Im Westen/Nordwesten aktuell kräftige Schauer und Gewitter!

Von Benelux ziehen aktuell teils kräftige Schauer und Gewitter in den Westen und Nordwesten, auch im Saarland und Rheinland-Pfalz haben sich einzelne Schauer oder Gewitter gebildet.

Es wird für den Westen und Nordwesten Gewitterstufe 1 wegen Starkregen von 15 bis 25 l/m² in 1 h, Hagel von 1 bis 2 cm und teils stürmischen Böen von ca. 70 Km/h, herausgegeben!

  • Es kann zu örtlichen Überflutungen und abgebrochenen Ästen kommen.

Zur Orientierung bei Gewitter/Unwettergefahr:

  • Gewitterstufe 1 = Starkregen ( 20/30 l/m² in 6h ), örtlich kleiner Hagel und einzelne Sturmböen !
  • Gewitterstufe 2 = Starkregen ( 30 bis 50 l/m² in 6h ), großer Hagel möglich und Gefahr schwerer Sturmböen um 100 Km/h !
  • Gewitterstufe 3 = Starkregen ( 50 – 200 l/m² in 6h ), Gefahr von Riesen-Hagel ( ca. 4 bis 10 cm D. ), dazu Gefahr orkanartiger Böen oder Orkanböen von 105 bis über 150 km/h !
  • Sonderstufe Tornados = Achtung große Zerstörungen möglich !

 

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Sturmwetterblog, Jupiter

Update! Heute und in der Nacht zu Donnerstag teils schwere Gewitter!

Aktuell gibt es schon ein heftige Gewitter mit Starkregen und Hagel in Thüringen und über dem südöstlichen NRW hat sich auch ein erstes Gewitter gebildet. 

In den nächsten Stunden bilden sich besonders über den Mittelgebirgen und Richtung Norden/Nordosten örtlich heftige Schauer und Gewitter, auch weiter westlich bilden sich teils starke Gewitter, im Süden nur örtlich einzelne kräftige Gewitter. Dazu sehr warm/heiß bei 27 bis 35 Grad.

In der Nacht zu Donnerstag und Donnerstag-Früh rechnen die Wettermodelle großflächig schwere Gewitter von Belgien/Holland die in den Westen/Nordwesten ziehen mit Fokus NRW/Niedersachsen!

Es wird für den Westen, Norden, den Mittelgebirgen und den Osten Gewitterstufe 2 wegen Starkregen von 25 bis 50 l/m² in 1 h, Hagel von 2 bis 5 cm und Sturmböen um 80 Km/h, herausgegeben!

  • Die Gewitter am Nachmittag und Abend ziehen wegen dem schwachen Höhenwind nur langsam weiter, und können an einem Ort örtlich über 50 l/m² Regen/Hagel bringen. Es kann zu großen Überflutungen kommen!

 

  • Die Gewitter in der Nacht zu Donnerstag/Donnerstag-Früh, die von Belgien/Holland in den Westen/Nordwesten ziehen können 30 bis 50 l/m² Starkregen und teils schwere Sturmböen um 100 Km/h bringen! Überflutungen und abgebrochene Äste/umgestürzte Bäume sind möglich!

Für den Süden wird Gewitterstufe 1 wegen Starkregen von 20 bis 30 l/m², Hagel von 1 bis 2 cm und Sturmböen von 80 Km/h, herausgegeben!

  • Die Gewitter ziehen nur langsam weiter und es kann bei Starkregen von 30 l/m² in der Stunden, zu Überflutungen kommen!

Zur Orientierung bei Gewitter/Unwettergefahr:

  • Gewitterstufe 1 = Starkregen ( 20/30 l/m² in 6h ), örtlich kleiner Hagel und einzelne Sturmböen !
  • Gewitterstufe 2 = Starkregen ( 30 bis 50 l/m² in 6h ), großer Hagel möglich und Gefahr schwerer Sturmböen um 100 Km/h !
  • Gewitterstufe 3 = Starkregen ( 50 – 200 l/m² in 6h ), Gefahr von Riesen-Hagel ( ca. 4 bis 10 cm D. ), dazu Gefahr orkanartiger Böen oder Orkanböen von 105 bis über 150 km/h !
  • Sonderstufe Tornados = Achtung große Zerstörungen möglich !

 

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Sturmwetterblog, Jupiter

Heute örtlich Schauer/Gewitter, Mittelgebirge/Osten Unwetter möglich!

Heute gibt es bei schwül-heißen Temperaturen von 28 bis 35 Grad örtlich Schauer oder Gewitter, besonders in den Mittelgebirgen im Südosten/Osten und Nordosten können auch Unwetter dabei sein.

Es wird für die Mittelgebirge, Südosten, Osten und den Nordosten Gewitterstufe 2 wegen Starkregen von 25 bis 50 l/m² in 1 h, Hagel von 1 bis 3 cm und vereinzelten Sturmböen, herausgegeben!

  • Es kann vor allem zu größeren Überflutungen kommen, da die Schauer/Gewitter wegen des schwachen Höhenwindes nur sehr langsam ziehen!

Für den Westen/Südwesten wird Gewitterstufe 1 wegen Starkregen von 15 bis 25 l/m² in 1 h, Hagel von 1 bis 2 cm und örtlichen Sturmböen, herausgegeben!

  • Vereinzelt sind Überflutungen möglich, weil die Schauer oder Gewitter nur langsam ziehen.

Zur Orientierung bei Gewitter/Unwettergefahr:

  • Gewitterstufe 1 = Starkregen ( 20/30 l/m² in 6h ), örtlich kleiner Hagel und einzelne Sturmböen !
  • Gewitterstufe 2 = Starkregen ( 30 bis 50 l/m² in 6h ), großer Hagel möglich und Gefahr schwerer Sturmböen um 100 Km/h !
  • Gewitterstufe 3 = Starkregen ( 50 – 200 l/m² in 6h ), Gefahr von Riesen-Hagel ( ca. 4 bis 10 cm D. ), dazu Gefahr orkanartiger Böen oder Orkanböen von 105 bis über 150 km/h !
  • Sonderstufe Tornados = Achtung große Zerstörungen möglich !

 

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Sturmwetterblog, Jupiter

Heute und am Dienstag einzelne Gewitter möglich!

Aktuell gibt es schon einzelne Gewitter, auch am Dienstag kann es örtlich kräftige Gewitter geben!

Es wird Gewitterstufe 1 wegen Starkregen von 20 bis 30 l/m² in 1 h, Hagel von 1 bis 3 cm und Sturmböen um 75 Km/h, herausgegeben!

Zur Orientierung bei Gewitter/Unwettergefahr:

  • Gewitterstufe 1 = Starkregen ( 20/30 l/m² in 6h ), örtlich kleiner Hagel und einzelne Sturmböen !
  • Gewitterstufe 2 = Starkregen ( 30 bis 50 l/m² in 6h ), großer Hagel möglich und Gefahr schwerer Sturmböen um 100 Km/h !
  • Gewitterstufe 3 = Starkregen ( 50 – 200 l/m² in 6h ), Gefahr von Riesen-Hagel ( ca. 4 bis 10 cm D. ), dazu Gefahr orkanartiger Böen oder Orkanböen von 105 bis über 150 km/h !
  • Sonderstufe Tornados = Achtung große Zerstörungen möglich !

 

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Sturmwetterblog, Hans/Jupiter

Heute im Süden/Osten und der Mitte teils heftige Gewitter möglich!

Heute wird es wieder sehr warm bis heiß, die Luft ist aber im Gegensatz zu den vergangenen Tagen schwül, das bedeutet, das sich besonders im Süden und Osten bis zur nördlichen Mitte und generell in den Mittelgebirgen, heftige Schauer und Gewitter entwickeln können.

Es wird Gewitterstufe 1 wegen Starkregen von örtlich 20 bis 30 l/m² in 1 h, Hagel von 1 bis 3 cm und örtlichen Sturmböen um 75 Km/h, herausgegeben!

Zur Orientierung bei Gewitter/Unwettergefahr:

  • Gewitterstufe 1 = Starkregen ( 20/30 l/m² in 6h ), örtlich kleiner Hagel und einzelne Sturmböen !
  • Gewitterstufe 2 = Starkregen ( 30 bis 50 l/m² in 6h ), großer Hagel möglich und Gefahr schwerer Sturmböen um 100 Km/h !
  • Gewitterstufe 3 = Starkregen ( 50 – 200 l/m² in 6h ), Gefahr von Riesen-Hagel ( ca. 4 bis 10 cm D. ), dazu Gefahr orkanartiger Böen oder Orkanböen von 105 bis über 150 km/h !
  • Sonderstufe Tornados = Achtung große Zerstörungen möglich !

 

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Sturmwetterblog, Jupiter

Sommerlich warm/heiß, nur örtlich Gewitter!

Nachdem es die letzten Tage schon deutlich wärmer geworden ist und auch heute bei 24 bis 29 Grad sehr warm bleibt, wird es die nächsten Tage noch wärmer, oft sind auch Hitze-Tage mit Temperaturen über 30 Grad dabei.

Am Sonntag und Montag gibt es vor allem im Süden und Osten und in den nördlichen Mittelgebirgen Schauer oder Gewitter, im Westen/Nordwesten meist trocken. Im Laufe der nächsten Woche dann in ganz Deutschland örtlich einzelne Gewitter möglich. Die Temperaturen steigen auf 27 bis 34 Grad.

Wetterkarten:

ICON 06z Max. Temp. 2m:

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ICON 06z signifikantes Wetter:

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ICON 06z Regensumme 5 Tage:

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Wie lange die sommerliche Wetter-Phase anhält, ist noch unklar, aber die meisten Wettermodelle sehen die aktuelle Wetter-Konstellation in Mitteleuropa/Deutschland bis Anfang September 2019!

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Sturmwetterblog, Hans/Jupiter

Tabelle (Schäden der Stürme aus den Jahren 1990 und 1999)

Sowohl die Orkane von 1990, wie auch die drei Jahrhundert-Stürme aus dem Dezember 1999 haben in Europa Schäden in Milliarden Höhe angerichtet. Die 90er Jahre, waren das windigste Jahrzehnt im 20. Jahrhundert und damit gab es fast ähnlich schwere Stürme wie im 11. oder 13. und 16 bis 18 Jahrhundert, auch wenn die Sturm-Ereignisse von 1362 und 1703 sowie von 1839 noch deutlich stärker waren, als die Stürme des 20. Jahrhunderts!

Orkan Dezember 1999 – Neue Rekord-Stürme im Winter 1999/2000: Der Winter 1999/2000 war meist mild und stürmisch, ab Anfang Dezember zog der erste Orkan ANATOL über Nordeuropa und brachte besonders von Dänemark bis Norddeutschland verbreitet Orkanböen. Auf Sylt flog bei 189 km/h der Windmesser weg, in Dänemark gilt ANATOL als Jahrhundert-Sturm mit 200 Km/h, es gab Schäden in Mrd. Höhe! Nur drei Wochen später entwickelten sich in der aktiven Westlage südlich von Sturmtief Kurt, das Orkantief LOTHAR, dieser entwickelte sich auf rasch zu einem Jahrhundert-Orkan, in 3 Stunden sank der Luftdruck um 27 hpa, was seit 1881 in Europa ein neuer Rekord. Der Orkan LOTHAR verwüstete alles vom nördlichen Frankreich/Alpen und Süddeutschland. Bei Paris wurden 173 Km/h gemessen, in fast allen Regionen wo LOTHAR durchzog gab es neue Rekord-Windgeschwindigkeiten. Auf dem Hohentwiel sogar 272 Km/h!

Riesige Waldgebiete wurde entwurzelt, Kirchtürme brachen ab und Dächer zerstört. Selbst die mittlere Windgeschwindigkeit erreichte Schwerer Sturm/Orkanartiger Sturm = 10/11 Bft! Zwei Tage nach LOTHAR zog Orkan MARTIN etwas südlicher über Frankreich und Nord-Portugal/Spanien, es gab ähnliche Böen wie bei LOTHAR. Die Orkane ANATOL, LOTHAR und MARTIN zerstörten in Europa ca. 200 Mio. fm Sturmholz, davon 140 Mio. fm in Frankreich und 33 Mio. in Deutschland (LOTHAR), zum Vergleich bei den Stürmen von 1990 gab es 120 Mio. fm Sturmholz. Die Stürme aus dem Dezember 1999 übertrafen diese Werte um ca. 80 Mio. fm Sturmholz. Auch der Gesamtschaden der Stürme 1999 ist höher mit 18. Mrd. Euro, aber ein durchaus ähnlicher Wert wie 1990.

Die 90er Jahre im 20.Jh. waren die stürmischsten Jahren im Gesamten 20. Jahrhundert. Wobei noch unklar ist ob es im 13/14 Jahrhundert und 18. Jahrhundert eventuell noch windiger war. 

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-anno 20.08.2019

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Tabelle (Sturmholz der letzten 140 Jahre in Europa)

Die Jahre 1990 und 1999 ragen deutlich heraus, dazu muss man sagen, dass die Waldschäden 1999 von nur drei schweren Orkantiefs (Anatol, Lothar/Martin) angerichtet wurde mit ca. 197 Mio. fm. Sturmholz, während im Jahr 1990 fünf Orkantiefs (Daria, Hertha, Judith und Vivian/Wiebke) für ca. 120 Mio. fm. Sturmholz verantwortlich sind.

Im Sturmwinter 1989/1990 lag der Fokus der Schäden vor allem in Deutschland mit ca. 70 Mio. fm. Sturmholz, während 1999 besonders Frankreich mit ca. 140 Mio. fm Sturmholz betroffen war.

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-anno 20.08.2019

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Historische Sturm- und Wetterereignisse der letzten 2000 Jahre

In Zeiten der Klima-Debatte sollten wir einmal schauen, ob es in der Vergangenheit auch große und extreme Wetter-Ereignisse gab. Hier nun eine Liste von Stürmen und Unwettern, sowie von Wetterphänomenen der letzten 2000 Jahre!

Besondere bzw. die extremsten Wetterereignisse werden in ( Sturm/Orkan dunkelrot-braun, Gewitter-/Hagelunwetter Violett, milde/warme Winter oder einzelne Monate Rot, kalte und schneereiche Winter oder einzelne Monate Blau, Dürre und Hitzesommer Orange und Hochwasser Grün ) geschrieben!

Jahre:

58/59 – Äußerst strenger Winter in Mittel- und Südeuropa

365 – Verwüstungen zahlreicher Mittelmeer-Inseln am 21-07. durch einen schweren Sturm mit extremen Niederschlägen und schwerer Flut!

365/66 – Äußerst strenger Winter. Der Rhein und andere Flüsse frieren zu. Anschließend folgen Überschwemmungen!

400/01 – Äußerst strenger Winter! Alle größeren Flüsse und Seen sowie das schwarze Meer frieren zu!

442/43 – Im westlichen Europa sehr strenger Winter. Zum Teil hält sich die Schneedecke über 6 Monate!

542 – Extrem Wärmeanomalie! (Herbst) Obst und Trauben reifen zweimal!

544/45 – Äußerst strenger Winter! Jedoch extreme Sturmfluten in Vorderasien und große Nil-Schwemme!

717/18 – äußerst strenger Winter sowohl in Europa als auch in Kleinasien!

725 – Im August gibt es eine 6tägige Dunkelheit in Konstantinopel!

763/64 – Dieser Winter wird als der härteste Winter aller Zeiten angesehen. Bereits im Oktober frieren alle Flüsse, Seen und Meere zu. Byzantische Quellen berichten, das selbst das schwarze Meer und die Dardanellen zugefroren sind. Belegt wird dieser außergewöhnliche Winter durch polnische Archäologen, die einen Holzbrunnen aus Landshut analysieren, wonach der Durchmesser der Stämme im Jahr 764 nur um knapp 0,1mm zugenommen hatte!

800/01 – Sehr kalter Winter. Das schwarze Meer fror erneut zu!

821/22 – Äußerst strenger Winter ab dem 22.09.821 mit Frost und Schnee bis zum 12.04.822. Alle Flüsse und Seen Europas frieren zu! Anschließend große Überschwemmungen. Es wird berichtet, dass selbst der Nil Eis trug!

873/74 – Sehr strenger und Schneereicher Winter!

993/94 – Äußerst strenger Winter ab dem 14.10.993 bis 13.05.994!

994 – Jahrtausendsommer mit extremer Dürre in Europa!

1010/11 – Äußerst strenger Winter. Der Nil gefriert!

1134Sturmflut: Flandern, Zwin verbindet Brügge mit der Nordsee.

1043 – Stürmischer Sommer mit andauerndem Regen und „winterliche Verhältnisse“. Missernten und schlechter Wein sind die Folgen!

1076/77 – Der sogen. „Canossa-Winter“. Er dauerte von Ende Oktober bis Mitte April.

1099/1100 – Sehr strenger Winter in Europa und Kleinasien.

1124/25 – Sehr strenger und schneereicher Winter! Anschließend kalter und stürmischer Frühling!

27.05. – 29.05.1125 – Rebstöcke und andere Anbaufrüchte werden durch starken Frost geschädigt.

5.10.1129 – Schwere Gewitter und Hagel treffen Deutschland.

1137 – Außergewöhnliche Trockenheit in ganz West- und Mitteleuropa.

1143 – Fast ununterbrochen Regen (Herbst).

1149/50 – Jahrhundertwinter mit Kälte bis Mai. Bienensterben. Große Schäden am Getreide und an den Rebstöcken.

16.02.1164 – Gewaltige Sturmflut an den Küsten mit schätzungsweise mehr als 100.000 Toten.

3.11.1170 – Extreme Nordsee-Sturmflut.

1177 – Extreme Trockenheit und Hitze in Europa.

1185/86 – Wahrscheinlich der mildeste Winter in Europa überhaupt! Baumblüte in der Schweiz im Januar; im Februar haselnussgroße Äpfel; im Mai wurde geerntet; im August gab es bereits Wein!

1187 – Kalter März und Mai schädigen die zu früh aufgegangene Vegetation.

1198 – Extreme Trockenheit und Hitze in ganz Europa. Die Dürre dauerte angeblich 15 Wochen lang.

