Update! So zieht Sturmtief Daniel über Deutschland!

Das Tief Christian brachte heute schon sehr windiges Wetter, in den Hochlagen der Mittelgebirge gab es Schnee und Sturm, sonst wurde es deutlich milder und es gab Regen.

Auf dem Atlantik entwickelt sich aktuell das Tief Daniel das sich in der Nacht zu Mittwoch über den Britischen Inseln zu einem Sturmtief verstärkt. Das Windfeld entwickelt von der südlichen Nordsee und zieht über Holland weiter in den Westen/Norden von Deutschland.

Noch gibt es kleine Modell-Schwankungen, wie weit das Sturmfeld nach Deutschland zieht. das liegt zum einen daran, ob sich das Tief zu einer Dry Intrusion mit Sting Jet (Warmluft-Kern) entwickelt, dann wären im Trogsektor, vorübergehend, auch im Binnenland orkanartigen Böen um 115 Km/h möglich!

Das GFS Modell rechnet ab Mittwoch Früh von Belgien/Holland stürmische Böen/Sturmböen, die auch Westdeutschland erreichen und bis zum Mittag in die Mitte ziehen.

Das stärkere Sturmfeld im Trogsektor, also südwestlich des Tief-Kerns, würde nach einigen Modellen am Nachmittag von Nord-Holland/Nordsee nach Niedersachsen/Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ziehen.

An der Nordsee wäre somit ab den Mittagsstunden orkanartige Böen und auch Orkanböen von 105 / >120 Km/h möglich. Im nördlichen Binnenland auch schwere Sturm-, vereinzelt orkanartige Böen von 90 / 105 Km/h!

Im Westen/Mitte und Osten oft stürmische Böen, örtlich Sturmböen von 65 bis 80 Km/h!.

Im Süden auch windig mit Böen >60 Km/h, auf den Bergen dort aber Sturm!

Einige Modelle sehen das zweite stärkere Windfeld auch südlicher ziehen, so dass auch Nord-NRW/Süd-Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin/Brandenburg schwere Sturmböen bis 100 Km/h möglich wären, hier sieht man erst am Mittwoch Früh, wo sich die stärksten Böen entwickeln.

Am Abend zieht der Sturm weiter nach Mecklenburg-Vorpommer/Ostsee, dort auch noch in der Nacht zu Donnerstag stürmisch, vereinzelt auch orkanartige Böen möglich, sonst lässt der Wind etwas nach, es bleibt aber windig.

An der Nordsee ist Abends mit Winddrehung auf Nordwest eine leichte Sturmflut möglich!

Auf dem Brocken sind extreme Orkanböen um 150 Km/h möglich!

ACHTUNG!

Es wird für den Norden von Deutschland (NDS, SH und MV) von Mittwoch Vormittag 11:00 Uhr bis Donnerstag Nacht 2:00 Uhr Warnstufe 2 Sturm/Orkan, wegen schweren Sturm- und orkanartige Böen von 90 bis 115 Km/h, an der Nordsee Orkanböen um 120 Km/h, herausgegeben!

  • Es kann zu Sturmschäden durch abgerissene Äste und entwurzelten Bäumen kommen, es sind Schäden an Dächern möglich, Baugerüste können umstürzen, Utensilien herumfliegen, Behinderungen im Bahnverkehr möglich!

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Für den Westen, der Mitte und den Osten von Deutschland (NRW, Nord-Hessen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen) wird von Mittwoch 9:00 Uhr bis Mittwoch 18:00 Uhr Warnstufe 1 Sturm/Orkan, wegen stürmischen Böen/Sturmböen von 65 bis 85 Km/h, herausgegeben, auf den Bergen oberhalb 800 Meter auch schwere Sturmböen um 90 Km/h möglich, auf dem Brocken Orkanböen >120 Km/h!

  • Es können Äste abbrechen und ganz vereinzelt kleine Bäume entwurzelt werden, Schäden an Dächern möglich, Utensilien können herumfliegen!

