Sturmtief Queenie vom 31.01 bis 1.02.2004

Der Januar 2004 gestaltete sich oft stürmisch und nass mit kalten und milden Wetterlagen im Wechsel.

Dabei gab es oft Sturmtiefs die Mitteleuropa überquerten und auch für leichtes Hochwasser sorgten.

Bereits Anfang Januar 2004 wurde es nach einem kalten Start mild und stürmisch. Die Sturmtiefs Gerda und Hanne haben für Sturm und Regen, sowie heftige Graupelgewitter gesorgt, mit stürmischen Tiefs ging es bis Ende Januar 2004 weiter. Gegen Ende Januar zog auch ein Sturmtief vom Nordmeer Richtung Ostsee und brachte eine heftige Kaltfront mit Sturmböen, starken Schneefällen und Wintergewittern!

Schnell baute sich aber erneut eine Westlage auf und südlich von einem Sturmtief bei Island, entwickelte sich am 31. Januar. 2004 der Schnellläufer „Queenie“ das kleine Sturmtief zog mit Kern über Norddeutschland und Dänemark, südlich des Kerns befand sich das Sturmfeld.

Das Sturmfeld überquerte vor allem den Norden und Westen und Osten Deutschlands.

Bereits am Abend des 31. 01. 2004 wurde es zunehmend stürmisch und es gab erste Sturmböen der Stärke 9 Bft = 75 bis 88 Km/h.

Am späteren Abend ungefähr zwischen 10 und 11:00 Uhr wurde es dann richtig stürmisch, es gab verbreitet Böen der Stärke 9 bis 10 Bft ( 75 – 88 Km/h und 89 – 102 Km/h ), örtlich waren auch orkanartige Böen dabei ( 11 Bft = 103 bis 117 Km/h ).

Es war sehr laut draußen die Bäume in unserem Garten haben sich stark gebogen bei den Böen und sogar die Straßenlaterne hat sich stark bewegt.

So ging der Sturm ca. bis 1:00 am 1. 02. 2004, ich bin dann nach draußen gegangen und es gab immer noch verbreitet stürmische Böen/Sturmböen, vereinzelt auch noch schwere Sturmböen.

Der Wind hat allerdings gegen 2:00 Uhr deutlich nachgelassen, es war aber bis zum Morgen weiter sehr windig mit einzelnen stürmischen Böen.

Die Feuerwehren und auch THW hatten in Deutschland und NRW ordentlich zu tun wegen abgerissener Äste, umgestürzter Bäume, und beschädigten Dächern. Außerdem flogen Straßenschilder- und Bauzäune auf Straßen.

Auch in Ahlen, wo ich damals wohnte hatte die Feuerwehr einige Einsätze. Es gab damals noch von der Meteogroup eine Wetterstation in unserer Stadt und es wurden bis 107 Km/h gemessen. Das entspricht Windstärke 11 ( orkanartiger Sturm = 103 bis 117 Km/h ).

Auf dem Brocken gab es Orkanböen von 191 Km/h.

Windböen 31. 01. und 1. 02. 2004 Kachelmannwetter:

https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/deutschland/windboeen-max/20040201-0000z.html

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https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/deutschland/windboeen-max/20040202-0000z.html

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Auch die tage nach dem Sturmtief Queenie waren sehr mild und zeitweise auch windig bis Stürmisch. Ein weiteres Sturmtief mit dem Namen „Ursula“ zog am 7/8. 02. 2004 über Deutschland mit heftigen Wintergewitter aus Schnee und Graupel mit Sturm-, schweren Sturm- und sogar orkanartigen Böen.

Das Sturmtief Queenie war ein sehr kurzes aber dennoch starkes Wetterereignis des Winters 2003/2004.

Wetterkarte von:

http://www.meteociel.fr/

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Jupiter

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Das Hagel-Gewitter vom 28. Juli. 1994

Nur wenige Tage nach den schweren Gewittern vom 25.07.1994 setzte sich das heiße und schwüle Gewitter-Wetter fort.

Am 28. Juli. 1994 ein Donnerstag, gab es schon um die Mittagszeit teilweise starken Südwind und meine Oma und ihr Bruder meinten, woanders wären bestimmt schon Gewitter!

