 28/29. Oktober. 2017 zog ein neues drittes Orkantief mit einer windigen Nordwestlage über Nord und Osteuropa !

Das Orkantief mit dem Namen „Herwart“ zog von Skandinavien nach Osteuropa/Russland und erreichte in Süd-Skandinavien über Nord- und Ostdeutschland, Polen, Tschechien und dem östlichen Alpenraum teilweise Orkanstärke ! Die Schäden waren ähnlich hoch wie zuvor beim Orkantief „Xavier“ nur das der Sturm „Herwart“ ein größeres Windfeld hatte.

Auch Westdeutschland war vom Sturm betroffen, so gab es in NRW verbreitet Böen von 8 bis 10 Bft auf dem Kahlen Asten sogar 11 Bft mit 114 Km/h ! Auch in NRW gab es einige Sturmschäden durch abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume ! In Nord und Ostdeutschland hingegen gab es zum teil ähnliche Schäden wie nach Sturmtief „Xavier“ teils aber noch höhere Schäden, da „Xavier“ schon etliche Bäume beschädigt hatte ! das Sturmholz der beiden Orkantiefs „Xavier und Herwart“ geht in die Millionen. Die genauen Werte dafür wie hoch die Sturmholzmenge der erste drei Herbststürme ist, werde ich wahrscheinlich im Sommer 2018 sagen können !

Das Orkantief „Herwart“ forderte Europaweit 10 Tote und zahlreiche Verletzte Menschen, in Deutschland starben mindestens 4 Menschen an der Nord und Ostsee gab es zudem eine Sturmflut !

Somit gab es in nur 6 Wochen gleich drei kräftige Herbststürme mit Orkanböen bis ins Flachland !

Das ist schon sehr viel für einen Herbst besonders der frühe Zeitraum und die Stärke ! Die Schäden gehen in die Millionen !

Im November 2017 gab es zeitweise windige Westlage oder Nordwestlage, die an der Küste auch mal mit Graupelgewittern schere Sturm- oder orkanartige Sturmböen brachten, wie etwa am 10/11. November. 2017.

Am 6/7. Dezember. 2017 zog mit einem Orkantief über Schottland eine neue Westwetterlage auf !

Der nächste Sturm kam dann am 10. Dezember. 2017 in Westdeutschland ! Es war die zeit einer sehr turbulenten Nordwestlage mit etlichen starken Graupel- und Schneegewittern sowie Dauerregen !

Die Böen erreichten am 10. Dezember. 2017 mit einem Sturmtief über dem Ärmelkanal in Benelux, NRW und Niedersachsen verbreitet 8 bis 9 Bft, vereinzelt sogar kurzzeitig 10 Bft ! Die Schäden waren aber sehr gering, meist gab es nur vereinzelt abgebrochene Äste oder einzelne Dachziegel die herabgeweht wurden.

Doch in dieser turbulenten windigen Nordwestlage entstand vor Großbritannien ein kleines Randtief am 13/14. Dezember. 2018 ! Dieses Randtief brachte neben starken Dauerregen ( 30 bis 50 m/l² ) vor allem in Süddeutschland eine gewittrige Kaltfront mit Graupelschauern und schweren Sturmböen, sowie örtlich orkanartige Böen und Orkanböen. Es gab teils größerer Schäden durch umgestürzte Bäume und herabgewehte Dachpfannen, auch Baugerüste stürzten um, vor allem im Raum München !

Danach wurde es kurzzeitig ruhiger, bevor sich an Weihnachten 2017 eine neue milde und windige Westlage über Europa aufbaute, was schon darauf hindeutete, das neue Stürme aufzogen. Über Frankreich gab zeitweise schwere Sturmböen und in den Alpen Föhnorkan bis 200 Km/h mit einigen Sturmschäden !

Um Jahreswechsel wurde es sehr mild mit Temperaturen um 15 Grad es gab starken Dauerregen und stürmische Böen !

In der sehr starken Westlage entwickelte sich dann der nächste Orkan mit dem Namen „Burglind“ welcher am 2/3. Januar. 2018 über Westeuropa zog mit schwere Schäden !

Das Orkantief „Burglind“ zog in der Nacht vom 2. auf den 3. Januar. 2018 von Großbritannien nach Dänemark. Das Sturmfeld erreichte Frankreich, Benelux, Deutschland und die Schweiz und Österreich !

Vor allem die Kaltfront war sehr Wetteraktiv mit heftigen Graupelgewitter und teils schweren Orkanböen. In NRW gab es am frühen Vormittag mit Durchzug der Kaltfront heftige Graupelgewitter und schwere Sturm- und orkanartige Böen !

