Wetter: Mai weiter kühl und nass

Nach dem der April 2021 deutlich zu kalt war, ist es auch im Mai aktuell zu kalt, auch wenn es kurzzeitig sogar warme/heiße Temperaturen gab, liegt das aktuelle Monatsmittel bei ca. -3k (1990 – 2020).

In den nächsten Tagen weiter kühl und oft Schauer und örtlich auch Gewitter, auch für längere Zeit Regen möglich. Temperaturen meist bei 9 bis 17 Grad, mit Sonne im Süden örtlich 20 Grad. Nachts teils nur 11 bis 3 Grad.

Um Pfingsten und Richtung Ende Mai könnte es wärmer werden, diese Wetter-Entwicklung wird in den Modellen noch unterschiedlich berechnet.

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Beitragsbild: https://www.wetterzentrale.de/

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Sturmwetterblog, den 16.05.2021

Update! Im Osten am Dienstag Gewitter/Unwetter!

Nach dem es am Sonntag in Deutschland verbreitet sommerlich warm war und an einigen Wetterstationen der erste Hitzetag (>30 Grad) gemessen wurde, ist es mit einer Kaltfront im Westen schon kühler geworden. Im Osten sind heute einzelne Schauer möglich örtlich Gewitter bei Temperaturen von 22 Grad im Westen und 31 Grad im Osten.

In der Nacht zu Dienstag und tagsüber zieht von Nordostfrankreich und der Schweiz Regen in den Südwesten. Sonst meist trocken, im Osten Anfangs Schauer möglich.

Am Dienstag Vormittag breitet sich der Regen über die Mitte aus, im Westen ist es nur mäßig warm, im Osten nochmals heiß mit bis zu 31 Grad. So dass am östlich des Regengebietes am Dienstag Nachmittag heftige Schauer und Gewitter entstehen, örtlich sind Unwetter möglich!

Die Gewitter halten sich bis in die Nacht zu Mittwoch, sonst gebietsweise Regen, ganz im Nordwesten eventuell trocken.

Für den Osten wird Gewitterstufe 2, wegen Starkregen von 20 bis 50 l/m² in 6 h, Hagel von 3 bis 5 cm und örtlich schweren Sturmböen über 90 Km/h, herausgegeben!

  • Es können Straßen und Keller überflutete werden, örtlich Schäden durch Hagel möglich, bei Sturm-/schweren Sturmböen können Äste abbrechen und Bäume entwurzelt werden, Utensilien herumfliegen, Schäden durch Blitze möglich!

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Für die östliche Mitte, den Osten und Südosten wird Gewitterstufe 1, wegen Starkregen von 15 bis 30 l/m², Hagel von 1 bis 2 cm und örtlichen Windböen, stürmischen Böen und Sturmböen von 55 bis 80 Km/h, herausgegeben!

  • Es können Straßen und Keller überflutet werden, Ästen abbrechen, Bäume entwurzelt werden, örtlich Schäden durch Hagel und Blitze möglich!

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Am Mittwoch noch zeitweise Regen, im Osten örtlich Gewitter bei Temperaturen von 18 bis 25 Grad.

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Sturmwetterblog, den 10.05.2021

Wetter: Vorübergehend sommerlich warm, dann Regen/Gewitter und kühler

Nach dem heute von Südwesten eine Warmfront mit etwas Regen über den Westen gezogen ist, strömt dahinter sehr warme Luft nach West- und Mitteleuropa. Die Temperaturen steigen am Sonntag in Deutschland verbreitet auf 23 bis 30 Grad. Dazu scheint die Sonne und es gibt nur wenige Wolken, im Westen mehr Wolken und örtlich Schauer möglich.

In der Nacht zu Montag im Westen örtlich Schauer, vereinzelt auch Gewitter möglich. Sonst meist trocken und relativ mild bei 13 bis 18 Grad.

Am Montag zieht von Südwesten Regen auf, im Osten am Nachmittag Gewitter möglich. Von Westen kühler bei 18 bis 25 Grad, im Südosten/Osten bis 29 Grad möglich. In der Nacht zu Dienstag in der Mitte und im Osten etwas Regen und örtlich Gewitter, kühler bei 8 bis 15 Grad.