1217 – Anfang Mai gibt es Schneefall.

1219 – 1. Marcellusflut: An der Nordsee kommt es durch ein Orkan zu einer schweren Sturmflut, besonders die südwestliche Nordsee, also Richtung Holland ist stark betroffen von dem Orkan, ca. 36.000 Tote durch die 1. Marcellusflut. Berichte von damals beschreiben den Orkan: Die friesische Nordseeküste im Januar 1219. Bereits seit Tagen weht eine leichte Brise aus Südwest. Am 16. Januar, dem Tag des heiligen Marcellus, wird aus dem leichten Wind um die Mittagszeit ein schwerer Hagelsturm. Es ist der Auftakt für eine der verheerendsten Sturmfluten in der Geschichte der Nordseeküste – und die erste, von der ein überlieferter Augenzeugenbericht existiert: „Mit diesen Wurfgeschossen (gemeint sind Hagelkörner) gewappnet, riss der Südwestwind die elenden Sterblichen auf dem Meer wie an Land grausam ins Verderben“, schildert der Geistliche Emo von Wittewierum den Beginn der Ersten Marcellusflut in seiner Chronik über Friesland. Doch der Hagel ist nur der Vorbote einer größeren Katastrophe: Am Abend dreht der Sturm auf Nordwest, zugleich erzeugt der Vollmond eine Springflut. Eine schwere Sturmflut ist die Folge. Dort, wo überhaupt Deiche vorhanden sind, haben sie der Naturgewalt nichts entgegenzusetzen und brechen. „Das Meer ergoss sich kochendem Wasser ähnlich und überschwemmte das friesische Küstenland, das wie von einem plötzlichen Tod überfallen wurde. Es nahm sich die Wohnstätten der Armen und überfiel die Häuser der Reichen,“ schildert Emo die Ereignisse. Die Wassermassen wüten, „bis die Stützbalken der Häuser durch Unterspülen und Brechen herausgerissen waren“.

1228Sturmflut: Friesland und Holland, ca. 100.000 Tote.

1227/28 – Sehr milder Winter und Frühling. Die Rebstöcke blühen bereits im April und Ende Juli begann eine Wein-Lese.

1234 – Jahrhundertwinter. Die Kälte hatte ganz Europa im Griff!

1248/49 – Äußerst warmer Winter ohne Frost und Schnee bis Ende März. Sodann Kälte bis Mitte Mai.

1259 – Kaum Regen zwischen März und August in Worms!

1268 – Sehr trockener und sehr warmer Frühling!

1282 – Sehr frühe Baumblüte und Ernte.

1287Luciaflut: deutsche Nordseeküste, ca. 50.000 Tote.

1289/90 – Zweitmildester Winter in Europa. Weihnachten blühen die Bäume und es gibt frische Blumen. In den Flüssen kann noch gebadet werden. Am 6.01. brüten bereits die Vögel und es gibt am 14.01 bereits reife Erdbeeren und die Rebstöcke fangen an zu blühen.

1290 – Hagel-Unwetter: Der Sommer 1290 brachte in Europa extreme Hagel-Unwetter, es soll etliche Tote Menschen und Tiere gegeben haben durch den Hagel.

1304 – Äußerst warmer Winter. Es bleibt das ganze Jahr über trocken und warm. Der Rhein konnte durchquert werden!

1304 – Ein Jahrhundertsommer mit extremer Trockenheit das ganze Jahr über! Extrem niedrige Pegelstände großer Flüsse.

1315 – Von Mai bis in den Herbst sehr regenreich!

30.06.1318 – Schneefall in Köln!

1327/28 – Ein sehr milder Winter. Bereits im Januar blühen die Bäume, im April die Rebstöcke. Am 22.05. beginnt die Getreideernte und am 25.07. die Weinlese!

1334 – Kalter Frühling mit Schnee und starkem Frost Ende April.

1335 – Sehr kalter und niederschlagsreicher Sommer.

1338 – Heuschrecken fallen ab Juli in Europa ein. Ein Kälteeinbruch Mitte Oktober vertreibt diese wieder.

1340 – Um Weihnachten war es frühlingshaft warm!

1341 – Sehr kalter Frühling mit strenger Kälte im April und Mai.

1342 – Das Magdalenen-Hochwasser im Juli 1342 gehört zu den schlimmsten europäischen Hochwasser-Katastrophen der letzten 2000 Jahre, es gab fast in ganz Europa schweres Hochwasser. Geologen und Meteorologen sind sich jedoch noch darüber uneinig, wie viel Schmelzwasser aus dem Winter 1341/1342 bereits im Frühjahr 1342 zu erhöhten Wasserständen in Mitteleuropa führte, wo dann ab dem 21/22. Juli 1342 extreme Wolkenbrüche innerhalb von 2 Tagen teils so viel Regen brachten, wie sonst im ganzen Jahr. Während Geologen auf Europa ca. 100 bis 300 Liter Regen, inklusive massiven Schmelzwassers der Alpen aus dem Frühjahr 1342 für möglich halten, so tendieren einige andere Forscher und Meteorologen zu der Ansicht, das durchaus verbreitet über 500 Liter, eventuell über 800 Liter Regen gefallen sein könnte plus Schmelzwasser aus dem Frühjahr 1342. Die Wetterlage zu diesem Starkregen-Unwetter könnte eine VB-Lage im östlichen und zentralen Mitteleuropa und ein Gewittertief über Westeuropa ausgelöst haben.

1343/44 – Kalter, aber sehr sonnenreicher Winter von November 1343 bis März 1344!

16.01.1351 – Schwere Gewitter in Norddeutschland!

1353 – In Süddeutschland gibt es im April einen Sturm und Ende Mai Schneefälle.

1359 – Vom 02.07. bis 16.09. ununterbrochener Regenfall in Mainz.

1362 – 2. Marcellus-Flut: Es ertranken an der Nordsee tausende Menschen als ein Jahrhundert-Orkan von Westen über die Nordsee zog. Es gibt sogar Berichte darüber, das der Orkan ganze Inseln in einer Nacht zerstört haben soll. Die erste Grote Mandränke, auch Zweite Marcellusflut genannt, ereignet sich am 16. Januar 1362. Die Wellen schlagen mehr als zwei Meter über die Deichkronen. Laut dem Chronisten Anton Heimreich brechen an der nordfriesischen Küste 21 Deiche. 100.000 Menschen sollen ums Leben gekommen sein – eine Zahl, die wahrscheinlich übertrieben ist. Zerstörerisch nagen die Fluten vor allem an Alt-Nordstrand. Die Siedlung Rungholt geht zusammen mit sieben anderen Gemeinden im nordfriesischen Wattenmeer unter. Rungholt wird mit der Zeit zum mythischen Ort, bis das Meer Anfang des 20. Jahrhunderts im Watt Überreste von Warften, Gebäuden und Zisternen freispült. 

Vom 11. bis ins 13. Jahrhundert war es nach dem Klimaforscher Hubert Lamb deutlich stürmischer als das 20. Jahrhundert.

Hubert Lamb schreibt zu der Sturm-Anzahl vom 11. bis ins 17. Jahrhundert:

Erste Auswirkungen auf Europa: Stürme

Häufiger und verstärkt auftretende Stürme und Überschwemmungen waren im 13. Jahrhundert erste Anzeichen für eine Klimaveränderung, die sich bereits auf Grönland und Island auswirkte und die von den Bewohnern Europas, vor allem in den Nordseeregionen, wahrgenommen wurde. Die Überschwemmungen am Ende dieser Phase forderten entsetzlich viele Todesopfer und sind mit den schlimmsten Katastrophen aus jüngerer Zeit in Bangladesch und China vergleichbar. Bei mindestens vier Meeresüberflutungen an den niederländischen und deutschen Küsten wird die Anzahl der Opfer auf ca. 100.000 oder mehr geschätzt, bei der schlimmsten Katastrophe auf 306.000. 1240 und 1362 wurden, Berichten zufolge, 60 Pfarrbezirke, aus denen mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Erträge des (damaligen) dänischen Bistums Slesvig (Schleswig) kam, „vom Meerwasser verschlungen“. Die Zuidersee (Ijsselmeer) in den Niederlanden entstand und vergrößerte sich während dieser Sturmfluten; mit der Trockenlegung wurde erst in diesem Jahrhundert begonnen. Landverluste bildeten sich an den deutschen und dänischen Nordseeküsten Inseln und Meeresarme; andere Inseln wurden durch Sturmfluten zerstört. Die Insel Helgoland (50 km vom Festland entfernt in der Deutschen Bucht), die im Jahre 800 vermutlich mehr als 60 km breit war, hatte um 1300 nur noch eine Breite von 25 km. Möglicherweise ist die Hälfte des Landverlustes einem Sturm in jenem Jahr zuzuschreiben. Heute misst sie an der längsten Stelle nur noch 1,5 km. In England gingen die großen Häfen von Ravenspur oder Ravensburgh (östlich von Hull) und Dunwich ( an der Küste von Suffolk in East Anglia) durch Sturmeinwirkung in diesem Jahrhundert nach und nach verloren. Für die kontinentale Nordseeküste wird in Zusammenhang mit den Stürmen von 1421, 1446 und 1570 erneut von 100 000 oder mehr Todesopfern bei Überschwemmungen berichtet. Während des Sturmes im Jahre 1570 wurden große Städte überflutet, und die Zahl der Toten wurde auf 400 000 geschätzt. 1634 traten an der dänischen und deutschen Küste und den vorgelagerten Inseln erneut umfangreiche Landverluste auf. Das (Diagramm) zeigt die Verteilung der schweren Überflutungen im Nordseeraum über die Geschichte hinweg. In der südlichen Nordsee traten an der niederländischen Küste die verheerenden Sturmfluten am häufigsten zu Beginn des 15. und zum Ende des 17. Jahrhunderts auf. Im späten 16. Jahrhundert gab es einige besondere ausgedehnte und schwere Stürme, vor allem der Sturm am 1. und 2. November 1570, als die Küsten von Frankreich bis Nordwestdeutschland in Mitleidenschaft gezogen wurden. Bei der Interpretation des Diagramms ist davon auszugehen, dass Aufzeichnungen aus früheren Zeiten wahrscheinlich seltener erhalten sind. Jedoch scheint folgende Schlussfolgerung begründet: Die wirklichen Maxima der Sturmfluten fielen in der gesamten Region in das 11. und das 13. nachchristliche Jahrhundert; in der südlichen Nordsee konzentrierten sie sich, wie gesagt auf das 15. und ausgehende 17. Jahrhundert. Manche Quellen zufolge traten während und unmittelbar nach der spätrömischen Zeit sowie im 20. Jahrhundert schwerere Fluten auf als während anderer Perioden. Diese Verteilung führt zu dem Schluss, dass Sturmfluten an den tiefliegenden Nordseeküsten dann am gravierendsten waren: a) wenn der Meeresspiegel nach langen Perioden mit einem warmen Klima und mit Gletscherschmelze stärker angestiegen war und b) wenn eine Abkühlung in der Arktis in den Lagen ungefähr zwischen dem 50. und 65. nördlichen Breitengrad den Temperaturgradienten verstärkt hatte. Das hatte eine zunehmende Sturmhäufigkeit und -intensität in dieser Zone zur Folge. Diese beiden Bedingungen waren im 13. Jahrhundert und möglicherweise erneut in den letzten Jahrzehnten unseres Jahrhunderts (20.Jh.) gegeben.

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1382 – Sehr warmer Frühling.

1401 – Regnerischer Sommer. Vom März bis Ende September Regen in Magdeburg.

1406 – Sehr nasser Sommer. Von Mitte April bis Mitte September Regen in Paderborn.

1407/08 – In Europa sehr strenger Winter. In Deutschland wird er“der große Winter“ genannt. Er dauert vom 11.11. bis 27.01. Anschließend beginnt ein starkes Tauwetter mit teils straken Überschwemmungen!

1419/20 – Ein sehr milder Winter. Anfang April blühen die Rosen, bereist Mitte April gibt es reife Kirschen und Erdbeeren. Nachdem bereits am 04.06. das Getreide geerntet werden konnte, gibt es am 08.06. einen Kaltlufteinbruch mit Reif.

17.05.1425 – In ganz Deutschland schwere Hagelunwetter.

1425 – Sehr warmer Herbst.

1432 – Kalter Frühling nach langem und harten Winter

1442 – Wintereinbruch Ende September, der Winter hält sich dann 8 Monate lang.

1442/43 – Von Oktober bis Ende April strenger Winter!

10.04.1446 – Schneesturm mit schweren Gewitter löst eine der schlimmsten Nordsee-Sturmfluten überhaupt aus.

1448 – Starker Frost und Schneefälle vom 20.04. bis 30.04. in Mitteleuropa!

1448 – Extrem heißer und trockener Sommer. Brunnen, Flüsse trockneten aus. Hervorragender Wein.

1453 – Sehr kalter und regnerischer Sommer. Frost im Juni und Schnee im Juli!

1456 – Sehr regnerischer Sommer von Juli bis Herbst.

1470 – Mitte Mai fällt sehr viel Schnee.

1471 – Heißer und trockener Herbst.

1473 – Im Oktober blühen die Bäume erneut. Der November ist ebenfalls ungewöhnlich warm. Es können wieder Kirschen gepflückt werden!

November 1473 – Ungewöhnlich warmer Monat. Mitte November konnten erneut Kischen gepflückt werden.

1478/79 – Ein warmer Winter, dazu stürmisch und regnerisch. Es treten Gewitter und Hagel auf.

1516 – Extrem regenreicher Sommer. Mit einer der nassesten im 16. Jahrhundert.

1517 – Wärme-Anomalie. Einer der trockensten Frühjahre im 16. Jahrhundert.

20.01.1521 – Schwere Gewitter in Norddeutschland. Der Winter gehört zu den wärmsten im 16. Jahrhundert.

13.06. – 16.06.1529 – Heftige Hagelunwetter toben in Süddeutschland. Rekordniederschläge und Kälte.

1529/30 – Im Dezember erneut Kirschernte. Im Januar, Februar und März gedeihen jeweils Blumen und Getreide!

1534 – Rekordhitze und Trockenheit. Erhebliches Niederschlagsdefizit!

1537 – Extreme Wärmeanomalie im November und Dezember, die sich auch im Januar 1538 fortsetzt!

1538/39 – Ein äußerst milder Winter. Neujahr und Dreikönigstag wird in der Kirche mit Kränzen aus frischen Veilchen und Kornblumen gefeiert.

1540 – Ein Jahrtausend-Sommer ließ in Europa sämtliche Flüsse austrocknen, es gab viele Waldbrände. Dazu extreme Hitze. Es gab über viele Monate keinen Regen, erst im Dezember 1540 soll es wieder Regen gegeben haben!

1551 – Enorm viele Stürme und Gewitter in ganz Mitteleuropa.

20.05.1549 – Eine verheerende Sturmfront bringt extremen Niederschlag!

20.01. – 23.01.1552 – Schwere Stürme und Starkregen suchen ganz Mitteleuropa heim. Der Januar war von extremen Regenfällen geprägt.

1560 – Ab dem 13.11. schneit es in Lindau (Bodensee) 42 Tage lang!

1565/66 – Wahrscheinlich der schneereichste Winter in den Alpen überhaupt. Selbst in den Mittelgebirgen werden 3 m Schnee gemessen. Sogen. Jahrhundertwinter!

1600 – Extremer Frost im April und Mai!

1607/08 – „Der große Winter“ Alle Flüsse sowie die Ostsee und Bodensee frieren vollständig zu. In Danzig berichten Quellen über Schlittschuhlaufen noch nach Pfingsten (26.05.1608)!

29.05.1613 – Die Thüringische Sintflut. Wolkenbruchartige Unwetter führte zu massiven Überschwemmungen!

1613/14 – Dieser äußerst lange und schneereiche Winter bis Anfang Juni. In England gibt es von Anfang Dezember bis Mitte März eine geschlossene Schneedecke!

1634Burchardiflut oder Zweite Grote Mandränke: Nordfriesland, die Insel Strand wird zerrissen, Küste von Eiderstedt verwüstet, heutige Form der nordfriesischen Inseln, Pellworm und Nordstrand getrennt, ca. 9.000 Tote.

1636 – Im Juli regnete es in Hessen an insgesamt 26 Tagen!

1667 – Im März frieren in Deutschland alle Flüsse zu.

1689 – Schweres Hochwasser in ganz Mitteleuropa durch extreme Niederschläge im März.

1693 – Hagel-Unwetter: In der Region um Köln gab es ein beispielloses Unwetter mit Hagel-Brocken von bis zu 4 Kilogramm! Blitz und Donner ließen den Erdboden erzittern, jedes zweite Haus wurde zerstört.

Ende (26.11. ) November / (8.12.) Anfang Dezember (Der große Sturm von 1703) – Rekord-Stürme in Westeuropa: Eine ungewöhnliche Sturmserie hielt Ende November 1703 Westeuropa bis Anfang Dezember 1703 an. Am 8.12.1703 zog der schwerste Orkan der Sturmserie über West-/Mitteleuropa und brachte ungeheure Verwüstungen mit sich, bei geschätzten Böen von über 250 Km/h. Der Orkan von 8. Dezember 1703 übertrifft von seiner Stärke alle bekannten Orkane des 20. Jahrhundert (wie z.B. Quimburga 1972, Daria, Vivian/Wiebke 1990 oder die Jahrhundert-Stürme von 1999 Anatol, Lothar/Martin)! Die Stürme von 1703 forderten ca. 8.000 bis 15.000 Tote!

Der Klimaforscher Hubert Lamb schreibt zu den Stürmen von 1703:

Ebenfalls ist hier der von Defoe beschriebene große Sturm zu erwähnen, der am 7/8. Dezember 1703 (Gregorianischer Kalender) über Südengland hinwegzog. Der Wind zerstörte den Leuchtturm von Eddystone bei Plymouth und Häuser in ganz England bis hin zur Ostküste. Allein in London wurde der Schaden auf 2 Millionen Pfund geschätzt. Unzählige Bäume fielen dem Wind zum Opfer, und viele Schiffe wurden flussabwärts – teilweise über die Gezeitengrenze hinweg – getrieben oder erlitten an der Küste oder auf See Schiffbruch.