Farbmarkierung der Böen:

Starke Windböen/Stürmische Böen 60 bis 70 Km/h

Sturmböen 70 bis 90 Km/h

Schwere Sturmböen von 90 bis 100 Km/h

Orkanartige Böen von 100 bis 117 Km/h 

Orkanböen von 117 bis 130 Km/h

Orkanböen ab 130 bis über 200 Km/h !

Sonderfarbe Grün ! Hinweis bei Gefahr das Wälder entwurzelt werden !

Zu Orientierung der Windstärken einmal eine Reihenfolge von den Sturmstärken und ihren Gefahren:

  • Windstärke 8 ( Bft ): Stürmischer Wind 62 – 74 Km/h – Zweige und kleine Äste können von Bäumen brechen, Reklametafeln und Utensilien fliegen herum, vereinzelt kann Dachpappe gelöst werden.
  • Windstärke 9 ( Bft ): Sturm 75 – 88 Km/h – Äste brechen von Bäumen und kleinere Dachschäden können auftreten, wie das lösen von Dachziegeln oder Rauchhauben ! Starkes Rauschen der Bäume.
  • Windstärke 10 ( Bft ): Schwerer Sturm 89 – 102 Km/h – Es können Bäume entwurzelt werden, und bedeutende Schäden Häusern und Dächern auftreten, LKW Fahrzeuge können umgeweht werden !
  • Windstärke 11 ( Bft ): Orkanartiger Sturm 103 – 117 Km/h – Verbreitet Sturmschäden durch entwurzelte Bäume, abgebrochenen Ästen, und beschädigten Häusern ! Der Bahnverkehr wird aufgrund von Sturmschäden eingestellt. Sehr starker Lärm durch den Wind !
  • Windstärke 12 ( Bft ): Orkan  ab 118 Km/h – Schwere Sturmschäden und Verwüstungen, bei länger anhaltenden Orkanstärken oder ab 130 Km/h wird die Infrastruktur zerstört. Heftiger Lärm durch den Wind !

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Das Sturmtief Daniel bringt überall zeitweise Regen. Die Temperaturen steigen auf 4 bis 11 Grad.

In der Nacht zu Donnerstag weiter zweitweise Regen, oberhalb 500 Meter Schneeregen/Schnee möglich.

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Sturmwetterblog, den den 30.11.2021

Update! In der Nacht zu Dienstag Schnee mit Glätte!

In der Nacht zu Dienstag zieht ein kräftiges Tief von den Britischen Inseln zur Nordsee. In der zweiten Nachthälfte kommt aus Benelux teils kräftiger Schneefall auf und zieht in den Westen/Nordwesten von Deutschland und erreicht Dienstag-Früh auch die Mitte von Deutschland.

Dabei kann es sehr glatt auf den Straßen werden. Im Im Süden und Bergland oberhalb von 800 Meter sind Sturmböen und Schneeverwehungen möglich!

Der Schnee geht Dienstag Früh im Westen/Nordwesten von Deutschland rasch in Regen über und es fließt deutlich mildere Luft nach Deutschland, Dienstag Mittag sollte die milde Luft auch etwa die Mitte/Osten und Südosten erreicht haben und auch dort geht der Schnee in Schneeregen/Regen über. Die Schneefallgrenze steigt bis zum Abend auf über 1000 Meter. Im Südosten/Bayern kann es, auch wenn der Schnee in Regen übergegangen ist, noch zu Eisregen kommen, da hier die Böen gefroren sind.

In der Nacht zu Mittwoch zieht ein Sturmtief nach Deutschland, Frost/Schnee und Glätte dann nur noch im Bergland.

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Sturmwetterblog, den 29.11.2021

Update! Am Mittwoch zieht ein Sturmtief nach Deutschland!

Nach dem die letzten Tage oft nasskalt waren, entwickelt sich ab Dienstag vorübergehend eine windige Westlage.

