Der Orkan Friederike: Ein Bericht ( Teil I )

Es war der Stärkste Orkan seit Kyrill, vor allem in NRW !

Hier gab es fast verbreitet 12 Bft, selbst einige private Stationen hatten vielfach 120 bis 135 Km/h zu bieten !

In Beverungen-Drenke sogar 145 Km/h, Borken 133 Km/h und Unna 133 Km/h !

Auch sonst haben die Wetterstationen wie in Münster 126 Km/h, in Wuppertal auch 126 Km/h und Werl 122 Km/h gemessen !

Bei Kyrill gab es diese Werte nur in der Kaltfront, diesmal war es der Trogsturm der solche Orkanböen lieferte ! Im Mittel gab es oft 9 bis 10 Bft ! Also Sturm und schwerer Sturm!

Windböen 18. 01. 2018 Kachelmannwetter:

https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/deutschland/windboeen-max/20180119-0000z.html

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Der Orkan war ebenfalls deutlich stärker als Jeanette von 2002, es gibt in NRW viel mehr Schäden als damals !

Vom Schadensmaß her gesehen in etwa wie Kyrill, Vivian oder Daria, die meisten Schäden werden erst heute gesehen, auch wird sich heute erst zeigen wie stark der Orkan in den Wäldern tobte, da dürfte einiges zu Schaden gekommen sein.
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In meiner Stadt Hamm hat der Orkan sehr stark gewütet !

Jedes zweite Haus hat Sturmschaden, viele Wege und Straßen sind oder waren gesperrt, Parks und Wälder sind gesperrt ! Von den Kirchen sind etliche Dachziegel gelöst worden, der Hammer Bahnhof ist gesperrt weil teile des Dachs zu Boden gestürzt sind. Viele Gehwege gesperrt oder und Parkplätze wo Einkaufshäuser stehe weil etliche Dachziegel abgeweht wurden. Darüber viele Flachdächer abgedeckt !

Riesige Kaufhaus-Fensterscheiben sind geplatzt, die Ladenbesitzer sprechen von einem lauten Knall das Glas flog dann in das Geschäft und auf die Fußgängerzone und der bestand des Geschäftes wurde verwüstet !

Abgerissene Oberleitungen setzten Bäume in Brand !

Alle 100 bis 200 Meter umgestürzte Bäume und überall abgebrochene Äste, und wo mehrere Bäume stehen alles übersät mit Zweigen !

Müll und Utensilien liegen überall herum !

Es gab zwei Verletzte in Hamm durch herabstürzende Dachteile !

Alleine in unserer Stadt Schäden in Millionen Höhe !

Die Feuerwehr fuhr über 300 Einsätze. Zusammen mit der Polizei und dem THW sogar fast 500 Einsätze !

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Es war einer der heftigsten Orkane die ich selbst erlebte ! Zwischen 11 und 13 Uhr war es sehr schlimm, ich war draußen und auf den Feldwegen konnte man kaum laufen teilweise musste ich mich standhaft hinstellen um nicht umgeweht zu werden. Und weiter in Bewohnten Gebieten war es sehr gefährlich überall hörte man Dachziegel und sonstiges herabstürzen, ein unglaublicher Lärm durch den Orkan und die Bäume knacken und Äste und Zweige flogen durch die Luft. Man musste die ganze Zeit aufpassen das man nicht von irgendetwas getroffen wurde, auch Mülltonen flogen hin und her.
Die Bäume haben sich enorm gebogen und es knacken Äste ab.

Die Böen bewegten sich oft zwischen 115 und 130 km/h, und im Mittel oft 80 bis 90 Km/h !

Teilweise war die Telefonleitung der Feuerwehr über belastet, so dass man keinen Notdienst erreichen konnte, ich selbst musste wegen umgestürzter Bäume einige mal die Feuerwehr rufen. Es sind zum Teil richtige Verwüstungen.

Ich habe auch gesehen wie Dachteile aus Plastik weit durch die Luft wirbelten.

In unserem Wald sind überall große Bäume entwurzelt worden oder abgebrochen, die Waldwege sind übersät mit Ästen und Zweigen man kommt zum teil gar nicht durch !

Der Orkan war in unserer Stadt auch stärker als die Orkane von 1990 ( Daria, Vivian/Wiebke ) und Kyrill 2007 ! Selbst der starke Orkan Daria hat nur 150 Einsätze der Feuerwehr gefordert, beim Orkan Friederike das doppelte.

Das lag daran das es fast unaufhörlich Böen über 100 Km/h gab, man hätte meinen können das dies der Mittelwind war.

Und alle 2 bis 5 Minuten dann Orkanböen ! Eine so hohe Böen-Dichte habe ich bei keinem anderen Sturm/Orkan jemals erlebt ! Auch nicht bei den 1990er Stürmen oder bei Kyrill !

So wie in unserer Stadt sieht es fast überall in NRW aus ! Insgesamt alles von den Niederlanden bis Sachsen ! Aber auch Großbritannien, Belgien und Polen haben Sturmschäden !

Ja der Brocken seit über 20 Jahren das erste mal mit Orkanböen über 200 Km/h, ganz genau 204 Km/h !
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Ein sehr starke Sturmsaison 2017/2018 ! Man erinnere sich an die 3 größeren Herbststürme die ebenfalls Orkanböen bis ins Flachland brachten, dann ein Randtief Mitte Dezember in Süddeutschland und vor zwei Wochen das Sturmtief Burglind mit ebenfalls einigen Schäden auch in unserer Stadt/Region und nun sogar ein echter Flachland-Orkan ! Auch gab es diesen Winter enorm viele Gewitter mit Graupel !

So bewegt sich die Sturmsaison auf einem Level mit 2006/2007 ( Britta, Karla, Franz, Per und Kyrill ), zwar kommt sie nicht an die ganz großen Sturmsaison wie 1989/1990 ( Daria, Vivian/Wiebke )und 1999/2000 ( Anatol, Lothar/Martin und Ginger ) heran, aber ich denke, wir bekommen noch einige Stürme/Orkane diesen Winter zu sehen ! Es kann sich unter Umständen auch so wie 1989/1990 oder 1999/2000 entwickeln.

Dazu gab es auch jetzt oft Hochwasser an großen Flüssen und nächste Woche wieder viel Regen, windig und sehr mild bis knapp 15 Grad !

So weit meine erste Bilanz vom Orkantief Friederike !

( geschrieben am 19. Januar. 2018 )

Sturmwetterblog

Von Rekord-Hochwasser zu Schneefällen, 20 Grad und einem Sturmtief!

Das Wetter seit dem Wochenende und in den nächsten Tagen hat eine Menge zu bieten.

Selten gibt es eine Wetterlage die mehrere extreme Parameter vereint wie die aktuelle Wetterlage.

Durch einen Kaltluft-Einbruch über West- und Mitteleuropa und einer warmen Vorderseite über Südoste-Europa konnte durch das warme Mittelmeer ein sogenanntes Mittelmeer-Tief entstehen.

Dieses sorgt zur Zeit für extreme Regenfälle auf der Alpen-Südseite, es werden Rekord-Regenmengen von 300 bis 600 Liter in den nächsten 7 Tagen erwartet.