Mehr zu den Stürmen von 1703:

Der „Große Sturm von 1703“ und andere schwere Stürme und Orkane

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1708/09 – In großen Teilen Europa extrem strenger Winter. Mitte Oktober gab es schon erste strenge Fröste, vor allem im Ostseeraum wird davon berichtet. Auch im November gab es immer wieder mal Kaltlufteinbrüche, etwa um den 3. November herum. Allerdings gilt der November durchaus noch als mild und auch der Dezember war alles in allem noch mild – im Vergleich zu dem, was noch kommen sollte. Aber er hatte schon eine erste sehr ausgeprägte Kältewelle, die wohl am 1. Dezember den Deutschland erreicht hat. Am 3. Dezember wurden in Wien und Zürich bereits -10 Grad registriert, am 5. Dezember wurden auch in Südfrankreich Frosttemperaturen gemeldet.

Um Weihnachten kam das Weihnachtstauwetter zu und noch am 6. Januar soll es in Deutschland bis Mitternacht geregnet haben. Auch in Paris hat es Anfang Januar geregnet. Aber dann ging es los mit einer extremen und weitläufig ausgeprägten Kältewelle. Die Temperaturen sind um 20 Grad gefallen. Begleitet wurde das von einem scharfen Ostwind im Bereich von 40 km/h. In der Nacht zum 10. Januar 1709 wurden in Berlin um acht Uhr morgens -30 Grad gemessen. Der Januar soll in Berlin ein Mittel von -13,2 Grad gehabt haben, was wir selbst in den bisher kältesten Monaten seit Aufzeichnungsbeginn 1881 nicht erreicht haben: Der Februar 1956 brachte es auf -9,20 Grad, der Februar 1929 sogar auf -10,46 Grad. 

In Venedig zum Beispiel sank die Temperatur auf -17,5 Grad. Der Rekord seit dem späten 19. Jahrhundert beträgt -13 Grad, die 1963 gemessen wurden – im strengsten Winter des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Bis zum 29. Januar war die Lagune in Venedig gefroren und die Adria soll zu Teilen erstmals seit dem Jahr 859 zugefroren sein. Auch der Gardasee fror zu. Zumindest in Italien sind auch starke Schneefälle überliefert. Zwischen dem 6. und dem 24. Januar 1709 hat es in Rom an zehn Tagen geschneit.

1717Weihnachtsflut: gesamte Nordseeküste, schwerste bis dahin bekannte Sturmflut, Inseldurchbrüche auf Juist, Baltrum, Langeoog und Spiekeoog, Eiderstedt und Marschen bis Geestrand überschwemmt, ca. 12.000 Tote, Dangast: + 4,89 m NN, Sankt Pauli: +5,06 m NN.

30.04.1722 – In Teilen Süddeutschlands schwere Hagelfälle!

1737 – Schwere Stürme: In Europa kommt es erneute zu heftigen Stürmen.

1739/40 – Dieser härteste Winter im 2. Jahrtausend beginnt bereits im Oktober und dauert bis ca. Mitte Juni.

1784/85 – Dieser sehr strenge Winter beginnt bereits Mitte Oktober und dauert bis Mitte März!

1788 – Extremes Hagel Unwetter: Von Spanien/Portugal ziehen zwei riesige Gewitter-Cluster (MCS/MCC) über Frankreich/Benelux/Alpen zur Ostsee, es kommt zu immensen Verwüstungen durch Riesen-Hagel, sämtliche Ernte wurde zerstört, es gab Überschwemmungen. Das Unwetter von 1788 wird als die größte und bekannteste europäische Hagel-Katastrophe aller Zeiten angesehen!

Ein Bericht zum den Jahrhundert-Unwetter von 1788, beschreibt zu dem großen Hagel auch Orkanböen um 150 Km/h!

Link:

https://www.meteo-nice.org/actualites/orages-exceptionnels-a-paris

1839 – Night of the Big Wind: In Irland zog am 6. Januar 1839 einer der extremsten Orkane hinweg, welche der Wetter-Geschichte bekannt ist. Der Orkan erreichte ein Luftdruck von ca. 918 hpa und Böen über 250 Km/h. Der Orkan wehte Weide-Tiere von den Dämmen, etliche Häuser wurden zerstört und es gab über 300 Tote! Es war der schwerste Orkan in Irland seit mehr als 300 Jahren.

1876 – Der Große März-Orkan: Ein Orkan zog von West- nach Mitteleuropa. Es gab Orkanböen bis knapp 180 Km/h im Flachland! Bei solchen Böen erreicht auch der 10 m Mittelwind 11-12 Bft! Es gab schwere Verwüstungen und Hochwasser. Zu Vergleichen ist der Orkan mit Quimburga 1972 und Lothar 1999.

1900 – 8.1. Starke Schneefälle Süddeutschland, Bayrischer Wald bis 3 Meter.

1900 – 30.3. gewaltige Schneestürme in den Alpen.

1901 – Schwerer Sturm: Mitte Januar 1901 zog ein Orkantief von Island Richtung Ostsee und es gab in Mitteleuropa große Schäden, an der Kaltfront bildeten sich in der Höhenkaltluft Graupel-Gewitter mit Orkanböen!

1901 – 16.11. Anhaltend schwere Stürme an der britischen Küste, 30 Schiffe sinken.

1902 – 3.2. schwere Unwetter englischer Kanal, Schiffsverkehr kommt zum Erliegen
Kärnten: Lawine verschüttet den Ort Bleyberg, viele Tote
Hungersnot in Indien nach langer Trockenheit
viele Unwetter über dem Atlantik, Behinderung vieler Schiffspassagen
Kältewelle Nordeuropa und Nord-USA-Kanada bis -30°, Niagarafälle vereist,
deutsche Flüsse vereist.

1902 – August: viele extreme Regenfälle in ganz Mitteleuropa, niedrige Temperaturen, Dauerregen,
in Hochlagen Schnee!
7.8. schwere Unwetter West-Deutschland, Rheinland, Orkan, Wolkenbrüche.

1903 – Gewitter/Starkregen-Sommer: Dauerregen in Schlesien. Großflächige Überschwemmungen.
Hochwasser in Osteuropa, Warschau überflutet
11.7. Starke Regenfälle Norddeutschland. Viele Überschwemmungen.
An der Ems viele Überschwemmungen.

1904 – Oktober-Stürme: Schwerer Orkan Nord- und Ostsee. Schwere Verwüstungen. 15 Tote. 7.10. heftiger Sturm in Bayern. Viele Schäden. Auf der Oktoberfestwiese
in München wird mehr als die Hälfte der Buden und Zelte umgeweht.

1907 – 3.2. Schneestürme in Frankreich, Verwehungen.
weiterhin Kälte und Schnee, im Osten Europas viele Tote
21.2 Orkansturm holländische Nordseeküste, Passagierdampfer Berlin
wird vor die Mole von Hoek van Holland geworfen, 129 Tote.

1910 – Unwetter-Sommer: Mai
25.5. Nach heftigem Regen wird ein Teil des Ortes Montenay
(Schweiz) durch einen Erdrutsch völlig zerstört.
Juni
14.6. heftige Unwetter Südwestdeutschland, viele Überschwemmungen,
Ahrtal besonders schwer betroffen. Danach langer Dauerregen.
16.6. Unwetter, Stürme, Wolkenbrüche Ungarn, schwere Verwüstungen,
259 Tote
19.6. Nach den Regenfällen der letzte Woche Rhein- und
Neckarhochwasser, Mannheim überflutet.
Juli
Juli kühl und nass ,kälter als Juni.
23.6. verheerende Unwetter Norditalien. Mailand viele Zerstörungen,
66 Tote, viele Verletzte.

1916 – 17.1. Sehr schwere Sturmflut in Holland und Niedersachsen, schwerste
seit 1825, Orkan wütet mehrere Tage, schwere Schäden.

1929 – Kältester Februar-Monat und Monat in Deutschland mit -10k (1961-1990).

1949 – März
1.3. Ein schwerer Orkan fegt über Europa, schwere Schäden
überall, viele Tote, danach Kälteeinbruch mit Schneemassen,
Schneeverwehungen, Kälte bis ins Mittelmeer (nach mildem
Februar).

1953 – Februar „Holland-Sturmflut-Katastrophe“
schwerste Sturmflut seit 500 Jahren an der holländischen
Nordseeküste, fast 20% des Landes überflutet, Tausende Tote,
als Folge beginnt das Deich-Projekt.

1954 – Juli
Sehr kühl und nass
9.7. sintflutartige Regenfälle in Südostdeutschland und Bayern,
Hochwasserkatastrophe, 30 Tote, 50 000 Häuser beschädigt, betroffen ist die
Donau, alle Nebenflüsse, alle Flüsse in Sachsen, teilweise höchste
Wasserstände seit 1899.

1954 – Stürme um Weihnachten: Eine Westlage beherrschte das Wettergeschehen im Dezember 1954 Europa, kurz vor Weihnachten entwickelten sich über dem Atlantik zwei Orkantiefs die in West-/Mitteleuropa erhebliche Schäden an den Küsten und in den Wäldern hinterlassen haben!

1956 – Februar nach dem sehr milden Dezember 55 und durchschnittlichem
Januar extreme Kältewelle in Mitteleuropa, teilweise kältester
und schneereichster Februar, alle Flüsse frieren zu, auf vielen
Flüssen liegt Packeis, Rhein ist von Bingen bis Oberwesel restlos
zugefroren, ein Schneesturm richtet im Schwarzwald schwere
Verwüstungen an, meterdicke Schneedecke in Athen, Schneeverwehungen. An der Riviera, Mailand bis –15°, Bonn bis –31°, Köln Mitteltemperatur –6°.

1956 – Ungewöhnliche frühe Stürme im August! –
13.8. Sturm über der Nordsee, 18 Tote, Halligen Land unter.
23.8. Orkan über Norddeutschland, schwere Schäden, 24 Tote.

1962 – Orkantiefs & Sturmfluten: Der Winter 1961/1962 war von vielen milden Westlagen geprägt, es gab oft Sturm. Mitte Februar zogen zwei Orkane von Island Richtung Baltikum, der erste Sturm brachte im Deutschen Binnenland verbreitet 10 bis 12 Bft. Der zweite Orkan (Vincinette) verursachte an der Nordsee-Küste die schwerste Sturmflut seit 1825, und es gab neue Sturmflut-Rekordmarken, viele Deiche brachen und setzten Städte unter Wasser, es gab über 300 Tote in Deutschland!

1962/63 – Kältester Winter im 20. Jahrhundert. Von Dezember bis Februar teils Rekord-kalt, ganze Flüsse sind in Europa zugefroren.

1967 – Sturmserie im Februar/März: Im Februar/März 1967 zogen zahlreiche Sturm-/Orkantiefs über West- und Mitteleuropa hinweg, an der Nordsee richtete ein Orkan am 22/23.02.1967 große Schäden an, die Windmesser waren nicht in der Lage die hohen Windböen zu messen. Bis Mitte März 1967 gab es weitere Stürme mit ca. 9 bis 12 Bft im Binnenland.

1972 – Jahrhundert-Orkan Norddeutschland: Am 13. November 1972 zog der Orkan OUIMBURGA von den Britischen Inseln zur Ostsee, das Sturmfeld an seiner Südseite hatte sich aufgrund des fallenden Luftdrucks, erheblich verstärkt. Es gab bereits zwischen 8/9 Uhr in Westeuropa extreme Orkanböen über 140 km/h, am Vormittag des 13.11.1972 gab es dann in ganz West-/Norddeutschland Orkanböen von 130 bis 180 Km/h, auf dem Brocken sogar 245 Km/h! Auch im Mittel erreichte der Wind 8 bis 10 Bft. Der Orkan erreichte 953 hpa bei nördlich von Hamburg. Es wurden Menschen in Schaufensterscheiben geweht, Kirchturmspitzen brachen ab und ca. 20 Mio. fm Sturmholz in Deutschland. Auch im Süden wirkte sich das Orkantief mit Böen von 8 bis 11 Bft aus.

1973 – Sturmfluten-November/Dezember: 6.11.-17.12.1973
Serie von Tiefdruckgebieten, die südostwärts von Island zur Ostsee wandern.
Nordseestürme aus N und NW verursachen Sturmfluten an den Küsten der
Deutschen Bucht, die nur 30-60 cm niedriger liegen als 1962. In Hamburg
überschreiten 19 Tidehochwasser 3,00 m über NN. Mehrere Schiffe (Fischkutter,
Küstenmotorschiffe) gehen samt Besatzung unter.

1976 – Capella-Orkan: Am 3/4. Januar 1976 zog ein Orkantief vom Atlantik zur Ostsee, es gab in West- und Mitteleuropa heftige Orkanböen bis über 150 Km/h, auf dem Brocken bis 230 Km/h! Es gab wieder viele Schäden im Wald und eine sehr schwere Sturmflut an der Nordsee-Küste, die sogar die Rekordmarken der Sturmflut 1962 übertroffen hatte!

1978/1979 – Schneestürme in Norddeutschland: Um Jahreswechsel 1978/1979 kam es aufgrund einer markanten Luftmassengrenze (extreme Kälte über Skandinavien/Russland und Tiefs mit milder Atlantik Luft in West-/Mitteleuropa) zu heftigen Schneefällen mit Sturm und teils Orkanböen (Nordsee/Norden) und Minus-Temperaturen in Norddeutschland. Der Sturm dauerte an der Nordsee/Norden fast 5 Tage. Dadurch kam es zu meterhohen Schneeverwehungen, etliche Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten, vielerorts brach die Strom- und Gasversorgung zusammen, viele Menschen erfroren. Erst im Januar 1979 entspannte sich die Schneekatastrophe! Im Februar 1979 wiederholte sich die extreme Wetterlage!

1984 – Hagel-Unwetter: Südwestlich von München entwickelte sich am 12.07.1984 eine heftige Superzelle mit Riesen-Hagel, die Region um München wurde stark betroffen, es wurden Hagel-Brocken bis 9 cm Durchmesser beobachtet. Bis zum Sommer 2013 war es das teuerste Hagel-Unwetter in der deutschen Versicherung!

1990 – Heftigste Sturm-/Orkanserie seit 300 Jahren: Ab Ende Januar bis Anfang März 1990 zogen über West-Mitteleuropa ungewöhnlich starke Stürme und Orkane hinweg. Der erste Orkan DARIA, zog mit verbreiteten Orkanböen von 120 bis 170 Km/h über Westeuropa/Mitteleuropa hinweg. Er richtete einen Gesamtschaden von ca. 4,4 Mrd. Euro an und war bis Orkan Lothar vom Dezember 1999, der teuerste Sturm! Es gab 94 Tote und zahlreiche Verletzte von West- bis Norddeutschland wurden verbreitet Orkanböen gemessen: Aachen 150 km/h, Essen 148 Km/h, Kahler Asten 157 Km/h, Brocken 230 Km/h, Sank Peter Ording 173 Km/h! Bereits am 3/4.02.1990 zog der zweite Orkan Hertha über Westeuropa mit Böen von 120 bis 160 Km/h, es gab über 30 Tote und Schäden in Millionen Höhe. Weitere Stürme zogen um Mitte Februar 1990 über Europa bevor am 25.02.1990 der Orkan VIVIAN, ähnlich stark war, wie der Orkan DARIA, über Europa mit Böen von 120 bis 170 km/h, auf dem Brocken wurden erneut Böen bis 230 Km/h gemessen! Die Rosenmontagszüge fielen am 26.02.1990 fast überall aus, es gab hohe Sachschäden und ca. 64 Tote. Nur eine Tag später entwickelte sich im Jet hinter VIVIAN der Orkan Wiebke, er zog mit seinem Kern etwas südlicher als VIVIAN und brachte von Frankreich/Benelux bis West-/Süddeutschland und den Alpen verbreitet Orkanböen von 120 bis 150 Km/h auf den Bergen sogar bis 265 Km/h (Wendelstein). Es stürzten riesige Waldflächen um, die zuvor schon bei DARIA und VIVIAN stark beschädigt wurden. In Deutschland gab es ca. 70 Mio. fm Sturmholz in Europa sogar über 120 Mio. fm Sturmholz, die Sturmserie forderte in Europa über 250 Tote und einen Marktschaden von ca. 16. Mrd. Europa, es die schwerste Sturmserie seit 1703. Der erste Sturm traf Westeuropa sogar Mitte Dezember 1989, mit Orkanböen über Westeuropa und vielen Toten.
Es war auch der Sturm der in Deutschland auf der Südseite bis auf teils über +20°C ansteigen ließ.

Der Orkan „DARIA“ vom 25/26.12.1990 war in NRW einer der heftigsten der lezten 70 Jahre ! Mit DARIA können es nur die Orkane ( Quimburga 13.11.1972, Capella-Orkan 3-5.01.1976 und dann Vivian 26/27.01.1990 )aufnehmen. Der Orkan Kyrill vom 18/19.01.2007 war etwas Schwächer als DARIA. Denn DARIA brachte verbreitet Orkanböen in NRW ! Selbst im Flachland bis 150 Km/h, dazu muss man Bedenken das vor 27 Jahren das Netzt von Wetterstationen noch nicht so Ausgeprägt war wie es Heute der Fall ist.

Erinnerungen an die heftige Orkanserie, es war damals Dauergesprächs Thema bei den Leuten, jedes zweite Haus hatte Sturmschäden und viele Privatgärten hatten umgestürzte Bäume. Bei meinen damaligen Nachbarn viel sogar eine Mauer um aus Glasbausteinen.
Seitenstraßen in der Stadt waren Tagelang oder Wochenlang gesperrt, weil die beschädigten Dächer eine Gefahr darstellten. Auch Parks und Grünanlagen waren Wochenlang gesperrt.
Definitiv gehört die Orkanserie von 1990 zu den heftigsten in Europa der letzten 300 Jahre.
Genauso wie die Orkanserie von 1999/2000 als 3 Jahrhundertorkane noch größere Schäden als 1990 anrichteten !
Die 1990 Orkane verursachten allesamt ca. 80. Mio Kubikmeter Sturmholz in Deutschland. Europaweit waren es 1990 ca. 120 Mio. Kubikmeter Sturmholz.
Kyrill hat mit Franz ( 11.01.2007 ) und Hanno ( 14.01.2007 Schweden ) ca. 60. Mio Kubikmeter Sturmholz in Europa geworfen.