Ein Tief erreicht in der Nacht zu Dienstag mit Regen/Schnee und Glätte Deutschland, tagsüber dann deutlich milder bei 6 bis 10 Grad und der Schnee geht auch im höheren Bergland in Regen über.

Dazu wird es sehr windig mit stürmischen Böen, an der See und auf den Bergen Sturmböen, auf dem Brocken Orkanböen möglich!

In der Nacht zu Mittwoch zieht ein neues Tief von den Britischen Inseln zur Nordsee und verstärkt sich dabei zu einem Sturmtief, so dass am Mittwoch Vormittag das Tief mit 975 hpa über der deutschen Bucht/Dänemark liegt und weiter zur Ostsee zieht.

Der frische bis starke, in Böen stürmische Westwind, verstärkt sich von Belgien/Holland bis in den Nordwesten Deutschlands zum Mittwoch-Früh noch weiter, örtlich sind dann Sturmböen um 75 Km/h, an der Nordsee schwere Sturmböen >90 km/h möglich!

Am Mittwoch Vormittag erreicht der Sturm seinen Höhepunkt, im Westen und Norden von Deutschland sind verbreitet stürmische Böen/Sturmböen von 65 bis 85 Km/h möglich, örtlich, besonders in an der Kaltfront mit Konvektion schwere Sturmböen >90 Km/h. An der Nordsee dreht der Wind von West auf Nordwesten/Nord und dort sind besonders um die Mittagszeit/früher Nachmittag orkanartige Böen/Orkanböen von 105 – 130 Km/h möglich, dort ist eine leichte Sturmflut möglich, auf dem Brocken Orkanböen >130 Km/h!

Der Sturm zieht am frühen Mittwoch Nachmittag Richtung Ostsee/Nordost-Deutschland, hier sind besonders von S-H, MV bis BB selbst im Binnenland schwere Sturmböen um 100 Km/h möglich, an der Ostsee orkanartige Böen, örtlich Orkanböen!

Auch im Südwesten/Süden von Deutschland wird es vorübergehend stürmisch mit Böen 60-80 Km/h, auf den Bergen >800 Meter sind schwere Sturm- oder orkanartige Böen möglich!

Am Mittwoch Abend lässt der Sturm nach, es bleibt aber windig. Dazu am Mittwoch Früh/Vormittag aus Nordwesten Regen/Schnee. Nach dem Regen/Schnee-Gebiet, das weiter nach Osten/Südosten zieht, Schauerwetter, örtlich mit Graupel und Gewittern!

Die Temperaturen steigen auf 7 bis 10 Grad. In der Nacht zu Donnerstag und am Donnerstag nasskaltes und windiges Schauerwetter, auf den Bergen wieder mit Schnee und Glätte!

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Sturmwetterblog, den 29.11.2021

Nasskaltes Winterwetter, örtlich Schnee bis ins Flachland!

Die Wetterlage hat sich über Europa, nach dem die letzten Wochen oft grau und trüb waren mit Nebel und Hochnebel, umgestellt. Mit einem Sturmtief und eine Troglage auslöst, das vom Nordmeer zu den Britischen Inseln zieht und dort Sturm bringt, gelangt auch zunehmend kalte Luft aus Norden nach Mitteleuropa.

In Westeuropa brachte das Sturmtief bereits Schnee bis ins Flachland. Heute am Samstag gibt es neben Sonne/Wolken, örtlich etwas Regen, in höheren Lagen als Schneeregen oder Schnee.

In Nacht zu Sonntag zeitweise etwas Regen, Schneeregen oder Schnee, auch im Flachland kann der Schnee liegen bleiben.

ACHTUNG Glätte!

Am Sonntag zeitweise Regen oder Schneeregen, oberhalb 300/400 Meter Schnee mit Glätte!

In der Nacht zu Montag und am Montag weiter Regen/Schneeregen, im Bergland Schnee. An der Nordsee Schauer, örtlich Graupelgewitter möglich. Am Alpenrand längere Zeit Schneefall.