Am Dienstag und Mittwoch nur ganz im Osten warm, sonst deutlich kühler, dazu Sonne/Wolken und örtlich Schauer.

Wetterkarten ICON 12z, Max. Temp.:

Sonntag

https://www.wetterzentrale.de/

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Montag

https://www.wetterzentrale.de/

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Dienstag

https://www.wetterzentrale.de/

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Auch Richtung Mitte Mai bleibt es kühl mit Schauern.

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Sturmwetterblog, den 8.05.2021

Sturmtief Ginger Ende Mai 2000

Die Sturmsaison 1999/2000 gehört zu den stärksten seit über 100 Jahren und nur die Saison 1989/1990 kann von Windstärken und Schäden mithalten.

Die Orkantiefs Anatol 3/4.12.1999, Lothar 26.12.1999 und Martin 27/28.12.1999 waren alle drei Jahrhundertstürme.

Der Orkan Lothar sogar das stärkste beobachtete Orkantief über dem europäischen Binnenland mit mehreren meteorologischen Rekorden. Mit einem 3 stündigen Luftdruckfall von 27 hpa, Böen von 130 bis >200 Km/h in West- und Mitteleuropa, ca. 180 Mio. fm Sturmholz, sowie einem Gesamtschaden von 11,6 Mrd. € (Originalwerte von 2001 MunichGroup), war es der schwerste Orkan seit mindestens 1876 (Große März Sturm). Der Orkan Anatol zog über Nordeuropa und wird seit dem in Dänemark als Jahrhundertsturm beschrieben mit einem nie dagewesenen Schaden und Böen bis 200 Km/h an der Nordseeküste.

Auch in Deutschland hinterließen die Orkane große Schäden.

Aber auch im Januar und Februar 2000 ging es mit einer stürmischen Westlage weiter. Ende Januar und Anfang Februar zogen die Orkantiefs Kerstin und Liane vom Atlantik zur Nordsee und brachten von West- bis Mitteleuropa Sturm.

Anfang März 2000 gab es noch ein Sturmtief und dann schwächte sich die Westlage langsam über Europa ab und es bauten sich oft meridionale Wetterlagen auf.

Doch nach einem teils warmen Mai 2000, sollte es Ende Mai nochmals eine Westlage geben. Mehrere Tiefs zogen dabei vom Atlantik zur Nordsee, bei weitem nicht stark wie in Wintermonaten. Doch am 27. Mai 2000 bildete sich ein kleines Randtief vor den Britischen Inseln. Die Meteorologen warnten für den 28. Mai 2000 (Es war ein Sonntag), vor teils schweren Sturmböen von Belgien/Holland bis NRW/NDS. Dazu sollte es Regen geben.

Am Morgen des 28.05.2000 gab es Regen und es war windig aus Südosten, was bedeutet, dass das Tief Ginger über Belgien lag. Es gab weiter Sturmwarnungen für den Nachmittag mit Böen 80-90 Km/h!

Gegen Mittag lockerten die Wolken auf und der Regen ließ nach, die Sonne kam teilweise zum Vorschein. Der Wind nahm weiter aus südlichen Richtung zu und es gab gegen ca. 12:30 Uhr erste stürmische Böen.

Mit ein paar Kumpels fuhren wir, da ich ihn von den Sturmböen erzählte die in den nächsten Stunden zu erwarten seinen, an einem Bach entlang wo mehrere Bäume und Pappeln stehen. Wir setzten uns auf eine Bank und beobachteten die Bäume gegen 13:00 wurde der Wind immer stärker, die Böen lagen dann schon ca. bei 75 bis 90 Km/h. Was dann noch auffiel war, das es eigentlich den ganzen Tag regnen sollte, doch wie bereist geschrieben lockerten die Wolken auf und nach dem Mittag gab es Schauerwetter, das deutete darauf hin, dass das Tief Ginger sich deutlich stärker entwickelte, als von den Wettermodellen berechnet, was auch erklärte warum es schon um 13:00 Uhr teils schwere Sturmböen gab.

Wenige Minuten nach 13:00 Uhr brach ein großer Ast von einer Pappel neben der Bank ab. Wir standen schnell auf und gingen zur Seite. Der Ast hang noch im Baum über der Brücke, wir rissen den Ast ab und legten ihn zur Seite. Wir fuhren dann weg von den Pappeln, da es dort wegen dem Sturm zu gefährlich wurde.