Lothar und Martin dagegen über 200 Mio. Kubikmeter Sturmholz geworfen, die beiden zusammen mit Anatol, sogar über 210 Mio. Kubikmeter Sturmholz, damit haben die 1999 Orkane die meisten Schäden verursacht, dich gefolgt von der Unheiligen Allianz der 1990 Orkane.

Der Orkan Quimburga hat in Deutschland ca. 20 Mio Kubikmeter Sturmholz geworfen, und bei Capella-Orkan waren es nur wenige Millionen, weil durch den Niedersachsen Orkan schon alles Platt war.

Der etwas Unbekannte, aber von der Intensität her mit Kyrill vergleichbare Orkan Yra von 23/24.11.1984, hat glaube ich gelesen zu haben, ca. 10 Mio. Kubikmeter Sturmholz geworfen.

Zwischen 1900 und 1920 gab es heftige Orkane in Deutschland, die auch ganze Wälder zerstörten, durch die beiden Weltkriege gerieten diese natürlich in Vergessenheit.

Kyrill stellt somit einen Orkan dar, der im europäischen Großraum ( mit Atlantik ) etwa alle 1-2 Jahre auftritt, oder sogar mehrmals im Jahr.
Auf dem europäischen Festland tritt ein Orkan wie Kyrill etwa alle 5 Jahre auf, in Deutschland etwa alle 10 bis 15 Jahre :

Groß-Orkane Deutschland :

Christian – 28.10.2013
Xynthia – 28.02.2010
Kyrill – 18/19.01.2007
Jeanette – 27/28.10.2002
Lothar – 26.12.1999
Anatol – 3/4.12.1999
Verena – 13/14.01.1993
Wiebke – 28.02 bis 1.03.1990
Vivian – 26/27.02.1990
Daria – 25/26.01.1990
Yra – 23/24.11.1984
Capella-Orkan – 3-5.01.1976
Quimburga – 13.11.1972
Adolph-Bermpol-Orkan und Serie vom 22.02. bis ca. 5.03.1967
Vincinette – 16/17.02.1962
Zwei Orkane vom 19. bis zum 23.12.1954

Diese Orkane die ich aufgelistet habe sind die stärksten der letzten 65 Jahre.

Eine weitere heftige Sturm- und Orkanserie war ende Februar/Anfang März 1967 als 2 Orkane und 3 Sturmtiefs sehr große Schäden anrichteten.

Es gab aber gewiss noch heftigere Orkanserien als 1967, 1990, 1993, 1999 oder 2007 !

Die schlimmste der letzten 500 war die große Orkanserie von November/Dezember 1703 als vermutlich 6 Orkane innerhalb einer Woche Europas Infrastruktur zerstörten.
Der heftigste Orkan damals tobte am 8.12.1703 mit geschätzten Böen von über 200 Km/h in Westeuropa, nach Daniel Defoe und den Untersuchungen von Hubert Lamb, bestand die Möglichkeit das es damals innerhalb des Trogs ( Höhenkaltluft ) in Graupelgewittern Böen bis über 260 km/h gab. Die Isobarendrängung betrug über 80 hpa ( Kiel – Freiburg ). 8000 bis 15.000 Tote gab es. Und eine mittlere Windgeschwindigkeit betrug 144 Km/h, zudem gab es in Europa politische Auseinandersetzungen der Feudalordnung in Großbritanien und Frankreich. Der Orkan von 1703 griff mit großen Folgen in die politische und wirtschaftliche Kriese ein.

Menschen die sich mit der Katastrophe von 1703 beschäftigt haben, belassen es dabei das so ein Orkan von 1703 in den heutigen europäischen Wäldern und Metropolen eine Zerstörung biblischen Ausmaßes anrichten würde.
1362 ging es in Europa ähnlich stürmisch zur Sache.

Bericht zu dem Sturmwinter 1989/1990:

Ungewöhnliche Sturm-/Orkanserie im Winter 1989/1990

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1992 – Unwetter-Sommer: In Mitteleuropa kam es im Sommer 1992 zu teils extremen Unwettern mit Hagel- und Sturmfronten. Bereits im Mai/Juni gab es etliche Gewitter mit Starkregen und Hagel, im Juli dann erneut in Bayern heftige Unwetter, bevor ab Ende August am 21.08.1992 im Südwesten ein MCC (Mesoskaliger Konvektiver Komplex) eine Böenfront mit schweren Sturm- und Orkanböen von 100 bis über 160 km/h brachte. Die Gewitterfront zog vom Saarland bis nach Hessen, es gab große Schäden! Am 28.08.1992 kam es vor allem in Westdeutschland zu heftigen Gewittern mit Starkregen und Hagel!

Winter 1992/1993, 1993/1994 und 1994/1995 waren alle sehr mild regnerisch und stürmisch, oft zogen Sturm- oder Orkantiefs mit Regen über West- und Mitteleuropa. Im Dezember 1993 und Januar 1995 gab es in Westdeutschland an Rhein und Mosel Rekord-Hochwasser!

1997 – Oderflut: Eine VB-Lage brachte von Osteuropa bis Deutschland im Sommer 1997 heftigen Regen, an der Oder kam es zu einer Rekord-Flut, es gab hohen Sachschaden.

1999 – Neue Rekord-Stürme im Winter 1999/2000: Der Winter 1999/2000 war meist mild und stürmisch, ab Anfang Dezember zog der erste Orkan ANATOL über Nordeuropa und brachte besonders von Dänemark bis Norddeutschland verbreitet Orkanböen. Auf Sylt flog bei 189 km/h der Windmesser weg, in Dänemark gilt ANATOL als Jahrhundert-Sturm mit 200 Km/h, es gab Schäden in Mrd. Höhe! Nur drei Wochen später entwickelten sich in der aktiven Westlage südlich von Sturmtief Kurt, das Orkantief LOTHAR, dieser entwickelte sich auf rasch zu einem Jahrhundert-Orkan, in 3 Stunden sank der Luftdruck um 27 hpa, was seit 1881 in Europa ein neuer Rekord. Der Orkan LOTHAR verwüstete alles vom nördlichen Frankreich/Alpen und Süddeutschland. Bei Paris wurden 173 Km/h gemessen, in fast allen Regionen wo LOTHAR durchzog gab es neue Rekord-Windgeschwindigkeiten. Auf dem Hohentwiel sogar 272 Km/h! Riesige Waldgebiete wurde entwurzelt, Kirchtürme brachen ab und Dächer zerstört. Selbst die mittlere Windgeschwindigkeit erreichte Schwerer Sturm/Orkanartiger Sturm = 10/11 Bft! Zwei Tage nach LOTHAR zog Orkan MARTIN etwas südlicher über Frankreich und Nord-Portugal/Spanien, es gab ähnliche Böen wie bei LOTHAR. Die Orkane ANATOL, LOTHAR und MARTIN zerstörten in Europa ca. 200 Mio. fm Sturmholz, davon 140 Mio. fm in Frankreich und 33 Mio. in Deutschland (LOTHAR), zum Vergleich bei den Stürmen von 1990 gab es 120 Mio. fm Sturmholz. Die Stürme aus dem Dezember 1999 übertrafen diese Werte um ca. 80 Mio. fm Sturmholz. Auch der Gesamtschaden der Stürme 1999 ist höher mit 18. Mrd. Euro, aber ein durchaus ähnlicher Wert wie 1990. Die 90er Jahre im 20.Jh. waren die stürmischsten Jahren im Gesamten 20. Jahrhundert. Wobei noch unklar ist ob es im 13/14 Jahrhundert und 18. Jahrhundert eventuell noch windiger war. 

2002 – Gewitter/Starkregen Sommer: Der Sommer 2002 brachte in Deutschland verbreitet heftige Gewitter und Unwetter, teils sogar mit Riesen-Hagel und Orkanböen! Anfang August wurden durch eine VB-Lage in Ost- und Mitteleuropa unwetterartige Regenfälle ausgelöst, dies hatte eine große Überflutungen und eine Jahrhundert-Flut an der Elbe zu Folge!

2003 – Extrem-Sommer: Der heißeste Sommer seit Beginn der Wetter-Aufzeichnung 1881 mit +3,3k (1961-1990). In ganz Europa herrschte Hitze und Dürre, besonders in Südwest- und Mitteleuropa wurden verbreitet neue Temperatur-Rekorde erreicht, es starben durch die Hitze ca. 70.000 Menschen. Der Sommer 2003 wird von Klimaforschern als der wärmste Sommer, seit dem legendären Jahrtausend-Sommer 1540, eingeschätzt!

2006/2006 – Stürmischer und Rekord-warmer Winter: Der Winter 2006/2007 ist der wärmste Winter mit +4,1k (1961-1990) seit Beginn der Wetter-Aufzeichnung 1881, dazu gab es oft West- und Sturmwetterlagen, die ihren Höhepunkt Mitte Januar 2007 erreichten, als die Orkane PER und KYRILL in Europa über 60 Mio. fm. Sturmholz hinterließen.

2013 – Neue Jahrhundert-Flut in teilen Osteuropas und den Alpen und Hagel-Unwetter in Süddeutschland. Eine VB-Lage brachte Ende Mai/Anfang Juni 2013 heftigen Regen von Osteuropa bis zu den Alpen und Deutschland, zum Teil gab es noch höhere Regenmengen als bei der großen Flut im August 2002.

2014– Wärmstes Jahr seit Beginn der Wetter-Aufzeichnung 1881 mit +2,14k (1961-1990), dazu gab es im Sommer 2014 schwere Unwetter. Von Belgien bis Westdeutschland/NRW zieht ein großer Gewittercluster MCS/MCC mit Orkanböen von über 150 km/h und 100.000 Blitzen Richtung Ostsee, das „Pfingstunwetter ELA 2014“ gehört in NRW zu den schwersten Unwettern seit Jahrzehnten! Viele Bäume und Wälder wurden stark beschädigt. In NRW gab es 6 Tote und es war das schwerste Unwetter seit Jahrzehnten! Ende Juli 2014 Rekord-Regen im Ruhrgebiet und Münsterland, nördlich von Münster wurden in 7 Stunden 292 Liter Regen gemessen!

2017/2018 – heftige Sturm-Saison: Die Sturmsaison 2017/2018 begann bereits sehr früh Mitte September 2017 mit Sturmtief SEBASTIAN, es folgten zwei weitere Stürme (XAVIER und HERWART) im Oktober mit Orkanböen bis ins Flachland, viele Wälder vor allem Richtung Ost-Deutschland/Tschechien und Österreich hatten großes Sturmholz. Anfang Januar zog eines Orkantief BURGLIND über Westeuropa und richtete vor allem in der Schweiz große Schäden, aber ach der Westen und Süden von Deutschland waren von schweren Sturm- und Orkanböen mit Gewittern betroffen, die Schäden. der Orkan BURGLIND richtete insgesamt 1,5 Mrd. Euro Schäden. Bereits zwei Wochen später zog ein neues Orkantief FRIEDERIKE von den Britischen Inseln zur Ostsee und es gab von Holland über die nördliche Mitte Deutschland bis Polen, den schwerste Sturm seit KYRILL 2007. Von NRW bis Sachsen wurden verbreitet 115 bis 145 Km/h gemessen, auf dem Brocken erstmals seit über 20 Jahren mehr als 200 Km/h (204 Km/h), damit war Orkan FRIEDERIKE sogar teilweise stärker als KYRILL. Der Orkan FRIEDERIKE richtete in Deutschland ca. 17 Mio. fm Sturmholz an. Somit gehört die Sturmsaison 2017/2018 wegen der Stürme (SEBASTIAN, XAVIER, HERWART, BURGLIND und FRIEDERIKE) zu den stärksten der letzten 30 Jahre und ist mit der Sturmsaison 2006/2007 zu vergleichen.

Bericht zur Sturmsaison 2017/2018:

Rückblick auf die Sturm/Orkansaison 2017/2018

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Das Rekord-Jahr 2018: Im Januar 2018 richteten die Orkane BURGLIND und FRIEDERIKE besonders in den WÄLDERN große Schäden an, ab April begann dann eine extreme Wärmeanomalie über Europa, der April war mit knapp +5k und der Mai mit knapp +4k (1961-1990) Rekord-warm. Noch nie seit beginn der Wetteraufzeichnung 1881 wurde in Europa eine so starke Wärme von April bis Oktober beobachtet. Es gab extreme Dürre und oft starke Waldbrände,auch in Nordeuropa, am Polarkreis wurden über 30 Grad gemessen! Und in Deutschland war es mit +3,1k (1961-1990) der zweit-wärmste Sommer nach 2003. Das Jahr 2018 brachte dann nach nur vier Jahren einen neuen Jahres-Temperatur-Rekord von +2,3k (1961-1990), der alte Rekord von 2014 wurde deutlich übertroffen. Das Jahr 2018 gehört wegen der Stürme und starke Wärme/Dürre zu den extremsten Wetterjahren der vergangenen Jahrzehnte möglicherweise Jahrhunderte!

Bericht zum Wetter-Jahr 2018: https://sturmwetterblog.wordpress.com/2018/08/08/das-extreme-wetter-jahr-2018/

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2019 – Nach dem Rekordwarmen Jahr 2018 wurde 2019 mit +2,14k (1961-1990) wieder extrem warm. Und landet nun nach 2018 auf dem 2. Platz, 2014 liegt derzeit auf dem 3. Platz. Der Juni 2019 brachte neue Temperatur-Rekorde in Europa, extreme Hitzewelle und Dürre brachten in Deutschland einen neuen Temperatur-Rekord für den Juni mit einer positiven Abweichung von +4,5k. Ende Juli 2019 kam es erneut in West-/Mitteleuropa zu einer extremen und seit 1881 noch nie beobachteten Hitzewelle. Die Temperaturen stiegen verbreitet auf 37 bis 43 Grad! In Deutschland wurden an 22 DWD-Wetterstationen die 40 Grad erreicht oder überschritten. Gleichzeitig wurden in NRW an 3 Wetterstationen über 41 Grad gemessen! So etwas überraschte selbst erfahrene Meteorologen und Klimaforscher. Der Sommer 2019 wurde dann mit +3k ebenfalls deutlich zu warm, zusammen mit dem Sommer 2018 gab es erstmals seit Beginn der Wetter-Aufzeichnung 1881, zwei Sommer die nacheinander +3k und mehr erreichten, zuvor hatte nur der Rekord-Sommer 2003 die +3k erreicht/Überschritten. Das Jahr 2019 war insgesamt ähnlich wie 2018 deutlich zu Trocken und besonders in der Land- und Forstwirtschaft setzten sich die Trockenheit-/Dürre Schäden fort. Auch Weltweit wurde viele neue Temperatur-Rekorde beobachtet.

Links:

Wärmster Juni (2019) seit Beginn der Wetter-Aufzeichnung!

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Rückblick auf die Rekord-Hitze Juli 2019

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2019 war das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung!

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2020Das Jahr 2020 war +2,2k zum mild und liegt nun hinter 2018 (+2,25k) auf Platz 2 der wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahre 1881. Das Jahr 2019 (+2,1k) ist nun zusammen mit 2014 (+2,1k) auf Platz 3 der wärmsten Jahre.

Es gab vor 2014 noch nie ein Jahr seit beginn der Wetteraufzeichnung, das eine Temperatur-Abweichung von über +2k erreicht hat. Seit 2014 haben wir nun insgesamt 4 Jahre die eine Temp.-Abw. von über +2k erreicht haben.

Von Ende Januar bis Anfang März 2020 gab es eine starke Westlage mit Sturm-/Orkan, Graupelgewittern und Dauerregen/Hochwasser, der Februar 2020 war nach 1990 der zweit-wärmste Februar-Monat mit einer positiven Abweichung von +4,9k (1961-1990).

Rückblick auf die Sturm-/Orkansaison 2019/2020

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Der August 2020 brachte eine dreiwöchige Hitzewelle mit hoher Luftfeuchtigkeit und sowie Höhen- und Bodentiefs, was in der Kombination schwere Gewitter- und Unwetter brachte, in West-/Südwest-Deutschland war es die längste Gewitterserie seit dem Frühsommer 2016. der August war mit +3,5k einer der wärmsten August-Moante seit beginn der Wetter-Aufzeichnung!

Rückblick August 2020: Hitzewelle und Gewitter-/Unwetter Serie, erstes Sturmtief!

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-anno 19/20. August 2019

Sturmwetterblog

Ungewöhnliche Sturm-/Orkanserie im Winter 1989/1990

Der Winter 1989/1990 gehört nicht nur zu den wärmsten Wintern (+3,6k 1961-1990) im 20. Jahrhundert, sondern brachte auch schwere Sturm- uns Orkantiefs, wie es ca. seit knapp 300 Jahren (Sturmserie November/Dezember 1703) in Europa nicht zu beobachten war.

Inhalt:

  • Erster Sturm im August 1989
  • Dezember 1989 bringt Stürme in Westeuropa und Wärme nach Mitteleuropa!
  • Die große Orkan-Serie ab Januar bis März 1990 (DARIA, HERTHA und VIVIAN/WIEBKE)
  • Die Müncherner Rück zu den Schäden/Waldschäden der Orkane 1990 im Vergleich zu den Stürmen 1999 ( Tabellen zu Windstärken und Marktschäden/Sturmholz in Europa )
  • Ein Bericht von 1990 aus NRW zu der Sturmserie 1989/1990:
  • Die Windböen der Stürme DARIA, HERTHA und VIVIAN/WIEBKE
  • Die Stürme 1990 im Vergleich zu anderen Stürmen
  • Ein wärmeres Klima könnte starke Stürme begünstigen
  • Wann wird es wieder zu einer extremen Sturmserie in Europa kommen ?
  • Links zu der Sturmserie 1990:

Erster Sturm im August 1989

Das Jahr 1989 brachte schon Ende August einen Sommersturm, vor allem an Nord- und Ostsee mit Böen über 100 Km/h, dazu gab es heftigen Regen, so das es schon an einen tropischen Sturm erinnerte, es gab viele Schäden.