Für die Region südlich der Alpen bedeutet das eventuell ein Jahrhundert-Hochwasser.

Wetterkarte Regensumme GFS 12:

http://www.wetterzentrale.de/

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Das Mittelmeer-Tief zieht weiter nach Norden und durch das warme Osteuropa und kalte Westeuropa verstärkt es sich zum Sturmtief!

Am Dienstag-Früh sind in der Osthälfte von Deutschland bis 20 Grad möglich, im Erzgebirge und am Alpenrand bei Föhn auch über 20 Grad möglich. Im Westen und Nordwesten dagegen unter 5 Grad kalt, örtlich sogar Bodenfrost!

Solche Temperatur-Differenzen sind selten in Deutschland.

Wetterkarte max. Temp 2m. GFS 12z:

http://www.wetterzentrale.de/

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Die Niederschläge aus Schnee und Regen des Tiefs ziehen über die Alpen nach Ostfrankreich und in den Südwesten Deutschlands weiter, hier kann es am Dienstag-Morgen zu Schneefällen bis ins Flachland kommen.

ACHTUNG Glätte!

Während das Tief sich weiter verstärkt und so in Alpen, am Alpenrand und im Erzgebirge zu einem Föhnsturm mit Orkanböen führt.

Im Erzgebirge und am Alpenrand sind Böen von 70 bis 100 Km/h zu erwarten.

In den Alpen auf den Bergen Orkanböen über 150 Km/h!

Einige Modelle sehen einen Föhn-Durchbruch im Alpen-Vorland, was zu schweren Sturm- und Orkanböen in der Region München und südlich davon führen könnte!

Am Dienstag-Nachmittag lässt der Föhnsturm in den Alpen und im Erzgebirge langsam nach das Tief zieht nun Richtung Holland und holländische Küste und verstärkt sich weiter zu einem Sturmtief.

Wetterkarte GFS 12 Bodendruck 850hpa:

http://www.wetterzentrale.de/

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Dabei sind in Benelux, im Westen und in der Mitte, sowie später an der Nordsee verbreitet stürmische Böen und Sturmböen, örtlich sogar schwere Sturmböen von 70 bis 100 Km/h zu erwarten!

Es kann örtlich zu einzelnen Sturmschäden kommen durch abgerissene Äste und einzelne umgestürzte Bäume, auch kleine Schäden an Häusern durch herabgewehte Dachpfannen sind möglich.

In der Nacht zum Mittwoch zieht das Sturmtief weiter auf die Nordsee und der Wind lässt nach.

Wetterkarte Windböen GFS12z:

http://www1.wetter3.de/

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Farbmakierung der Böen:

Starke Windböen/Stürmische Böen 60 bis 70 Km/h

Sturmböen 70 bis 90 Km/h

Schwere Sturmböen von 90 bis 100 Km/h

Orkanartige Böen von 100 bis 117 Km/h 

Orkanböen von 117 bis 130 Km /h

Orkanböen ab 130 bis über 200 Km/h !

Sonderfarbe Grün ! Hinweis bei Gefahr das Wälder entwurzelt werden !

 

Zu Orientierung der Windstärken einmal eine Reihenfolge von den Sturmstärken und ihren Gefahren:

  • Windstärke 8 ( Bft ): Stürmischer Wind 62 – 74 Km/h – Zweige und kleine Äste können von Bäumen brechen, Reklametafeln und Utensilien fliegen herum, vereinzelt kann Dachpappe gelöst werden.
  • Windstärke 9 ( Bft ): Sturm 75 – 88 Km/h – Äste brechen von Bäumen und kleinere Dachschäden können auftreten, wie das lösen von Dachziegeln oder Rauchhauben ! Starkes Rauschen der Bäume.
  • Windstärke 10 ( Bft ): Schwerer Sturm 89 – 102 Km/h – Es können Bäume entwurzelt werden, und bedeutende Schäden Häusern und Dächern auftreten, LKW Fahrzeuge können umgeweht werden !
  • Windstärke 11 ( Bft ): Orkanartiger Sturm 103 – 117 Km/h – Verbreitet Sturmschäden durch entwurzelte Bäume, abgebrochenen Ästen, und beschädigten Häusern ! Der Bahnverkehr wird aufgrund von Sturmschäden eingestellt. Sehr starker Lärm durch den Wind !
  • Windstärke 12 ( Bft ): Orkan  ab 118 Km/h – Schwere Sturmschäden und Verwüstungen, bei länger anhaltenden Orkanstärken oder ab 130 Km/h wird die Infrastruktur zerstört. Heftiger Lärm durch den Wind !

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Der November startet dann so wie es aktuell in den Wettermodellen aussieht, mit einer milden bis warmen Süd/Südwestströmung!

Update zur aktuellen Wetterlage am Montag-Abend.

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Jupiter

Zum Wochenende kalt, Ende Oktober wieder wärmer

Zum nächsten Wochenende fließt auf der Rückseite eines Tiefs deutlich kühlere Luft von Norden nach Mitteleuropa und vor allem in den Nächten kann es besonders im Bergland ( Harz, Erzgebirge, Sauerland, Eifel und südliche Mittelgebirge und den Alpen ) zu ersten Schneefällen kommen.

Die Temperaturen klettern Tagsüber nur noch auf 4 bis maximal 12 Grad. In den Nächten kann es nahe 0 Grad gehen, auch leichter Frost ist möglich. Besonders im Bergland besteht dadurch Glättegefahr wegen überfrierender Nässe!

In der letzten Oktober Woche bildete sich, durch die kalte Luft aus Norden und der warmen Luft in Osteuropa, über Italien ein Mittelmeer-Tief welches nach Norden zieht und die warme Luft um den Tiefkern nach Norden und Nordwesten verlagert. Dadurch gelang Mitteleuropa wieder in den Bereich warmer Luft. Vorübergehend kann sich über Deutschland eine Luftmassengrenze bilden mit 20 Grad im Nordosten und teils unter 5 Grad im Südwesten. Danach breitet sich von Südosten dann schnell die warme Luft nach Westen aus und bei Föhn sind Temperaturen verbreitet über 15 Grad zu erwarten.

Wetterkarte ICON 12z Temp. 850 hpa:

http://www.wetterzentrale.de/

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Der November könnte damit, so wie es zur Zeit aussieht zu warm starten, aber bis dahin sollten wir die Wetter-Entwicklung noch abwarten.

Der Oktober dürfte auch leicht zu warm werden, mit ca. +1 bis +1,5k, und setzt die Reihe zu warmer Monate seit April fort.

Jupiter

Unwetter Sommer 2014 : Ein Rückblick ( Pfingstunwetter „ELA“ und Sturzflut NRW )

Der Sommer 2014 gestaltete sich in Deutschland überwiegend wechselhaft, oft war es schwülwarm mit heftigen Gewitterlagen oder Starkregenlagen. Kurzzeitig gab es auch Hitzewellen.

Link zum Bericht (Pfingstunwetter ELA 2014): https://sturmwetterblog.wordpress.com/2020/12/12/pfingstunwetter-ela-2014-erlebnis-bericht-einer-historischen-unwetterserie/

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Ein Merkmal des Sommers 2014 waren seine derart heftigen Gewitter, diese tobten besonders über West- Nordwestdeutschland, sowie im Raum Sachsen, Hessen und teile von Nordbayerns.

