Update! Tief Odette/Corrie mit Regen/Schnee und Wind

Am Wochenende zog Orkantief Nadia vom Atlantik/Nordmeer zur Ostsee und brachte auch in Deutschland Sturm mit orkanartigen/Orkanböen, hinter dem Tief Nadia bildete sich vor der schottischen Atlantikküste ein neues Tief.

Das Tief Odette (int. Corrie) brachte in Schottland Sturm, im schottischen Bergland teils Orkanböen über 150 Km/h!

Das Tief zieht nun über die westliche Nordsee und erreicht aktuell Nord-Holland/Deutschland. In Holland sind Anfang an der Nordseeküste orkanartige Böen möglich, weiter im Binnenland Sturmböen und in Westdeutschland dann noch stürmische Böen, in der Eifel auch einzelne Sturmböen.

Mit dem Tief zieht von Westen Schnee, Schneeregen und Regen auf, Achtung es kann vorübergehend Glatt werden!

Heute Nachmittag zieht das Tief weiter Richtung Süddeutschland und schwächt sich weiter ab, trotzdem ziehen Regen/Schnee über die Mitte in den Osten/Süden, auch im Norden etwas Regen. Im Westen folgt nach der Kaltfront des Tiefs, Schauerwetter örtlich mit Graupel und Gewitter, es bleibt windig, auf den Bergen Sturm- und schwere Sturmböen möglich. Die Temperaturen steigen auf 1 bis 7 Grad.

In der Nacht zu Dienstag weiter Schnee-, Schneeregen und Regenschauer, im Süden längere Zeit Regen/Schnee, örtlich bis in Tief Lagen als Schnee, es kann Glatt werden!

Die Temperaturen sinken auf +2 bis -3 Grad, windig, auf den Bergen Schneeverwehungen möglich!

Am Dienstag weiter windig mit Regen/Schnee, wieder etwas milder.

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Sturmwetterblog, den 31.01.2022

Orkantief Nadia: Sturmflut an Nord- und Ostsee möglich!

Das Sturmfeld von Orkantief Nadia hat den Norden von Deutschland mit schwere Sturm und örtlichen Orkanböen erreicht.

Die Windrichtung ist Nordwest, somit kann es in der Nacht zu Sonntag und am Sonntag zu einer Sturmflut an der Nordsee und Ostsee kommen:

An der Nordsee wird eine Sturmflut von 1,5 bis 2,5 m über dem MHW erwartet!

Es kann zu leichten Schäden und Überflutungen kommen!

Am Sonntag Nachmittag lässt der Wind deutlich nach.

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Sturmwetterblog, den 29.01.2022

Update! Orkantief Nadia erreicht Deutschland!

Mit einem Tief wurde es bereits am Donnerstag/Freitag im Norden teils stürmisch. In der zyklonalen West-/Nordwestlage bildet sich aktuell ein Sturmtief vom Nordmeer das Richtung Skandinavien/Baltikum zieht und sich zu einem Orkantief verstärkt.

Südwestlich des Tiefkerns von Nadia, der heute Abend ca. über der mittleren Ostsee liegt, bildet sich Dipol-Tief, eine Randwelle. Das bedeutet, dass das Orkantief Nadia aus zwei Kern-Vertiefungen besteht.

In den nächsten Stunden nimmt der Wind in ganz Deutschland zu, im Norden und Osten des Landes sind am Nachmittag schon Sturmböen um 80 Km/h, an den Küsten schwere Sturmböen um 100 Km/h möglich, auf dem Brocken Orkanböen um 120 Km/h!

Am Abend gibt es vor allem im gesamten Norden und Osten verbreitet Sturmböen um 85 Km/h, in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin/Brandenburg, Ost-Sachsen-Anhalt, und Sachsen sind zunehmend schwere Sturmböen >90 Km/h zu erwarten, an Nord- und Ostsee dann orkanartige Böen!

Sonst im Nordwesten und der Mitte stürmische Böen und einzelne Sturmböen von 60-85 Km/h!