Nachmittags bis ich dann zu einem Kumpel gefahren, der ein Swimmingpool hatte, ich sagte zu ihm und zu seiner Oma das es später Gewitter geben könnte.

Am späteren Nachmittag wurden die Quellwolken immer dicker, und man konnte keine Struktur erkennen, es war aber auch keine Schichtbewölkung, sondern die Cumulus-Wolken sehr dicht und unförmig beieinander lagen.

Aus Süden hörten wir alle nun einen Donner, das seltsame war aber es war nicht dunkle, sondern nur leicht gelblich-grau ohne erkennbare Wolkenstrukturen. Die Donner wurden immer lauten und dann wurde ganz leicht eine dunklere gelbe Wolkenstruktur Richtung Süden/Südosten sichtbar.

Wir sind dann in Haus gegangen und es fing mäßig an zu regnen, dazu aber teilweise starke bis stürmische Böen, vereinzelt auch Sturmböen aus Süden, dann kam zu dem Regen auch Hagel dazu.

Ich muss aber sagen, das der Regen nicht besonders stark war, eventuell mit starken Landregen zu vergleichen, aber kein Platzregen oder so stark das eine weißliche Gischt entsteht, es war einfach stärkerer Landregen mit großen Hagelkörner und stürmischen Böen aus Süden.

Nach einer Weile zog das Gewitter Richtung Norden weiter. Der Vater meines Kumpels hatte mich dann nach Hause gebracht, weil es noch weiter regnete. Es war ca. 18:00 Uhr.

Das Gewitter zog aber weiter nach Norden/Nordosten ab. Und meine Nachbarin fragte ob ich das Gewitter auch erlebt habe, und ich erzählte von den großen Hagelkörnern.

Der Vater meiner Nachbarin fragte mich, ob ich noch mit ins Freibad möchte, da nach dem Gewitter dort relativ wenig Leute sind.

Wir fuhren dann zum Freibad und unterwegs konnte ich vor einem Haus, wo viele Bäume standen, sehen wie dort ein ganzer Baum entwurzelt wurde und auf der Wiese lag.

Regenmenge 28.07.1994 Kachelmannwetter:

https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/nordrhein-westfalen/niederschlagssumme/19940729-0600z.html

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Aus der familiären Bekanntschaft, aus der Nachbarschaft und von Arbeitskollegen der Mutter, habe ich dann gehört, das im Süden und Osten der Stadt der hagel noch größer war und die Größe von Kirschen oder Tischtennisbällen hatte.

Es war zwar kein sonderlich heftiges Unwetter, aber dennoch mit interessanten Eigenschaften verbunden, und setzte die Gewitter/Unwetter aus dem Gewitter-Sommer 1994 fort.

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Jupiter

 

 

 

Die Gewitter/Unwetter vom 25. Juli. 1994

Ich kann mich noch gut erinnern, das es ein sehr heißer Montag war. Im Radio und im Wetterbericht von unserer damaligen Tageszeitung wurden starke Gewitter vorhergesagt.

Im Laufe des Vormittag wurde es immer schwüler und erste dicke Quellwolken hatten sich gebildet. Ich war alleine zu hause, da meine Eltern arbeiten waren, mit einer Nachbarin schauten wir uns die Quellwolken an. Gegen Mittag wurden ganz schnell Richtung Südwesten/Westen die Wolken immer dichter und man hörte erstes Donnern. 

Die Struktur der Gewitter zerfiel aber wieder und baute sich dann wieder neu auf. Es wurde auch langsam windig, dann formierte sich im Westen eine immer dunklere Wolkenwand und ich zog alle Blumenkübel von der Terrasse unter das Terrassendach.

Wenige Minuten später zog das Unwetter aus Westen auf, es gab heftigen Starkregen und dazu Sturmböen, immer wieder Blitz und Donner, nach ca. 15 Minuten klang das Gewitter ab. Die Mutter kam dann um während des Unwetters nach Hause und schaute ob die Blumen noch alle stehen.