Die heftigsten Unwetter waren das berühmte Pfingstunwetter mit dem Namen ELA welches am 9/10.Juni.2014 von Benelux über NRW bis Niedersachsen zog, auch teile Hessens waren betroffen.
Und das Rekordartige Starkregen-Unwetter was am 28/29.Juli.2014 das Münsterland und das nördliche Ruhrgebiet heimsuchte mit Niederschlagsmengen von fast 300mm pro Qm Regen in 7 Stunden !!!

Doch der Reihe nach.

Die Gewittersaison startete im Jahr 2014 sehr früh, bereits Mitte April 2014 gab es in teilen Deutschland heftige Gewitter mit Starkregen und Hagel.
Am 30.April.2014 zogen heftige Gewitter über das nördliche Ruhrgebiet, von Hagen bis Hamm gab es vollgelaufene Keller, Hagel und umgestürzte Bäume. In Ahlen/Dolberg schlug der Blitz in einen Bauernhof ein, die Scheune brannte vollständig nieder.

Weitere Gewitter folgten am 9.Mai.2014 und am vom 26-28.Mai.2014, dabei gab es besonders in Bayern und Sachsen heftige Unwetter mit Starkregen. Auch über der Mitte Deutschlands kam es zu Starkregen mit Überschwemmungen.
Nach kurzeitiger Stabilisierung des Wetters, zogen am 4.Juni.2014 einzelne kräftige Gewitter über Westdeutschland, aber ohne größere Folgen.

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Historische Unwetterserie vom 8-11.Juni. 2014 durch Pfingst-Unwetter ELA

Die Wetterlage stellte sich ab dem 5. Juni.2014 auf Südwest um. Es wurde heiße Luft nach Mitteleuropa geführt. Bereits ab dem 7. Juni.2014 wurde die Luft energiereicher und die Schwüle und der Taupunkt stiegen von Frankreich und Benelux her deutlich an.
Am Samstag den 7. Juni.2014 gab es über Westeuropa schon heftige Unwetter mit Großhagel und Starkregen, auch über Westdeutschland machte sich eine Zone mit Warmfrontbewölkung bemerkbar, es war sehr schwül und mit 33°C heiß.
Die heftigen Unwetter über Frankreich deren Wolkenhöhe teilweise an die 15 km Grenze kratzten, konnte man vom NRW, Niedersachsen problemlos durch Wetterleuchten sehen, da die Wolken dort sehr hochreichend waren.

Die ersten Gewitter erreichten Sonntag Vormittag den 8. Juni. 2014 das westliche Münsterland und Niedersachsen, dort gab es Starkregen, Hagel und Sturmböen, die Schäden waren meist Moderat.

Der 8 .Juni. 2014 zeigte sich Deutschland -Weit sehr heiß. Über Niedersachsen bis Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zogen immer wieder kleine Gewitterzellen, die teilweise unwetterartig ausfielen mit Hagel und schweren Sturmböen, es gab umgestürzte Bäume und Schäden durch Hagel.
In NRW blieb es den Sonntag tagsüber meist ruhig, da hinter dem Gewitter was morgens über das Münsterland zog, kühle Luft ausfloss (( Coldpool )).

Erst Abends stiegen schwüle und Cape Werte ( J/kg = Energie für Gewitter ) von Frankreich und Benelux her extrem an. Die ersten heftigen Unwetter gab es dort bereits. Aus Paris und Belgien wurden gegen Mitternacht Hagel von 10 cm Durchmesser gemeldet.

Wieder konnte man die Gewitter von Westdeutschland Problemlos beobachten, deren Wolkenhöhe sich erneut auf 15 Km steigerte. Um 2 Uhr , also schon am 9. Juni.2014 zogen die ersten Gewitter am Niederrhein auf Richtung Münsterland, es gab größeren Hagel, Starkregen und Sturmböen. Sehr heftig waren die Gewitter rund um Brüssel mit Groß-Hagel und Starkregen. Diese zogen vom Niederrhein Richtung Ruhrgebiet und verursachten ein Blitzintensives Gewitter, welche sweiter nach Ostwestfalen zog, teilweise mit Starkregen.

Die Luft am Morgen des 9. Juni. 2014 ( Pfingst-Montag) war extrem Schwül die Cape Werte lagen von Frankreich, Benelux und Westdeutschland auf über 2000 J/kg sie steigerten sich bis zum Abend auf über 3500 J/Kg was sehr selten der Fall ist.
Neue Unwetter bildeten sich von Holland bis zum Münsterland mit orkanartigen Böen, Starkregen ( 30mm ) und Hagel, diese Unwetter zog bis zum Mittag zur südlichen Nordsee.
Am Montag-Mittag den 9. Juni. 2014 bildeten sich über Westdeutschland und Benelux und besonders über Zentralfrankreich heftige Gewitterzellen. Im Sauerland kam es zu Groß-Hagel bis 5 cm und Starkregen, auch um Köln gab es Hagel und Gewitter.

Um ca. 15 Uhr war es extrem schwül und mit 33°C sehr heiß. Die Unwetter über Zentralfrankreich zogen weiter Nordostwärts und verstärkten sich nun weiter, es wurden wieder mehrere Superzellen registriert. Dort verursachten sie Großhagel mit 10 cm Durchmesser und schwere Sturmböen >90 Km/h.
in NRW war es Nachmittags nach den letzten Unwettern sonnig und extrem schwül.
Bereits am Späten Nachmittag haben sich die Gewitter von Frankreich bis Belgien vorgearbeitet und sich zu einer Linie organisiert. Die Unwetterzentralle gab für Belgien und NRW Stufe Rot/Violett vor Gewittern heraus.
In Belgien gab es durch die Unwetterlinie die schon in Frankreich Hagel und Sturm brachte, große Schäden.

Die Wolke des Unwetters wuchs weiter an sie errichte 600Km Durchmesser über ganz Benelux und NRW bis Hessen, Niedersachsen.

Die Unwetterfront erreichte Deutschland. Im Raum Aachen und am Niederrhein gab es orkanartige Böen bis 120 Km/h dazu heftigen Starkregen ca 30 mm. Auch weiter Richtung Holland waren an die Unwetterlinie heftige Gewitter gebunden.
Durch die hohen Cape Werte und Temperaturen verstärkte sich das Unwetter. Fast der gesamte Niederrhein wurde nun von ihr erfasst, es gab verbreitet Orkanböen mit ca. 140 Km/h, im Raum Düsseldorf dürften sogar Böen bis 200 Km/h aufgetreten sein !!!
Dazu heftigster Wolkenbruch mit 40 mm und Hagel !!!
Äste flogen durch die Luft, Dächer wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt !!!
Dieses Monster Unwetter zog weiter auf das Ruhrgebiet,Münsterland und Ostwestfalen zu. Das Ruhrgebiet wurden ebenfalls von Orkanböen mit über 150 Km/h getroffen, das Münsterland mit Orkanböen von 120 Km/h und Ostwestfalen bis runter zum Sauerland ca. 100 Km/h !!!

Fast ganz NRW war nun betroffen., sowie das südöstliche Niedersachsen. Es nun ca. 22 Uhr, in Dortmund wurden 120 km/h erreicht dazu Hagel und Starkregen.