Im Südwesten von Deutschland nur windig.

Etwa ab heute Abend 18 Uhr bis Sonntag 12 Uhr sind in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin/Brandenburg bis Sachsen verbreitet schwere Sturm- und orkanartige Böen von ca. 90 / 115 Km/h zu erwarten, örtlich und im Trogsektor des Tiefs vor allem bei Schauern auch Orkanböen um 120 Km/h, da die Windgeschwindigkeiten in 850 hpa , also in 1,5 km Höhe dort über 75 kt erreichen!

Wetterkarte GFS 06z, Max. Windböen:

https://www.meteociel.fr/

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Wetterkarte GFS, 06z 850 Wind:

https://www.wetterzentrale.de/

Auf der Ostsee und an der Ostsee-Küste sind Orkanböen bis 140 Km/h möglich!

Im Nordwesten bis zur Mitte sehr windig und einzelne Sturmböen um 80 Km/h möglich!

Auf dem Brocken Orkanböen >140 Km/h!

Am Sonntag-Vormittag im Norden/Osten von Deutschland noch Sturm, ab Mittags nachlassender Wind.

Die Windrichtung beträgt überwiegend Nordwest, an der Nordsee eine Sturmflut möglich, an der Ostsee ist somit am Sonntag-Vormittag Sturm-Hochwasser möglich!

Das Wetter heute besonders im Norden/Osten zeitweise Regen, nach Südwesten auch öfter trocken, in der Nacht zu Sonntag ziehen aus Nordwesten Regen-, Schneeregen-, und Graupelschauer auf, besonders im Nordosten können auch kurze Gewitter dabei sein.

Oberhalb von 800 Meter Schnee mit Verwehungen!

Die Temperaturen liegen heute bei 5 bis 11 Grad, im Bergland um 3 Grad, in der Nacht 6 bis 1 Grad, im Bergland leichter Frost möglich, Achtung Glätte!

Die Schneefallgrenze sinkt auf 400 Meter.

Am Sonntag weiter, besonders im Nordosten/Osten Schauer, teils mit Schnee und Graupel, nach Südwesten meist trocken. An den Alpen Stau-Schneefall möglich.

Sonntag Abend überall nachlassender Wind.

Sturmwarnungen für Deutschland:

ACHTUNG!

In Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin/Brandenburg und Sachsen sind ab Heute Abend ca. 18 Uhr bis Sonntag 12 Uhr orkanartige Böen und Orkanböen von 105 bis 125 Km/h zu erwarten, an der Ostsee sogar 140 Km/h!

Für SH, MV, BB, und SN wird Warnstufe 3 Sturm/Orkan (Lila), wegen orkanartigen Böen/Orkanböen von 105 bis > 125 Km/h, herausgegeben!

  • Es sind große Sturmschäden möglich, Äste können abreißen, Bäume werden entwurzelt, in größeren Waldgebieten von flächiger Windwurf möglich, Häuser/Gebäude können beschädigt werden, Stromleitungen reißen und Baugerüste umstürzen, Utensilien fliegen herum, Störungen im Nah- und Bahnverkehr!

Für den die Gebiete nordöstlich einer Linie Emsland/Leipzig wird Warnstufe 2 Sturm/Orkan, wegen schweren Sturm-/orkanartigen Böen von 90 / 105 Km/h, herausgegeben!

  • Es sind größere Sturmschäden durch abgerissen Äste, entwurzelten Bäumen möglich, es können Schäden an Häusern/Gebäuden durch abgedeckte Dächer entstehen, Baugerüste können umstürzen, Utensilien fliegen herum, Störungen im Nah- und Bahnverkehr möglich!

Für die Regionen vom Emsland/Münsterland über die Mitte bis in den Osten von Bayern wird Warnstufe 1 Sturm/Orkan, wegen stürmischen Böen und einzelnen Sturmböen von 62 / 80Km/h, herausgeben!

  • Es können leichte Sturmschäden durch abgerissen Äste oder herabgewehte Dachziegel/Dachpappe entstehen, Werbetafeln oder Bauzäune können umstürzen!