Nach dem das erste Unwetter durchgezogen war bin ich zu meiner Nachbarin gegangen, die auch das Unwetter faszinierend miterlebte. Bei ihren Hasen-Stall, wo der Boden mit dicken Holzbrettern ausgestattet wurde stand das Wasser ca. 5 cm hoch.

Wir sind dann in das Haus meiner Nachbarin gegangen, da ein zweites Gewitter kam, welches aber nur kräftigen Landregen mit mäßigen Blitzen brachte.

Es war bereits zwischen 14. und 15:00 Uhr, als ich mit Mutter und Großmutter in den Marktkauf gefahren bin.

Im Westen und Süden entwickelte sich auf, noch bevor wir zum Marktkauf gefahren sind ein neues Gewitter. Im Süden war es sehr dunkel und nach Westen hin mehr gelblicher Himmel.

Als wir im Marktkauf waren ist das Gewitter/Unwetter über die Stadt gezogen und als wir zum Auto wollten standen vor dem Eingang des Marktkaufs viele Menschen. Es gab heftigen Starkregen und Sturmböen, vereinzelt auch Hagel.

Nach ca. einigen Minuten zog das Unwetter Richtung Norden weiter, und wir sind dann zu einer Gärtnerei gefahren und eine neues, aber schwaches Gewitter hatte sich gebildet, es regnet aber nur vereinzelt und grummelte dazu, das hielt dann c. bis Abends ca. 17/18:00 Uhr an, und ein bekannter von uns sagte es hört irgendwie gar nicht auf mit den Gewittern, auch wenn es nur etwas grummelt.

Als Abends alle zu Hause waren, wurde über das heftige Gewitter gesprochen, auch Tage danach haben Nachbarn noch über das Gewitter geredet, weil es sehr stark war.

Die Feuerwehr dürfte auch einige Einsätze gefahren sein.

Regenmenge 24h 25. Juli. 1994 Kachelmannwetter:

https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/nordrhein-westfalen/niederschlagssumme/19940726-0600z.html

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Die Gewitter/Unwetter vom 25. Juli. 1994 gehören zu den stärksten Wetterereignissen die ich erlebte!

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Jupiter

Das Sturmtief Lara vom 5.02.1999

Am 5. Februar. 1999 zog das Sturmtief Lara von der nördlichen Nordsee Richtung Baltikum/Ostsee und auch Mitteleuropa und Deutschland wurden von dem Sturmfeld beeinflusst.

Bereist einige Tage zuvor wurde im Wetterbericht vor einem möglichen schweren Sturm gewarnt.

Einen Tag bevor das Sturmtief Lara über die Nordsee zog, war es schon sehr windig in Deutschland, den das Sturmtief bildete sich südlich eines größeren Sturmtief-Komplexes über dem Nordmeer/Skandinavien.

Im Wetterbericht wurde vor orkanartigen Böen/Orkanböen an der Nordsee gewarnt und meist Sturm/schweren Sturmböen im Binnenland nördlich der Mittelgebirge.

Es war ein Donnerstag der 4. Februar. 1999 als es dann Abends schon sehr windig und regnerisch war, in der Nacht zum 5. Februar. 1999, es war ein Freitag, wurde der Wind besonders gegen 5 und 6 Uhr in der früh immer stärker, oft gab es stürmische Böen oder Sturmböen von 60 bis 85 Km/h.

In den Wetterberichten haben die Meteorologen schon dann um ca. 6 Uhr vor der Kaltfront mit Gewittern, Graupel und schweren Sturm- oder Orkanböen gewarnt.

Es war gegen 7 Uhr als man Richtung Nordwesten schon erstes Wetterleuchten erkennen konnte.

Als ich dann um ca. 7:30 Uhr zur Schule gefahren bin gab es weiter oft stürmische Böen und einzelne Sturmböen aus Südwest/West. Um 8 Uhr begann dann der Schulunterricht und da ich wusste das jeden Moment die Kaltfront aufzieht war ich schon sehr gespannt und schaute aus dem Fenster.

Keine 10 Minuten später wurde es von Nordwesten immer dunkler, das Wetterleuchten war sehr gut zu erkennen und dann ging es richtig los!

