Rückblick auf Sturmtief Hendrik

In den letzten Wochen gab es in West- und Mitteleuropa oft meridionale Wetterlagen, doch Mitte Oktober konnte sich eine starke Westlage auf dem Atlantik entwickeln. Gleich mehrere Tiefs zogen mit Wind/Regen und milden Temperaturen nach Europa.

Am 20. Oktober 2021 entwickelte sich an der Südflanke eines umfangreichen Skandinavien-Tiefs, westlich von den Britischen Inseln/Bretagne das Sturmtief Hendrik.

In der Nacht zum 21. Oktober 2021 verstärkte sich das Tief noch weiter. An der französischen Atlantik-Küste/Ärmelkanal und Benelux gab es verbreitet Sturm,- schwere Sturm- und orkanartige Böen/Orkanböen. Auch im auch im Binnenland, vor allem in Nordfrankreich wurden auch Orkanböen über 120 Km/h gemessen!

In den Frühstunden des 21.10.2021 zog Sturmtief Hendrik von Frankreich/Benelux weiter zur deutschen Nordsee-Küste, das dazugehörige Sturmfeld erreichte nun auch den Westen/Südwesten von Deutschland mit Böen 80 – 120 Km/h, bis zum Nachmittag zog das Sturmtief Hendrik weiter Richtung Ostsee/Baltikum. Um die Mittagszeit erreichte der Sturm in Deutschland seinen Höhepunkt. Vor allem im Südwesten, der Mitte und Osten gab es verbreitet schwere Sturm- und orkanartige Böen, örtlich sogar Orkanböen, in Schleswig-Holstein gab es sogar einen Tornado mit großen Schäden!

Auch sonst in Deutschland oft stürmische Böen/Sturmböen, örtlich schwere Sturmböen. Dazu gab es zeitweise Regen oder Schauer, örtlich Gewitter.

Am Abend des 21. Oktober 2021 lies der Sturm langsam nach, es war aber weiter sehr windig.

Das Sturmtief Hendrik verband sich am 22.10.2021 mit dem Skandinavien-Tief, die Zyklogenese löste sich dann weiter auf.

Sturmtief Hendrik verursachte teils große Schäden. Von Westeuropa bis nach Deutschland, den Alpen, sowie Polen/Tschechien gab es verbreitet abgerissene Äste, umgestürzte Bäume und Schäden an Dächern und Häusern, der Bahnverkehr kam zeitweise zum Erliegen. In West- und Mitteleuropa waren aufgrund von Sturmtief Hendrik über 100.000 Haushalte vorübergehend ohne Strom!

Das Sturmtief Hendrik gehört zu den stärkeren Herbststürmen der letzten 20 Jahre. Starke Herbststürme gab es besonders 2017 (Sebastian, Xavier und Herwart), 2013 (Christian) und 2002 (Jeanette).

Der Sturm ist von der Stärke her zu vergleichen mit dem Sturmtief Herwart aus dem Oktober 2017.

Hier die max. Windböen von Sturmtief Hendrik:

https://www.mtwetter.de/

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Nach der Westlage/Sturmtief Hendrik gab es ab Ende Oktober meist meridionale Wetterlagen mit Sonne/Nebel. Doch oft sind nach einem starken oder mehrere Herbststürmen im weiteren Winter-Halbjahr Sturm-/Orkantiefs zu beobachten.

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Sturmwetterblog, den 20.11.2021

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