Farbmarkierung der Böen:

Starke Windböen/Stürmische Böen 60 bis 70 Km/h

Sturmböen 70 bis 90 Km/h

Schwere Sturmböen von 90 bis 100 Km/h

Orkanartige Böen von 100 bis 117 Km/h 

Orkanböen von 117 bis 130 Km/h

Orkanböen ab 130 bis über 200 Km/h !

Sonderfarbe Grün ! Hinweis bei Gefahr das Wälder entwurzelt werden !

Zu Orientierung der Windstärken einmal eine Reihenfolge von den Sturmstärken und ihren Gefahren:

  • Windstärke 8 ( Bft ): Stürmischer Wind 62 – 74 Km/h – Zweige und kleine Äste können von Bäumen brechen, Reklametafeln und Utensilien fliegen herum, vereinzelt kann Dachpappe gelöst werden.
  • Windstärke 9 ( Bft ): Sturm 75 – 88 Km/h – Äste brechen von Bäumen und kleinere Dachschäden können auftreten, wie das lösen von Dachziegeln oder Rauchhauben ! Starkes Rauschen der Bäume.
  • Windstärke 10 ( Bft ): Schwerer Sturm 89 – 102 Km/h – Es können Bäume entwurzelt werden, und bedeutende Schäden Häusern und Dächern auftreten, LKW Fahrzeuge können umgeweht werden !
  • Windstärke 11 ( Bft ): Orkanartiger Sturm 103 – 117 Km/h – Verbreitet Sturmschäden durch entwurzelte Bäume, abgebrochenen Ästen, und beschädigten Häusern ! Der Bahnverkehr wird aufgrund von Sturmschäden eingestellt. Sehr starker Lärm durch den Wind !
  • Windstärke 12 ( Bft ): Orkan  ab 118 Km/h – Schwere Sturmschäden und Verwüstungen, bei länger anhaltenden Orkanstärken oder ab 130 Km/h wird die Infrastruktur zerstört. Heftiger Lärm durch den Wind !

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In der Nacht zu Montag kaum noch Schauer und meist trocken, leichter Frost mit Glätte möglich!

Im Nordwesten zieht ein Randtief von Holland nach Deutschland dort Schnee- und Schneeregen, der Montag Früh die Mitte erreicht, erneute auffrischender Wind, dazu am Sonntag ein Update!

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Sturmwetterblog, den 29.01.2022

Wetter-Update! Nordwestlage mit Sturm- und Orkantiefs möglich!

Nach monatelangen Hochdruckgebieten, die seit Anfang November 2021 oft Inversionslagen mit Nebel und Hochnebel brachten und nur kurz mal durch West-/Nordlagen abgelöst wurden, baut sich die Wetterlage über Europa nun um.

Ab Donnerstag zieht sich das Hoch über Westeuropa nach Südwesten zurück, es baut sich vom Nordatlantik/Nordmeer bis Skandinavien eine kräftige zyklonale Nordwestlage auf. Mehrere Tiefs und Sturmtiefs ziehen dabei vom Nordatlantik zur nördlichen Nordsee bis Skandinavien/Baltikum.

Mitteleuropa liegt somit zwischen den größten Druck-Unterschieden mit dem Hoch über dem östlichen Atlantik und den Tiefs über der Nordsee/Skandinavien. Somit wird es bereits ab Donnerstag windig, vor allem Richtung Norddeutschland.

Ein Tief zieht am Donnerstag/Freitag von der Nordsee nach Polen und es gibt zeitweise Regen, im Bergland Schnee, dazu im Norden sehr windig, an den Küsten von Nord-/Ostsee Sturmböen möglich!

Am Samstag/Sonntag entwickelt sich vom Nordmeer/Nordsee her ein weiteres Tief, das sich zu einem Sturmtief verstärkt. Von der Nordsee über Südskandinavien bis Nord-/Ost-Deutschland, Ostee, Polen/Tschechen ist Sturm mit Böen von 70 / 100 Km/h möglich, an der Nord- und Ostsee auch orkanartige Böen!