Ein Wirbel aus Starkregen, Graupel und Gewitter brach über die Stadt herein, dazu dann Sturm- und schwere Sturmböen, eine wahre Gischt fegte durch die Bäume die sich spektakulär gebogen haben, einen Tanne die ich ca. 200 Meter weiter beobachten konnte, hat sich sehr stark gebogen, das ich dachte sie würde jeden Moment umstürzen.

Die Schüler und die Lehrerin in meiner Klasse haben alle erstaunt aus dem Fenster geschaut, es war eine sehr heftige Kaltfront. Nach nur bis 10 Minuten war der Spuk auch schon wieder vorbei und der klassische Postfrontale Trog Bereich hinter der Kaltfront brachte Sonne, fast Windstille und frische Nordsee-Luft mit.

Der Trog-Sektor zog schnell auf und es wurde wieder zunehmend windig, gegen Mittag dann auch stürmisch mit einzelnen Sturmböen in Schauern.

Als ich zu Hause war, berichtete man mir, das bei dem Gewitter mit schweren Sturmböen, ein Teil unseres Gartenzaun umgeweht wurde.

Bei einem Bekannten wurde in der Nachbarschaft eine Tanne entwurzelt und stürzte auf die Garage. Bei einer anderen Bekannten wurde die Markise an der Terrasse beschädigt. Die Feuerwehr hatte auch einen Einsatz und musste einen entwurzelten Baum beseitigen was relativ wenig war nach dem Sturm mit Gewitter und Graupel wie ein Feuerwehrmann in der Zeitung berichtete.

In NRW und Norddeutschland war es teilweise noch heftiger, es gab abgerissene Äste, umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer. An der Nordsee gab es eine Sturmflut.

Windböen 5.02.1999 Kachelmannwetter:

https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/deutschland/windboeen-max/19990206-0000z.html

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Abends und in der Nacht zum Samstag sowie am Samstag selbst gab es oft Graupel und Schneeschauer mit stürmischen Böen und Sturmböen.

Es war ein sehr interessantes Wetterereignis.

Wetterkarte von:

http://www.meteociel.fr/

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Jupiter

Update! Sturmtief Sonntag/Montag, in den Alpen Unwetter durch Neuschnee

Heute am Sonntag zieht ein Sturmtief von der Nordsee Richtung Baltikum/Ostsee, an seiner West/Südseite hat sich ein Sturmfeld gebildet.

Daher wird im laufe des Tages der Wind vor allem in Holland und Nord/Westdeutschland immer weiter zunehmen.

Am Abend sind dann von Holland bis Niedersachsen/NRW stürmische Böen und einzelne Sturmböen zu erwarten mit ca. 60 bis 80 Km/h, an der Nordsee und in den Bergen auch einzelne schwere Sturmböen um 90 Km/h möglich!

Auf dem Brocken kann es sogar Orkanböen über 120 Km/h geben!

In der Nacht zu Montag breitet sich das Sturmfeld südöstlich über Deutschland aus, so muss auch in den übrigen Gebieten mit starken Windböen oder stürmischen Böen gerechnet werden.

Auf den Bergen dann Sturm- oder schwere Sturmböen möglich!

Es kann zu leichten Schäden durch abgerissene Äste oder vereinzelten Dachziegeln/Dachschäden kommen!

Farbmakierung der Böen:

Starke Windböen/Stürmische Böen 60 bis 70 Km/h

Sturmböen 70 bis 90 Km/h

Schwere Sturmböen von 90 bis 100 Km/h

Orkanartige Böen von 100 bis 117 Km/h 

Orkanböen von 117 bis 130 Km /h

Orkanböen ab 130 bis über 200 Km/h !

Sonderfarbe Grün ! Hinweis bei Gefahr das Wälder entwurzelt werden !