In der Eifel und im Raum Köln sogar verbreitet orkanartige Böen oder Orkanböen mit über 120 km/h wie auf dem Aachener Berg !

Auch in Benelux und Nordfrankreich gab es starke Sturmschäden dort wurden sogar teils Orkanböen gemessen bis 127 km/h !

Auf dem Weg nach Süden verstärkte sich die Kaltfront weiter und in Südwestdeutschland gab es verbreitet heftige Graupelgewitter mit orkanartige Böen oder Orkanböen ! In der Schweiz wurde sogar Downburst von über 200 Km/h registriert mit erheblichen Zerstörungen !

Auf dem Feldberg wurden 216 Km/h gemessen ! Nachmittags kam der Rückseiten-Sturm von „Burglind“ und brachte nochmals von Schleswig-Holstein bis NRW teils Sturm- und schwere Sturmböen !

An der Nordsee gab es eine Sturmflut !

In NRW rückte die Feuerwehr 1.500 mal aus wegen abgebrochener Äste, umgestürzter Bäume, abgedeckten Dächern und im Münsterland entgleiste sogar ein Zug wegen eines umgestürzten Baums !

In Benelux/Nordfrankreich und in Süddeutschland gab es teils schwere Schäden und Millionen umgestürzter Bäume. Auch hier kann die Sturmholzmenge erst im Sommer 2018 berechnet werden. Es gab zahlreiche Verletzte und 3 tote durch Orkan „Burglind“.

Die Sachschäden betragen durch das Orkantief „Burglind“ ca. 1,5 Mrd. € !

Zudem brachten die Westlage seit Dezember 2017 bis zum 5. Januar. 2018 sehr viel regen, sodass es an Rhein und Mosel zu starken Hochwassern kam ! teilweise wurde 8 Meter in Köln erreicht !

Nach einer kurzen Wetterberuhigung um den 10. Januar.2018 kam am 15. Januar 2018 eine neue sehr starke Westlage auf !

Das Sturmtief „Evi“ brachte in West und Mitteleuropa kräftige Graupel und Schneegewitter mit teils schweren Sturmböen. Im Kreis Soest gab es sogar orkanartige Böen und einen Tornado !

Bereits am 13. Januar. 2018 zeichnete sich die kräftige Westlage mit Sturmtief „Evi“ ab und die Wettermodelle zeigten außerdem für den 18.01.2018 ein ausgewachsener Orkan an ! Diesmal sogar in Übereinstimmung aller Wettermodelle nur die Zugbahn war unklar.

Diverse Wetterseiten verkündeten sehr früh die Gefahr eines schweren Sturms bzw. Orkans der genau am Jahrestag von „Kyrill 2007“ aufziehen sollte !

Eine gewisse Unruhe war in meteorologischen Fachkreisen wahrzunehmen ! Zumal ja schon drei große Herbststürme über Nord und Mitteleuropa hinweg gezogen sind und zwei Wochen zuvor der Orkan „Burglind“ !

Am 16.01.2018 als die heftigen Graupelschauer mit Sturmböen und Gewittern sowie dem Tornado im Kreis Soest über Benelux und Deutschland zogen, war schon fast klar das es nur zwei Tage später am 18.01.2018 zu einem großem Sturm bzw. Orkan-Ereignis kommen würde, da alle Wettermodelle das Orkantief von Großbritannien über Norddeutschland Polen ziehen sahen in einem sehr starken Jetstream !

Der Orkan wurde mit dem Namen „Friederike“ getauft und zog nachts von Großbritannien über  Benelux nach Westdeutschland mit verbreitet orkanartige und Orkanböen !

Besonders von Holland über NRW bis Thüringen/Sachsen gab es bis ins Flachland teils Böen über 140 km/h !

Orkanböen von Friederike in Holland und Deutschland:

  • Hoek Van Holland 137 km/h
  • Ijmuiden 133 Km/h
  • Amsterdam 122 Km/h
  • Volkel 122 Km/h
  • Ahaus 127 Km/h
  • Unna 132 Km/h
  • Borken 131 Km/h
  • Issum 133 Km/h
  • Soest 118 Km/h
  • Münster/Osnabrück 126 Km/h
  • Beverungen-Drenke 145 Km/h
  • Werl 122 Km/h
  • Steinfurt 122 Km/h
  • Geilenkirchen 119 Km/h
  • Düsseldorf 117 Km/h
  • Kahler Asten 143 Km/h
  • Gütersloh 120 Km/h
  • Bückeburg 126 km/h
  • Erfurt-Flughafen 130 km/h
  • Gera 137 km/h
  • Wasserkupe 133 Km/h
  • Brocken 203 km/h

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Quelle: DWD und Meteogroup

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Das Sturmfeld von „Friederike“ erfasste in Deutschland NRW, Niedersachsen, RLP, Saarland, Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg. Überall in diesem Gebiet gab es schwer und orkanartige Böen und dem Streifen von NRW bis Thüringen/Sachsen mit flächigen Orkanböen zwischen 120 und 145 Km/h und einem Mittelwind bis 90 km/h = 10 Bft !

