Das Sturmtief Lara vom 5.02.1999

Am 5. Februar. 1999 zog das Sturmtief Lara von der nördlichen Nordsee Richtung Baltikum/Ostsee und auch Mitteleuropa und Deutschland wurden von dem Sturmfeld beeinflusst.

Bereist einige Tage zuvor wurde im Wetterbericht vor einem möglichen schweren Sturm gewarnt.

Einen Tag bevor das Sturmtief Lara über die Nordsee zog, war es schon sehr windig in Deutschland, den das Sturmtief bildete sich südlich eines größeren Sturmtief-Komplexes über dem Nordmeer/Skandinavien.

Im Wetterbericht wurde vor orkanartigen Böen/Orkanböen an der Nordsee gewarnt und meist Sturm/schweren Sturmböen im Binnenland nördlich der Mittelgebirge.

Es war ein Donnerstag der 4. Februar. 1999 als es dann Abends schon sehr windig und regnerisch war, in der Nacht zum 5. Februar. 1999, es war ein Freitag, wurde der Wind besonders gegen 5 und 6 Uhr in der früh immer stärker, oft gab es stürmische Böen oder Sturmböen von 60 bis 85 Km/h.

In den Wetterberichten haben die Meteorologen schon dann um ca. 6 Uhr vor der Kaltfront mit Gewittern, Graupel und schweren Sturm- oder Orkanböen gewarnt.

Es war gegen 7 Uhr als man Richtung Nordwesten schon erstes Wetterleuchten erkennen konnte.

Als ich dann um ca. 7:30 Uhr zur Schule gefahren bin gab es weiter oft stürmische Böen und einzelne Sturmböen aus Südwest/West. Um 8 Uhr begann dann der Schulunterricht und da ich wusste das jeden Moment die Kaltfront aufzieht war ich schon sehr gespannt und schaute aus dem Fenster.

Keine 10 Minuten später wurde es von Nordwesten immer dunkler, das Wetterleuchten war sehr gut zu erkennen und dann ging es richtig los!

Ein Wirbel aus Starkregen, Graupel und Gewitter brach über die Stadt herein, dazu dann Sturm- und schwere Sturmböen, eine wahre Gischt fegte durch die Bäume die sich spektakulär gebogen haben, einen Tanne die ich ca. 200 Meter weiter beobachten konnte, hat sich sehr stark gebogen, das ich dachte sie würde jeden Moment umstürzen.

Die Schüler und die Lehrerin in meiner Klasse haben alle erstaunt aus dem Fenster geschaut, es war eine sehr heftige Kaltfront. Nach nur bis 10 Minuten war der Spuk auch schon wieder vorbei und der klassische Postfrontale Trog Bereich hinter der Kaltfront brachte Sonne, fast Windstille und frische Nordsee-Luft mit.

Der Trog-Sektor zog schnell auf und es wurde wieder zunehmend windig, gegen Mittag dann auch stürmisch mit einzelnen Sturmböen in Schauern.

Als ich zu Hause war, berichtete man mir, das bei dem Gewitter mit schweren Sturmböen, ein Teil unseres Gartenzaun umgeweht wurde.

Bei einem Bekannten wurde in der Nachbarschaft eine Tanne entwurzelt und stürzte auf die Garage. Bei einer anderen Bekannten wurde die Markise an der Terrasse beschädigt. Die Feuerwehr hatte auch einen Einsatz und musste einen entwurzelten Baum beseitigen was relativ wenig war nach dem Sturm mit Gewitter und Graupel wie ein Feuerwehrmann in der Zeitung berichtete.

In NRW und Norddeutschland war es teilweise noch heftiger, es gab abgerissene Äste, umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer. An der Nordsee gab es eine Sturmflut.

Windböen 5.02.1999 Kachelmannwetter:

https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/deutschland/windboeen-max/19990206-0000z.html

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Abends und in der Nacht zum Samstag sowie am Samstag selbst gab es oft Graupel und Schneeschauer mit stürmischen Böen und Sturmböen.

Es war ein sehr interessantes Wetterereignis.

Wetterkarte von:

http://www.meteociel.fr/

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Jupiter

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