 

Zu Orientierung der Windstärken einmal eine Reihenfolge von den Sturmstärken und ihren Gefahren:

  • Windstärke 8 ( Bft ): Stürmischer Wind 62 – 74 Km/h – Zweige und kleine Äste können von Bäumen brechen, Reklametafeln und Utensilien fliegen herum, vereinzelt kann Dachpappe gelöst werden.
  • Windstärke 9 ( Bft ): Sturm 75 – 88 Km/h – Äste brechen von Bäumen und kleinere Dachschäden können auftreten, wie das lösen von Dachziegeln oder Rauchhauben ! Starkes Rauschen der Bäume.
  • Windstärke 10 ( Bft ): Schwerer Sturm 89 – 102 Km/h – Es können Bäume entwurzelt werden, und bedeutende Schäden Häusern und Dächern auftreten, LKW Fahrzeuge können umgeweht werden !
  • Windstärke 11 ( Bft ): Orkanartiger Sturm 103 – 117 Km/h – Verbreitet Sturmschäden durch entwurzelte Bäume, abgebrochenen Ästen, und beschädigten Häusern ! Der Bahnverkehr wird aufgrund von Sturmschäden eingestellt. Sehr starker Lärm durch den Wind !
  • Windstärke 12 ( Bft ): Orkan  ab 118 Km/h – Schwere Sturmschäden und Verwüstungen, bei länger anhaltenden Orkanstärken oder ab 130 Km/h wird die Infrastruktur zerstört. Heftiger Lärm durch den Wind !

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Dazu gibt es Regen, der in der Nacht vor allem im oberen Bergland in Schnee übergeht.

An den Alpen kommt nochmals viel Neuschnee Unwetter hinzu, ca. 50 bis 150 cm in 72 Stunden, hier auch Schneeverwehungen möglich durch starke Windböen!

ACHTUNG! Lawinengefahr

Nächste Woche wieder Tiefs mit Regen, Wind bei nasskalten bis milden Temperaturen.

Beitrags-Bild von:

http://www.wetterzentrale.de/

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Hans

 

Nordwestlage mit Regen/Wind oder Sturm, im Alpenraum Unwetter durch Schnee!

In den nächsten Tagen geht das windige nasskalte und teils milde Wetter weiter.

Das Sturmtief Benjamin vom 8. Januar. 2019 hat im Norden für eine Sturmflut gesorgt und es gab teilweise umgestürzte Bäume oder Utensilien die herum geflogen sind.

Windböen 8.01.2019 Kachelmannwetter:

https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/deutschland/windboeen-max/20190109-0000z.html

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Auf der Rückseite des Sturmtiefs floss aus nördlichen Breiten kurzzeitig polare Kaltluft ein, die aber größtenteils über der wärmeren Nordsee, kaum winterliches Wetter im Flachland brachte.

Im Bergland insbesondere im Südosten und im Alpenraum haben die heftigen Schneefälle weiter angehalten und einige Orte sind dort von der Aussenwelt abgeschnitten, teilweise liegt der Schnee Meterhoch bis zu den Dächern!

Am Wochenende kommen neue Tiefs mit Regen und Schnee, im Flachland ist es meistens überwiegend nasskalt bis mild bei 3 bis 9 Grad, auch im Bergland steigt die Schneefallgrenze wieder an.

Am Sonntag zieht ein neues Sturmtief von der Nordsee über Süd-Skandinavien Richtung Ostsee und wird im Norden einen neuen Sturm bringen und auch eine mögliche Sturmflut, wie stark das Tief wird ist noch nicht ganz klar, dazu gibt es am Sonntag ein Update!

Auf der Rückseite des Sturmtiefs Anfang der kommenden Woche gehen die Niederschläge auch im Bergland meist wieder in Schnee über, im Alpenraum schneit es ohnehin die ganze Zeit weiter, dort können binnen einer Woche nochmals 50 bis 150 cm Neuschnee dazu kommen!

Nach Mitte Januar wird es voraussichtlich bei einer nasskalten leicht milden Nordwestlage bleiben, immer wieder fällt Regen und es bleibt windig, im Bergland auch Schnee und im Alpenraum könnten die Schneehöhen dann neue Höhen erreichen!

Wetterkarte GFS 12z 500 hpa Bodendruck:

http://www.wetterzentrale.de/

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Auch sehen einige Wettermodelle nach Mitte Januar Sturmpotential.

Ob es in der letzten Januar-Woche kälter wird und eventuell auch im Flachland eine winterliche Wetter-Phase ansteht, ist derzeit noch unklar.