Dezember 1989 bringt Stürme in Westeuropa und Wärme nach Mitteleuropa!

Des weiteren war der Herbst 1989 meist von Westlagen geprägt und es gab oft Wind und Regen, der Dezember 1989 brachte dann das erste Orkantief hervor, das Westeuropa traf, es starben bei Orkanböen über 20 Menschen und es gab große Schäden.

Sturmtief 17.12.1989

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Auf der Vorderseite des Orkantiefs wurde sehr warme subtropische Luft nach West- und Mitteleuropa transportiert und in Deutschland wurden sogar neue Rekorde Temperatur-Rekorde für Dezember erreicht verbreitet waren es 10 bis 15 Grad und mehr, in Süd-Deutschland wurden mit Föhn sogar 24 Grad erreicht, ab 25°C spricht man von einem Sommertag, dazu gab es zum teil auch heftige Schauer und Gewitter.

Um den Jahreswechsel 1989/1990 gab es über Europa relativ ruhiges Wetter ein Hochdruckgebiet brachte eine Inversionswetterlage und es war Nachts auch teils frostig, die Westlage wurde vorerst unterbrochen, war aber auf dem westlichen Atlantik weiter aktiv.

Diese Westlage konnte sich im Laufe der ersten und zweiten Januar-Woche weiter verstärken, Europa bleib aber meist noch auf der Vorderseite der Tiefdruckgebiete, so das meist eine antizyklonale Südwest-Strömung milde Temperaturen, Wind und leichten Regen brachte. Das änderte sich langsam nachdem 20. Januar 1990 die Tiefs zogen weiter Richtung Europa und brachten schon Sturm in Westeuropa und teilweise auch Richtung West-Skandinavien.

Die große Orkan-Serie ab Januar bis März 1990 (DARIA, HERTHA und VIVIAN/WIEBKE)

Bei Island hatte sich ein großes Orkantief entwickelt und südlich davon im Warm-Sektor hatte sich schon ein neues Tief gebildet, diese neue Tief zog schnell Richtung Europa und verstärkte sich rasch zu einem Orkantief, es lag gegen es am 25.01.1990 gegen 00:00 Uhr südlich des Island-Orkantiefs und westlich von Irland und verstärkte sich noch weiter.

Das neue Orkantief mit dem Namen DARIA erreichte am Mittag/Nachmittag ganz Westeuropa. Es gab von den Britischen Inseln, über Nordfrankreich und Benelux bis nach Deutschland/Dänemark verbreitet schwere Sturm- und Orkanböen mit sehr hohen Windgeschwindigkeiten, dabei wurden auch neue Rekorde aufgestellt.

An der Nordsee gab es eine Sturmflut.

Vor allem der Süden von England, Belgien und Holland waren von dem Orkan DARIA am stärksten betroffen, hier gab es oft Orkanböen von 120 bis teilweise 170 Km/h, am Ärmelkanal sogar um 190 Km/h!

Orkan DARIA 25. Januar 1990 12 UTC

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In Deutschland traf der Orkan DARIA besonders den Nordwesten, wo verbreitet Böen der Stärke 12 Bft gemessen wurden mit neuen Rekorden, in ganz Westeuropa wurden teilweise Mittelwinde von 8 bis 10, an den Küsten bis 11 Bft gemessen.

In NRW wurden bis heute (2019) nicht mehr solche Windgeschwindigkeiten erreicht, wie beim Orkan DARIA gemessen, auch KYRILL (2007) und FRIEDERIKE (2018) kamen nur teilweise an die Stärke von DARIA heran.

Auf dem Kahlen Asten erreichten die Orkanböen 157 Km/h, in Aachen 150 Km/h und in Essen 148 Km/h!

Auf dem Brocken erreichten die Orkanböen bis 230 Km/h!

Der Orkan DARIA verursachte enorme Schäden und brachte in Europa bis dahin sogar den höchsten versicherten Schaden von 4,4 Mrd. Euro. Dazu gab es 94 Tote und viele Verletzte Menschen durch den Orkan. Auch größere Waldgebiete hatte starken Windbruch, so dass zu mehreren Mio. fm Sturmholz in Europa kam.

Im Südosten von Deutschland war der Orkan DARIA nicht so stark hier gab es meist stürmische Böen, Sturmböen oder schwere Sturmböen, nur auf den Bergen orkanartige Böen/Orkanböen!

Der Orkan DARIA zog weiter Richtung Baltikum und schwächte sich dann ab, die stürmische Westlage hielt auf dem Atlantik und in Europa jedoch weiter an. Südlich von Grönland hatte sich ein neues großes Orkantief mit ca. 950 hpa gebildet.

Nur zweit Tage nach dem Orkan DARIA zog ein weiteres Sturmtief vom Ärmelkanal nach Dänemark und brachte in Benelux und Nordwest-Deutschland wieder teils schwere Sturm- und orkanartige Böen.

Die Schäden waren im Vergleich zu DARIA jedoch gering.

Das große Orkantief bei Grönland/Island verstärkte die Westlage in Europa sogar noch, es war mild und stürmisch auf den Britischen Inseln fast durchgehend Sturm!

Am 1. Februar 1990 zog südlich des großen Sturm-/Orkantief, das mittlerweile zwischen Island und Schottland lag, südlich ein neues Sturmtief Richtung Irland und brachte dort neuen Sturm, doch auch südlich des neuen Sturmtiefs über Irland bildete sich ein kleines Sturm- bzw. Orkantief vor der Atlantik-Küste von Frankreich/Ärmelkanal, zog weiter über Benelux bis zur Ostsee, südlich im Warm-Sektor entwickelte sich dabei ein starkes Windfeld mit verbreiteten orkanartigen Böen und Orkanböen teils über 150 Km/h!

Der Orkan HERTHA brachte von Frankreich bis in den Südwesten/Mitte von Deutschland verbreitet Orkanböen und große Schäden, in den Gebieten war es teilweise der stärkste Sturm seit Jahrzehnten!

Mindesten 30 Menschen starben durch den Orkan in Europa und es war nun der zweite große Sturm innerhalb von 10 Tagen.

Auch dem Atlantik bzw. südlich von Grönland entwickelte sich durch den starken Jetstream ein neues großes Orkantief mit 950 hpa. Während über Südost-Europa ein kräftige Hoch lag, dadurch bleib die stürmische West-/Südwestlage erhalten und es war sehr mild.

Am 7/8. Februar 1990 zog dabei in der kräftigen Südwest-Strömung eine sogenannte Randwelle ( Tief ohne Kern ) vom Atlantik zum Ärmelkanal weiter nach Dänemark, diese Randwelle , kann man als Sturmwelle/Orkanwelle bezeichnen, den südwestlich dieser Welle im Warmluft-Sektor gab es verbreitet schwere Sturm- und Orkanböen, auf dem Brocken wurden wieder 230 km/h erreicht, trotz der hohen Windgeschwindigkeiten bleiben die Schäden, im Gegensatz zu den Stürmen DARIA und HERTHA meist gering, umgestürzte Bäume und beschädigte Dächer gab es natürlich dennoch.

Die Westlage auf dem Atlantik formierte sich immer wieder neu durch den starken Jetstream, dieser wurde durch sehr kalte Luft bei Grönland/Kanada und Nordamerika sowie warme Subtropen und mildes Osteuropa immer wieder aktiviert.

Mehrere Sturm- und Orkantiefs zogen vom 9. bis zum 16. Februar 1990 nach West- und Mitteleuropa und brachten Sturm- und auch Orkanböen, es gab auch größere Schäden durch abgerissene Äste umgestürzte Bäume und auch beschädigte Dächer.

Die Westlage löste sich um den 16. Februar etwas auf, kam jedoch nicht ganz zum erliegen, der ostwärts ziehende Trog der Stürme erreichte Russland, auf der Rückseite konnte kurzzeitig kühle Luft aus Norden nach Mitteleuropa gelangen, da sich jedoch der Jetstream auf dem Atlantik erneut verstärkte, bildete sich wieder ein Orkantief bei Grönland ( positive NAO ) und es West- und Mitteleuropa lagen auf der Vorderseite der Tiefdruckgebiete, so dass es zu außergewöhnlich milden/warmen Temperaturen zwischen dem 18. und 25. Februar 1990, am 23/24.02.1990 wurden im Westen/Südwesten von Deutschland sogar verbreitet 18 bis 22 Grad gemessen!

Dazu war es zwar windig aber meist sonnig und trocken.

Die Sturm- und Orkantiefs zogen meist vom Atlantik Richtung Nordmeer und haben von 17. bis zum 25 Februar nur Großbritannien Sturm gebracht, nur am 21. Februar 1990 gab es im Norden teils Sturm- und schwere Sturmböen.

Die positive NAO verstärkte sich jedoch am 24/25. Februar erneut und ein sehr großes Orkantief lag bei Grönland, südlich davon in der Isobaren-Dichte war bereits südlich von Grönland/Island eine neue Welle entstanden, diese entwickelte sich rasch zu einem neuen Orkantief das Richtung Westeuropa zog und am 26. Februar ca. Irland/Schottland und die nördliche Nordsee mit einem minimalen Kerndruck von ca. 940 hpa erreichte!

Der neue Orkan mit dem Namen VIVIAN brachte am Montag ( In Deutschland Rosenmontag ) den 26. Februar 1990 verbreitet in West- und Mitteleuropa verbreitet orkanartige Böen/Orkanböen von 115 bis ca. 160 Km/h, auf dem Brocken wurden wieder 230 km/h gemessen, das dritte mal innerhalb von nur vier Wochen.

Orkan Vivian 26. Februar 1990 12 UTC

http://www.meteociel.fr/

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In Deutschland fielen die meisten Rosenmontags-Züge aus, oder fanden mit großen Vorkehrungen wegen des Orkan statt.

Es gab verbreitet große Sturmschäden, diesmal wurde auch der Süden und der Alpenraum von dem Windfeld des Orkans erfasst und große Waldgebiete wurde entwurzelt besonders in Baden-Württemberg/Bayern der Schweiz/Lichtenstein und Österreich!

Nördlich von Orkan VIVIAN hatte sich am Nordmeer ein zweiter Kern des Orkans gebildet und zog mit dem Jet weiter Richtung Osteuropa/Russland so das die es in West- und Mitteleuropa auch noch am 27. Februar 1990 zu schweren Sturm- und Orkanböen kam, somit könnte man, aus meteorologischer Sicht VIVIAN als Orkantief mit Doppel-Kern in Einstufen.

Im Trog-Sektor von VIVIAN kam es zur sogenannten herabmischen der kalten Luft aus Nordwesten, der sogenannte Vertikale Impuls-Transport brachte neben den Sturm-/Orkanböen am 26/27. Februar 1990 auch zu kräftigen Regen-, Schnee-, und Graupelschauern in Süddeutschland sank die Schneefallgrenze bis ins Flachland und Orkanböen und Schneefall ließen Millionen Bäume umknicken, auf den Autobahnen kam es zu Kilometer-langen Staus, die Autofahrer standen teilweise Stunden im Sturm und Schnee!

In ganz West- und Mitteleuropa wurden große Schäden an Häusern und in Wäldern durch VIVIAN verursacht. Insgesamt starben durch VIVIAN 64 Menschen. Der Schaden lag bei 1,820 Mrd. Euro es gab zu dem erneut mehrere Millionen fm. Sturmholz.

Es war der 3. Große Orkan innerhalb von 4 Wochen!

Doch im starken Jetstream auf der Rückseite von VIVIAN entwickelte sich auf dem Atlantik ein weiteres Tief, dieses zog schnell nach West-und Mitteleuropa und verstärkte sich zu einem Orkantief.

Der Orkan WIEBKE zog dabei von England, über Holland/Norddeutschland nach Osteuropa und brachte auf seiner Südseite vom 28. Februar bis zum 1. März 1990 verbreitet orkanartige Böen und Orkanböen, so hatten die Windböen von VIVIAN noch nicht nachgelassen, da kamen schon die neuen Windböen von WIEBKE und erreichten Westdeutschland am Abend des 28. Februar 1990.

In NRW wurden bis zu 140/150 Km/h erreicht, auf dem Brocken 202 Km/h, im Südwesten/Süden oft 120 bis 160 Km/h auf den Bergen 160 bis um 200 Km/h, auf den Alpen-Gipfel sogar über 250 Km/h!

Im Norden wo der Kern von WIEBKE herzog waren es meist nur Sturm/schwere Sturmböen!

Der Orkan WIEBKE war in einigen Regionen teilweise noch stärker als der Orkan VIVIAN!

Die ohnehin stark beschädigten Wälder in Frankreich/ Süddeutschland und den Alpen, durch die vergangenen Orkan DARIA, HERTHA und VIVIAN wurden nun teils großflächig entwurzelt!

Vom Sturm Wiebke geworfener Waldbestand aus Fichte und Douglasie bei Plein (Landkreis Wittlich)

Von Michael Fiegle in der Wikipedia auf Deutsch – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=23227044

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In Südwest-Deutschland waren Menschen in Dörfern teilweise von der Außenwelt abgeschnitten und konnten nicht aus ihren Dörfern hinaus-fahren, weil die Straßen von den entwurzelten Wälder komplett blockiert waren, die Telefon-Leitung waren ebenfalls durch Windböen oder umgestürzte Bäume beschädigt, die Bahn musste in Süd-Deutschland den Zugverkehr fast komplett einstellen.

In West- und Mitteleuropa richteten die Orkane VIVIAN und WIEBKE von 26. Februar bis zum 1. März 1990 bis dahin so große Verwüstungen und Schäden an, was den Menschen bis dahin unbekannt war. Die Ausmaße der Waldschäden erreichte in Europa eine neue Dimension von über 120 Mio.fm Sturmholz in 4 Wochen, davon ca. 70/80 Mio. fm Sturmholz alleine in Deutschland.

Insgesamt zogen von Januar bis März 1990 5 ausgewachsene Orkantiefs über West- und Mitteleuropa/Deutschland:

  1. Orkantief DARIA (25/26. Januar 1990)
  2. Orkantief HERTHA (3/4. Februar 1990)
  3. Orkantief JUDITH (8. Februar 1990)
  4. Orkantief VIVIAN (26/27. Februar 1990)
  5. Orkantief WIEBKE (28. Februar / 1. März 1990)

Dazu gab es noch zusätzlich im gleichen Zeitraum kleinere Sturmtiefs mit 8 bis 11 Windstärken!

Der Gesamtschaden der Sturm-/Orkanserie 1990 lag nach Einschätzung der Münchener Rück bei ca. 16 Mrd. Euro in ganz Europa!

Die Müncherner Rück zu den Schäden/Waldschäden der Orkane 1990 im Vergleich zu den Stürmen 1999 ( Tabellen zu Windstärken und Marktschäden/Sturmholz in Europa )

Die Münchener Rück schreibt dazu:

-Der gesamte versicherte Schaden aus der Sturmserie 1990 liegt auf der Basis der Sturmhaftung 1999 „as if“ bei rund 16 Mrd. € und damit um mehr als 50% über den Belastungen der Assekuranz aus „Anatol“, „Lothar“ und „Martin“. Die 1999 Orkane setzen in ihrer Gesamtheit europaweit also keine neue Rekordmarke für die Versicherungswirtschaft.

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Allerdings muss dazu noch gesagt werden, das die Orkane aus dem Dezember 1999 bzw. der Sturmwinter 1999/2000 in Europa deutlich mehr Sturmholz hinterlassen hat, als die Stürme 1990. Die Sturm-/Orkantiefs Januar bis März 1990 haben in Europa über 120 Mio. fm. Sturmholz geworfen, während die Orkane Dezember 1999 knapp 200 Mio. fm Sturmholz geworfen haben, davon hat der Orkan LOTHAR ca. 180 Mio. fm. an Sturmholz geworfen, wovon 140 Mio.  fm Sturmholz alleine in Frankreich geworfen wurden.

Die nachfolgenden Tabelle zeigt Sturmholz-Mengen in Europa seit 1860:

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Die Münchener Rück schreibt folgendes:

„Stürme in Europa – ein (immer noch) unterschätztes Risiko ?

So oder ähnlich lautete für viele (Rück)versicherer nach den Orkanen „Anatol“, „Lothar“ und „Martin“ im Dezember 1999 eine der zentralen Fragen, nachdem das versicherte Schadensausmaß von insgesamt 10 Mrd. € aus diesen Ereignissen feststand. Dabei waren keine zehn Jahre vergangen, seit die Orkanserie von 1990 mit „Daria“, „Vivian“, „Wiebke“ und fünf weiteren Stürmen ebenfalls in Westeuropa eine Schadensbilanz von annähernd 9 Mrd. € (in Werten von 1990) hinterließ.

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Die nachfolgende Tabelle zeigt die Schäden der größten Stürme von 1990 und 1999:

Tabellen Zeichnung bei Sturmwetterblog

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Ein Bericht von 1990 aus NRW zu der Sturmserie 1989/1990:

Die Sturmserie 1989/1990 bliebt vielen Menschen in Erinnerung, sind doch innerhalb kürzester Zeit mehrere verheerende Orkane über Europa hinweggezogen. Hier nun die Berichte dazu.

Winter 1989/1990: Es begann mit Stürmen an der Atlantikküste, in England, Schottland, Frankreich, Spanien und Portugal.