Der Brocken verbuchte nach über 20 Jahren sogar wider die 200 Km/h und erreichte 203 km/h !

Der Orkan „Kyrill“ aus dem Januar 2007 erreichte nur 199 Km/h auf dem Brocken, damit war Friederike sogar noch etwas stärker als Kyrill ! Nur das Windfeld von Friederike war deutlich kleiner als beim Orkan Kyrill !

Auch im Münsterland/Ostwestfalen und nördliches Ruhrgebiet gab es diesmal mehr Wetterstationen die Orkanstärke ( = 12 Bft über 118 km/h ) gemessen haben, wo hingegen bei Kyrill an einigen Messstationen nur 11 bft ( = 103 bis 117 Km/h ) registriert wurde.

Der Orkan Friederike war der stärkste Orkan seit Kyrill 2007 und übertraf auch Orkan Niklas 2015, Christian 2013, Xynthia 2010, Emma 2008 und Jeanette 2002 !

Von der Stärke her ist der Orkan „Friederike“ zu vergleichen mit Kyrill 2007, Martin 1999, Verena 1993 und Vivian 1990, sowie den Orkantiefs vom 18/19. Januar. 1986, 20. Oktober. 1986, und 21. Februar. 1967 !

Der Orkan „Friederike richtete in den Wäldern von NRW bis Sachsen große Verwüstungen an, wieder wurden ganze Waldstücke entwurzelt. In einigen Regionen sind jetzt noch Wälder wegen Aufräumarbeiten gesperrt.

Die Dachdecker habe bis Sommer 2018 viele Sturmschäden abzuarbeiten, da zum teil jedes zweite Haus Sturmschaden hat.

Die Regionen in Sachsen und Thüringen die schon im Herbst 2017 von „Xavier und Herwart“ heftig getroffen wurden haben jetzt zusätzlich durch „Friederike“ große Mengen an Sturmholz.

Auch in NRW könnten bis zu 2 Millionen Kubikmeter Sturmholz gefallen sein ! In Deutschland fielen durch „Friederike“ eventuell um 5 Millionen Kubikmeter Sturmholz. Die genaue Menge kann erst im Herbst 2018 angegeben werden.

Es starben durch „Friederike“ in Europa 11 Menschen, davon 8 in Deutschland. Über Hundert Menschen wurden in Europa verletzt !

In NRW rückte die Feuerwehr über 22.000 mal aus !

Der Orkan „Friederike“ war damit der Höhepunkt der teils heftige Sturmsaison 2017/2018 !

Insgesamt war die Sturm/Orkansaison 2017/2018 die heftigste seit 2006/2007 ( Britta, Karla, Franz und Kyrill ).

Zwar gab es noch stärkere Sturmsaisons, wie etwa 1966/1967, 1989/1990 ( Daria, Vivian und Wiebke ) und 1999/2000( Anatol, Lothar, Martin und Kerstin und Ginger ), doch zählt die Sturmsaison 2017/2018 zu den stärksten der letzten 40 Jahre !

In Europa starben durch die Stürme ( Sebastian, Xavier, Herwart, Burglind und Friederike ) insgesamt über 35 Menschen, davon 22 in Deutschland. Angesichts früher großer Sturmserien wie 1989/1990 ( über 260 Todesopfer ) und 1999/2000 ( über 100 Todesopfer ), sind die Zahlen der Sturmtoten zwar gering, das liegt aber an dem zunehmend besseren Warnmanagement !

Da Wetter- und Warndienste im Internet schnelle und effektiver Vorwarnen können, und auch die Stärke eines Sturms gut vorhersagbar ist, was vor über 15 Jahren noch nicht so gut funktionierte.