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Hans

Update! Sturmtief am Dienstag

Am Dienstag zieht von der Nordsee ein Sturmtief Richtung Ostsee/Polen, das Windfeld erreicht westlich des Kerns die niederländische/deutsche Nordseeküste, später wird der gesamte Nordwesten/Norden und auch die nördliche Mitte vom Windfeld erfasst.

Von Holland über Niedersachsen bis NRW sind Sturm- und schwere Sturmböen von 70 bis 90 Km/h möglich. Die schwere Sturmböen treten vor allem in Schauern/Graupelgewittern auf.

In den übrigen Gebieten des Nordens und der nördlichen Mitte sind es meist Windböen, stürmische Böen oder Sturmböen von 60 bis 70 km/h, örtlich 80 Km/h.

Im Süden/Südwesten nur einzelne Windböen um 60 km/h möglich.

An der Nordsee werden schwere Sturm- und orkanartige Böen von 90 bis 115 Km/ erwartet.

Auf den Bergen wie dem Brocken, Fichtelberg, oder auf den südlichen Berggipfeln sind auch Orkanböen über 120 km/h möglich!

Ganz im Nordosten weht nur mäßiger Wind aus Nord, weil hier der Kern des Sturmtiefs knapp östlich vorbei zieht.

Es können besonders an der Nordsee und im Nordwesten teilweise Sturmschäden auftreten durch abgerissene Äste, umgestürzte Bäume oder auch Schäden an Dächern enstehen.

An der Nordseeküste wird eine Sturmflut erwartet da der Wind aus Nordwesten kommt.

Farbmakierung der Böen:

Starke Windböen/Stürmische Böen 60 bis 70 Km/h

Sturmböen 70 bis 90 Km/h

Schwere Sturmböen von 90 bis 100 Km/h

Orkanartige Böen von 100 bis 117 Km/h 

Orkanböen von 117 bis 130 Km /h

Orkanböen ab 130 bis über 200 Km/h !

Sonderfarbe Grün ! Hinweis bei Gefahr das Wälder entwurzelt werden !

 

Zu Orientierung der Windstärken einmal eine Reihenfolge von den Sturmstärken und ihren Gefahren:

  • Windstärke 8 ( Bft ): Stürmischer Wind 62 – 74 Km/h – Zweige und kleine Äste können von Bäumen brechen, Reklametafeln und Utensilien fliegen herum, vereinzelt kann Dachpappe gelöst werden.
  • Windstärke 9 ( Bft ): Sturm 75 – 88 Km/h – Äste brechen von Bäumen und kleinere Dachschäden können auftreten, wie das lösen von Dachziegeln oder Rauchhauben ! Starkes Rauschen der Bäume.
  • Windstärke 10 ( Bft ): Schwerer Sturm 89 – 102 Km/h – Es können Bäume entwurzelt werden, und bedeutende Schäden Häusern und Dächern auftreten, LKW Fahrzeuge können umgeweht werden !
  • Windstärke 11 ( Bft ): Orkanartiger Sturm 103 – 117 Km/h – Verbreitet Sturmschäden durch entwurzelte Bäume, abgebrochenen Ästen, und beschädigten Häusern ! Der Bahnverkehr wird aufgrund von Sturmschäden eingestellt. Sehr starker Lärm durch den Wind !
  • Windstärke 12 ( Bft ): Orkan  ab 118 Km/h – Schwere Sturmschäden und Verwüstungen, bei länger anhaltenden Orkanstärken oder ab 130 Km/h wird die Infrastruktur zerstört. Heftiger Lärm durch den Wind !

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Das Wetter dazu wird sehr wechselhaft mit viel Regen, vor allem im Nordwesten oft Schauer teils mit Graupel und kurzen Gewittern. Im Bergland oft mit Schnee vermischt. Am Alpenrand weiter starker Schneefall und gegen Abend sinkende Schneefallgrenze. Auf den Bergen auch Schneeverwehungen möglich.

Abends lässt der Wind/Sturm im Nordwesten allmählich nach es bleibt aber auch in der Nacht zu Mittwoch windig.