Am Wochenende des 16/17.12.1989 forderten Stürme 35 Todesopfer. Sturmböen von bis zu 180 km/h wurden vor der schottischen Küste am Sonntag gemessen, 6 Personen von einem Fischerboot wurden vermisst gemeldet, das Wrack von Polizeitauchern gefunden. An der britischen Küste ertranken zwei 14jährige, als Wellen sie ins Meer rissen. An der Westküste Frankreichs kam ein Kameramann eines Fernsehsenders bei dem Versuch ums Leben, den Sturm zu filmen, sein Auto wurde ins Meer geschleudert. Ein Mann wurde getötet und neun Personen verletzt, als in Villennes-sur-Seine, 20 km westlich von Paris, das Haus eines Golfclubs einstürzte. Vor der bretonischen Küste geriet ein irischer Kutter in Seenot, ein Besatzungsmitglied wurde vermisst.  Trotz Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Km/h konnte die Crew eines spanischen Containerschiffes in der gleichen Region von Hubschraubern gerettet werden. In Spanien kamen mindestens zwei Menschen ums Leben, in Portugal starb eine Frau unter den Trümmern ihres Hauses, drei weitere ertranken beim Kentern ihres Lastkahns. Weitere Todesopfer sind durch Havarien von Trawlern, einem Autounfall sowie dem Absturz eines Motorseglers zu beklagen. Im Baskenland entfachte der Sturm ebenso wie im südlichen Frankreich schwere Wald- und Buschbrände. Deutschland blieb von diesen Stürmen verschont, jedoch wurden neue Wärmerekorde gemeldet: Freiburg verzeichnet 23°C, Essen immerhin 15°C, und das eine Woche vor Weihnachten.

Es folgt die Serie von Stürmen ab Januar 1990…

(Orkan DARIA)

Donnerstag, 25.01.1990: Orkanböen mit Spitzengeschwindigkeiten von über 200 Km/h fegen über weiter Teile West- und Mitteleuropas hinweg und richten schwere Schäden an. Wetterdienste sprechen später vom bisher schwersten Orkan der letzten Jahrzehnte, der insgesamt 80 Menschen das Leben kostete.

In England, Frankreich, Holland kamen 72 Menschen durch sturmbedingte Verkehrsunfälle und umgestürzte Bäume ums Leben. In London fegte der Orkan einen Jumbo von der Startbahn, die Polizei räumte die Lobby des Unterhauses, da das Dach des Parlamentsgebäudes durch Böen beschädigt wurde; eine Million britische Haushalte waren ohne Strom, etliche Eisenbahnverbindungen fielen aus. Überlandleitungen waren gerissen und Hochspannungsmasten umgeknickt, auf dem Ärmelkanal gerieten Schiffe in Seenot. In Nordfrankreich erschlug ein Baukran einen Arbeiter, ein zwölfjähriges Mädchen starb, als eine Mauer des Schulhauses zusammenfiel, in Paluel rissen Böen den Kamin eines Atomkraftwerkes um. Am Wochenende waren immer noch 320.000 Haushalte in Großbritannien und in der Region um die französische Hafenstadt Calais ohne Strom. Der Gesamtschaden des Sturms wurde allein in Großbritannien von den Versicherungen auf etwa 2 Milliarden Pfund (etwa 6 Milliarden DM) geschätzt. Die staatliche Forstbehörde erklärte, etwa 3 Millionen Bäume seien durch den Orkan entwurzelt worden.

Auswirkungen auch in Deutschland: In der Bundesrepublik wurden 8 Menschen getötet, davon 3 in NRW. In Kalkar wurden durch Blitzschlag und Böen bis 12 Bft zwei Masten der 220-kV-Leitung eines im Bau befindlichen AKW’s umgeknickt, im Ruhrgebiet blockierten entwurzelte Bäume und umherfliegende Plakatwände den Feierabendverkehr, die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Auf den Autobahnen forderte die Polizei Autofahrer auf, Parkplätze anzusteuern. Der Sturm riss auch Oberleitungen ab, so daß im Ruhrgebiet etliche Zugverbindungen ausfielen und Fahrgäste auf Busse umsteigen mussten. In Hannover kamen mehrere Wölfe frei, als der Sturm ihr Gehege beschädigte, mehrere Besucher wurden von ihnen gebissen. Bei Dagebüll in Norddeutschland rutschte ein Teil der Deichkrone ab, Katastrophenalarm wurde ausgelöst und 280 Anwohner evakuiert. In der Ostsee sank ein dänisches Küstenmotorschiff. In Münster wurde ein 17jähriges Mädchen im Wartehäuschen einer Bushaltestelle von einer umstürzenden Pappel erschlagen. Ein 55Jähriger Mann wurde in Hagen von Dachteilen erschlagen, als er in sein Auto steigen wollte. In Düren bei Aachen geriet ein Autofahrer mit seinem Fahrzeug durch eine Windböe in den Gegenverkehr, bei der Kollision kam er ums Leben und zwei Insassen des entgegenkommenden Fahrzeugs erlitten schwere Verletzungen. In Velbert-Neviges zog sich ein Mann schwere Kopfverletzungen zu, als der Wind Teile eines Daches abdeckte und Ziegel durch die Luft wirbelten.

Bis tief in die Nacht leistete die Feuerwehr im Ruhrgebiet Schwerstarbeit. Zahllose Bäume wurden umgestürzt, Plakatwände umgerissen, Dachziegel wirbelten durch die Luft und prasselten auf parkende Fahrzeuge. Abgeknickte Äste versperrten Fahrbahnen, in Duisburg-Rheinhausen drückten die unberechenbaren Böen der Stärke 12 sogar einen Bus von der Fahrbahn, ein Fahrgast wurde bei dem Unfall verletzt. In Mülheim löste der Sturm Wandverkleidungen eines Schulgebäudes, für die Schüler gab es Schulfrei. In Dortmund brach der Verkehr zusammen, auf der B54 lief nichts mehr, der Berufsverkehr stadtauswärts wurde auch hier durch umgestürzte Bäume blockiert, im Dortmunder Stadtteil Berghofen riß der Sturm ein ganzes Dach von einem Wohnhaus, Linienbusse mussten umgeleitet werden. In Bottrop und mehreren anderen Revierstädten wurden Oberleitungen der Bundesbahn zerstört, der gesamte Zugverkehr geriet durcheinander. Allein im Bereich der Bundesbahndirektion Essen verspäteten sich 190 Reisezüge und unzählige S-Bahnen. Eine Passantin geriet auf der B1 unter einen der umgestürzten Bäume und wurde schwer verletzt. Der Ruhrschnellweg bleib bis zum Morgen gesperrt. Drei Menschen mussten aus Autos befreit werden, auf die Bäume und Äste gekippt waren. Als sich das Dach der Dortmunder Polizeipräsidium löste, wurden zwei Feuerwehrleute verletzt. In Witten schlug ein Blitz in die Oberleitung der Strecken nach Dortmund ein, auch hier musste der Zugverkehr umgeleitet werden. In einem Einkaufszentrum in Gelsenkirchen-Buer sorgte Stromausfall für Dunkelheit, findige Händler packten die Weihnachtskerzen wieder aus, sie fanden regen Absatz. Im gesamten Stadtgebiet von Gelsenkirchen war die Feuerwehr innerhalb von 3 Stunden zu 250 Einsätzen ausgerückt. Eine 29jährige Frau wurde von herabfallenden Dachpfannen schwer verletzt. In Hattingen fiel ebenso der Strom aus, Polizei und Feuerwehr registrierten örtliche Unterbrechungen in allen Stadtteilen. In Recklinghausen wurden große Teile des Daches des evangelischen Krankenhauses vom Sturm abgedeckt, die Umgebung wurde gesperrt, um Passanten vor den durch die Luft wirbelnden Dachteilen zu schützen. In Mülheim fiel das Kabelnetz aus, weil die Orkanböen das Leitungsnetz der Post durcheinanderwirbelten, nur noch 8 von 16 Fernsehkanälen waren zu empfangen.

Rechts ein Bild von der B224 bei Dorsten: Auf einer Länge von einem Kilometer knickte der Orkan 15 Bäume um, die Straße musste 5 Stunden lang gesperrt werden.

Bilanz der Opfer allein in NRW: Drei Tote, zahlreiche Verletzte, abgedeckte Dächer, Straßensperren, verspätete Züge und Sachschäden in Millionenhöhe. Die Waldschäden wurden auf 35 Millionen DM geschätzt, insgesamt 3000 Hektar Wald zerstört, eine halbe Million Festmeter Schadholz sind zu beklagen. Die größten Schäden gab es im Hochsauerland und im Siegerland, im Rheinland war vor allem die Nordeifel vom Sturm betroffen, Ostwestfalen und das Bergische Land ebenfalls. ( Die gesamte Waldfläche in NRW beträgt 880.000 Hektar ) Im Duisburger Stadtwald und im Uhlenhorster Wald in Mühlheim gab es schwere Schäden, auf einer drei Hektar großen Fläche stürzten fast alle Bäume um. Wenige Kilometer entfernt wurde die Traglufthalle zerstört, und im Stadtteil Baerl verdrehte der Wind die hölzernen Flügel einer alten Windmühle.

Im Duisburger Stadtgebiet Blackout: Aus zunächst noch ungeklärter Ursache blieben weite Teile der Stadt 40 Minuten lang im Dunkeln – vom Stromausfall betroffen: Telefone, Ampeln, Straßenbeleuchtung und Wohnhäuser. In der am „langen Donnerstag“ gut besuchten Innenstadt tasteten sich die Kunden mühsam voran. Gerüststangen und Bohlen fielen von einem  eingerüsteten 16stöckigen Hochhaus auf der Königsstraße herab. Die Ursache des Stromausfalls wurde später ermittelt: Im Freileitungsnetz des Stromversorgers hatten Seilschläge einen Kurzschluss ausgelöst. Um 19:08 Uhr gingen in fast daraufhin in fast allen Stadtteilen die Lichter aus: In Wohnhäusern, Büros, Geschäften und Straßen wurde zappenduster, die Telefone waren tot, Straßenbahnen standen, der Hauptbahnhof stand still. nur in wenigen Kaufhäusern und Konzernzentralen sorgten Notstrom-Aggregate für spärliches Licht. Erst gegen 20:37 Uhr kehrte der Strom auch in die letzten Stadtteile zurück, in der City bereits schon um kurz vor halb neun. Polizei und Feuerwehr waren mit allen verfügbaren Fahrzeugen im Einsatz, die Zentralen verzeichneten pausenlose Notrufe, dennoch wurde niemand schwer verletzt, so ein erstes Fazit. Die Atmosphäre während des Stromausfalls sieht gespenstisch aus: Menschen bewegen sich vorsichtig auf der Königsstraße, hier und da flackern Lichter von Fahrrädern auf, die Leuchten wiegen sich im tosenden Wind. Vor dem eingerüsteten Calderoni-Hochhaus sammelt sich schnell eine Menschenmenge. Bedrohlich wirken die flatternden Geräusche der Schutzplanen, dann sperrt die Feuerwehr den davorliegenden Averdunk-Platz ab, weil herabfallende Teile für Fußgänger lebensgefährlich sein können. Die Stimmung in den Geschäften ist seltsam – Mitarbeitet haben Kerzen angezündet, Türen verschlossen; in größeren Kaufhäusern sorgen Notstromaggregate für etwas Beleuchtung, Kassen funktionieren jedoch nicht, Passanten trauen sich jedoch nicht nach draußen. Der Hauptbahnhof liegt in totaler Finsternis, Autos der Bahnpolizei leuchten in die Halle hinein, auf den Bahnsteigen stehen die Züge, die Strecke wurde durch Oberleitungen versperrt. Bis 21:00 Uhr waren 300 Feuerwehrleute pausenlos im Einsatz, insgesamt 500 Einsätze waren bis dahin schon geleistet, ein Ende nicht abzusehen. In den Krankenhäusern herrschte Ruhe, auch hier erhielten Notstromaggregate den Betrieb aufrecht. Sämtliche Monteure des Stromversorgers waren die ganze Nacht im Einsatz. Die B8 im Süden der Stadt war voller Autos, die sich aneinanderreihten, weil auch hier etliche Bäume umgestürzt waren, auch Taxis kamen nicht voran. Im Duisburger Süden fiel der Strom ganze 2 Stunden aus, mehr als 1 Stunde länger als in der Innenstadt. Viele Familien zündeten Kerzen an und machten sich bei einer Flasche Wein einen gemütlichen Abend. Erhebliche Schäden gab es auch an der Neubautrasse der A59, der Untergrund wurde durch den Orkan abgetragen.

[ Anm. des Autors: Ich war zu dieser Zeit 19 Jahre alt und wir wohnten im Duisburger Süden, der Stromausfall betraf also auch uns; wir lebten in einer Hochhaussiedlung direkt an der A59 und konnten nicht nur unseren eigenen Stromausfall, sondern auch den kompletten an der Autobahn und der gegenüberliegenden Anlage der Deutschen Bundesbahn ausmachen; wir zündeten ebenfalls Kerzen an, die Stimmung war gespenstisch, Fenster konnten wir nicht öffnen, weil der Sturm ums Haus fegte, auf dem Balkon flog herum, was nicht gesichert war; auf der Rückseite des Blocks, der wie ein rundes Omega angeordnet war, wirbelte der Sturm immer wieder mit erhöhter Wucht durch; feinen Sprühregen, zeitweise auch stärker werdend, peitschte der Wind gegen die Fenster; immerhin ermöglichte uns ein batteriebetriebenes Radio die Verbindung nach draußen; ich wohnte ja zusammen mit meinen älteren Bruder noch bei meinen Eltern, und wir setzten uns im Esszimmer zusammen und redeten, spielten Karten, warteten auf das Ende des Stromausfalls ]

(Orkan Hertha)

Der zweite Orkan kam am Wochenende vom 03.02. auf den 04.02.1990: Schwere Stürme hielten schon seit mehr als einer Woche über Großbritannien an, Zentrum des Tiefs am Freitag, 02.02.1990 über Schottland, und schon am 01.02.1990 waren Böen von über 200 Km/h über Irland und die britische Westküste gejagt. Schwere Regenfälle gingen über die Grafschaften Worcestershire und Herefordshire nieder, wo die Flüsse Severn und Wye über die Ufer traten, es kam zu ausgedehnten Überschwemmungen.

Das Wochenende dann brachte den zweiten Orkan über Mittel- und Westeuropa: In Frankreich starben allein mindestens 23 Menschen, in der Bundesrepublik 6 Menschen, Dutzende wurden verletzt. In Frankreich maß der Sturm Windgeschwindigkeiten von über 180 Km/h, auf der Seine schlugen die Wellen wie am Meer, so die Überschrift damals. In der BRD waren waren vor allem Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Bayern betroffen. Am spektakulärsten aber war  wohl der Schaden an der berühmten Kathedrale von Chartres zu beklagen, wo Orkanböen zwei Löcher in das Dach rissen – mehrere, 200 kg schwere Kupferplatten flogen auf die Straße. In der Bundesrepublik entwurzelte der Sturm tausende von Bäumen, vier Menschen wurden allein von Bäumen erschlagen, zahlreiche Autofahrer wurden vom Sturm überrascht und in Unfälle verwickelt. Hausdächer wurden abgedeckt, Oberleitungen und Antennen rissen ab, Schilder, Baugerüste und Dachziegel wirbelten durch die Luft und beschädigten Autos. Erst vor einer Woche war der erste Orkan über West- und Mitteleuropa gezogen und kostete 90 Menschen das Leben, so die neueren Angaben. Diesmal war insbesondere Paris betroffen, Menschen haben sich nicht erinnern können, einen solch schweren Sturm je erlebt zu haben – die Seine schlug Wellen wie am Meer, der Eifelturm schwankte und zwei Glaskuppeln des Industrie- und Technikmuseums La Villette gingen zu Bruch. Wie schon an der Kathedrale von Chartres wurden auch an den Dächern der Kathedrale von Chalons-sur-Marne und des Hauptquatiers der Pariser Feuerwehr starke Beschädigung ausgelöst. Der Zoo im Bois de Vincennes und der Sonntags gut besuchte Park du Luxembourg wurde geschlossen, mehrere alte Bäume waren umgestürzt. Ein Jumbo der PanAm unterbrach seinen Start am Ende der Piste rechtzeitig, nachdem der tosende Wind zwei Meter von einem Flügel abgerissen hatte. Die meisten Todesopfer waren durch fallende Bäume, Windböen, die sie von der Fahrbahn wehten sowie, in den Städten durch herumfliegende Reklametafeln zu beklagen. Auf das Dach eines Hauses in Villecresnes in Val-de-Marne stürzte eine 200 Jahre alte Zeder und tötete ein 18jähriges Mädchen, in Rosny-sous-Bois bei Seine Saint-Denis wurde eine ältere Frau von einem Fensterladen erschlagen, in Ergue-Guaberic bei Finistere starb ein Mann bei der Reperatur einer Antenne auf dem Dach, von dem er heruntergeweht wurde. In Villeneuve-Saint-Georges bei Val-De-Marne wurde eine 15köpfige Jugendgruppe durch Schnittwunden verletzt, als die Fensterfront eines Schwimmbades eingedrückt wurde und Glasscherben durch die Halle flogen. In der Bretagne waren alle großen Städte betroffen, Nantes zum Beispiel war, einige andere Orte waren vom Stromausfall betroffen., insgesamt waren über 2 Millionen französischer Haushalte ohne Strom. Nach dem Sturm musste sich die französische Regierung mit schweren Vorwürfen auseinandersetzen, weil trotz Vorwarnungen der Wetterdienste keine Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden waren und durch Sorglosigkeit ein Teil der vielen Toten verursacht wurden. Die Regierung antwortete mit dem Argument, dass die immensen Auswirkungen im Landesinneren nicht vorauszusehen waren, zudem hätten viele Menschen gegen die elementarsten Vorsichtsregeln verstoßen. Zugegeben wurde allerdings, dass Frankreich ein besseres System für Unwetter-Vorwarnungen benötige und der Informationsfluss zur Bevölkerung verstärkt werden müsse. Besonders schwere Schäden verursachte der Orkan auch im Schloss von Versailles und dem weitläufigen Park. Zahlreiche Fenster gingen im Schloss zu Bruch, Teile der Bleidächer wurden abgedeckt, im Park wurden mehr als 600 Bäume entwurzelt. In Großbritannien war es bereits seit 1 Woche durch den Sturm und Überschwemmungen zu Schäden gekommen. In Gloucester nordwestlich von London war das gesamte Wochenende in Alarmbereitschaft, der Fluss Severn, der durch die Stadt fließt, hatte mit 5 Metern über normal seinen höchsten Stand seit 22 Jahre zu vermelden und flussaufwärts war er schon 2 Tage zuvor über die Ufer getreten, weite Landstriche der Grafschaft Gloucestershire und Worcester wurden überflutet.