Durch die Stürme: Sebastian, Xavier, Herwart, Burglind und Friederike sind in Deutschland und Europa teils große Mengen Sturmholz geworfen worden vielleicht sogar über 10 Millionen Kubikmeter Sturmholz ! Zwar sind auch das eher geringe Werte im Vergleich zu 1989/1990 ( ca. 120 Mio. Kubikmeter Sturmholz durch Daria, Hertha, Vivian und Wiebke ) und 1999/2000 ( ca. 200 Mio. Sturmholz durch Anatol, Lothar und Martin ) und 2006/2007 ( ca. 75 Mio. Kubikmeter Sturmholz ), dennoch zeigt sich auch hier, das eine Mischwald-Kultur deutlich stabiler ist, als Fichten-Monokulturen, so dass die Sturmsaison 2017/2018 weniger Sturmholz forderte als früherer Sturmserien, ausgenommen 1989/1990 und 1999/2000 !

Eine Sturmsaison geht in Europa immer von September bis April, selten bis Mai ! Weil im Herbst/Winter die Arktis kalt wird und die Westlagen und Sturmalgen begünstigt !

Einen Sturm hat es dennoch am 17/18 März. 2018 gegeben und zwar aus Osten an der Nord und Ostsee am Rande eines Skandinavien Hoch und Südeuropa-Tiefs, es gab in Kiel sogar eine Orkanböe von 119 km/h und sonst schwere Sturm- und orkanartige Böen mit einigen Sachschäden !

Somit ist die Sturmsaison 2017/2018 die stärkste seit 10 Jahren und regional einer der heftigsten seit 40 Jahren. Die ganzen Schäden der Sturmsaison 2017/2018 werden erst im Herbst 2018 berechnet sein und ich werde sie hier zusätzlich veröffentlichen.

Der DWD schrieb am 19.01.2018:

Die aktuelle Sturmsaison wurde am 14. September 2017 mit Sturm Sebastian ungewöhnlich früh eröffnet. Am 05. Oktober folgte Sturm Xavier und am 31. Oktober bereits der nächste schwere Sturm namens Herwart, der regional eng begrenzt sogar an die Windgeschwindigkeiten von Kyrill heran reichte. Am 2. Januar sorgte Sturm Burglind für Schäden in der Südhälfte Deutschlands und nun folgte mit Friederike einer der schwersten Stürme des vergangenen Jahrzehnts. Die Häufung von schweren Stürmen ist in dieser Saison schon auffällig. Doch was ist der Grund dafür?

Die Ursache dafür ist, dass seit dem Herbst eine Westwetterlage vorherrschend war. Dabei ziehen Tiefdruckgebiete in rascher Abfolge vom Nordatlantik meist von Island kommend über die Nordsee nach Südskandinavien und beeinflussen mit ihren Ausläufern Mitteleuropa. An der Südflanke dieser Tiefdruckgebiete bilden sich bei großen Temperaturgegensätzen immer wieder Randtiefs. Diese können sich dann zu Sturmtiefs entwickeln. Voraussetzung für eine aktive Sturmsaison ist also eine Westwetterlage, die über einen längeren Zeitraum stabil bleibt. Dies war auch Anfang der 90er Jahre der Fall, wo es in diesem Zeitraum ebenfalls zahlreiche große Stürme gab. Mit Beginn des neuen Jahrtausends hat die Zahl der Westwetterlagen und damit auch die Anzahl der Stürme deutlich abgenommen. Erst in der jüngeren Vergangenheit ist wieder eine Zunahme zu verzeichnen. Ob sich dieser Trend fortsetzen wird, oder ob es sich dabei nur um eine kurze Episode handelt, ist allerdings noch ungewiss.

https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2018/1/19.html

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Die Stürme haben seit 2013 wieder zugenommen, wir müssen nun abwarten ober die Sturmsaison 2017/2018 ein vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung war, oder es im nächsten Herbst/Winter und danach noch heftigere Sturm/Orkan Entwicklungen gibt sowie etwa 1989/1990 oder 1999/2000 !

Ein wärmeres Klima speichert mehr Energie, was stärkere Stürme begünstigt !

Somit ist es nicht unmöglich das sogar in den nächsten Jahren ein Jahrhundert Orkan-Ereignis wie im Jahr 1703 für möglich sein könnte mit Böen über 200 Km/h, was selbst 1989/1990 und 1999/2000 weit übertreffen würde !

Wir beobachten die Stürme/Orkane weiter auf Sturmwetterblog.

Das war der Große Rückblick der Sturm/Orkansaison 2017/2018 !

Beitrags-Bild: http://www.meteociel.fr/

Hans den 21.03.2018

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2 Antworten auf “Rückblick auf die Sturm/Orkansaison 2017/2018”

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