Die Temperaturen steigen tagsüber auf -1 bis +6 Grad, Nachts -5 bis +2 Grad, im Bergland auch bis -7 Grad. Dazu schwacher bis mäßiger Wind aus westlichen bis nördlichen Richtungen.

In der Nacht zu Dienstag und am Dienstag aus Westen Regen/Schnee mit Straßenglätte und deutlich milder, dazu sehr windig.

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Sturmwetterblog, den 27.11.2021

Ab Donnerstag mit einem Tief aus Norden nasskalt, im Bergland winterlich!

Seit Anfang November war es in Deutschland/Mitteleuropa aufgrund von Hochdruckgebieten überwiegend trüb und es gab oft Nebel und Hochnebel mit nur wenig Sonne.

So bleibt das Wetter ach noch bis Mittwoch. Dann zieht am Donnerstag ein großes Tief von Island nach West-/Mitteleuropa. Im Norden fällt etwas Regen oder Nieselregen, sonst weiter teils nebelig-trüb. In der Nacht zu Freitag im Norden Schauer, nach Süden Nebel und Hochnebel, dabei Glätte möglich!

Die Temperaturen liegen tagsüber bei 2 bis 9 Grad, Nachts bei +4 bis -3 Grad. Meist schwacher Wind aus westlichen Richtungen.

Am Freitag zeitweise Regen, oberhalb von 300/500 Meter zunehmend Schneeregen/Schnee, Achtung dort Glätte!

Nach Osten nur wenig Regen, dort aber bedeckt. Die Temperaturen liegen bei 3 bis 8 Grad.

In der Nacht zu Samstag im Süden und Westen zeitweise etwas Regen/Schneeregen im Bergland oberhalb von 300 Metern durchweg Schnee! Die Temperaturen sinken auf +4 bis -2 Grad.

Am Samstag und Sonntag zeitweise Regen, Schneeregen und Schnee, im Bergland oberhalb von 200 Metern Schnee mit Glätte! Am Alpenrand teils ergiebiger Schneefall.

Nachts überfrierende Nässe/Regen mit Glätte möglich!

Die Temperaturen steigen tagsüber auf 2 bis 7 Grad, Nachts +3 bis -4 Grad. Mäßiger bis frischer Westwind, im Bergland stürmische Böen möglich.

Am Montag und Dienstag weiter nasskalt mit Regen und Schnee, im Bergland Schnee. Im Südosten kräftiger Schneefall möglich, örtlich Glätte!

Am Mittwoch aus Westen eventuell milder, dazu etwas Regen und windig.

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Sturmwetterblog, den 23.11.2021

Rückblick auf Sturmtief Hendrik

In den letzten Wochen gab es in West- und Mitteleuropa oft meridionale Wetterlagen, doch Mitte Oktober konnte sich eine starke Westlage auf dem Atlantik entwickeln. Gleich mehrere Tiefs zogen mit Wind/Regen und milden Temperaturen nach Europa.

Am 20. Oktober 2021 entwickelte sich an der Südflanke eines umfangreichen Skandinavien-Tiefs, westlich von den Britischen Inseln/Bretagne das Sturmtief Hendrik.

In der Nacht zum 21. Oktober 2021 verstärkte sich das Tief noch weiter. An der französischen Atlantik-Küste/Ärmelkanal und Benelux gab es verbreitet Sturm,- schwere Sturm- und orkanartige Böen/Orkanböen. Auch im auch im Binnenland, vor allem in Nordfrankreich wurden auch Orkanböen über 120 Km/h gemessen!

In den Frühstunden des 21.10.2021 zog Sturmtief Hendrik von Frankreich/Benelux weiter zur deutschen Nordsee-Küste, das dazugehörige Sturmfeld erreichte nun auch den Westen/Südwesten von Deutschland mit Böen 80 – 120 Km/h, bis zum Nachmittag zog das Sturmtief Hendrik weiter Richtung Ostsee/Baltikum. Um die Mittagszeit erreichte der Sturm in Deutschland seinen Höhepunkt. Vor allem im Südwesten, der Mitte und Osten gab es verbreitet schwere Sturm- und orkanartige Böen, örtlich sogar Orkanböen, in Schleswig-Holstein gab es sogar einen Tornado mit großen Schäden!

