Wetter-Rückblick Jahr 2021

Das Jahr 2021 haben viele Menschen in Deutschland/Mitteleuropa als Unwetter-Jahr erlebt. Der Grund hierfür ist einerseits die Luftmassengrenze im Februar 2021 und der Unwetter Sommer inklusive der Flutkatastrophe.

Die Luftmassengrenze lag im Februar 2021 von BeNeLux über die Mitte von Deutschland bis Tschechien/Österreich vom 6 bis 9. Februar 2021 gab es Eisregen und heftige Schneefälle mit teils über einem halben Meter Schnee, dazu gab es von Holland bis NRW/NDS teils stürmische Böen und einzelne Sturmböen mit starken Schneeverwehungen, Im Münsterland bildetet sich sogar ein Gewitter und das sogar ohne Höhenkaltluft!

Mehr zum Winter 2020/2021 und der LMG mit Schneesturm und Frost im Februar 2021:

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Anschließend wurde es für ca. 8 bis 10 Tage im Februar 2021 sehr kalt mit Dauerfrost, doch ab Mitte Februar entwickelte sich eine kräftige Südlage und es wurde nach der Kälte Rekord-Mild mit Temperaturen von 15 bis 22 Grad. Damit war der Februar trotz Schneesturm und 10 Tagen Dauerfrost leicht zu mild.

Der Sommer 2021 war ein Unwettersommer. Die meridionalen Wetterlagen die es schon oft im Winter 2020/2021 gab, blieben im Frühjahr das noch recht kühl war, dem Sommer über erhalten. Es gab vor allem im Juni teils schwere Gewitterlagen mit Starkregen und Hagel.

Vom 12. bis zum 15. Juli 2021 entwickelte sich die Wetterlage „Tief Mitteleuropa“, das Tief Bernd brachte von BeNeLux bis Westdeutschland vor allem in NRW und Rheinland-Pfalz am 13/14. Juli heftigen Stark- und Dauerregen mit katastrophalen Überflutungen, die es dort in den Regionen seit mindestens über 100 Jahren so nicht gab. Es gab viele neue Regenrekorde, so z.B. in Hagen wo innerhalb von 24 h über 200 l/m² Regen fielen oder in Köln mit 153 l/m² Regen!

Ganze Dörfer wurden durch Sturzfluten zerstört, besonders betroffen waren die Eifel und das Rheinland. Das Unwettertief Bernd forderte über 220 Tote in Europa, in Deutschland war es gemessen an den Todesopfern durch die Flut, das schlimmste Wetterereignis seit der Sturmflut von 1962 mit über 300 Todesopfern. Auch in anderen Landesteilen und Ländern wie Österreich/Tschechien gab es schweres Hochwasser durch Starkregen und Dauerregen. Die Schäden gehen in die Milliarden und die Flutkatastrophe gehört zu den schlimmsten Wetterereignissen der letzten 100 Jahre!

Mehr zum Unwettertief „Bernd“ und der Flutkatastrophe:

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Auch im August und bis in den September gab es oft noch Gewitter und Unwetter mit Starkregen und Überschwemmungen.

Somit wurde der Sommer 2021 zu einem Unwettersommer, was aber schon im Frühjahr absehbar war, das sich die Großwetterlage in Europa aus dem Winter 2020/2021 nicht viel geändert hatte, kam es aufgrund der meridionalen Wetterlagen zu Gewittern/Unwettern und Starkregen.

Prognose zum Unwettersommer 2021 aus dem April 2021:

In den letzten Jahren gab es durch die weltweite Klima-Erwärmung öfter meridionale Wetterlagen wie z.B. in den Hitze- und Dürresommern 2018/2019. Unwettersommer durch meridionale Wetterlagen wurden vor allem 2013, 2014 und 2016 in Europa beobachtet.

Durch die Klima-Erwärmung sind in den nächsten Jahren häufiger Hitze-/Dürre oder Unwettersommer mit Starkregen zu erwarten.

Der Herbst 2021 blieb bis auf das Sturmtief Hendrik vom 20. Oktober sehr meist ohne große Wetterphänomene. Anfang November 2021 entwickelte sich ein starkes Hoch über West- und Mitteleuropa, das mit nur kurzen Unterbrechungen bis zum Jahresende oft Inversionslagen mit Sonne, Nebel/Hochnebel und Sprühregen brachte, nur kurz gab es Westlagen oder Nordlagen, das Hoch hat sich sogar bis aktuell zum 23.01.2022 gehalten und wird erst Ende Januar 2022 durch eine stürmische Westlage abgelöst.

Somit war das Jahr 2021 nach dem neuen Klimamittel 1990-2020 etwa -0,1k zu kühl, was aber noch im Toleranz-Bereich -/+ 0,5k liegt, nach dem Klimamittel 1961-1990 war das hingegen ca. 1k zu mild.

Das Jahr 2021 war trotz der Unwetter- und Starkregen Ereignisse im Sommer, etwas zu trocken mit es schien zu viel die Sonne.

Temperatur-Abweichung Deutschland 2021:

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Niederschlags-Summe Deutschland 2021:

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Sonnenschein Summe Deutschland 2021:

https://www.mtwetter.de/

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Somit geht das Jahr 2021 aus meteorologischer- und klimatologischer Sicht, als ein weiteres Unwetter-Jahr in die Wetter-Chronik ein.

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Sturmwetterblog, den 23.01.2022

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