In NRW wurden am Montagabend und in der Nacht zum 10. Juni.2014 über 100.000 Blitze registriert !

Der Niederhein und das Ruhrgebiet waren verwüstet, es ging nichts mehr ! Viele Straßen waren unpassierbar ! Stromleitungen Zerfetzt. Dächer abgedeckt. In Düsseldorf war JEDE Straße mit Bäumen und Ästen übersät.

Die Feuerwehr, Polizei und THW waren in NRW überfordert ! Die Bahn registrierte noch nie so viele Schäden. Es gab mindestens 6 Tote, fast 100 Verletzte und 650 Mio. € Schäden ! Und dies durch ein Gewitter-Unwetter !

Die Feuerwehr in Hamm war im Dauereinsatz wegen dem Unwetter!

Am schlimmsten waren das Ruhrgebiet und der Niederrhein betroffen ! Die Bahn fuhr hier teilweise 1 Woche nicht. Aber auch im Münsterland, Ostwestfalen und dem Sauerland richtete das Unwetter ELA große Schäden an.
Im meiner Stadt fuhr die Feuerwehr über 100 Einsätze, überwiegend durch umgestürzte Bäume , abgerissene Stromleitungen und Blitzeinschläge.

In Düsseldorf und dem Ruhrgebiet dauerten die Aufräumarbeiten mehrere Tage. Die Feuerwehr in Düsseldorf rückte 5000 mal aus !!!

In NRW wurden über 31.000 Einsätze durch das Unwetter ELA registriert. Solch ein Unwetter gab es in NRW Jahrzehnte nicht, teilweise waren die Schäden größer als nach Winter-Orkan „Kyrill“ im Jahr 2007. Es wurden 80.000 Festmeter Sturmholz in NRW gemeldet durch ELA !!!

Das Unwetter ELA zog weiter nach Niedersachsen und Brandenburg, selbst hier gab es noch Starkregen und Sturmböen, erst kurz vor Polen löste sich der MCS/MCC ( Gewittercluster ) auf.

Die Windböen des Pfingstunwetters!

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Der Gewitter-Komplex (MCS(MCC) mit extremen Orkanböen von über 140 km/h in Düsseldorf!

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Beim Pfingstunwetter gab es verbreitet 80 bis 140 Km/h in NRW, einige Downburst wie hier in Essen können sogar über 150 Km/h erreicht haben!

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Der Gewitter-Komplex hat eine hohe Energie, es gab neben Sturm und Orkanböen auch extrem viele Blitze. Auf den Straßen flogen Ästen, Mülltonnen und andere Utensilien herum, wie hier in Castrop-Rauxel zu sehen:

Von Frankreich kamen aber schon neue Gewitter. Der 10. Juni. 2014 war in NRW ein Tag des Aufräumens, an den Bahnhöfen herrschte Chaos, die Feuerwehren hatten gut zu tun und selbst die Bundeswehr rückte aus.

In der Nacht zum 11. Juni. 2014 zogen neue Unwetter über Deutschland, die aber nicht so heftig waren wie ELA. Es gab Starkregen und Hagel. Nach dem 11.Juni. 2014 kehrte stabile Kühle Nordluft ein.

Die nächsten Unwetter zogen vom 7. bis zum 12. Juli. 2014 besonders über Westdeutschland ! Erneut gab es schwere Sturmböen, Hagel und Starkregen.

Vom 20/21. Juli.2014 gab es wiederum heftigen Daueregen und Gewitter in Teilen Deutschlands.

Die nächste Rekordartige Unwetterserie ereignete sich vom 28. bis zum 30.Juli. 2014
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Wolkenbruch und Unwetter NRW (28/29.Juli.2014 )

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Am Montag den 28.Juli. 2014 befand sich Deutschland und Benelux erneut in einer Schwer-Gewitterlage ! es gab langsam ziehende Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen. Sturm oder Orkan war diesmal nicht von Relevanz.
Immer wieder zogen heftige Gewitter vom nördlichen Ruhrgebiet zum Münsterland. Gegen Abend des 28. Juli. 2014 wurden in der Stadt Münster schon über 100 mm Regen gemessen.
Von der Soester Börde/Sauerland entwickelten sich immer wieder neue Unwetter. Es schüttete wie aus Eimern.
Ich selber konnte NUR 20 Meter weit schauen, so stark war der Regen, mit einer brachialen Lautstärke !!!

Dazu heftige Gewitter !!! Um Münster wurden Abends ca. 23 Uhr schon 240 mm Regen registriert, auch die umliegenden Städte wurde geflutet mit 100 mm Regen. In meiner Stadt versanken ganze Stadtteile, die Feuerwehr rückte 700 mal aus, so etwas gab es vorher noch NIE !

In Münster und Greven war überall Landunter ! Die Leute mussten ihre Wohnungen verlassen um nicht zu ertrinken. Im nördlichen Münsterland wurden 292 mm Regen registriert in 7 Sunden. Ein Deutschland-Weiter Rekord für die Zeit in 7 Stunden.

Münster und Greven und Nachbarstädte versanken im Chaos, die Region hatte noch nie zuvor solche Unwetterfluten erlebt.

Die Folge :
2 Tote, Schäden in mehreren Millionen und Verletzte, Über 7000 Feuerwehr Einsätze! Und das nur 7 Wochen nach dem Gewitter-Orkan ELA vom 9/10. JUNI. 2014.

So einen heftigen Regen gab es in Deutschland und in NRW seit Beginn der Wetteraufzeichnung noch nicht.

Nur einen Tag später gab es in Köln, im Kreis Warendorf und in Ostwestfalen wieder heftige Unwetter mit Starkregen.

Die nächsten Unwetter gab es am 10. August.2014, es gab aber nur gebietsweise Sturm und Gewitter, dafür ein Tornado verdacht in Südwestdeutschland ! Mit größeren Schäden.

Bis Mitte September 2014 gabe es dann einzelne Gewitter die auch mal kräftiger waren. Am 18. September. 2014 formierte sich dann noch mal eine Starkregen und Gewitterlinie über NRW bis Belgien wo es teilweise wieder zu heftigem Starkregen kam.
Im Bereich Dortmund, Bergkamen, Hamm und Lünen gab es wieder nach dem schon am 28/29.Juli.2014 dort zu Überschwemmungen kam, erneut zu heftigen Überschwemmungen in Hamm mussten Bewohner des Stadtteils Herringen mit Booten aus den Häusern gerettet werden. Bergkamen rückte die Feuerwehr über 200 mal aus um Keller und Wohnungen leer zu Pumpen. Auch in Dortmund gab es vollgelaufene Keller.

Am nächste Tag ( 19.September .2014 ) gab es erneut Gewitter mit Starkregen und heftigen Blitzen, so auch am 20. September .2014 wo es auch über Sachsen zu heftigen Gewittern kam !

Die nachfolgenden Wochen wurden dann kühler und der Sommer 2014 verabschiedete sich, um den Herbst Einlass zu gebieten.
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Fazit:

Der Sommer 2014 war vor allem in NRW aber auch in anderen teilen Deutschland sehr Unwetterträchtig !