Auch sonst in Deutschland oft stürmische Böen/Sturmböen, örtlich schwere Sturmböen. Dazu gab es zeitweise Regen oder Schauer, örtlich Gewitter.

Am Abend des 21. Oktober 2021 lies der Sturm langsam nach, es war aber weiter sehr windig.

Das Sturmtief Hendrik verband sich am 22.10.2021 mit dem Skandinavien-Tief, die Zyklogenese löste sich dann weiter auf.

Sturmtief Hendrik verursachte teils große Schäden. Von Westeuropa bis nach Deutschland, den Alpen, sowie Polen/Tschechien gab es verbreitet abgerissene Äste, umgestürzte Bäume und Schäden an Dächern und Häusern, der Bahnverkehr kam zeitweise zum Erliegen. In West- und Mitteleuropa waren aufgrund von Sturmtief Hendrik über 100.000 Haushalte vorübergehend ohne Strom!

Das Sturmtief Hendrik gehört zu den stärkeren Herbststürmen der letzten 20 Jahre. Starke Herbststürme gab es besonders 2017 (Sebastian, Xavier und Herwart), 2013 (Christian) und 2002 (Jeanette).

Der Sturm ist von der Stärke her zu vergleichen mit dem Sturmtief Herwart aus dem Oktober 2017.

Hier die max. Windböen von Sturmtief Hendrik:

https://www.mtwetter.de/

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Nach der Westlage/Sturmtief Hendrik gab es ab Ende Oktober meist meridionale Wetterlagen mit Sonne/Nebel. Doch oft sind nach einem starken oder mehrere Herbststürmen im weiteren Winter-Halbjahr Sturm-/Orkantiefs zu beobachten.

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Sturmwetterblog, den 20.11.2021

Winterprognose 2021/2022 – Kalter Winter oder stürmische Westlage/Hoch Mitteleuropa ?

In den vergangenen Jahren waren alle Winter seit 2010/2011 deutlich zu mild. Gleich drei Winter erreichten nach dem Klimamittel 1961-1990 über +3k, der Winter 2019/2020 war mit +3,9k (1961-1990) der zweit-mildeste Winter nach 2006/2007 (+4,2k).

Auch der Winter 2020/2021 war trotz meridionaler nasskalter Wetterlagen und einer kalten Frostwoche im Februar 2021, zu mild.

Wie könnte das Wetter im Winter 2021/2022 werden ?

Die Wetterlagen der letzten Wochen brachten oft meridionale Muster über Europa, um Mitte Oktober entwickelte sich aber auch eine starke Westlage mit dem Sturmtief Hendrik, das sogar Orkanböen bis ins Flachland brachte!

Bei der Prognose von Wetterlagen für die Winter-Monate, sind Polarwirbel-Aktivität, Druckverteilung (NAO) und Eisbedeckung/Wassertemperaturen von Bedeutung.

Im Winter 2019/2020 war z.B. der Polarwirbel sehr aktiv, so dass es überwiegend zu antizyklonalen Südwestlagen/Hoch-Mitteleuropa und besonders von Ende Januar bis Anfang März 2020 zu einer starken Westlage mit vielen Sturm- und Orkantiefs kam.

Anfang Februar 2020 brachten die Orkantiefs Sabine und Victoria Orkanböen/Graupelgewitter bis ins Flachland. Der Sachschaden ging in die Milliarden, es gab in West- und Mitteleuropa mehrere Mio. Festmeter Sturmholz und der Orkan Victoria war der dritt-stärkste Sturm mit ca. 920 hpa im europäischen Nordatlantik seit 1881.

Im letzten Winter 2020/2021 war der Polarwirbel aber schwach-aktiv und zusätzlich gab es im Januar 2021 noch ein starkes Major-Warming, das den Polarwirbel noch weiter abschwächte.

