Polarwirbel-Entwicklung und Wettertrend bis Mitte Dezember: Erst Hochs, ab Ende November milde Westlage möglich!

Aktuell haben wir es in Europa mit einer sehr milden und windigen Südwestlage zu tun, die Wettermodelle rechnen aber für die nächsten Tage mehrere kräftige Hochdruckgebiete für teils ganz Europa, je nach Lage der Hochs ist es mal etwas milder mal etwas kühler, insgesamt bekommen wir und besonders die Alpen und Mittelgebirge eine Inversions-Wetterlage, das bedeutet unten öfter Nebel und auf den Bergen mild und sonnig. Im weiteren Novemberverlauf könnten sich schwache Tiefs von Nord- oder Osteuropa her bilden und eventuell kühles Wetter mit etwas Regen/Nieselregen, oberhalb von 800m vielleicht Schnee bringen, noch ist es aber unklar ob sich diese Tiefs über Nord- bzw. Osteuropa bilden und Mitteleuropa beeinflussen, eventuell ziehen diese Tiefs dann auch Richtung Mittelmeer und bringen dort die typischen Herbst Gewitter-/Unwetter, weil dort das Mittelmeer noch sehr warm ist. Insgesamt bleibt es aber bei einer meist meridionalen Wetterlage, eine antizykolane Südwestlage wäre zumindest von Westeuropa bis Skandinavien möglich.

So gesehen bleibt das Wetter im November meist unspektakulär.

Kommt danach der Winter oder baut sich eine windige/stürmische Westlage auf ?

Diese Frage kann man aus den Prognosekarten anhand von 500 hpa für Europa nicht direkt beantworten, da ein Großteil des Wetters, besonders im Winterhalbjahr von der Entwicklung des Polarwirbels abhängt. Ist der Polarwirbel in 25/36 km Höhe recht kräftig mit einem Tief im Zentrum und ohne Stratosphären-Erwärmung, dann entwickelt sich meist 2/3 Wochen später die gleiche Luftströmung in 1,5 bis 3 km Höhe (850/500 hpa). Also eine positive NAO/Westlage.

Das GFS rechnet für Mitte November einen kräftigen Poalrwirbel mit -60 bis -80°C in 25/36 km Höhe, es wird auch ein Tief im Zentrum über dem Nordpol berechnet, dazu sehr starke Winde um das Polartief in 25/36 km Höhe.

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Auch die Wassertemperaturen, kühlen sich wie in den letzten Jahren am stärksten zwischen dem Nordpol/Nordpolarmeer, Beaufort und Grönland ab. Dazu sind die Temperaturen an der östlichen amerikanischen Küste und Richtung mittleren Atlantik noch deutlich zu warm, da spricht für eine Genese von Tiefdruckgebieten, die im Strom vom Labrador Richtung Grönland zur südwärts abkühlenden Kaltwasser und Kaltluft aus Norden von Kanada, dann Richtung Island ziehen und so wohl eine starke poitive NAO und Jet mit Westlage produzieren.

Aktuelle Wasser-Temperaturen:

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Sowohl die Eis- und Schneebedeckung, als auch die berechneten 2m Temperaturen bis Mitte November sehen wieder, ähnlich wie in den letzten Jahren zwei Kälte-Achsen, die erste Kälte Achse reicht von West-Kanada/Alaska bis Ost-Sibirien, die zweite Kälte-Achse reicht von Grönland über den Nordpol bis ins mittlere Sibirien. Von Europa bis ins nördliche West-Asien wird keine große Kälte berechnet, Eis- und Schneebedeckung ist somit von Europa bist West-Asien nicht vorhanden, weshalb selbst eine theoretische Ostlage Ende November keine Große Kälte bringe würde.

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Das bedeutet, einerseits das der starke Polarwirbel ab Ende November in der nördlichen Hemisphäre zum Erdboden durchsetzt mit einer möglichen Südwest-/Westlage, die sich auch bis weit in den Dezember fortsetzt, dann sind , ähnlich wie in den letzten Jahren, milde Temperaturen und viel Wind & Regen dabei. Dafür spricht auch die geringe Eis-/Schneebedeckung zwischen Europa und West-Asien, die Differenz der Wasser-Temperaturen zwischen der amerikanischen Ostküste und Grönland/Nordpol, sowie die 2m Temperaturen die sich auch wie die Eis-/Schneebedeckung hauptsächlich von Nordamerika/Grönland über den Nordpol bis Ost-Sibirien fokussieren. Somit ist eine windige bis stürmische Westlage ab Ende November/Anfang Dezember möglich, diese überwiegend westliche Luftströmung könnte, im Wechsel mit TrM/milde Hochs, wie in den letzten Jahren dann weit bis in den Hochwinter also Januar/Februar anhalten.

Ende November gibt es ein Update zu der Entwicklung des Polarwirbels.

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Wetterkarten von: https://www.wetterzentrale.de/

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Sturmwetterblog, den 1.11.2020

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