ECMWF 00z, Max. Windböen:

Dazu gibt es zeitweise Regen, im Bergland Schnee, im postfrontalen Trogesektor des Tiefs dann in labiler Luftschichtung mit Höhenkaltluft Schauerwetter mit Graupel und Gewittern!

Richtig Brisant könnte es dann am Montag werden, wenn sich im Jet im Bereich des Trogsektors ein neues Tief bzw. Randtief von den Britischen Inseln/Ärmelkanal bis Benelux/Deutschland entwickelt.

Das ECMWF hatte das Tief für Montag seit mehreren Läufen berechnet, heute sehen es auch die Modelle GFS und UKMO.

Das Randtief wird von den drei angesprochenen Modellen als Sturm- sogar als Orkantief berechnet mit Böen von 90 / 140 Km/h!

ECMWF 00z, Max. Windböen:

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ECMWF 00z, Sign. Wetter:

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UKMO 00z, Max. Windböen:

https://www.wetterzentrale.de/

Die Zugbahn ist, da sich der Zeitraum noch über 5 Tage bewegt, noch unklar. Eine grobe Richtung könnte also GB/Ärmelkanal, Benelux/Deutschland sein. Dazu sind kräftige Regen- und Schneefälle mit Gewittern möglich!

Die Modelle ICON und GEM sehen das Tief nicht, hier wäre die Lösung ein kompaktes Sturmtief über Skandinavien, doch mittlerweile werden die Lösungen der Hauptläufe von EZ und GFS auch den den dazugehörigen Varianten unterschiedlich stark gestützt. Nur wenige Varianten stützen die ICON/GEM Lösung. Einige Varianten sind auch mit extremen Lösungen dabei und sehen vom Ärmelkanal/Benelux bis Deutschland Orkan mit verbreitet 100 / 150 Km/h!

ECMWF ENS 00z, Max. Windböen, Holland:

https://www.weerplaza.nl/

Zudem ist der Jetstream ungewöhnlich stark und erreicht vom Atlantik bis West-/Mitteleuropa teils 300 bis 400 Km/h, das könnte bei passender Luftverteilung, sollte sich das Randtief am Montag entwickeln, zu einem heftigen Stingjet-Orkan führen. Zuletzt wurde ein so starker Jet über Europa im Februar 2020 bei Orkan Sabine, im Januar 2018 bei Orkan Friederike und im Januar 2007 bei Kyrill beobachtet, auch bei dem Jahrhundertsturm Lothar vom 26.12.1999 gab es einen Jet mit über 300 Km/h!

Es kann aber auch sein, das sich kein Randtief mit Orkan entwickelt wie es die ICON/GEM Läufe rechnen oder nur ein schwaches Randtief.

Was man jetzt schon sagen kann, das sich das Wetter ab Donnerstag auf eine windige und nasskalte Lage umstellt. Auch das es am Samstag/Sonntag im Norden/Osten von Deutschland stürmisch wird mit Sturm- und schweren Sturmböen. Die entsprechenden Warnungen werden dann am Freitag ausgegeben!

Wie sich die Wetterlage mit dem Rand-/Sturmtief dann am Montag entwickelt kann man erst am Freitag/Samstag detaillierter sagen. Dazu gibt es dann zeitnah ein Update!

Auch ist noch unklar ob sich Anfang Februar die stürmische West-/Nordwestlage fortsetzt oder das Hoch vom Atlantik wieder Richtung West-/Mitteleuropa zieht.

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Sturmwetterblog, den 25.01.2022

Wetter-Rückblick Jahr 2021

Das Jahr 2021 haben viele Menschen in Deutschland/Mitteleuropa als Unwetter-Jahr erlebt. Der Grund hierfür ist einerseits die Luftmassengrenze im Februar 2021 und der Unwetter Sommer inklusive der Flutkatastrophe.