100 Ortschaften im polnischen Bezirk Stettin waren ohne Strom, und in Häfen von Stettin und Swinemünde musste die Arbeit der Ladekräne wegen starker Windböen eingestellt werden.

Der Südwesten und Westen Deutschlands war vom Sturm hierzulande am meisten betroffen, während der Norden und Berlin weitgehend verschont blieben. Die Windböen erreichten Spitzengeschwindigkeiten von 160 Km/h, und sorgten für zahlreiche Verletzte. Ein 36 jähriger Mann kam in Frankfurt ums Leben, als ein Baum auf sein Auto stürzte, ein 29jähriger Feuerwehrmann kam beim Wegräumen von entwurzelten Stämmen ums Leben, als er von einem Baum erschlagen wurde. In Sachsenhausen erlitt ein Rentner einen tödlichen Herzschlag, als direkt vor ihm ein Baum auf die Straße stürzte, in Bad Kissingen und Kaiserslautern wurden 2 Autofahrer durch umstürzende Bäume getötet, in der Nähe von Koblenz raste ein Fahrer in einen Stamm und sein Beifahrerin erlitt tödliche Verletzungen. Über 1 Million DM Sachschaden verursachte der Sturm im Kreis Offenbach, als während eines Handballspiels im Ort Dreieich-Götzenhain eine Sturmböe das Dach der Sporthalle, in der sich zu dem Zeitpunkt 100 Zuschauer befanden, abriss. Der Rhein-Necker-Raum war diesmal noch schwerer betroffen als beim ersten Orkan.

Anfang Februar dann der dritte Sturm: Zunächst beherrschten warme, vorfrühlingshafte Temperaturen den Monatswechsel, mit Temperaturen von bis zu 15°C erinnerte die Jahreszeit nicht an den Winter.

Meteorologen sagten dann für Donnerstag, den 8.2.1990 den nächsten Sturm voraus, mit Windgeschwindigkeiten von 80 bis 100 Km/h sollte er über NRW ziehen, an knackig-kalten Winter glaubte niemand von ihnen mehr in diesen Tagen. Wie schon die beiden Winter vorher wird auch der von 1990 in der Bilanz ehr milder sein, so sagte man – die Ostsee eisfrei, die Nordsee warm, mildes Klima über Russland. Für eine Umstellung benötigt das Wetter an die 1 bis 2 Wochen, doch es gibt kaum etwas, was dafür sprach: Bis zu 15°C in den Innenstädten, am vergangenen Montag mit 13°C in Essen sogar der wärmste 5. Februar seit Beginn der Messung vor 80 Jahren. Verantwortlich dafür ein Tief über dem Atlantik, welche warme Luft aus dem Süden mit kalter aus Ostgrönland vermischt und Sturm entstehen lässt, der wiederum die warme Luft sehr schnell nach Mitteleuropa weht, in Verbindung mit Dauerregen. Meteorologen bezeichnen diese Lage nicht als ungewöhnlich, schon in den 70’er Jahren gab es eine Serie ungewöhnlich warmer Winter. Allerdings belastet die milde Witterung viele Menschen, insbesondere ältere haben mit Kreislaufprobleme zu kämpfen, es gibt mehr Schlaganfälle und Herzinfarkten.

Der neuerliche, dritte Sturm fegte zuvor über die Britischen Inseln, in der Nacht zum Mittwoch tobte er mit Windgeschwindigkeiten von 160 Km/h über Südwest-England und Wales, viele Bahndämme wurden überflutet, hohe Lastwagen mussten in der Grafschaft Gloucestershire nordwestlich von London einen 100-km-Umweg in Kauf nehmen, weil eine Brücke über den Fluss Severn wegen des Sturms gesperrt wurde. Luftkissen- und Tragflügelboote hatten ihren Fährbetrieb auf dem Ärmelkanal eingestellt. Viele Briten mussten das durch ihre beschädigten Dächer hereinlaufende Regenwasser mit Eimern und Lappen auffangen, da die Dachdecker voll ausgelastet waren und mehrere Tage für neue Aufträge benötigten.

In NRW raste der Sturm mit bis 160 Km/h durch Land, hier gab es zwei Todesopfer. In Hürth bei Köln wurde ein Radfahrer von einer Windböe gegen einen LKW geschleudert und tödlich verletzt; bei Gütersloh wurde ein Arbeiter vom Dach geweht, er war sofort tot. Auf der Autobahn Würzburg-Fulda (A7) warf der Sturm einen LKW um.

Am 12. Februar 1990 erneuter Sturm: Das Wetteramt Essen kündigte für NRW Sturmböen mit Geschwindigkeiten von 80 Km/h an, in der Nacht zu Montag soll der Sturm mit 120 Km/h übers Land gefegt sein.

Regen und Temperaturen um 5 bis 7°C sind angesagt, in den Mittelgebirgen jedoch Temperatursturz, Sauerland und Eifel meldeten Frost und Schneefall, in den Hochalpen wurde es richtig winterlich: Ein Schneesturm mit Temperaturen von 12 Grad unter Null brachte gute Aussichten für Wintersportler. Kehrseite: Lawinengefahr. Am darauffolgenden Mittwoch brachten die Orkanböen in Mittel- und Süddeutschland Millionenschäden, ebenso wie in Österreich, dort waren Alpentäler von der Außenwelt abgeschnitten, Skilifte wurden stillgelegt. Zeit fürs Aufräumen bleibt kaum, für den Donnerstag erwarten die Experten den nächsten Sturm. Der ADAC meldete für Österreich 11 Pässe wegen erhöhter Lawinengefahr gesperrt, am Mittwoch mussten die Zufahrten zu den Arlbergorten Stuben, Rauz, Zürs und Lech gesperrt werden. In den französischen Alpen kamen vier Menschen durch Lawinen Leben, das Schweizer Unter-Engadin wurde von der Außenwelt abgeschnitten. In der gesamten Alpenregion kam es zu vielen Unfällen auf verschneiten Straßen und Autobahnen, in Tirol fielen allein innerhalb von 24 Stunden zwischen 15 und 90 Zentimeter Neuschnee.

(Orkan Vivian)

Montag, 26. Februar 1990 – ein etwas anderer Sturmbericht. Karneval 1990 – eigentlich ein Ereignis, wie es jedes Jahr stattfindet, wenn die Jecken das Zepter für ihre 5. Jahreszeit in die Hand nehmen. Im Februar 1990 jedoch unter anderen Vorzeichen und kämpfend mit den Unbilden der Natur.

Am 26. Februar 1990 kam Vivian übers Land. In der Bilanz wird man nachher von 64 Toten europaweit sprechen, die Folge von „Vivian“, dem Orkan der mit bis zu 150 km/h über Europa fegte. In der Reihenfolge ist es offiziell der vierte Orkan innerhalb von 4 Wochen, der kleinere Sturm vom 8. Februar nicht mitgerechnet.

Vivian verursachte Schäden großen Ausmaßes: Europaweit Millionenschäden, im Ruhrgebiet endete der Rosenmontagszug im Gewitterhagel und Hamburg bereitet sich auf eine schwere Sturmflut vor. Der Orkan hinterließ entlang der Küsten und auf dem Festland sowie auf den Britischen Inseln eine Schneide der Verwüstung, die meisten Todesopfer wurden im Inselreich gezählt, 12 Menschen kamen dort ums Leben, viele Schulen blieben dort geschlossen. In Deutschland riss der Sturm fünfzehn Menschen in den Tod, und auch aus Frankreich, Belgien, Holland, Irland und der Schweiz wurden Todesopfer gemeldet. In Belgien riss der Sturm alleine vier Menschen in den Tod. Eine 30jährige Frau starb beim Einsturz des Till-Eulenspiegel-Museums in Damme, in Neu-Isenburg (Kreis Offenbach) und auf einer Baustelle des DDR-Atomkraftwerkes Greifswald stürzten Kranführer aus 40 und 60 Metern Höhe in den Tod, als der Sturm ihre Geräte umwarfen. Im Duisburger Hafen wurde ebenfalls ein Kran umgeweht, der Fahrzeugführer erlitt schwere Verletzungen. Die Orkanböen knickten Bäume wie Streichhölzer, mehrere stürzten auf Autos und erschlugen die Insassen und zahlreiche Dächer wurden abgedeckt. Im westfälischen Steinfurt stürzte eine Mittelalterliche Kirche ein und viele Orte waren Stundenlang ohne Strom. In Straßbourg wurden 20 Menschen zum Teil schwer verletzt, als eine von einer Sturmböe abgeknickten 20-Meter-Platane auf einen vollbesetzten Linienbus stürzte. In Magdeburg wurde eine Frau unter einer einstürzenden Mauer begraben, in vielen Orten der DDR wurden Freileitungen beschädigt, es kam zu Stromausfällen. Zu erheblichen Behinderungen kam es im Schiffsverkehr: Die Fährverbindungen zu den ostfriesischen Inseln sowie auf Elbe und Weser mussten eingestellt werden, in Emden und Bremerhaven rissen rissen sich zwei große Frachter aus ihren Vertäuungen los, mehrere Schiffe gerieten bei dem Unwetter in der aufgewühlten Nordsee in Seenot. Die Fähre zwischen Liverpool und Belfast war in der Nacht zu Montag wegen der schweren See zur Umkehr gezwungen, alle weiteren Überfahrten wurden bis auf weiteres abgesagt. Die niederländische Fluggesellschaft KLM sagte 15 Kurzstreckenflüge ab.

Viele traditionelle Rosenmontags-Umzüge mussten aus Sicherheitsgründen abgesagt werden – In Düsseldorf und Bonn fiel das närrische Treiben dem Unwetter ebenso zum Opfer wie in vielen Revierstädten, allein in Bottrop machten sich 20.000 Karnevalisten trotz der Unbilden der Natur auf den Weg zum Umzug. In Mainz setzte er sich pünktlich in Bewegung, in Köln jedoch mit zweistündiger Verspätung und in stark abgespeckter Form. Veranstalter mussten in Zusammenarbeit mit der Polizei viele Umzüge absagen, „die großen Aufbauten stellen bei einem solchen Sturm für die Menschen auf dem Wagen und am Straßenrand ein unkalkulierbares Risiko dar“, so die Begründung eines Polizeisprechers. Dort, wo die Umzüge stattfanden, waren es weit weniger Teilnehmer als in den Jahren zuvor, in Köln wurden die Pferde ebenso wie größere Prunkwagen in den Ställen belassen.

Lange Gesichter gab es bei den Gänsereitervereinen in Höntrop und Sevinghausen: Zum ersten mal seit 1969 musste das traditionelle Gänsereiten in Wattenscheid vom freien in die Halle verlegt werden. Die Dorstener Karnevalisten sagten: „Das ist noch nie dagewesen“, als sie ihren Umzug absagen mussten, nachdem morgens auf dem Weg zum Prinzen-Aufwiegen bereits ein Wagen umgekippt war. Dort wollte man den abgesagten Zug an einem noch nicht festgelegten Tag im April oder Mai nachholen. Zerrissene Schirme statt tanzender Pappnasen, leergefegte Straßen statt schunkelnder Narrenmassen auch in Herne, wo der Umzug weitgehend ins Wasser fiel. In Dortmund sagte der Festausschuß den Rosenmontagszug gegen 12:55 Uhr ab, denn Sturmböen hatten schon etliche Bäume entwurzelt und Plakatwände aus Verankerungen gerissen. Die B1 musste dort mehrere Male für kurze Zeit gesperrt werden – Tausende warteten vergeblich an der Zugstrecke. Etliche Motivwagen in Velbert wurden schon bei der Aufstellungsparade von den Böen zerfetzt, wegen der vielen Arbeit jedoch, die die Vereine in die Vorbereitungen investiert haben, sollte der Zug am 3.03.1990 auf dem Forumsplatz nachgeholt werden. „Närrische Blumenpracht“ in Gelsenkirchen, sie wurde ebenfalls vom Winde verweht. Gegen 12:36 Uhr stand fest: Der Zug wird nicht rollen. Die Enttäuschung stand dem Festkommitee und den Teilnehmern ins Gesicht geschrieben. In Essen wurde der Umzug kurz vor 13:00 Uhr abgesagt, auch der zweite Zug in Essen-Kupferdreh wurde abgesagt. In Recklinghausen hatten die Verantwortlichen bis zum Schluss gehofft,, doch dann fällte der Sturm am Versammlungspunkt einen Baum, der auf einen Wagen des Elferrates stürzte, verletzt wurde zum Glück niemand, der rekordverdächtige Umzug mit 2 km Länge startete auch hier nicht. In Mülheim wurde ein Teil der 50 verschiedenen Festwagen, die eigentlich durch die Innenstadt ziehen sollte, schon auf dem Sammelplatz zerlegt und der Plan, den Zug am Dienstag nachzuholen, scheiterte ebenfalls. In Hattingen rollte der Zug, jedoch waren es diesmal nur 10.000 Zuschauer und einer abgespeckte Version der teilnehmenden Gruppen. In Düsseldorf musste der Zug abgesagt werden, mehrere Wagen waren umgekippt und vollkommen zerstört. In Duisburg hatte der Karnevalsprinz Peter V. Tränen in den Augen, als der Zug abgesagt wurde. bei der Einsatzleitung hatten sich Meldungen über herabfallende Dachziegel und Schornsteine gehäuft, im Polizeifunk war die Rede von „tieffliegenden Ziegeln“. Heftige Regenschauer und peitschende Windböen sorgten für das Ende der karnevalistischen Träume. Viele von weit her angereiste Gruppen aus Oberschleißheim in Bayern, Winterthur in der Schweiz, aus Belgien und den Niederlanden marschierten rasch Richtung Innenstadt zum „Närrischen Heerlager“, das dort vorzeitig begann. „So viele Monate Arbeit können doch nicht einfach von einem ‚hergewehten‘ Sturm weggefegt werden“, so die Stimme von manchen Wagenbauer. Kurz vor 13:30 Uhr noch einmal der Anruf beim Wetteramt Essen, „die Windböen bleiben weiterhin unberechenbar“ und der Zugleiter musste dann endgültig die Wagen zum Stehen bringen. Das erste Mal seit 1962, seit der Sturmflut von Hamburg, das es keinen richtigen Karnevalszug gab.

Die Schäden in Duisburg wurden als vermutlich höher als Ende Januar beim ersten Orkan bilanziert, im Duisburger Norden waren seit elf Uhr bis in den späten Nachmittag hinein Polizei und Feuerwehr im pausenlosen Einsatz unterwegs. Ein Dutzend Fahrzeuge wurde durch Dachtrümmer teilweise total beschädigt, manche PKW wurden durch Betonstücke auf „Metermaß“ zusammengequetscht, in einem Fahrzeug saß noch ein Verletzter. In der Hamborner Straße an der Abtei ragte plötzlich ein dicker Ast in die Stube, die acht Meter hohe Linde hatte sich aus dem Bürgersteig gelöst und war auf das gegenüberliegende Haus gestürzt. An der naheliegenden Abfahrt der A2 blockierten acht umgestürzte Bäume die Fahrbahn, in Wehofen lag ein Baum quer über der Straße, an einer Hochspannungsleitung, die beschädigt wurde, wurden in Walsum „Blitze“ gesichtet, in Marxloh sperrte die Polizei eine Straßenecke ab, nach dem der Sturm die Leuchtreklame eines Warenhauses abgerissen hatte und spitze Plastikstücke herunterfallen ließ. Hochfeld kippte der Sturm einen Verladekran auf dem Gelände der Kupferhütte um, der Kranführer wurde schwer verletzt, der Ausleger beschädigte zusätzlich ein Schiff, das am Kaiufer vertäut war. Am Dienstag um 11:50 Uhr waren erstmals alle Fahrzeuge der Duisburger Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehr, auf den Wachen, jedoch dauerte die Ruhe nur 30 Minuten. Dann hatte wieder eine Böe einen dicken Baumstamm auf eine Fahrbahn gestürzt. Über 400 Einsätze wurden aufgezählt, bis zu 270 Leute waren im Einsatz, und selbst das eigene Dach der Feuerwehrwache III in Hamborn war beschädigt. In der Duisburger-Beecker Theodor-König-Schule musste der Unterricht bis zum darauffolgenden Montag abgesagt werden, das Flachdach des Gebäudes wurde zum Teil abgerissen, Regenwasser zog in die Isolierung und die Deckenverkleidung löste sich in den Klassenräumen, inzwischen in vielen Räumen der Schule, wo das Wasser durchgesickert war. Abgerissene Lüftungsstutzen, Bleifüße der Blitzableiter und Dachpappe bildeten die verstreute Abfallmasse, die mehrere LKW Ladungen umfasste. Zurück zur Gesamtsituation in Europa: Ein Wetterexperte sagte, dass Sturm im Winter normal sei, aber nicht viermal in vier Wochen. Ein Klimaforscher meinte, dass die Serie von Stürmen noch 20 Jahre lang andauern könnte, ein britischer Professor ermittelte einen Zyklus von jeweils 100 Jahren, die Windböen könnten, gemessen an den Statistiken sogar noch schlimmer werden und Geschwindigkeiten von 270 Km/h erreichen. Der Forscher hatte Wetterinformationen der vergangenen 600 Jahre aus Schiffsdokumenten, privaten Tagebüchern und anderen Papieren gesammelt. Die bisher verheerensten Stürme wurden danach in Großbritannien im Dezember 1703 registriert, möglicherweise gegen Ende eines solchen 100jährigen Zyklus, damals starben rund 8000 Menschen. Die Ursachen seien noch nicht erforscht, so der Experte, es wird für möglich gehalten, dass Turbulenzen auf der Sonne in irgendeiner Weise dafür verantwortlich sind. Über den direkten Zusammenhang zwischen Sonnenturbulenzen und Erdklima ist noch nicht viel bekannt. Die Sturmflut an der deutschen Nordsee blieb zwar aus, doch in den Niederlanden wurde bei schweren Orkanböen am Dienstag-Abend wieder Alarm gegeben, die Behörden erwarten die schlimmste Sturmflut seit drei Jahrzehnten. Auch über München und Bayern fegte ein Sturm hinweg und in der Schweiz warfen Orkanböen Waagons des Glacier-Express und eines zweiten Personenzuges auf dem Oberalp-Pass (Kanton Uri) um, mehrere Menschen wurden dabei verletzt. An der nordwalisischen Küste wurde der gesamte Ort Colwyn mit seinen 2000 Einwohnern über 1,50 m hoch überflutet, die gerettet werden mussten, hunderte Einwohner wurden von Soldaten, Feuerwehrleuten und freiwilligen Helfern nachts in Sicherheit gebracht, nachdem turmhohe Brecher eine 100 Meter lange Bresche in die Küstenverstärkung geschlagen hatten. Hubschrauber der Royal Air Force waren im Einsatz, Fischerboote und Kähne brachten 400 Menschen, die in den am ehesten bedrohten Ortsteilen wohnten, in Sicherheit. Die Helikopter flogen 37 ältere und gebrechliche Menschen aus, andere mit ein wenig Habe, was tragbar war, wurden durch kniehohes Wasser geführt, und wegen Unterkühlung und Schocks wurden viele in Krankenhäuser gebracht. In einem Gemeindehaus sowie in Schulen und Altenheimen wurden Notlager für über 1000 Menschen eingerichtet, viele wurden auch von Freunden und Verwandten aufgenommen. Eine Anwohnerin berichtete: „Es war entsetzlich. Mit 15 Leuten waren wir vier Stunden in einem Büro eingeschlossen und die Wellen dröhnten gegen die Tür.“