Gegen 14:00 Uhr wurde der Sturm noch stärker, es gab verbreitet Sturm- und schwere Sturmböen, örtlich gab es orkanartige Böen, selbst der Mittelwind lag bei 7 bis 8 Bft!

Die Bäume hatten schon Laub und überall flogen Äste und Zweige herum, die Feuerwehr war den ganzen Tag im Einsatz. Ich fuhr mit meinen Kumpels mehrere Straßen und Wege entlang um den Sturm und die Schäden zu beobachten. Es war ein richtiger Sturm mit Böen über 100 Km/h!

Ich konnte viele entwurzelte Bäume sehen, Wege und Straßen waren übersät von Blättern, Zweigen und auch Ästen.

Gegen 17:00 Uhr ließ der Wind deutlich nach um um ca. 19:00 gab es nur noch mäßigen bis frischen Westwind.

Das kleine Sturmtief Ginger war nun weiter Richtung Nordosten gezogen, also zur Nordseeküste.

In Ahlen fuhr die Feuerwehr knapp 70 Sturmeinsätze. Das Grünflächenamt hatte am Montag den 29. Mai 2000 alle Hände voll zu tun. An Grünanlagen, Parks und Friedhöfe und Wege mussten von Zweigen und Ästen, sowie umgestürzten Bäume weggeräumt werden, die Aufräumarbeiten dauerten noch einige Tage. Auch Schäden an Dächern, sowie Bäume die auf Stromleitungen gekippt waren wurden gemeldet. In Hamm rückte die Feuerwehr ca. 130 Mal wegen des Sturmtiefs aus.

In NRW verursachte das Sturmtief Ginger 7000 Einsätze bei der Feuerwehr, auch das THW war im Einsatz. Es wurden überall Bäume entwurzelt, Zweige und Äste blockierten Straßen und Wegen, Dächer wurden abgedeckt, Baugerüste stürzten um, Stromleitungen gerissen, Äste und Bäume auf Bahngleisen. Einige Menschen wurden Verletzt, fünf Menschen starben durch abgebrochene Äste oder umgestürzte Bäume.

Auch in Belgien/Holland und insgesamt im gesamten Westen und Norden von Deutschland richtete Sturmtief Ginger Schäden im Millionen Bereich an.

Das Tief war deutlich stärker, als von den Wettermodellen berechnet. Von Belgien/Holland bis West-/Nordwest-Deutschland wurden verbreitet 85 bis 115 Km/h gemessen. An der Nordsee teils bis 120 Km/h!

Damit gab es auch im Binnenland orkanartige Böen (103 – 117 Km/h)!

Das Sturmtief Ginger war sozusagen das letzte Nachwehen, der ohnehin extremen Sturmsaison 1999/2000, was die damalige Sturmsaison noch brisanter machte, da das Sturmtief sich ungewöhnlich spät entwickelt hatte. Es war das stärkste Sturmtief der letzten Jahrzehnte in einem Mai-Monat und Sommer-Halbjahr. Die Sturmsaison 1999/2000 hatte somit 8 Stürme, wovon es 3 Jahrhundert-Orkan gab und das späte ungewöhnliche Sturmtief Ginger.

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Sturmwetterblog, den 5.05.2021

Rückblick auf den kältesten April (2021) seit über 40 Jahren!

Der April 2021 war der kälteste April-Monat seit 1977 in Deutschland. Grund für die starke negative Abweichung waren langanhalten Nordlagen, obwohl wir Ende März noch neue Rekord-Temperaturen von 27,2°C in Deutschland gemessen haben.

In den letzten 20 Jahren konnte man im April wegen der Klima-Erwärmung zunehmend sommerliche Temperaturen beobachten, so wurden 2007, 2009 und 2011 mit einer positiven Abweichung von ca. +4k (1961-1990) Rekord-warm. Doch 2018 übertraf selbst die oben genannten warmen April Monate und Monat erreichte mit +5k einen neuen Rekord, damals gefolgt von einem ebenso rekordwarmen Mai mit +4k (1961-1990).