Die heftigsten Unwetter waren .: Pfingstunwetter ELA vom 9/10. JUNI. 2014 ! mit 6 Toten, 650 Mio. € Schäden 100 Verletzten und Orkanböen bis über 150 Km/h sowie 100.000 Blitzen. Es waren die heißesten Pfingsten ( 38°C ) seit Wetteraufzeichnung.

Hierzu mehr auf Unwetterzentrale.de ( siehe Unwetterereignisse )

Das andere Heftige Unwetter war am 28/29. JULI. 2014, wo in Münster, Coesfeld, Warendorf, Hamm und Essen sowie teile Ostwestfalens von Rekordregen heimgesucht wurde mit knapp 300 mm Regen in Münster. In Hamm waren es 100mm Regen und in Greven 150 mm Regen. Die Orte dazwischen bekamen ca. 40 bis 60 mm Regen ab.

Sehr hohe Sachschäden, 2 Tote und viele Obdachlose durch die Flut. Der Sintflutartige Monsum Regen wurde begleitet von heftigen Gewittern und stürmischen Böen in Münster. Es wurde ein neuer Deutschland Rekord ( Regen ) in Münster aufgestellt.

In meiner Stadt hatte die Feuerwehr durch den Unwetter Sommer 2014 fast 1000 Einsätze ! Auch ein Rekord, wie mir die Feuerwehr bestätigte. Auch die Schäden in meiner Stadt waren enorm, besonders durch die Gewitterflut vom 28/29. Juli.2014.

Damit geht der Sommer 2014 in die Wettergeschichte ein. Der DWD hatte auch bei der Vergebung von Unwetterwarnung fast einen neuen Rekord zu Verbuchen. 2002 gab es wegen der Elbeflut ein paar mehr Unwetterwarnungen !

Ja, nur der Sommer 2002 kann in Sachen Unwetter/Starkregen dem Sommer 2014 das Wasser reichen. Damals, 2002 gab es in Berlin /Brandenburg ebenfalls einen Gewittersturm plus die Starkregenfälle in Süd- und Ostdeutschland von Juli bis August 2002.

Ebenfalls viele Unwetter/Starkregen gab es 2013, 2008 und 2003 sowie 1994. Jedes Jahr bietet eigentlich heftige Unwetter.

Auch der Sommer 1992 war ähnlich Schadensträchtig wie 2002 und 2014 ! Die Jahre ( 1992, 2002, 2013 und 2014 ) sind auch somit die heftigsten Unwetter/Gewtter-Sommer der letzten 30 Jahre !

Und es wird nicht lange dauern bis der nächste heftige Unwetter-Sommer hier Einzug hält.

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Geschrieben Sturmwetterblog

Stürmische West- und Nordwestlagen in den Wintern 2002/2003 und 2003/2004

So eine ähnliche Wetterlage gab es von Ende Dezember 2002 bis Anfang Januar 2003. Damals zogen mehrere Tiefs an einer scharfen Luftmassengrenze über Mitteleuropa über der Ostsee lag Frostluft mit Minus 15 Grad und im Südwesten deutliche Plusgrade. Am 29/30.12.2002 kam es zu starken Regenfällen mit ca. 40 l/m² Regen. Am 31.12.2002 und am 1.01.2003 gab es eine kurze Rückseite mit Schneeregen und Graupelschauern, bevor das Sturmtief Calvann am 2/3. Januar. 2003 für heftige Regenfälle sorgte und sogar im Münsterland/Ruhrgebiet Abends ein großes Gebiet mit starken Regen- und Graupelgewittern führte, es gab in wenigen Minuten fast 35 l/m² Regen/Graupel mit Sturmböen und Gewittern wie im Sommer, da schon seit dem 29/30.12.2002 fast überall mehr als 50 l/m² Regen fielen, gab es heftiges Hochwasser, überflutete Straßen und vollgelaufene Keller. In Südwestdeutschland tobte ein schwerer Sturm mit Orkanböen und Schäden.

Es gab auch an großen Flüssen wie Rhein und Mosel Hochwasser. Die Lippe führte damals zu starken Überschwemmungen. Erst nach dem 5. Januar. 2003 beruhigte sich das Wetter und es gab dann vor allem im Februar ein dickes Hochdruckgebiet.

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Auch Anfang Januar 2004 gab es so eine ähnliche Wetterlage. Nach frostigen Januar-Beginn 2004 zogen ab dem 8.01.2004 mehrere Sturmtiefs über Mitteleuropa mit starken Regenfällen oder auch Schneefällen, zwischendurch gab es Nordwestlagen mit Schnee- und Graupelgewittern. Kleinere Bäche und Flüsse führten Hochwasser und es gab zeitweise Sturm und schwere Sturmböen. Ende Januar 2004 eine heftige Kaltfront mit Polarluft Sturmböen und Gewittern und starken Schneefällen. Am 1. Februar. 2004 mit Sturmtief Queenie sogar orkanartige Böen und anschließender warmer Südwestströmung. Die Winter 2002/2003, 2003/2004 und auch 2004/2005 (—> Orkane Erwin, Ingo und Ulf sowie Frost und Schneelagen Februar 2005 ) waren sehr abwechslungsreich mit West- und Sturmlagen inklusive Hochwasser und Nordlagen mit Schnee und Graupelgewittern.

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In etwa dürften auch noch die Winter 2001/2002 und 2002/2003 genannt werden die fast gleiche Wetterlagen hatten. Von Januar bis März 2002 heftige West- und Nordwestlagen mit vielen Gewittern und schweren Sturmböen sowie Hochwasser, der Höhepunkt bildete das Orkantief Anna vom 26/27. Februar. 2002 ! Am 27/28. Oktober. 2002 kam Orkantief Jeanette mit Orkanböen von 130 Km/h bis ins Flachland und ab Ende Dezember 2002 bis Anfang Januar 2003 die besagten Tiefs und Sturmtiefs mit Regen/Hochwasser und Sturm/Orkanböen.

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Geschrieben Jupiter

Der Orkan Jeanette: Ein Bericht

Ich kann mich noch sehr gut an den Orkan erinnern, es war neben Daria/Vivian 1990, Verena/Barbara 1993 und Kyrill 2007 der stärkste Orkan den ich erlebte!

Es war der 23. Oktober. 2002 als ich Abends im WDR-Text in der Wettervorhersage den Hinweis auf einen Schweren Sturm lass. Das war sehr ungewöhnlich, weil normalerweise in den Berichten vier Tage zuvor meist bei üblichen Stürmen erstmal vor windigen bis stürmischen Wetter geschrieben wird, da dachte ich mir schon, dass das ein heftiger Sturm werden könnte. Doch schon zwei Tage zuvor als ich den blick in den Himmel warf, hatte ich ein Gefühl das alsbald ein heftiger Sturm aufziehen könnte. Am 23. Oktober. 2002 gab es mit einer stürmischen Kaltfront schon eine Westlage.

Am 24/25. Oktober. 2002 verdichteten sich die Hinweise auf einen Orkan ! Freitag-Abend den 25. 10.2002 gab es durch das Sturmtief was vor Jeanette Deutschland überquerte, schon Gewitter und Regenschauer, die Nacht auf den 26.10.2002 verlief sehr stürmisch mit Böen von 8 bis 9 Bft, örtlich 10 Bft !

