HITZEWELLE im August! Rekord-Sommer 2022 ?

Seit Montag befindet sich Deutschland in der 5. Hitzewelle des Sommers 2022, die aktuelle Hitze ist bisher mit Temperaturen um 30°C und einem niedrigen Taupunkt, mit dem Resultat angenehmer/kühler Nächte noch mediterran. Die starke Trockenheit und Dürre verschärft sich allerdings weiter, da es keinen Regen gibt.

Auch der Donnerstag und Freitag sind noch von der ehr moderaten Hitze geprägt bei Temperaturen von 30 / 33°C, in den Nächten 19 bis 13°C dann schon etwas milder als die Tage zuvor. Schwacher Wind.

Ab Samstag verstärkt sich die zuvor leichte südlichen Höhenströmung und aus dem völlig überhitzten Südeuropa strömt noch heißere Luft nach Deutschland. Über Frankreich werden am Wochenende 42°C erwartet.

In Deutschland am Samstag 30 bis 35°C, am Sonntag, sowie nächste Woche Montag 30 bis 37°C, dazu weitgehend trocken bei einem niedrigen Taupunkt von ca. 9 bis 16°C, was dazu führt das sich die Dürre weiter noch weiter verschärft. In den Nächten dann auch warm bei 23 bis 16°C, schwacher südlicher Wind.

In den letzten Tagen deuteten die Wettermodelle eine temporäre Umstellung der Wetterlage ab ca. nächste Woche Dienstag/Mittwoch an.

Mit einem Tief das von der Nordsee, ausgelöst durch das große Atlantik-Hoch, was eine nördliche Strömung auf dem Ost-Atlantik verursacht, nach Mitteleuropa ziehen sollte und dann mit schwül-warmer und anschließend kühler Luft und Gewittern, die Hitze vorübergehend nach Osteuropa verdrängen sollte.

Das ECMWF deutete schon gestern im 12z lauf an, dass das Tief westlich und deutlich schwächer nach Süden zieht, womit die heiße Luft gar nicht nach Osten verdrängt wird, sondern erhalten bleibt, die Luft würde aber, vor allem nach Westdeutschland schwüler werden und eventuell wären dort Gewitter und Unwetter möglich.

Die Wettermodelle, bis auf GEM, rechnen heute in den 00z Läufen alle das Tief weiter westlich, so dass das Tief etwa vom Nordmeer abgeschwächt zur Ostatlantik/Bretagne zieht und sich eventuell mit dem Höhentief vor Portugal, was dort seit Juni zu beobachten ist, sich verbindet.

Das bedeutet, das es auch nächste Woche keine Abkühlung gibt, stattdessen könnte es mit dem Tief westlich vom europäischen Kontinent, damit Verbunden stärkere südwestliche/südliche Strömung, noch heißer werden.

Sowohl ECMWF/GFS sehen teils extreme Temperaturen von 33 bis 39°C, die Hitze wird von den Modellen nun bis mindestens zum 22.08.2022 gerechnet. Dazu kommt weitere Trockenheit, was die Dürre dann in Dimensionen von 2018/2019, 1976 und 1911 wachsen lässt!

Der Sommer 2022 könnte demnach 2 erreichen, eventuell Platz 1 erreichen!

Hitze-Sommer Deutschland:

  1. 2003 +3,2k
  2. 2018 +3,1k
  3. 2019 +3k

Damit könnte auch ein neuer August Rekord erreicht werden:

  • 2003 +4k
  • 2020 +3,4k
  • 2018 +3,4k

In Südeuropa bleibt die extreme Hitze bis zum Ende des Vorhersage-Zeitraums 16 Tage, erhalten, dort herrscht ohnehin schon extreme Dürre mit teils verheerenden Waldbränden, somit könnte auch die Temperatur-Abw. in Europa, die erst letztes Jahr 2021 im Sommer einen Rekord erreichte, gleich diesen Sommer wieder einen Allzeit-Rekord erreichen!

Wie lange könnte die Wetterlage und damit verbundene Hitze/Dürre über Europa erhalten bleiben ?

Wenn man sich die großen Strukturen auf der Nordhemisphäre mit Ansicht Atlantik/Nordpol, Europa, Nord-Afrika und West-Asien, anschaut könnten die Druckgebilde noch etwa bis Mitte September in der derzeitigen Position erhalten bleiben. Da in 200/300 hpa, die Luft-Dynamik des Jetstreams und Konsistenz vorerst nicht in Bewegung kommt, da die Hochdruckgebiete (Nordatlantik/Ural) jeweils durch zwei, für die Nordhemispäre außergewöhnliche Hitzepole gestützt werden.

Der eine Hitzepol liegt über dem westlichen Nordamerika, der andere über Zentral-Asien der mit der Nordafrikanischen Sahara-Hitze auch bis Europa reicht, und überall dort Rekord-Temperaturen erreicht werden, inklusive Dürre!

Die Hitzepole über Nordamerika und Asien/Afrika werden erst mit der Jahreszeit schwächer, früher konnte sich die Hitze nicht so weit nach Norden ausdehnen und zog sich meist ab Mitte August zum Äquator zurück, durch den globalen Temperatur-Anstieg, kann sich die Hitze des Äquators mit den etwaigen Hitzepolen länger halten und ist demnach auch 1 / 2°C in 850 hpa stärker als noch vor 30 Jahren, weshalb dann am Erdboden Temperaturen von +3 / +5°C mehr erreicht werden.

Zudem stabilisiert die Hitze die Hochdruckgebiete im Sommerhalbjahr auf der Nordhemisphäre, was dann dazu führt, das sich die Strömungs-Struktur kaum verändert und somit über Monate die gleiche Wetterlage besteht. Hier spielen dann auch die planetaren Wellen eine Rolle.

Mit dem Ende des astronomischen Sommers, ziehen sich die Hitzepole wieder zum Äquator zurück, gleichzeitig beginnt in 25 / 36 km Höhe (ab 10 hpa), eine Abkühlung des Nordpols, so das mit als erstes Grönland wieder kälter wird, der Jet kann mit der Abkühlung der Nordhemisphäre wieder Aufleben und Tiefs bei Grönland können dann vom Atlantik Richtung Europa ziehen, dann wäre die warme/heiße Sommerlage stepp bei stepp zu Ende.

GFS 00z, 2 m Temp. / 500 hpa Geop. Ende August Nordhemisphäre:

https://www.tropicaltidbits.com/
https://www.tropicaltidbits.com/

Diese Wetter-Umstellung wird aber frühestens ab Mitte September, eventuell erst ab Oktober eintreffen. Bis dahin bleibt das Wetter-Grundmuster warm bis heiß und überwiegend trocken, wobei ab der zweiten August-Hälfte vermehrt Gewitter-/Unwetterlagen zur Hitze dazukommen.

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Sturmwetterblog, den 10.08.2022

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