Dieses Jahr erlebten wir in West- und Mitteleuropa nun zumindest von den Temperaturen das Gegenteil zu 2018, wenngleich die Wetterlage über Europa ebenso meridional aufgebaut war, wie im Frühjahr/Sommer 2018, mit dem Unterschied, das die Druckgebilde anders positioniert waren als 2018, was im April 2021 zu kalten Nordwest- und Nordlagen führte.

Nach dem ungewöhnlichen Rekord-warmen Tagen in der letzten März-Dekade , wurde der 1. April 2021 noch sehr warm. Doch es entwickelte sich langsam eine Nordlage, ab dem 5. April, das Ostermontag strömte mit einem Sturmtief über Skandinavien sehr kalte Luft mit ca. 10°C in 1,5 km Höhe und -40°C in 3 km Höhe nach Deutschland/Mitteleuropa, in der Meteorologie spricht man dann von einem sogenannten „Arctic Outbreak“, es zu kräftigen Schneeregen-, Schnee-, und Graupelschauern mit Gewittern und teils stürmischen Böen oder Sturmböen. Nachts gab es teils mäßigen Frost. Kleine Randtiefs/Randwellen brachten regional nochmals länger anhaltende Schneefälle mit einer Schneedecke und Glätte.

Die kalte Nordlage hielt in verschiedener Stärke und Position bis Ende April an, auch wenn es zwischendurch etwas wärmer wurde.

Der April 2021 war nach dem neuen Klimamittel 1990-2020 ca. -2,9k zu kalt!

Nach dem alten Klimamittel 1961-1990 war es -1,6k zu kalt.

Temperatur-Abweichung April 2021 (1990-2020):

http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

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Zudem gab es im April 2021 im vergleich der letzten 140 Jahre ungewöhnlich viele Frosttage:

https://mtwetter.de/

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Das Monatsmittel vom April 2021 lag ebenfalls deutlich unter Mittelwerten der letzten Jahre:

https://mtwetter.de/

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Aber nicht nur viele Tage mit Frost gab es im April 2021, sondern auch einige Tage mit einer Schneedecke, besonders im Bergland gab es in manchen Regionen über 5 Tage mit einer Schneedecke, aber auch im Flachland waren es meist 1 bis 5 Tage mit einer Schneedecke:

https://mtwetter.de/

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Temperatur-Abweichung ( Langjähriges Mittel 1961-1990 / 1990-2020 ):

Sehr kalt ( -3 bis -7 Grad )

Kalt ( -1,5 bis -3 Grad )

Leicht zu kühl ( -0,5 bis -1,5 Grad )

Normale Monats-Abweichung ( +/- = bis 0,5 Grad )

Leicht zu warm ( +0,5 bis +1 Grad ) 

Warm ( +1 bis +2 Grad )

Zu warm ( +2 bis +3,0 Grad )

Sehr warm ( +3,0 Grad bis +5 Grad )

Extrem zu warm ( +5 Grad und mehr )

In den letzten Jahren gab es aufgrund der Klima-Erwärmung fast unzählige Tages-, Monats- und Jahres-Rekord bei den Höchst-Temperaturen. Monate und insbesondere Jahreszeiten und Jahre sind kaum noch zu kalt, die letzte zu kalte Jahreszeit gab es im Frühling 2013, das letzte zu kalte Jahr 2010.

Doch auch in Zeiten der Klima-Erwärmung gibt es wenn auch immer seltener, kalte oder sogar sehr kalte Monate wie der April 2021, Februar 2018 oder März 2013.

Wenn wir uns die Wetterlage vom April 2021 ansehen, gab es, wie oben schon beschrieben, ebenso wie 2018 eine meridionale Wetterstruktur über Europa. Durch die Klima-Erwärmung schwächt sich der Jetstream ab, da die Gegensätze (kalter Nordpol/Eisschmelze und Wärme Äquator/Mittelmeer) geringer werden, so haben wir in den letzten Jahren öfter Nord- bzw. Südlagen beobachten können, als West- oder Ostlagen, wie sie noch vor 20/30 Jahren oft das Wetter in Europa bestimmten.