Die Einwohner des Dorfes Dagebüll in Nordfriesland lebten unterdessen weiter in Angst vor der nächsten Flut: „Wenn der Orkan letzte Nacht nicht gedreht und weiter aus Südwesten geweht hätte, dann wäre der alte Deich diesmal mit Sicherheit gebrochen“, so Stimmen aus dem Ort an der Nordseeküste. Erst bei der Flut am 26. Januar war die Befestigung (im Jahr 1724 erbaut) mit 120.000 Sandsäcken geflickt worden und würde nach Angaben der Bewohner einer schweren Flut mit extremen Wasserständen nicht mehr widerstehen können. Vorsorglich wurden in dem Ort über 100 Menschen in Sicherheit gebracht, als das Wasser gegen 2 Uhr nachts über die Deichkrone schwappte. Auch auf Helgoland hatte die Sturmflut Millionenschäden verursacht, der Turm der evangelischen Kirche wurde großflächig beschädigt. Die Landungsbrücke, über die im Sommer der Personenverkehr abgewickelt wird, war teilweise abgesackt, die Befestigung des Südstrandes der Insel waren fast komplett zerstört und man rechnete mit Sandverlusten von 350.000 Kubikmetern auf der Düne. Ein Lokal in Wenningstedt auf Sylt stand nach dem Sturm nur noch 3 Meter von der Kante des Roten Kliffs entfernt, im Ort Kampen forderten die Stürme schon bisher zwischen 14 und 16 Meter Sand und Felsen; erst am Montag angereiste Feriengäste in der Gegend mussten wieder abfahren.

(Orkan Wiebke)

Donnerstag, 01.03.1990: Nachdem am vorangegangenen Tag noch „Vivian“ weiterhin Schäden in Europa angerichtet hatte, nachdem die Orkane der letzten Wochen allein in NRW an jedem zweiten Haus leichte, an jedem vierten Gebäude größere Schäden angerichtet hatte, drohte nun der nächste Orkan – „Wiebke“.

Meteorologen warnten am Mittwoch vor orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten bis zu 120 Km/h, betroffen diesmal hauptsächlich die Mitte und der Süden von Deutschland. Langanhaltende Niederschläge, je nach Höhe und Region als Regen oder Schnee, sollten damit einhergehen.

Als „Wiebke“ dann in der Nacht zum Donnerstag über Europa hinwegfegte, hinterließ der Orkan eine Schneise der Verwüstung erneut waren 15 Tote zu beklagen, allein vier davon in der Bundesrepublik. Vom Atlantik her kommend wehte der Sturm mit bis zu 200 Km/h über Nordfrankreich, Belgien, Holland und die Bundesrepublik hinweg und zog dann in den Süden der DDR und nach Österreich weiter, über dem Mittelmeer tobte er sich dann aus. Allein in dieser Woche waren schon 79 Menschen in Europa zu Tode gekommen, die Schäden in der Bundesrepublik gingen inzwischen in die Milliarden. Hundertausende kamen am Donnerstag zu spät zur Arbeit, „Wiebke“ richtete vor allem in Bayern und Hessen riesige Schäden an. In Bayern wurden Lastzüge von Autobahnen gedrückt, in mehreren Orten brachen Kirchtürme zusammen, Stromleitungen wurden zerfetzt, Waldgebiete regelrecht umgemäht; im ganzen Land gab es schulfrei. In Hessen waren am Donnerstag unzählige Bäume umgestürzt, Straßen blockiert, auf Autobahnen Frankfurt-Mannheim lagen die Stämme kreuz und quer über der Fahrbahn, auch die meisten Züge im Bundesland fielen wegen blockierter Gleise aus.

In Bayern, wo diesmal der Schwerpunkt der Schäden lag, kam der Verkehr fast vollkommen zum Erliegen und ganze Landesteile waren am Morgen ohne Strom, die Kinder bekamen schulfrei. Auf der Autobahn Fulda-Würzburg schleuderte eine Orkanböe einen LKW mit radioaktiver Ladung von der Fahrbahn, erste Messungen ergaben zum Glück kein Austreten von Strahlung. Über den 1493 Meter hohen Feldberg im Schwarzwald fegte der Orkan mit Böen um 200 Km/h hinweg, danach gab es noch heftigere Böen, die allerdings nicht mehr nachvollzogen werden konnten, weil ein Blitz in den Turm der Wetterstation eingeschlagen war und den Windmesser außer Gefecht gesetzt hatte.

In den meisten Städten des Ruhrgebiets wurden dagegen trotz Böen von bis zu 140 Km/h weniger Sturmschäden gemeldet als bei den vorhergehenden Orkanen. „Wir haben hier die stärksten Böen in ganz NRW gemessen, aber merkwürdigerweise ist das Ruhrgebiet glimpflich davon gekommen“, so das Wetteramt Essen. Eine Erklärung war, dass schon bei den vorherigen Orkanen viel zu Bruch gegangen war. Auch die Anzahl der Einsätze spiegelt dies wieder: Die Gelsenkirchener Berufsfeuerwehr zählte 60, am Montag zuvor waren 180 und zusätzlich war noch die freiwillige Feuerwehr nötig. Allerdings wurde gemeldet, dass diesmal sogar große völlig gesunde Bäume umgeweht wurden. „Da haben nun schon mehrere Orkan dran gerüttelt, so das die Wurzeln locker waren“, so ein Sprecher der Essener Feuerwehr. Viele Glasscheiben gingen in dieser Nacht zu Bruch, so manche große Fläche hielt den Böen nicht stand, in einem Wohnzimmer in Duisburg flogen Fenster und Mobiliar beim Glasbruch bis zu drei Meter weit, ein einziges Chaos offenbarte sich.

In anderen Landesteilen gab es jedoch wieder Tote, in Monschau in der Eifel wurde ein Mann der freiwilligen Feuerwehr von einem umstürzenden Baum erschlagen, ebenso ein Waldarbeiter in Aschaffenburg. In Mönchengladbach erlitt ein Frührentner einen Herzinfarkt beim Versuch, sein Dach zu reparieren, er stürzte ab und starb. Am Düsseldorfer Flughafen donnerte das Vordach des Frachtzentrums auf einen Parkplatz und beschädigte viele Autos. Bei Kleve und Wesel ging zeitweise das Licht aus und Telefone standen still – Leitungen waren vom Wind zerfetzt und die Hauptvermittlung der Post bei Sturmschäden zeitweise außer Betrieb gesetzt.

In Duisburg tobte sich der Orkan besonders im Stadtteil Neudorf aus – allein in der denkmalgeschützten Einschornsteinsiedlung in der Richard-Wagner-Straße verursachte er Schäden von insgesamt 200.000 DM. Die Leitstellen von Polizei und Feuerwehr waren in der Nacht total überlastet, Hausdächer wurden abgedeckt, umgestürzte Bäume gefährdeten Frühaufsteher, Gebäudeteile fielen auf die Straße und Reklametafeln drohten umzukippen und mussten abgesichert werden. Ein Anwohner wurde von herabfallenden Dachziegeln verletzt, die Zahl der beschädigten Autos lag noch nicht vor. Die Schäden im Wald sind immens, aber noch nicht absehbar zu diesem Zeitpunkt – Jogger wurden vorsorglich vor herabstürzenden Ästen und umkippenden Bäumen gewarnt. In einem haus wurde ein Gästezimmer unter Wasser gesetzt, als der Wind teile des Daches abtrug, es halfen nur noch Planen und Eimer, um das Wasser zu sammeln.

Andere Mehrfamilienhäuser, deren Dächer aus Holz, Torf und Teer hergestellt waren, hatten keine Chance, Brocken und Bretter flogen hundert Meter weit, die Gärten sind verwüstet, ein Wust von Brettern und abgebrochenen Antennen offenbarte sich, die Aufräumarbeiten dauerten mindestens drei Tage.

Die Bilanz zog man später auch im Duisburger Stadtwald – der Windbruch würde noch für zehn Jahre Folgeschäden zeigen. Der Bestand wurde gegenüber den Orkanen der vergangenen Woche noch einmal um 50 % dezimiert, viele alte Bäume, teilweise aus dem 18. Jahrhundert, waren nicht mehr zu retten. Zusätzlich wurden aber auch viele jüngere Bäume ab 30 Jahren geschädigt, konnten sich nach dem vielen Regen auf dem weichen Untergrund nicht mehr genug halt verschaffen. Der ökonomische Schaden ist auch groß, denn nur Bäume mit einem Stammdurchmesser von mindestens sieben Zentimetern könnten wenigstens noch als Industrie- oder Brennholz verkauft werden; auch unzählige Baumkronen sind bei „Wiebke“ beschädigt worden – die betroffenen Bäume müssen gefällt werden, da ohne genügend Laubreservoir keine Überlebensfähigkeit gegeben ist. Dennoch ist Duisburg relativ glimpflich davon gekommen, große Schneisen wurden nicht geschlagen, maximal 100- Quadratmeter Löcher wurden gemessen, zudem gibt es im Bestand nur 10 % an windempfindlichen Nadelhölzern, Laubbäume waren wegen ihrer geringen Blätterzahl um diese Jahreszeit vor dem Sturm gefeit. Allerdings wird die endgültige Schadensbeseitigung noch Jahre dauern, wobei ergänzend zu bemerken ist, dass ein gesunder Wald die Stürme besser überstanden hätte.

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Die Windböen der Stürme DARIA, HERTHA und VIVIAN/WIEBKE

Windböen Orkan DARIA (25/26. Januar 1990)

http://www.mtwetter.de/

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http://www.mtwetter.de/

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Windböen Orkan HERTHA (3. Februar 1990)

http://www.mtwetter.de/

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Windböen Orkan VIVIAN (26/27. Februar 1990)

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http://www.mtwetter.de/

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Windböen Orkan WIEBKE (28. Februar / 1. März 1990)

http://www.mtwetter.de/

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http://www.mtwetter.de/

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Die Stürme 1990 im Vergleich zu anderen Stürmen

Die Sturm-/Orkantiefs von 1990 stellen, neben den Orkanen 1999, im 20. Jahrhundert eine Ausnahme dar. Zwar gehören die 90er Jahre zu dem windigsten Jahrzehnt im gesamten 20. Jahrhundert, aber es gab ebenso in den 60er und 70er Jahren großen Stürme über Europa hier sei die Sturmserie aus dem Februar/März 1967 zu erwähnen, als eine Riehe von Stürmen in West- und Mitteleuropa große Schäden anrichtete, nur gab es damals nicht ganz so hohe Windgeschwindigkeiten, wie bei den Stürmen 1990.

Die außergewöhnliche Sturmserie 1703 überragt jedoch in ihrer Stärke noch weit die Stürme von 1990 und 1999, da es damals in West-Europa wohl im Binnenland zu extremen Orkanböen von über 250 Km/h gekommen ist und es verbreitet Schäden und Verwüstungen gegeben hat.

Ein ausführlicher Bericht zu der großen Sturm-/Orkanserie von 1703:

Der „Große Sturm von 1703“ und andere schwere Stürme und Orkane

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Ein weitere sehr schwerer Orkan zog am 6. Januar 1839 besonders über Westeuropa und traf Irland mit voller Wucht, es wurde ein minimaler Luftdruck von 918 hpa errechnet und Orkanböen von ca. 250 Km/h, es gibt Berichte aus Irland, das selbst Gras von Deichen herausgerissen wurde vom Sturm und Tiere durch die Luft flogen!

Auch im Jahre 1737 gab es eine Riehe schwerer Stürme in Europa. der Klimaforscher Hubert Lamb, der auch historische Stürme untersuchte, kam zu dem Ergebnis, das es im 13. und 14. Jahrhundert in Europa oft Orkane in der Stärke von LOTHAR oder noch mehr Wind.

Ein wärmeres Klima könnte starke Stürme begünstigen

Durch das wärmere Klima könnten extreme Stürme auftreten, wenn die Kälte sich wie in den letzten Jahren wieder bei Grönland/Kanada fokussiert und damit auf dem Nordatlantik eine positive NAO produziert, die in Europa mit einer Westlage schwere Stürme und Orkane bringen könnte.

Wann genau solche extremen Orkane entstehen, kann man nicht genau sagen, aber seit 2013 hat die Aktivität starker Stürme wieder zugenommen:

  • Oktober 2013 – Orkantief Christian
  • Dezember 2013 – Orkantief Xaver
  • Dezember 2013 – Orkantief Dirk
  • März 2015 – Orkantief Niklas
  • Oktober 2017 – Sturmtief Xavier
  • Oktober 2017 – Orkantief Herwart
  • Januar 2018 – Orkantief Burglind
  • Januar 2018 – Orkantief Friederike
  • März 2019 – Sturmtief Eberhard

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Besonders die Sturmsaison 2017/2018 war die stärkste Saison seit 2006/2007 in Europa und gehört damit zu den stärksten Sturm-Saisons der letzten 50 Jahre. Sturm- und Orkantiefs verursachten ab September 2017 bis Ende Januar 2018 über 3,5 Mrd. € Schäden!

Ein Bericht zu der Sturmsaison 2017/2018:

Rückblick auf die Sturm/Orkansaison 2017/2018

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Und auch die Sturmsaison 2018/2019 war stark, wenn auch fast nur auf dem März 2019 fokussiert, so war der März 2019 der windigste März-Monat seit 25 Jahren. Es gab eine Serie von Sturmtiefs mit Orkanböen bis ins Flachland und knapp 1 Mrd. € Sturmschaden!

Bericht zur Sturmserie im März 2019:

März 2019 hatte die meisten Stürme seit 25 Jahren!

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Nun könnte es sein, das in den nächsten Jahren ein neuer Höhepunkt von Stürmen erreicht wird, da seit 2013 die Sturm-Aktivität, im Gegensatz zu den Vorjahren, wieder zugenommen hat, zu der Ansicht kam auch der deutsche Wetterdienst:

Der DWD schrieb am 19.01.2018:

Die aktuelle Sturmsaison wurde am 14. September 2017 mit Sturm Sebastian ungewöhnlich früh eröffnet. Am 05. Oktober folgte Sturm Xavier und am 31. Oktober bereits der nächste schwere Sturm namens Herwart, der regional eng begrenzt sogar an die Windgeschwindigkeiten von Kyrill heran reichte. Am 2. Januar sorgte Sturm Burglind für Schäden in der Südhälfte Deutschlands und nun folgte mit Friederike einer der schwersten Stürme des vergangenen Jahrzehnts. Die Häufung von schweren Stürmen ist in dieser Saison schon auffällig. Doch was ist der Grund dafür?

Die Ursache dafür ist, dass seit dem Herbst eine Westwetterlage vorherrschend war. Dabei ziehen Tiefdruckgebiete in rascher Abfolge vom Nordatlantik meist von Island kommend über die Nordsee nach Südskandinavien und beeinflussen mit ihren Ausläufern Mitteleuropa. An der Südflanke dieser Tiefdruckgebiete bilden sich bei großen Temperaturgegensätzen immer wieder Randtiefs. Diese können sich dann zu Sturmtiefs entwickeln. Voraussetzung für eine aktive Sturmsaison ist also eine Westwetterlage, die über einen längeren Zeitraum stabil bleibt. Dies war auch Anfang der 90er Jahre der Fall, wo es in diesem Zeitraum ebenfalls zahlreiche große Stürme gab. Mit Beginn des neuen Jahrtausends hat die Zahl der Westwetterlagen und damit auch die Anzahl der Stürme deutlich abgenommen. Erst in der jüngeren Vergangenheit ist wieder eine Zunahme zu verzeichnen. Ob sich dieser Trend fortsetzen wird, oder ob es sich dabei nur um eine kurze Episode handelt, ist allerdings noch ungewiss.

https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2018/1/19.html

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Wann wird es wieder zu einer extremen Sturmserie in Europa kommen ?

Somit müssen wir vorerst abwarten, wie stark die Stürme im Herbst/Winter 2019/2020 und die Jahre danach werden. Ich halte neue schwere Orkane für möglich, so dass eventuell die Stürme aus den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts übertroffen werden. Eine Zunahme von Gewitter/Starkregen in den Sommer-Monaten ist dagegen in den letzten Jahren deutlich zu beobachten, man kann aber sagen wenn wir die letzten 30 Jahre an Stürmen zusammen rechnen, das es stärkere Stürme gab es in den 50 Jahren vor 1990. Die nächsten Jahre und Jahrzehnte zeigen dann ob durch das wärmere Klima eventuell sogar Stürme von der Stärke des 13/14. Jahrhunderts oder des 18. Jahrhunderts erreicht werden.

Links zu der Sturmserie 1990:

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Beitragsbild: CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=446205

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Dieser Bericht wurde anno Sommer 2019 von Sebastian T. (Sturmwetterblog) geschrieben und dient zur Forschung historischer Sturm- und Wetterereignisse.