In den Wetterberichten und sogar Nachrichten wurde auf den Orkan Jeanette laufend hingewiesen. So stand ich den 27. Oktober. 2002, der Tag an dem Jeanette über Deutschland zog, sehr früh auf, es regnet bereits ( typischer Warmfront-Regen ) und es gab stürmische Böen aus Süd ! Der Mittelwind hielt sich aber sehr in Grenzen !
Im Radio wurde Feuerwehrleute und Wetterexperten zur Orkanlage laufend Interviewt.

Ab Mittags ließ der Regen nach und auch der Wind war nur frisch bis stark, immer noch aus Süd ! Dann wurde es Dunkel und die Kaltfront von Jeanette zog auf. Es gab einzelne Sturmböen und ein Gewitter, etwas verwundert schaute ich mir die aktuellsten Böen im WDR-Text an, wo es schon Böen bis 120 km/h westlich des Rheins gab ! Denn der Wind ließ nach dem Durchzug der Kaltfront nach, etwas enttäuscht setzte ich mich hin und schaute auf meine Wetterstation die nur Böen von 40 oder 50 Km/h zeigte ! Bis Plötzlich auf einmal 70 km/h auftauchten, schnell ging ich zum Fenster und es tobte draußen schon ein Sturm mit etwa 80 km/h !

Es war zu der Zeit kurz nach Mittag, so bin ich raus gegangen und über Feldwege gegangen von wo ich Pappeln und andere Bäume beobachten konnte. Der Sturm nahm schon zu.

Dann bin ich zurück gegangen und auf einmal wurde aus dem Sturm ein Orkan. Die Böen geschätzt über 120 km/h warfen mich hin und her, Staub und Baumrinde sowie Laub flog überall herum es war sehr Laut, bei uns am Haus angekommen, flog die Fußmatte auf und davon, ich rannte der fliegenden Matte hinterher, die ca. 300 weit flog, als von einem Nachbar -Haus die Dachbekleidung abgerissen wurde.

Dann bin ich erstmal ins Haus gegangen und habe die orkanartigen Böen von dort beobachtet.

Mir gelang es trotzdem etwas später zwischen den Häusern mit dem Fahrrad zu fahren, auch wenn es schwer war, die größten Böen, kamen nicht bis zum Boden zwischen den Häusern, sondern tobten über den Dächern und in den Baumkronen. Nur dort wo weniger Häuser standen konnte man nicht mehr fahren.
Die Böen lagen Nachmittags meist bei 9 bis 11 Bft, vereinzelt 12 Bft.

Abends ca. 17/18 Uhr wurde der Orkan stärker, es gab wiederholt orkanartige Böen und Orkanböen bis ca. 120 km/h ! Die Feuerwehr war auch den ganzen Tag um Bäume zu beseitigen, abgebrochenen Äste zu entfernen und Dächer zu sichern.

Der Höhepunkt war um 18/19 Uhr mit Sturm im Mittel und Orkanböen ! Nun war es sehr gefährlich draußen, so beobachtete ich den Orkan vom Fenster aus, da es schon dunkel wurde, war der Orkan durch das starke rauschen gut zu hören, wenn die Orkanböen um die Häuser wehten.

Es gab verbreitet Sturmschäden in unserer Region ! Es war der stärkste Orkan seit 1993 und 1990 in NRW ! Im Ruhrgebiet wurden sogar Böen von 130 km/h gemessen. In Münster um 120 Km/h, der Kahle Asten hatte ebenfalls über 130 km/h.

Erst um 21 Uhr des 27.10.2002 ließ der Sturm nach und es war nur noch windig.

Ein denkwürdiger Orkan !

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Geschrieben Jupiter

Rekord-Wärme seit April: Auch Oktober stellt Rekorde auf!

Das Jahr 2018 ist aus meteorologischer Sicht ein Phänomen. Es gibt in der Statistik kein Jahr was von April bis Oktober so warm war, wie das Jahr 2018 es gab im  Januar schwere Stürme mit einem Schaden von über 2 Mrd. € dazu leichtes Hochwasser.

Ab Mitte Februar stellte sich eine meridionale Wetterlage ein. Es wurde kalt und trocken. Doch bereits ab April kam die Wärme schnell und ungebremst zurück. Eine frühe Gewitter/Unwetter-Saison wie selten im April überraschte Mitteleuropa diese Serie schwerer Gewitter hielt bis Mitte Juni an und verursachte in West- und Südeuropa große Schäden davon auch Südwest- und Süddeutschland betroffen. In Nordeuropa extreme Wärme und Dürre die sich bis nach Norddeutschland ausbreitete.

Diese Wetterlage hielt bis Mitte September an.

Nun setzt der Oktober die große Wärme fort. Es wurden nun an vielen Tagen verbreitet in Mitteleuropa und Deutschland über 25 Grad gemessen, teilweise sogar über 28 Grad.

Monate und Temperatur-Abweichungen ( 1961-1990) 2018:

  • Januar +4,2k
  • Februar -2,0k
  • März -1,0k
  • April +5k
  • Mai +4k
  • Juni +2,4k
  • Juli +3,4k
  • August +3,3k
  • September +1,8k

Der Oktober ist in den ersten 2 Wochen ca. +3,7k zu warm:

http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

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Die nächsten Tage wird es zu der großen Wärme im Oktober ein weiteres Update geben.

Zu der Wärme hat sich die Dürre, die wir schon besonders im nördlichen Mitteleuropa seit Mai haben wieder deutlich verschärft und sich auch nun nach Süden ausgebreitet. Die großen Flüsse und Seen haben schon teilweise Niedrigwasser Rekord und die nächsten 7 Tage kommt kaum oder kein Regen dazu!

Ach die Waldbrandgefahr steigt nun wieder an.

Erst Ende Oktober könnte es mit einer stürmischen Nordwestlage kühler und nass werden!

Update kommt die nächsten Tage.

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Jupiter

September 2018: Auswertung und Prognose zur Sturmsaison 2018/2019

Im letzten Jahr 2017 habe ich mich intuitiv schon frühzeitig auf die Sturmsaison 2017/2018 umgestellt und das bestätigte sich auch mit dem ersten Sturmtief am 13. September. 2017 welches mit Böen von 8 bis 12 Bft über Nordwest-Europa zog und erhebliche Schäden hinterlassen hat.

Daraufhin untersuchte ich alle September immer vom 20. August bis zum 10. Oktober, vor stürmischen und atlantischen Wintern, sowie vor kalten und meridionalen Wintern.

Meine Forschung zielt darauf, ob die Zeit vom 20. August bis zum 10. Oktober mit einem erhöhten aufkommen von milden und windigen West/Südwestlagen mit ersten Herbststürmen ein Hinweis sind, das die nachfolgende Sturmsaison ebenso eine erhöhte Westlagen/Sturmaktivität aufweist.

Mit meiner neue Theorie die ich im letzten Jahr 2017 veröffentlichte, wurde zu 80 bis 90% bestätigt.