Die Luftmassengrenze lag im Februar 2021 von BeNeLux über die Mitte von Deutschland bis Tschechien/Österreich vom 6 bis 9. Februar 2021 gab es Eisregen und heftige Schneefälle mit teils über einem halben Meter Schnee, dazu gab es von Holland bis NRW/NDS teils stürmische Böen und einzelne Sturmböen mit starken Schneeverwehungen, Im Münsterland bildetet sich sogar ein Gewitter und das sogar ohne Höhenkaltluft!

Mehr zum Winter 2020/2021 und der LMG mit Schneesturm und Frost im Februar 2021:

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Anschließend wurde es für ca. 8 bis 10 Tage im Februar 2021 sehr kalt mit Dauerfrost, doch ab Mitte Februar entwickelte sich eine kräftige Südlage und es wurde nach der Kälte Rekord-Mild mit Temperaturen von 15 bis 22 Grad. Damit war der Februar trotz Schneesturm und 10 Tagen Dauerfrost leicht zu mild.

Der Sommer 2021 war ein Unwettersommer. Die meridionalen Wetterlagen die es schon oft im Winter 2020/2021 gab, blieben im Frühjahr das noch recht kühl war, dem Sommer über erhalten. Es gab vor allem im Juni teils schwere Gewitterlagen mit Starkregen und Hagel.

Vom 12. bis zum 15. Juli 2021 entwickelte sich die Wetterlage „Tief Mitteleuropa“, das Tief Bernd brachte von BeNeLux bis Westdeutschland vor allem in NRW und Rheinland-Pfalz am 13/14. Juli heftigen Stark- und Dauerregen mit katastrophalen Überflutungen, die es dort in den Regionen seit mindestens über 100 Jahren so nicht gab. Es gab viele neue Regenrekorde, so z.B. in Hagen wo innerhalb von 24 h über 200 l/m² Regen fielen oder in Köln mit 153 l/m² Regen!

Ganze Dörfer wurden durch Sturzfluten zerstört, besonders betroffen waren die Eifel und das Rheinland. Das Unwettertief Bernd forderte über 220 Tote in Europa, in Deutschland war es gemessen an den Todesopfern durch die Flut, das schlimmste Wetterereignis seit der Sturmflut von 1962 mit über 300 Todesopfern. Auch in anderen Landesteilen und Ländern wie Österreich/Tschechien gab es schweres Hochwasser durch Starkregen und Dauerregen. Die Schäden gehen in die Milliarden und die Flutkatastrophe gehört zu den schlimmsten Wetterereignissen der letzten 100 Jahre!

Mehr zum Unwettertief „Bernd“ und der Flutkatastrophe:

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Auch im August und bis in den September gab es oft noch Gewitter und Unwetter mit Starkregen und Überschwemmungen.

Somit wurde der Sommer 2021 zu einem Unwettersommer, was aber schon im Frühjahr absehbar war, das sich die Großwetterlage in Europa aus dem Winter 2020/2021 nicht viel geändert hatte, kam es aufgrund der meridionalen Wetterlagen zu Gewittern/Unwettern und Starkregen.

Prognose zum Unwettersommer 2021 aus dem April 2021:

In den letzten Jahren gab es durch die weltweite Klima-Erwärmung öfter meridionale Wetterlagen wie z.B. in den Hitze- und Dürresommern 2018/2019. Unwettersommer durch meridionale Wetterlagen wurden vor allem 2013, 2014 und 2016 in Europa beobachtet.

Durch die Klima-Erwärmung sind in den nächsten Jahren häufiger Hitze-/Dürre oder Unwettersommer mit Starkregen zu erwarten.

Der Herbst 2021 blieb bis auf das Sturmtief Hendrik vom 20. Oktober sehr meist ohne große Wetterphänomene. Anfang November 2021 entwickelte sich ein starkes Hoch über West- und Mitteleuropa, das mit nur kurzen Unterbrechungen bis zum Jahresende oft Inversionslagen mit Sonne, Nebel/Hochnebel und Sprühregen brachte, nur kurz gab es Westlagen oder Nordlagen, das Hoch hat sich sogar bis aktuell zum 23.01.2022 gehalten und wird erst Ende Januar 2022 durch eine stürmische Westlage abgelöst.