Wetterkarte von:

http://www.wetterzentrale.de/

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Hans

Stürmische Westlage Ende März/Anfang April 1994 mit Sturmtief

Der Winter 1993/1994 war wie viele der Winter in den 90er Jahren oft stürmisch und mild.

Es gab seit Dezember 1993 eine ganze Reihe von Sturm- und Orkantiefs um Weihnachten 1993 gab es wegen der Sturmtiefs in Westeuropa und in Westdeutschland ein Jahrhundert-Hochwasser an Rhein und Mosel.

Die letzte richtige stürmische Westlage gab es dann Ende März/Anfang April 1994.

Es war ein Donnerstag und es war sehr windig und es gab oft Regen, damals war ich im Handball Verein und als ich am späten Nachmittag zu Hause war, zog die Kaltfront durch mit kräftigen Regen und Sturmböen, vielleicht war auch ein Gewitter dabei.

Nach dem die Kaltfront durchgezogen war, lockerten die Wolken auf und der Wind beruhigte sich, bevor er am gegen 20:00 Uhr wieder deutlich zulegte.

Kurz bevor es Dunkel wurde erreichte der Trogsturm des Sturmtiefs über der Nordsee auch Westdeutschland, es gab wiederholt stürmische Böen oder Sturmböen.

Ich wusste nun kommt ein schwerer Sturm und schaute mit die Sturmböen von meinem Fenster an, ich konnte die Bäume in der Umgebung alle hören, wenn gerade Sturmböen durchzogen, so die Fichten schräg hinter dem Haus beim Nachbarn oder die großen Pappeln etwas weiter weg am Bach.

Richtung Süden war dann auch Wetterleuchten zu sehen. Nach Mitternacht wurde es dann aber richtig stürmisch!

Es gab oft Sturm- oder schwere Sturmböen, vereinzelt auch orkanartige Böen. Irgendwann gab es dann auf einmal einen heftigen Schauer mit Graupel, Schnee und Gewitter, der Wind erreichte 11 Bft ( orkanartiger Sturm ).

Nach dem der Schauer durch gezogen war, gab es kurz eine Wetterberuhigung, bevor es wieder mit Sturm- und schwere Sturmböen weiter ging.

Windböen vom 3.03. und 1.04.1994 aus dem Kachelmannwetter-Archiv:

https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/deutschland/windboeen-max/19940401-0000z.html

https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/deutschland/windboeen-max/19940402-0000z.html

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Zum Morgen hin legte sich der Wind etwas, doch stürmische Böen oder Sturmböen gab es weiter dazu oft Schauer mit Graupel oder Schnee.

Das Sturmtief richtete einige Schäden. 

Ein sehr spektakuläres Sturm-Ereignis Anfang April 1994 nach einem milden und stürmischen Winter 1993/1994!

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Wetterkarte von:

http://www.meteociel.fr/

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Hans/Jupiter

Orkan Anatol Dezember 1999

Als sich Ende November eine Westlage aufbaute, habe ich mir damals gedacht, das bestimmt viele Sturm- und Orkantiefs kommen würden.

Am 1. 12. 1999 zog ein erstes Sturmtief von den Britischen Inseln zu Nordsee und brachte oft stürmische Böen oder Sturmböen.

Am 2. Dezember. 1999 stellte sich auf der Rückseite des ersten Sturmtiefs windiges Schauerwetter ein, die Regenschauer vielen teils als Graupel oder mit Schnee vermischt.

In den Wettervorhersagen wurde 1 bis 2 Tage vor einem möglichen Sturm- oder Orkan-Ereignis gewarnt.

Am 3. 12. 1999 war es Morgens schon sehr windig, am Mittag zog dann das Sturmfeld auf, welches aber besonders den Norden Europa und Deutschland traf.

Es gab wiederholt Sturm- und schwere Sturmböen. Am Nachmittag setzte leichter Regen ein und der Wind war nicht mehr ganz so stürmisch, es gab aber weiter stürmische Böen und Sturmböen.

Am Abend zog die Kaltfront von West/Nordwesten mit kräftigen Regen und Sturmböen durch, danach gab es bis in die Nacht zum 4. 12. 1999 weiter stürmische Böen oder Sturmböen.