Der Winter 2020/2021 brachte daher oft meridionale Wetterlagen. Aber aufgrund der Klima-Erwärmung konnte sich, mit Ausnahme der kalten Nordostlage im Februar, nicht mehr kalte Luft entwickeln, da die 850 hpa Temperatur in den letzten Jahrzehnten angestiegen ist. So war auch der Winter 2020/2021 etwas zu mild. Westlagen und Sturm gab es zwar auch, aber in meist nur Kurz und in schwacher Form.

Wie sieht die aktuelle Wetter-Entwicklung und der Polarwirbel über Nordhemisphäre aus ?

Der Polarwirbel ist aktuell und auch nach den Mittelfrist-Prognosen vom GFS Wettermodell, der aktiv. Der Polarwirbel wird sich sogar in den nächsten Wochen noch verstärken. Ein Major-Warming ist nicht in Sicht.

Wetterkarte GFS 06z, 10 hpa Temperaturen:

https://www.wetterzentrale.de/

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GFS 06z, 10 hpa Wind:

https://www.wetterzentrale.de/

Das könnte bedeuten, das nach der nasskalten Troglage Ende November, ab Anfang Dezember zu einer antizyklonalen Südwestlage oder zyklonalen Westlage in Kombination mit HM über Europa kommt.

Auf der Wetterkarte 500 hpa Geop. sehen wir, das GFS Mittel aus 30 Läufen. Im Mittel wird für Anfang Dezember eine milde Südwestlage gerechnet. Den tiefsten Druck sehen wir knapp nördlich von Island, was für die Entwicklung eines Island-Tiefs spricht, gleichzeitig hoher Luftdruck bei den Azoren (Azoren-Hoch).

Wetterkarte GFS 06z, 500 hpa Geop.:

https://www.wetterzentrale.de/

Diese Kombination der Druckverteilung auf der atlantisch-europäischen Nordhemisphäre führt zu einer milden Südwest-/Westlage, wobei auch das Azoren Hoch sich mit einem Mittelmeer-Hoch verbindet/verbinden könnte, und so dann West/Südwest mit Hoch Mitteleuropa abwechselt.

Also eine ähnliche Wetterlage wie im Winter 2019/2020. Der Gradientwind in 36 km Höhe verstärkt sich vom Atlantik über Europa bis Asien, damit verlagert sich die aktuelle Frontalzone weiter nach Süden, so dass das Hoch abgebaut werden könnte und Tiefs/Sturmtiefs im Dezember vom Atlantik Europa erreichen.

Wie lange könnte die theoretische milde West-/Südwestlage anhalten ?
Oft ist es so das eine Westlagen-Entwicklung Anfang Dezember auf dem Nordatlantik über viele Wochen, eventuell den ganzen Winter anhält, so wie z.B. 2019/2020 oder die Jahre zuvor. Wo es nur wenige Kaltphasen gab.

Ein theoretisches Major-Warming könnte natürlich zu meridionalen Wetterlagen führen. Dieses Ereignis ist aber nicht in Sicht.

Wir sehen auch auf dem Diagramm Bodendruck für Island, das der Druck dort ab Ende November deutlich absinkt. Wie man auch auf der Wetterkarte 500 hpa vom GFS sehen konnte.

GFS 06z, Diagramm Bodendruck:

https://www.wetterzentrale.de/

Das bedeutet ab Ende November, Verstärkung des Polarwirbels mit positiver NAO, Entwicklung des Island-Tiefs.

Sind auch kalte Wetterlagen möglich ?

Wenn sich Ende November die positive NAO entwickelt, könnte sich die Frontalzone trotzdem weiter nördlich verlaufen, so das Mitteleuropa unter Einfluss von einem Hoch, zumindest zeitweise und in Kombination mit einem Mittelmeer-Tief, trotz Höhenwärme, bodennah kalte Luft aus Südosten/Osten einsickert. Es ist oft so, das diese kalte Luft dann von Tschechien und über östlichen Alpen, nur bis zur Mitte von Deutschland voran kommt, während im Nordwesten von Deutschland leichter Tiefdruck-Einfluss mit etwas Regen/Wind und milden Temperaturen herrscht.