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Nach dem ersten Herbststurm vom 13.09.2017 folgten:

  • am 5.10.2017 – Das Sturmtief „Xavier“
  • am 28/29.10.2017 – Das Orkantief „Herwart“
  • am 13/14.12.2017 – „Randtief über Süddeutschland“
  • am 3.01.2018 – Das Orkantief „Burglind“
  • am 16/17.01.2018 – Das Sturmtief „Evi“,
  • – und am 18.01.2018 das Orkantief „Friederike“

Besonders das Orkantief Friederike zog von den Britischen Inseln über Benelux, der nördlichen Mitte Deutschlands bis in den Süden von Polen mit verbreiteten orkanartigen Böen und Orkanböen von 115 bis knapp 150 km/h und verheerenden Schäden hinweg.

Auch ca. 100 Km südlich und nördlichen des Hauptsturmfeldes wurden noch Böen von 8 bis 11 Bft gemessen, wie z.B. in München mit 10 Bft.

Von Benelux, NRW, Niedersachsen, Nord-Hessen, Thüringen bis südliches Brandenburg bis nach Sachsen gab es verbreitet orkanartige Böen und Orkanböen von 115 bis 150 km/h, teils wurden höhere Böen gemessen als beim Orkan „Kyrill“ 2007.

Der Brocken erreichte nach über 20 Jahren das erste mal wieder über 200 Km/h.

Der Orkan „Friederike“ hat ca. 11. Mio. Kubikmeter Sturmholz und 1. Mrd. € Schäden hinterlassen.

Aber auch die andere Stürme wie Xavier, Herwart und Burglind haben mehrere Mio. Kubikmeter Sturmholz und über 2. Mrd. € Schäden in Europa verursacht.

Damit war die Sturmsaison 2017/2018 die stärkste seit der Sturmsaison 2006/2007 ( Lara, Franz, Per und Kyrill ).

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In diesem Jahr gestaltet sich die Wetterlage ähnlich wie im letzten Jahr, doch haben wir diesmal mehr milde Südwest- und Südlagen als im letzten Jahr, nach dem Jahrhundert- Sommerhalbjahr war auch der September 2018 zu warm.

Die Wetterlage Ende August:

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Wetterlage Mitte September:

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Wetterlage Anfang Oktober:

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http://www.wetterzentrale.de/

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Dabei zogen besonders vom 19 bis zum 23. September die ersten Herbststürme wieder sehr früh über West- und Nordeuropa.

Auf den Britischen Inseln gab es am 19/20. September Sturm- und Orkanböen mit großen Schäden.

Am 21.09.2018 zog ein weiteres Sturmtief vom Atlantik nach Nordeuropa und verursachte ebenso große Schäden in Holland, Deutschland und Dänemark durch abgerissene Äste, umgestürzte Bäume und Schäden an Bauwerken.

Bereits zwei Tage später zog das Sturmtief „Fabienne“ von Nordfrankreich über die Mitte Deutschlands nach Tschechien und es gab südlich davon insbesondere an der gewittrigen Kaltfront Sturm- und Orkanböen, sogar einzelne Tornados waren dabei!

Generell war die Großwetterlage vom 20.08 bis zum 10.10.2018 meist südlich bis südwestlich oder besonders durch die erwähnten sehr früh auf entstandenen Sturmtiefs westlich geprägt.

Eine nördliche bzw. östliche meridionale Wetterlage gab es nur auf der kurzen Vorderseite einiger Hochdruckgebiete.

Wenn von meridional die Rede ist, so können nur eventuell die Südlagen dazu gezählt werden, die aber ebenso durch atlantische Tiefs ( positive NAO ) verursacht wurde.

Hier mal die Liste der September vor Sturmwintern mit überwiegenden Westlagen mit Temperatur-Abweichung ( 1961-1990 ):
Der Zeitraum bezieht sich vom 20. August bis zum 10. Oktober, sollte ein Wind und Sturm-Ereignis außerhalb des Septembers stattgefunden haben wird es mit August oder Oktober angegeben !
SEPTEMBER
– 1961 —> Sehr windig mit Sturmböen im Westen um den 7. des Monats.
( + 3,0  K )
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– 1966 —> Windig mit schweren Sturmböen in der 1. Hälfte des Monats.
( – 0,1 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 1975 —> Stürmschich um den 15. des Monats, Sturm mit orkanartigen Böen vom 25. bis zum 28. des Monats, Anfang Oktober sehr windig.
( + 2,2k )
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– 1983 —> Sehr windig Anfang des Monats, mit schweren Sturmböen im Südwesten und im Norden, sehr windig Ende des  Monats, um den 7. Oktober sogar einzelne schwere Sturm- und Orkanböen !
( 0,4 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 1989 —> Ende August schwerer Sturm im Norden, mit Orkanböen ! Teils windig Mitte des Monats, und Anfang Oktober Sturm im Norden.
( + 1,1 K )
………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
– 1993 —> Windig um Mitte des Monats.
(- 1,1 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 1994 —> Stürmisch um Mitte des Monats.
( – 0,1 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 1996 —> Sturmböen in der Westhälfte Ende August, windig Ende des Monats/Anfang Oktober.
( – 2,4 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 1999 —> Sehr windig mit einzelnen Sturm- und schweren Sturmböen Anfang Oktober.
( + 3,5 K )
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 2001 —> Vom 7. bis zum 12. des Monats im Norden sehr windig mit einzelnen schweren Sturm- und orkanartigen Böen an der Küste, nochmals sehr windig im Norden Anfang Oktober.
( – 1,5 K )
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– 2006 —> Windig Anfang des Monats, um den 3. Oktober orkanartige Böen und einzelne Orkanböen im Süden um den 7. Oktober windig mit Sturmböen im Norden.
( + 3,6 K )
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 2013 —> Windige Phase vom 10. bis zum 20. des Monats, sowie Anfang Oktober.
( 0,0 K )
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 2014 —> Um den 22. des Monats windig mit Sturmböen im Norden, um den 7. Oktober sogar schwere Sturmböen an der Küste und auf der Nordsee dazu im Norden windig.
( + 1,6 K )
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 2017 —> Sehr windig Anfang des Monats mit Sturmböen im Norden am 11. des Monats, am 13. des Monats Sturmtief mit Sturm- und schweren Sturmböen in der gesamten West- und Nordhälfte, an der Küste Orkanböen über 120 Km/h vereinzelt um 150 km/h, im Süden auch windig mit einzelnen Sturmböen ! Am 14. des Monats immer noch stürmische Böen und Sturmböen im ganzen Land. Anfang Oktober windige Westlage mit heftigen Schnellläufer Orkan von Holland/Nordsee bis nach Polen. Dieser brachte schwere Sturm und Orkanböen von 90 bis 135 Km/h im Flachland und 130 bis 178 km/h im Bergland.
( – 0,6 K )
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 2018 > Sehr Warm und vom 18. September bis zum 23. des Monats sehr windig mit Sturm! In Westeuropa Sturm- und Orkanböen. In Norddeutschland am 21.09.2018 schwere Sturm- und orkanartige Böen 90 bis 115 km/h und sonst windig mit Sturmböen. Am 23.09.2018 dann von Frankreich her Sturmtief mit Orkanböen bis 160 Km/h und Gewitter/Tornados an der Kaltfront! Anfang Oktober wieder kurze Westlage mit windigem Wetter im Norden.
( + 1,8 K )
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In dieser Liste werde ich nun alle September vor Schnee- und Kaltwintern untersuchen, dazu jeweils die Temperatur-Abweichung ( 1961-1990 ):
Der Zeitraum bezieht sich vom 20. August bis zum 10. Oktober, sollte ein Wind oder Sturm-Ereignis dabei sein, was außerhalb des Septembers stattfand, so wird es mit August oder Oktober angegeben.
SEPTEMBER
– 1962 —> Windig Ende August und Anfang des Monats, Mitte des Monats sogar ein Sturm mit 9-10 Bft.
( – 1,0 K )
………………………………………………………………………………………………………………………………………………………
– 1964 —> Windig Anfang des Monats, um die Mitte des Monats ein Sturm mit 9-10 Bft, Anfang Oktober auch nochmals stürmisch.
( 0,3 K )
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
– 1969 —> Stürmisch Ende des Monats und Anfang Oktober Sturm im Norden.
( 0,5 K )
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
– 1970 —> Der gesamte Monat teilweise windig mit einzelnen Sturmböen, Anfang Oktober sogar ein Sturm mit einzelnen orkanartigen Böen.
( – 0,1 K )
………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
– 1978 —> Ende August im Norden stürmisch, um den 12. des Monats Sturm mit 9-11 Bft, windig Anfang Oktober.
( – 1,1 K )
………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 1980 —> Ende August Sturm im Norden 9-11 Bft, windig mit Sturmböen im Norden um Mitte des Monats, um den 7. Oktober Sturm bis 10 bft in Westdeutschland.
( 0,1 K )
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
– 1984 —> Von Anfang des Monats bis Mitte des Monats zeitweise windig mit einzelnen Sturmböen im Norden.
( – 1,0 K )
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
– 1985 —> Nur mal kurzzeitig windig um Mitte des Monats und Anfang Oktober, sonst kein Wind oder Sturm-Ereignis !
( 0,2 K )
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
– 1986 —> Ende August vom Saarland bis zur Nordsee ( Westdeutschland ) teils Sturm- und schwere Sturmböen, sonst kein Wind-Ereignis.
( – 2,0 K )
………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 1995 —> Anfang des Monats windig, und Ende des Monats Sturm im Norden 9-11 Bft !
( – 0,7 K )
………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 2005 —> Nur mal kurz windig an der Küste ende des Monats, sonst kein Wind oder Sturm-Ereignis !
( + 1,7 K )
………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 2008 —> Nur Anfang Oktober stürmisch mit einzelnen schweren Sturmböen an der Küste und auf den Bergen.
( – 0,9 K )
………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 2009 —> Nur mal kurz an der Küste windig, Sturm 9-11 Bft an der Küste/Nordsee Anfang Oktober.
( + 1,4 K )
………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 2010 —> An der Küste/Nordsee Ende August und um Mitte des Monats kurz Sturm 9-11 Bft.
( – 0,9 K )
………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
– 2012 —> Am 24. des Monats windig mit Gewitterböen einer Kaltfront, Anfang Oktober windig mit einzelnen Sturmböen und schweren Sturmböen auf den Bergen.
( 0,3 K )
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Auswertung und Prognose für die Sturmsaison 2018/2019 sowie für Herbst/Winter 2018/2019 ( Okbober bis April ):