Durch die Abnahme der Gegensätze (Kalter Nordpol), nehmen Wetterlagen bzw. meridionale Wetterlage zu, wie bsp. die Rekord-Sommer 2018 und 2019 sind ein deutliches Zeichen dieser meridionalen Wetterlagen die teilweise eine Persistenz über Monate erreichen können und so zu Hitze/Dürre 2018/2019 oder Unwetter/Starkregen (2014/2016, 2017) Phänomenen führen. So gesehen könnte auch der kalte April 2021 durch die fehlenden West-/Ostlagen im Kontext mit der Globalen Klima-Erwärmung zu sehen sein, nur das die aufgrund der Jahreszeit nach Süden abfließende Kaltluft (Final Warming), durch die andauernde Wetterlage immer, anstatt auf den Atlantik, immer nach Europa strömte mit einem winterlichen Wettercharakter im gesamten April 2021.

Der Mai 2021 startete zwar zu kalt, aber in den Modellen wird Richtung Mitte des Monats deutlich zu warme Luft von Süden nach Mittel- und Osteuropa berechnet, auch hier sehen wir wieder den starken Kontrast der meridionalen Wetterlagen, diese starken Temperatur-Kontraste gab es besonders im Februar 2021 mit 40k innerhalb von 1 Woche und dann von Ende März 2021 mit sommerlichen Rekord-Temperaturen von oft 23 bis 27 Grad und nur eine Woche später gab es den oben angesprochenen „Arctic Outbreak“ mit Schnee- und Graupelschauern, Wintergewittern und Frost, das sind neben Hitze/Dürre und Gewitter/Starkregen auch Auswirkung der Klima-Erwärmung.

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Sturmwetterblog, den 3.05.2021

Sturmtief Eugen über Deutschland!

Nach dem ein Tief am Sonntag/Montag von den Alpen weiter nach Osteuropa zieht, bildete sich auf dem Atlantik mit einer westlichen Strömung das Sturmtief Eugen.

Das Sturmtief zieht in der Nacht über Großbritannien und erreicht Dienstag-Früh BeNeLux, dort sind verbreitet stürmische Böen und Sturmböen möglich. An den Küsten und bei Gewittern auch schwere Sturmböen, örtlich orkanartige Böen!

Das Sturmfeld erreicht West-Deutschland ca. gegen 5:00 / 6:00 Uhr mit ersten stürmischen Böen, vor allem in der Eifel und am Niederrhein Sturmböen bis 80 km/h!

Am Dienstag Vormittag/Mittag zieht der Sturm von BeNeLux über den Westen, die Mitte und Norden von Deutschland. Es gibt verbreitet stürmische Böen und Sturmböen, örtlich schwere Sturmböen um 95 Km/h, dazu fällt gelegentlich Regen, am Mittag zieht von Westen die Kaltfront nach Deutschland, dann sind in starken Schauern mit örtlichen Gewittern und Graupel, schwere Sturmböen um 100 Km/h, vereinzelt orkanartige Böen >105 Km/h möglich!

Hinter der Kaltfront weiter Schauerwetter, kurze Gewitter mit Graupel, stürmische mit teils schweren Sturmböen, auf den Bergen oberhalb von 800 Meter orkanartige Böen, auf dem Brocken und Feldberg Orkanböen!

Am Abend/Nacht zu Mittwoch lässt der Wind langsam nach, es bleibt aber windig mit Schauern.

Für NRW/Niedersachsen wird Sturm/Orkan Warnstufe 2, wegen schweren Sturmböen um 100 Km/h, vereinzelt orkanartigen Böen >105 Km/h an der Kaltfront/Gewitter, herausgegeben!

  • Es sind Sturmschäden durch abgerissene Äste, entwurzelten Bäumen, sowie an Dächern möglich, Utensilien können herum fliegen, Baugerüste umstürzen, bei Bahn sind Zugausfälle möglich!

Es wird für NRW, NI, S-H, RP, SL, HE, TH, SN, MV, Sturm/Orkan Warnstufe 1, wegen stürmischen Böen, Sturmböen und örtlich schweren Sturmböen von 70-95 Km/h, herausgegeben!

  • Es sind Sturmschäden durch abgerissene Äste, entwurzelten Bäumen möglich, örtlich Schäden an Dächern!