Somit war das Jahr 2021 nach dem neuen Klimamittel 1990-2020 etwa -0,1k zu kühl, was aber noch im Toleranz-Bereich -/+ 0,5k liegt, nach dem Klimamittel 1961-1990 war das hingegen ca. 1k zu mild.

Das Jahr 2021 war trotz der Unwetter- und Starkregen Ereignisse im Sommer, etwas zu trocken mit es schien zu viel die Sonne.

Temperatur-Abweichung Deutschland 2021:

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Niederschlags-Summe Deutschland 2021:

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Sonnenschein Summe Deutschland 2021:

https://www.mtwetter.de/

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Somit geht das Jahr 2021 aus meteorologischer- und klimatologischer Sicht, als ein weiteres Unwetter-Jahr in die Wetter-Chronik ein.

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Sturmwetterblog, den 23.01.2022

In der Nacht zu Donnerstag aus Nordwesten Regen/Schnee

Das Hoch über Westeuropa, was in den letzten Tagen oft Sonne/Nebel brachte und nur vorübergehend Regen, zieht noch etwas nach Westen.

Damit können schwache Tiefausläufer von einem Tief über Skandinavien auch Deutschland/Mitteleuropa. Heute zog in laufe des Tages leichter Regen aus Nordwesten nach Deutschland, in den Höhenlagen oberhalb von 400 Metern ist Schneeregen/Schnee möglich.

Hinter der Kaltfront kommt es am Donnerstag durch labile Luftschichtung zu Schauerwetter, teils mit Graupel und Schnee bis ins Flachland, dazu Temperaturen von 1 bis 6 Grad. Windig mit stürmischen Böen aus Nordwesten.

In der Nacht zu Freitag und tagsüber zeitweise leichter Regen, in den Bergen Schnee möglich, dazu nasskalt. Am Erzgebirge und Alpenrand längere Zeit Schneefall und dort bis Samstag Abend >30 cm Neuschnee möglich!

Am Wochenende verstärkt sich das Hoch über Westeuropa, das bedeutet, das es oft wieder zu Nebel und Hochnebel mit Nieselregen kommt, die Sonne scheint nur selten bei Temperaturen von 0 bis 7 Grad. Nachts leichter Frost möglich und Glätte.

Die Hochdruck-Wetterlage könnte sich noch eventuell noch 7 bis 10 Tage halten, ob es Ende Januar zu einer zyklonalen West-/Nordwestlage kommt, wie manche Modell-Läufe es für die erweiterte Mittelfrist rechnen, ist derzeit noch unklar.

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Sturmwetterblog, den 19.01.2021

Wetter-Trend: Sonne/Nebel und Hochnebel, selten Regen

Seit ein paar Tagen hat sich ein Hoch über Europa entwickelt und es gibt neben etwas Sonne oft Nebel und Hochnebel. Nur vereinzelt auch leichten Regen.

Die Temperaturen steigen tagsüber auf 1 bis 8 Grad, Nachts leichter Frost und Glätte!

Anfang nächster Woche vor allem im Nordosten von Deutschland durch ein Tief über Skandinavien vorübergehend etwas Regen und windig, sonst weiter Sonne/Nebel.

Diese Wetterkonstellation, also ein Hoch über dem Atlantik/Westeuropa und Tiefs über Skandinavien könnte bis Ende Januar anhalten, deshalb sind in den nächsten 16 Tagen keine Westlage/Sturm, noch kaltes Winterwetter mit Schnee und Frost in Sicht.

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Sturmwetterblog, den 12.01.2022

Wetter-Trend: Oft Regen, windig nasskalt bis mild

Nach der für die Jahreszeit extremen Wärme der letzten Tage, wird es etwas kühler, es bleibt aber nasskalt bis mild.