Das wären selbst bei einer positiven NAO mit atlantischer Westlage/Hoch Mitteleuropa, Optionen für einige Tage mit Winterfeeling.

Eine weitere Option wäre, das nach der Westlage kurzzeitig ein Hoch-Keil sich von den Azoren auf den Atlantik wölbt und die Rückseite der Tiefs mit Nordwestlage auf Nord drehen würde, mit Schneeschauern und Dauerschneefall an den Alpen, sowie einigen Tagen mit Frost, bevor von Westen neue Tiefs mit milder Luft aufziehen, auch das ist eine typische Wetter-Situation für einen Mildwinter.

Winter 2021/2022 mild/warm oder kalt ?

Nach der aktuellen Kartenlage der Nordhemisphäre, sprich Polarwirbel, Druckverteilung, Eisbedeckung/Wassertemperaturen, sieht es nach einem milderen Winter oder sogar Mildwinter 2021/2022 (Dezember, Januar und Februar) aus. Zumindest bis Januar 2022 könnte es, aufgrund der Faktoren, wie weiter Oben schon angesprochen, zu antizyklonalen West-/Südwestlagen mit Hoch-Mitteleuropa kommen.

Es besteht auch die Möglichkeit, das sich so eine Groß-Wetterlage bis in das Frühjahr 2022 hält, es kann auch wie im Winter 2011/2012 in der zweiten Winterdekade zu einer kalten Nordostlage kommen oder eine Stratosphären-Erwärmung bringt den Polarwirbel zum erliegen, so das es zu kalten Wetterlagen ab Mitte Januar 2022 kommt.

Ab Anfang Dezember wird es mit einer positiven NAO milder in Europa, somit ist, wie oben schon beschrieben ein milderer Winter oder Mildwinter möglich.

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Sturmwetterblog, den 20.11.2021

Wetter-Trend bis Anfang Dezember

Seit Tagen gibt es mit einem Hoch über Mitteleuropa eine Inversions-Wetterlage mit Sonne/Nebel und Nieselregen. Dazu im Norden, da hier eine leichte westliche Strömung aktiv ist, sehr milde Temperaturen.

Die Modelle rechnen seit einigen Tagen für Ende November eine Wetter-Umstellung. Von Island bis Skandinavien entwickeln sich Tiefs und Sturmtief, das Hoch zieht auf den Atlantik, so entsteht über Mitteleuropa eine kalte nördliche Strömung mit Schneeregen/Schnee, da die Tiefs in den aktuellen Modell-Läufen weiter westlich gerechnet werden, mit Zugbahn ca. Grönland/Nordsee, und somit eine auf der Vorderseite der Tiefs eine westliche Strömung entsteht, wäre es aber dann deutlich milder.

Das GFS rechnet für Ende November in einigen Läufen auch eine Sturmtief-Entwicklung über der Nordsee, wie im 06z Lauf:

GFS 06z, 500 hpa:

https://www.meteociel.fr/

Auch das europäische ECMWF Modell sieht keine große Kälte mehr für Ende November, es zwar kühler und auch nasskalt, mit Schnee im höheren Bergland und leichten Nachtfrost, aber Winter-Wetter ist nicht in Sicht.

So gesehen haben wir es Ende November mit einer Nordwestlage bis Trog Nordeuropa zu tun.

Der Polarwirbel in 25 / 36 km Höhe ist für die Jahreszeit recht stabil ausgeprägt, das bedeutet es ist weder ein Major Warming- noch eine gestörte Zirkulation in Sicht. Die 10 hpa Temperaturen spiegeln die Situation nach GFS Anfang Dezember 2021 wieder mit einem starken Polarwirbel, so dass die 10 hpa Winde weiter bis Atlantik, Südeuropa, Osteuropa/Russland verschoben werden, was darauf hindeutet, das die zonale Westdrift dann vom Atlantik über Europa zieht. So könnte es im Dezember-Verlauf zu eine windigen Westlage mit Sturm kommen.