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Zu Orientierung der Windstärken einmal eine Reihenfolge von den Sturmstärken und ihren Gefahren:

  • Windstärke 8 ( Bft ): Stürmischer Wind 62 – 74 Km/h – Zweige und kleine Äste können von Bäumen brechen, Reklametafeln und Utensilien fliegen herum, vereinzelt kann Dachpappe gelöst werden.
  • Windstärke 9 ( Bft ): Sturm 75 – 88 Km/h – Äste brechen von Bäumen und kleinere Dachschäden können auftreten, wie das lösen von Dachziegeln oder Rauchhauben ! Starkes Rauschen der Bäume.
  • Windstärke 10 ( Bft ): Schwerer Sturm 89 – 102 Km/h – Es können Bäume entwurzelt werden, und bedeutende Schäden Häusern und Dächern auftreten, LKW Fahrzeuge können umgeweht werden !
  • Windstärke 11 ( Bft ): Orkanartiger Sturm 103 – 117 Km/h – Verbreitet Sturmschäden durch entwurzelte Bäume, abgebrochenen Ästen, und beschädigten Häusern ! Der Bahnverkehr wird aufgrund von Sturmschäden eingestellt. Sehr starker Lärm durch den Wind !
  • Windstärke 12 ( Bft ): Orkan  ab 118 Km/h – Schwere Sturmschäden und Verwüstungen, bei länger anhaltenden Orkanstärken oder ab 130 Km/h wird die Infrastruktur zerstört. Heftiger Lärm durch den Wind !

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Am Mittwoch noch windig und Schauer, am Donnerstag neuer Regen. Freitag erst sonnig dann Regen und milder. Am Wochenende sommerlich warm und trocken mit Sonne.

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Sturmwetterblog, den 3.05.2021

Update zum Sturmtief am Dienstag!

Die Wetterlage hat sich in den letzten Tagen langsam umgestellt und am Dienstag zieht sogar nochmals ein Sturmtief nach West- und Mitteleuropa.

Heute oft wolkig im Süden/Osten gelegentlich Regen. Am Montag vorerst noch meist trocken, im Nordosten Anfangs noch etwas Regen, sonst meist trocken. Am Abend von BeNeLux neuer teils kräftiger Regen.

In der Nacht zu Dienstag zieht ein Sturmtief vom Ärmelkanal zur Nordsee, der Wind frischt vor allem im Westen und Norden weiter auf, auf den Bergen oberhalb von 600 Metern Sturmböen, dazu teils kräftiger Regen.

Am Dienstag Vormittag weiter zunehmender Wind, von Belgien/Holland bis in den Westen und Norden von Deutschland auch erste Sturmböen bis ins Flachland möglich, am Mittag/Nachmittag besonders von NRW bis Niedersachsen und Nord-Hessen teils schwere Sturmböen von 90 bis 100 Km/h, sonst verbreitet stürmische Böen und Sturmböen von 70-85 Km/h!

Am Nachmittag mit Durchzug der Kaltfront bei Gewitter auch Graupel und orkanartige Böen um 105 Km/h in NRW/NDS möglich, auf den Bergen oberhalb 800 Metern verbreitet schwere Sturm- und orkanartige Böen, auf dem Brocken Orkanböen!

Am späten Nachmittag/Abend hinter der Kaltfront Schauerwetter, örtlich Gewitter und Graupel, noch sehr windig und teils stürmische Böen.

In der Nacht zu Mittwoch weitere Schauer und windig.

Ein Update zum Sturmtief am Montag!

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Sturmwetterblog, den 2.05.2021

Am Donnerstag im Westen und Norden kräftige Schauer und Gewitter!

Nach den sonnigen und trockenen, zieht am Donnerstag von den Britischen Inseln ein Tief nach BeNeLux und West-/Norddeutschland.

In der Nacht zu Donnerstag im Westen vereinzelt Schauer und Gewitter möglich, sonst trocken. Am Vormittag im Westen und Norden örtlich Schauer. Ab dem Mittag bilden sich von Belgien/Holland bis in den Westen und Norden teils kräftige Schauer und Gewitter, örtlich Starkregen und Hagel möglich!

Im Süden und Osten auch etwas Regen oder einzelne Schauer möglich, die Temperaturen steigen auf 10 bis 18 Grad.