Dazu gibt es heute am Mittwoch oft Regen-, Schneeregen-, und Graupelschauer, teils Gewitter, in den Bergen oberhalb 300 Meter Schnee!

Sehr windig mit einzelnen stürmischen Böen/Sturmböen, auf den Bergen örtlich schwere Sturmböen!

In der Nach zu Donnerstag ziehen die Schauer nach Südosten, dahinter langsam trocken, örtlich leichter Frost mit Glätte!

Am Donnerstag meist trocken und nur selten Schauer bei 2 bis 8 Grad.

In den nächsten Tagen wieder öfter Regen, Anfangs auch Schneeregen, in den Bergen Schnee mit Glätte, dazu am Wochenende sehr windig und nasskalt.

Nächste Woche mit einem Hoch über Westeuropa und Tiefs vom Nordmeer bis Skandinavien nördlich Westlage und wieder sehr milde Temperaturen von 6 bis 13 Grad möglich, dazu im Süden von Deutschland meist trocken mit Sonne/Nebel und Nachts leichter Frost, nach Norden windig und örtlich etwas Regen möglich, dort auch Nachts mild.

Winterwetter ist nicht in Sicht.

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Sturmwetterblog, den 5.01.2022

Update! In der Mitte/Süden von Deutschland in den nächsten 48 h Dauerregen!

In der westlichen Strömung über Europa hat sich südwestlich vor der französischen Atlantik-Küste ein Tief gebildet und zieht bis zum Dienstag Abend nach Tschechien.

Das Regengebiet des Tiefs zieht dabei über die Mitte/Süden von Deutschland hinweg, ein zweites Tief mit Regen zieht von Nordwesten in der Nacht zu Mittwoch über Deutschland hinweg. Dazu ist es sehr windig mit Sturmböen in den Bergen!

Die Temperaturen liegen bei 7 bis 12 Grad.

Es wird für die Mitte/Süden von Deutschland Warnstufe 1 Starkregen/Dauerregen für die nächsten 48 h wegen Regenmengen von 20 bis 45 l/m², in den Bergen örtlich >50 l/m², herausgegeben!

  • Es kann zu leichtem Hochwasser an Bächen und Flüssen kommen, Äcker und Wiesen können überflutet werden.

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Warnstufen für Starkregen/Dauerregen:

  • Warnstufe 1: Es sind 20 bis 50 l/m² Regen in 6 bis 12 h möglich!
  • Warnstufe 2: Es sind 50 bis 150 l/m² Regen in 6 bis 12 h möglich!
  • Warnstufe 3: Es sind 150 bis über 300 l/m² Regen in 6 bis 12 h möglich!

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Am Mittwoch lässt der Regen im Süden nach. Sonst von Nordwesten windiges Schauerwetter, örtlich Gewitter und Graupel, in den Bergen Schnee, kühler.

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Sturmwetterblog, den 3.01.2022

ACHTUNG! Aus Benelux kräftige Schauer, örtlich Gewitter mit Sturm & Graupel!

Aktuell ziehen aus Benelux kräftige Schauer in den Westen von Deutschland, örtlich sind auch Gewitter dabei.

In kräftigen Schauern und Gewittern kann der starke Höhenwind bis zum Boden herabgeweht werden, und dann sind im Flachland einzelne Sturm- oder sogar schwere Sturmböen möglich, vereinzelt auch Tornados!

Die Schauer und örtlichen Gewitter lassen am Montag Vormittag wieder nach, es bleibt aber mild und windig.

Für den Westen/Norden von Deutschland wird Gewitterstufe 1, wegen Gewittern mit Starkregen um 15 l/m² in 1 h, Sturm-/schwere Sturmböen von 75 / 90 Km/h und Graupel, herausgegeben!

  • Es können örtlich leichte Schäden entstehen durch abgerissen Äste, vereinzelt entwurzelte Bäume, sowie Schäden durch Blitze möglich!

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Am Dienstag in Süd-Deutschland erneut Sturm möglich!

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Sturmwetterblog, den 2.01.2022