Temperatur-Abweichung ( 1961-1990 ) September 2018:

http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

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Der September setzte die Reihe ungewöhnlich warmer Monate seit April 2018 fort:

Vom 20. August bis zum 10. Oktober. 2018 war die Großwetterlage im europäischen Raum überwiegend südlich bis südwestlich geprägt sowie zeitweise auch stramme Westlage dabei waren. Also überwiegend eine positive NAO.

Meridionale Wetterlagen gab es von daher in West- und Mitteleuropa nur kurz oder allenfalls durch milde Südlagen. Nur Süd- und Osteuropa waren durch ihre geographische Lage meridional vom Wetter geprägt, aber auch dort war es deutlich zu warm.

Die Wetterlage wird sich die nächsten Wochen weiter auf eher westliche Lagen konzentrieren, die mal warme Vorderseiten hat und auch kühle nordwestliche Rückseiten dabei sind. Auch eine erhöhte Sturmtief-Aktivität ist ab der zweiten Oktoberhälfte auszumachen.

Die Sturmsaison 2018/2019 könnte somit, da die Zeit vom 20. August bis zum 10. Oktober sehr mild und windig mit frühen Herbststürmen war, ähnlich werden wie die vergangene Sturmsaison 2017/2018.

Es können schon ab Ende Oktober 2018 vermehrt Sturmtiefs durch Westwetterlagen aufziehen. Und von November 2018 bis März 2019 könnte die Wetterlage überwiegend westlich oder südwestlich in West, Mittel- und Nordeuropa geprägt sein durch eine positive NAO und ein zu kaltes Grönland/Kanada.

Damit wird es überwiegend nass und windig. Es können vermehrt Sturm- und Orkantiefs auftreten, die auch Beispielsweise die Stärke von „Orkan Friederike 2018 oder „Orkan Daria 1990“ aufweisen können. Mit einer geringen Wahrscheinlichkeit von 5% könnte eventuell durch ein frühes kaltes Grönland und die zu warme Nord- und Ostsee sowie extreme positive NAO ( Sommer 2018 ) eine stärkere Sturm- und Orkan-Aktivität auftreten als Beispielsweise in den größten Sturmwintern des 20. Jh. 1989/1990 und 1999/2000!

Ein Winter mit windigen Westlagen und schweren Stürmen ist somit zu 80% wahrscheinlicher, als ein meridionaler-kalter Winter mit Schnee und Frost durch Nord- oder Ostlagen mit 15 bis 20% in West, Mittel und Nordeuropa. 

Der Winter 2018/2019 könnte somit leicht zu warm oder deutlich zu warm werden.

( Diese Prognose beansprucht nicht zu wissen, wie sich die Wetterlage letztendlich in der Sturmsaison und im Winter 2018/2019 entwickelt. Sondern stellt Informativ durch die Großwetterlage und Statistik im September-Zeitraum vor Sturm- oder Kaltwintern eine neue These auf, auch wenn die Trefferquote 2017 bei 80 bis 90% richtig lag und durch die Sturm-Statistik in der Tabelle belegt ist. )

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-12.10.2108

Sturmwetterblog

Warmes Hochdruckwetter

In den nächsten 10 bis 14 Tagen wird es in Europa mild bis warm durch eine Süd/Südwestströmung die durch ein Tief vor den Britischen Inseln und einer Hochdruck-Brücke über Süd und Ost-Europa zustande kommt.

Nur auf den Britischen Inseln bleibt es meist herbstlich kühl und nass, da dort das Tief am nächsten liegt.

In Mitteleuropa bleibt es mild bis warm zwischen 18 und 27 Grad.

http://www.wetterzentrale.de/

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Zudem wird die Trockenheit wieder zunehmen, die noch aus der Jahrhundert-Dürre des Sommers 2018 in teilen Mitteleuropas anhält.

Somit wird der Oktober erstmal zu warm werden, ob er am Ende auch noch zu warm bleibt, liegt an der Wetterlage. Bleibt sie südlich wird der Oktober zu warm. Dreht sie auf West oder Nord wird es kühler und der Oktober könnte das Mittel erreichen.

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Jupiter