Es wird für den Westen und Norden Gewitterstufe 1, wegen Starkregen von 15 / 30 lm/² in 6 h, Hagel von 1-2 cm und örtlichen Wind-/Stürmischen Böen von 55 bis 70 Km/h, herausgegeben!

  • Es kann zu leichten Schäden durch überflutete Keller/Straßen oder abgebrochenen Ästen kommen, Schäden durch Blitze möglich!

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Am Abend lassen Regen, Schauer und Gewitter von Westen wieder nach und in der Nacht zu Freitag noch einzelne Schauer, im Nordosten schauerartiger Regen möglich. Sonst öfter trocken und windig.

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Sturmwetterblog, den 28.04.2021

Wetter-Umstellung ab Anfang Mai ?

Die Wetterlage über Mitteleuropa bleibt bis Ende April mit einer nördlichen Strömung meist kühl und trocken.

Einige Wettermodelle wie das GFS rechnen aber seit einigen Läufen für Anfang Mai eine Umstellung der Wetterlage.

Die kalte Nordlagen Konstellation würde abgebaut werden und mit einem Tief über dem östlichen Atlantik könnte warme Luft aus Südwesten nach Mitteleuropa fließen.

Das Wettermodell ECMWF hatte vor einigen Tagen auch diese Variante in den Lösungen, rechnet aber im heutigen 00z Lauf auch für Anfang Mai eine kühle Nordlage.

Somit ist es noch unklar, ob es dann ab Anfang Mai wärmer wird oder kühl bleibt. Regen fällt in den nächsten Tagen nur wenig. Die Temperaturen liegen meist bei 8 bis 18 Grad, Nachts leichter Frost möglich.

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Beitragsbild: https://www.wetterzentrale.de/

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Sturmwetterblog, den 23.04.2021

Wetter und Klima: Weiter kühle Temperaturen, April 2021 wird deutlich zu kalt

Nach dem es Ende März in West- und Mitteleuropa Rekord-Wärme gab, in Deutschland wurden bsp. neue Monats-Rekorde erreicht mit +27,2°C in Rheinau-Memprechtshofen (Baden-Württemberg), gibt es seit Anfang April sehr kalte Nordlagen mit Wintergewittern, Schnee und Graupel sowie Nachtfrost.

Der April 2021 ist bisher deutlich mit einer negativen Temperatur-Abweichung von:

-4,41k (1990-2020)

-3,15k (1961-1990)

http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Hier mal die kältesten April-Monate seit 1881 vom Klimamittel 1981-2010:

  • 1917 -4k
  • 1929 -3,9k
  • 1903 -3,7k
  • 1938 -3,3k
  • 1891 -3,2k
  • 1973 -3,2k
  • 1956/1958 -3k

Bis Mitte nächster Woche wird es langsam etwas wärmer, tagsüber aber trotzdem nur 15 bis 20 Grad, Nachts kann es auch etwas milder, aber vor allem im Süden/Osten Nachts leichter Frost.

Ende nächster Woche zieht ein Tief von der Nordsee nach Norddeutschland, so das es erneut zu einer kalten Nordwestlage kommt, dann sind wieder Schneeregen- und Graupelschauer möglich, im Bergland und an den Alpen Schnee. Nachts könnte es dann verbreitet Frost mit Glätte geben. Die neue Kälte soll aber nur ca. 3 Tagen anhalten bevor es in den letzten April-Tagen aus Süden wärmer wird.

https://www.wetterzentrale.de/

Trotzdem wird der April 2021 am Ende deutlich zu kalt werden mit ca. -2,5 / -3,5k (1990-2020) damit wäre es dann der kälteste April seit 1973, eventuell sogar seit 1929.

Der alte April-Rekord aus dem Jahr 1917 liegt bei ca. -4k (1990-2020), den wird der April 2021 nicht erreichen, da es nächste Woche und in den letzten April Tagen kurzzeitig milder wird.

Doch der April 2021 wird trotz oder wegen der Klima-Erwärmung (weniger Höhenströmung = persistente und langanhaltende Wetterlagen siehe z.B. Hitze/Dürre-Sommer 2018/2019!) zu den kältesten April Monaten seit Beginn der Wetteraufzeichnung werden.

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Sturmwetterblog, den 16.04.2021