GFS 06z, 10 hpa Temp.:

https://www.wetterzentrale.de/

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GFS 06z, 10 hpa Wind:

https://www.wetterzentrale.de/

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Zwar ist die genaue Wetterlage für Ende Dezember noch unklar, aber die Große Kälte wird in der Mehrheit der aktuellen Modell-Läufe nicht mehr gerechnet, nur wenige Varianten sehen eine kalte Winterlage.

Das bedeutet, das sich die Wetterlage Ende auf eine Nordwestlage/Trog-Nordeuropa umstellt, nasskalten Wetter Regen/Graupelschauern im Flachland und Schnee im Bergland, dazu Nachts leichter Frost möglich, auch Sturmtief-Entwicklung (GFS) möglich!

Danach deutet sich der Aufbau einer positiven NAO an. Das Geopotential/Druck nimmt über Kanada/Grönland weiter ab, so dass zwischen Nordamerika und Island eine westliche Strömung entsteht.

NOAA, NAO:

https://www.noaa.gov/

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GFS 06z, Mittel 500 hpa:

https://www.wetterzentrale.de/

Wie weit dann die Tiefs nach Europa ziehen und wo genau die Hochdruckgebiete liegen, ist jetzt noch unklar, aber von der Wetterlage ist bis Mitte Dezember Westlage/Südwestlage,- nördl. Westlage, Hoch Mitteleuropa am häufigsten möglich.

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Sturmwetterblog, den 19.11.2021

Wetter-Trend: Trüb mit Sonne/Nebel und etwas Regen

Seit Tagen liegt ein Hoch über weiten teilen von Europa, heute und am Sonntag zieht ein Tief unter Abschwächung von den Britischen Inseln zu den Alpen. Es ist oft bewölkt und es gibt zeitweise etwas Regen. Die Sonne scheint nur selten. Die Temperaturen steigen auf 5 bis 13 Grad.

Am Sonntag vor allem im Süden/Osten Anfangs trüb und etwas Regen/Nieselregen, nach Nordwesten auch neben Wolken etwas Sonne möglich.

In der Nacht zu Montag löst sich das Tief über den Alpen auf und es baut sich erneut ein Hochdruckgebiet auf.

Nächste Woche mit einem Hoch oft Inversionswetterlage mit Sonne/Nebel, örtlich auch etwas Regen/Nieselregen möglich. Nachts gebietsweise leichter Frost, örtlich Glätte!

Die Temperaturen steigen tagsüber auf 6 bis 11 Grad, im Nebel kühler. Schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen. Ganz im Norden teils auch windig.

Auch Richtung Ende November könnte es bei einer meridionalen Wetterlage bleiben. Das GFS rechnet in einigen Läufen auch das aufkommen einer stürmischen Westlage. Die kalten Nord-/Nordostlagen, die GFS vor einigen Tagen für Ende November rechnete, werden in den aktuellen Läufen nicht mehr gerechnet.

Winter-Wetter mit Frost und Schnee ist nicht in Sicht.

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Sturmwetterblog, den 13.11.2021

Wetter: Hoch mit Sonne/Nebel

Bis ca. Mitte November bleibt es mit einem Hochdruckgebiet bei Sonne/Nebel, im Norden von Deutschland vereinzelt leichter Regen möglich, sonst meist trocken.

Die Temperaturen steigen tagsüber mit Sonne auf 5 bis 12 Grad, im Nebel deutlich kühler. Nachts +8 bis -1 Grad.

Dazu schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen.

Um Mitte November könnte es aus Nordosten vorübergehend kalt werden mit Frost und eventuell Schnee, hier rechnen aber nur die Hauptläufe der Modelle eine mögliche kalte Wetterlage, die ENS sehen meist Hoch/antizyklonale Südwestlage.

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Sturmwetterblog, den 8.11.2021