Auf Straßen und Gehwegen lagen oft Zweige oder kleinere Äste. Auch die Feuerwehr musste wegen Sturmschäden wie umgestürzter Bäume ausrücken, die Schäden hielten sich aber in Grenzen. In NRW wurden meist Böen von 80 bis 100 Km/h gemessen, auf den Bergen über 100 Km/h.

Der richtige Sturm traf Nordeuropa und Norddeutschland, hier wurden verbreitet Orkanböen von 120 bis 190 Km/h beobachtet, auf Sylt wurden 189 Km/h gemessen, danach viel der Windmesser aus. Es kann gut möglich sein dass sogar Böen von 200 Km/h dabei waren.

Windböen 3.12.1999 im KachelmwetterArchiv:

https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/deutschland/windboeen-max/19991204-0000z.html

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In Dänemark wurde Anatol als Jahrhundert-Orkan eingestuft.

Nur 3 Wochen später folgten die Jahrhundert-Stürme Lothar und Martin in Westeuropa.

Wetterkarte von:

http://www.meteociel.fr/

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Hans

 

 

 

 

Sturmtief Elvira am 4. März. 1998

Schon einen Tag zuvor, gab es sehr windiges Wetter, am Abend des 3.03.1998 konnte man bei teils stürmischen Südwestwind spektakuläre Wolkenfarben beobachten, grau-gelblich zogen die Wolken über am Himmel entlang.

Die Wettervorhrsagen hatten damals zwar ein paar Tage auf einen Sturm hingewiesen, aber einen Tag vorher wurde nur von „Sturmböen“ gesprochen, konkrete Wetterwarnungen vor orkanartigen Böen oder Orkanböen gab es nicht.

Ich bin damals dann Morgens um 7 Uhr mit dem Fahrrad zur Schule gefahren, auf der Hinfahrt war es schon sehr stürmisch, geschätzt dürften es Sturmböen um 80 km/h gewesen sein, vielleicht auch schon etwas mehr.

Um 8 Uhr begann der Unterricht, draußen wurde es immer stürmischer und von 8:30 bis ca. 9 Uhr tobten dann schwere Sturm- und orkanartige Böen von über 100 Km/h.

Die Bäume auf dem Schulhof hatten ein sehr lautes Rauschen und durch eine Windböe ist ein Fenster aufgegangen.

Der Sturm beruhigte sich gegen 10 Uhr etwas, stürmische Böen und Sturmböen waren aber weiter dabei.

Als ich Mittags nach Hause gefahren bin, konnte man viele Zweige auf den Bürgersteigen und Straßen sehen, vereinzelt lagen auch Äste herum.

Zu hause angekommen, berichtete man mir, das es in meiner Stadt sowie in NRW und Deutschland zu erheblichen Sturmschäden gekommen ist. 

Bäume stürzten um, Dächer wurden abgedeckt und flogen wie z.B. im Kreis Soest auf die Fahrbahn.

Die Feuerwehren und Straßenmeistereien hatten alle Hände voll zu tun.

Windböen vom 4.03.1998 im Kachelmannwetter-Archiv:

https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/deutschland/windboeen-max/19980305-0000z.html

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Die Windböen hatten in Deutschland oft Windstärke 10 bis 11, vereinzelt auch 12 Bft.

Also 90 bis 115, örtlich über 120 km/h.

Es gab auch Stromausfälle. Nachmittags und Abends war es fast Windstill und es gab Dauerregen.

Das Sturmtief zog aber relativ schnell über Deutschland, so dass das Sturmtief von den Schäden ein Ereignis darstellt, welches etwa alle 1 bis 2 vorkommt.

Am nächsten Tag gab es durch ein zweites Randtief wieder starken Regen und Sturmböen, vereinzelt auch schwere Sturmböen.

Und am 5 und 6. März. 1998 sorgte dann weiterer Regen für hohe Pegel an Bächen und kleineren Flüssen.

Das war mein Erlebnis von Sturmtief Elvira.

Wetterkarte von:

http://www.meteociel.fr/

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Hans